Nix wie raus!

Nu isser da, der Frühling 2017. Und wenn er auch wieder gehen oder Pause machen sollte, ich habe seine ersten Tage intensiv genossen. „Nix wie raus!“ – so lautete das Motto der vergangenen Woche. Sportlich, gärtnerisch, nicht ganz so sportlich. Hauptsache frische Luft, Sonne, Vitamin D und Wärme auf der Haut.

Am Sonntag zwei Stunden entspanntes Laktat-Rausspazieren am Petrisberg. Der Lieblingstrail mit Maschinen malträtiert, die Wildschweine haben ihm auch noch „einen mitgegeben“ – sieht böse aus, aber wächst sich schnell wieder zurecht.

Montag ein ruhiges Laufründchen mit noch ziemlich „dicken Beinen“. Kein Wunder nach dem Gehetze am Samstag und der Radtour heim. Dienstag daher nur ein friedlicher Spaziergang von der Arbeit nach Hause und ein bisschen Gartenarbeit. Mittwoch eine muntere Laufrunde mit Herrn Midlifecrisis. Die Beinchen waren schon mal leichter, aber in fröhlicher Gesellschaft lässt es sich trotzdem ganz flüssig den Berg hoch dieseln und die Sonne begrüßen. Und die Vorfreude auf zwei freie Tage macht auch den nachmittägliche Heimweg zum Vergnügen, der durch ein gepflegtes Bierchen und ein Abendessen im Freien im Olewiger Biergarten unterbrochen wird.

Am freien Donnerstag wird dann erstmals in der Saison der schwarzblaue Flitzer gesattelt. Den Winter über stand er einsam auf der Rolle im Arbeitszimmer. Ich konnte mich dieses Jahr nicht überwinden, drinnen zu fahren. Lieber „Schönwetterradeln“ auf dem Tourenrad und ansonsten laufen, walken oder spazieren gehen. Dank Schönwetterradeln ist der Hintern einigermaßen vorbereitet auf das, was ihn erwartet, nämlich meine traditionelle „Fit in den Frühling“-Tour nach Mettlach. Flach, aber mit teilweise kräftigem Gegenwind aus Süd-Südwest. Kein Wunder, dass ich Kohldampf kriege! Dass ich es schaffe, einen kompletten Brotkorb inklusive Marmeladen- und Nutella-Aufstrich plattzumachen, entsetzt mich dann allerdings doch etwas.

Immerhin: Mit einem üppigen zweiten Frühstück im Magen lässt sich auch der Rückweg komplett bewältigen, statt – wie eigentlich gedacht – irgendwann unterwegs in den Zug steigen zu müssen. Ein Trinkstopp in Saarburg, ein kurzer Stopp an der Trierer Staustufe, summa summarum 82 km knapp im 25er Schnitt. Da ist das Füße-Hochlegen aufm Balkon wirklich verdient!

Der freie Freitag beginnt mit Gartenarbeit, setzt sich mit einem Besuch im Saunagarten des Trierer Stadtbads, einer kleinen 30 km Radrunde mit dem Tourenrad, einem Spaziergang zum Lieblingsbäcker und einem gemütlichen Kaffeestündchen auf dem Balkon fort. Abends wäre noch ein Stündchen Garten dran gewesen, wäre mir nicht im letzten Moment eingefallen, dass Vereinsversammlung ist. Also nichts mit Unkrautjäten an einem lauschigen Frühlingsabend unter Magnolienblüten. Stattdessen Zankereien über angeblich zu hohen Hopfen-Kaltschalen-Verbrauch bei der Gemeinschaftsarbeit und eine chaotische, letztlich aber doch fehlerfreie Kassenführung.

Und am Wochenende? Schnell mit dem Rad ins Büro für ein paar dringende Sachen, danach ab in den Garten und zwei Stunden rumbuddeln. Fast schon zum Glück zieht es sich am Himmel gerade zu. Grund genug, sich zuhause auf die Couch zu flegeln und ein bisschen auszuruhen. Für morgen ist Sonnenschein vorhergesagt und ich möchte gern ein wenig laufen. Da sollten die Beinchen wieder frisch sein. Obwohl … wenn ich jetzt so rausgucke, scheint die Sonne wieder … 😉

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18 Gedanken zu “Nix wie raus!

  1. Liebe Anne,

    ein besseres Motto konnte man dieser Woche nicht geben. Auch wenn wir hier in Oldenburg einen Regentag hatten. Aber da bin ich halt gelaufen 😉

    Übrigens kenne ich das auch, dass mich Radfahren hungriger macht als Laufen. Von daher habe ich vollstes Verständnis für das radikal verputzte Frühstück 😀

    Die Magnolien blühen hier auch schon, ein Traum!

    Einen sonnigen Sonntag mit einem feinen Läufchen wünsche ich Dir
    Volker

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    • Lieber Volker,

      manche (z.B. Christian) würden bei Regentagen erst recht „Nix wie raus!“ jubilieren. 😉

      Komisch, dass Radfahren so furchtbar hungrig macht. Das Erschütternde ist ja, dass man sich unterwegs den Bauch vollschlagen und trotzdem weiterfahren kann. Beim Laufen ginge sowas nicht, ich wenigstens kann da unterwegs nichts essen (von Bananenhäppchen oder Rosinen abgesehen). 🙂

      Deine Wünsche für mich sind in Erfüllung gegangen, Läufchen erledigt, Sonne scheint, wunderbarer Tag zum Auftanken. Danke dir – ich hoffe, dir ergeht es genau so gut!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Liebe Anne,

    wow, die frühsommerlichen Temperaturen hast du super genutzt! 🙂 Manchmal muss frau eben auch Glück und genau dann frei haben, wenn die Sonne lacht und die Temperaturen schon an den Sommer denken lassen!
    Außerdem muss ich immer wieder feststellen, wie gut mir dein schwarzblauer Flitzer gefällt! 😀
    Das Frühstück hast du dir mehr als verdient – bei deinen Strecken wundert es mich nicht, dass du zugeschlagen hast. Und dein Garten sieht so wunderbar ordentlich aus – das war bestimmt auch ordentlich Arbeit! Hut ab! 😀

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    • Liebe Doris,

      zum Glück kann ich mir normalerweise recht spontan frei nehmen, wenn noch Urlaub da ist und ich einfach mal einen freien Tag brauche oder haben will – bei DEM tollen Wetter musste ich einfach … 🙂

      Meinen schwarzblaue Flitzer liebe ich wirklich sehr. Es war genau die richtige Entscheidung, keinen klassischen Renner zu kaufen, sondern ein so komfortables Modell. Den Sattel hab ich ausgetauscht, jetzt gefällt es mir sogar noch besser.

      Der Garten ist im Grunde immer noch recht wüst. Aber auf dem Foto fällt das nicht so auf … und ja, es war schon ganz schön viel Arbeit. Tut mir aber auch gut. 🙂

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    • Danke, liebe Kornelia, das mache ich! Der Wechsel zwischen Lauf und Rad ist auf jeden Fall wichtig, Ausgewogenheit ist eine gute Verletzungsprophylaxe.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne, freut mich sehr, in diesem Post so viel Positives von dir zu lesen, Freude, Gelingen, alles, was das Leben schön macht – ein strammes Programm, das du gut im Griff und dabei noch viel Spaß hast. Der Frühling hilft uns allen auf die Beine – was für eine schöne Jahreszeit ! Und bald kannst du ernten, was du gesät hast ! 😉

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    • Liebe Margitta, mal Luft holen in den beruflich sehr fordernden Zeiten, das tut einfach gut. Garten und Sport sind zwar einerseits schon ein „strammes Programm“, andererseits tut mir Aktivität körperlich und mental besser als Rumliegen auf dem Balkon oder Sofa. Ob ich bald ernten kann? Ich bin noch skeptisch, denn eigentlich war es für die Aussaat zu früh und zu kalt. Aber ich hoffe, das Vlies auf den Beeten hilft. 😎

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  4. Liebe Anne,
    meine Worte diese Woche waren: Nichts hält mich drin!
    Das ist quasi das Gleiche 😆
    Du hast die wunderbaren Frühlingstage super genutzt. Da ist alles dabei: Dinge, die sein müssen (Gartenarbeit), viel Sport und Bewegung und gutes Essen und Faulenzen.
    Er ist herrlich, der Frühling, oder?
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,

      herrlich! Wenn es nicht so lästige Dinge wie den erforderlichen Broterwerb gäbe, wären wir wohl den ganzen Tag draußen bei so schönem Wetter … 😉

      Gartenarbeit fällt für mich durchaus unter „freudvolle Aktivitäten“, sieht man vom Rasenmähen ab. Und wenn man dann eigene Früchte und Gemüse ernten und damit was Frisches und Gesundes essen kann, lohnt sich die Arbeit sogar. 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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  5. Liebe Anne,
    nicht entsetzt sein. Wer viel schafft, auch beim sporteln, der darf auch mal ordentlich reinhauen! 😉
    Dein Bericht liest sich schön und die Bilder geben auch toll wieder, was du erlebt hast!

    „lästige Dinge wie den erforderlichen Broterwerb“ – du sprichst mir aus der Seele. 🙄
    Das gehört zu den Dingen, auf die ich verzichten könnte, da ich noch sooo viel Projekte und Ideen im Kopf habe.
    Bleib so ausgewogen unterwegs, dann bleibste auch fit! 😆
    LG Manfred

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    • Lieber Manfred,

      drei Brötchen und zwei Scheiben Graubrot – das kann schon Entsetzen auslösen. Auch wenn es sehr kleine Brötchen waren … 😆

      So gerne ich im Grunde arbeite: Manchmal wäre einfach schön, sich weniger Stunden des Tages damit abgeben zu müssen, um all die anderen Projekte zu verfolgen, die sich im Leben so anbieten. Das gehört ja irgendwie auch zum Ausgewogen-Bleiben … 🙂

      LG,
      Anne

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  6. Liebe Anne,
    es freut mich zu lesen, dass du das schöne Wetter nutzen konntest. Garten, Sport – beschwerdefrei – , essen (darf man wenn man etwas getan hat. 😉 ) Schwimmen ist ja was den Hunger betrifft noch schlimmer….
    Der Frühling springt einen ja inzwischen an jeder Ecke förmlich an. Herrlich.
    „Lästige Dinge wie den täglichen Broterwerb.“ So isses. Ich arbeite gerade daran, das „lästig“ aus der Formulierung herauszubekommen. So nach und nach.
    Liebe Grüße
    Birthe

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    • Liebe Birthe,

      ja, nach dem Schwimmen/Aquajoggen sind Fressattacken bei mir schon fast garantiert. Da war das beim Radfahren noch richtig moderat! 😆

      Ich hoffe auch, dass ich das „lästig“ aus der Formulierung entfernen kann … mal sehen, besser wär’s! 😎

      Liebe Grüße und wahrscheinlich bis Samstag in Föhren,
      Anne

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