„Ein gutes Pferd …“ – Schweicher Fährturmlauf 2017

„Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss!“ – dieser wunderbare Satz geht mir den ganzen Abend nicht aus dem Kopf. Geschrieben hat ihn mir ein Läuferkamerad in einem Laufforum, in dem ich ganz kurz nach dem Wettkampf meine Zeit von heute postete. Wieviel Weisheit doch in diesen wenigen Worten liegt – nicht nur auf das Laufen bezogen …2017-03-25_Fährturmlauf06Aber der Reihe nach: Die Blog-Rubrik „Wettkampfberichte“ lag hier lange brach. Exakt drei Jahre.  Beim Schweicher Fährturmlauf 2014 hatte ich mir zum letzten Mal eine Startnummer angetackert und versucht schnell zu laufen. Es folgten eine gewisse Wettkampfunlust und ein halbherzlg gelaufener Urlaubs-5er mit schon lädierter Achillessehne, der dann praktisch nahtlos in Verletzungspause, Spritzentherapie, Aufbauversuche, Meniskusriss, erneute Aufbauversuche und schließlich doch eine Arthroskopie mündete. Über die lange Rekonvaleszenz und den mühevollen Wiedereinstieg voller Rückschläge und Selbstzweifel habe ich hier ja genug geschrieben.

Heute, nach wirklich langsamem und geduldigem Wiedereinstieg über fast 8 Monate und einem entspannt gejoggten Silvesterlauf mit dem Tridreamteam, endlich der erste offizielle Lauf, bei dem ich mal wieder „ernst mache“. Und ich habe auch gleich was vor: In meinem Läuferinnenleben 1.0 vor der langen Pause hab ich mir an der 25-Minuten-Grenze auf 5 km mehrfach vergeblich die Zähne ausgebissen. Eine 25:00,2 (oder so ähnlich) bei irgendeinem Trierer Silvesterlauf war das Ende der Fahnenstange. Diese „unerledigte Aufgabe“ spukt mir immer noch im Hirn rum. Und ich sehe angesichts des zuletzt recht gut laufenden Trainings eine realistische Chance, sie nun doch noch zu bewältigen.2017-03-25_Fährturmlauf07

Die Schweicher Strecke eignet sich bestens für einen Versuch, denn sie ist flach. Ekelhaft verwinkelt auf den ersten und letzten paar hundert Metern, aber flach. Da könnte das hinhauen.

Oder auch nicht. Ich steh nämlich so ein bisschen neben mir, nachdem ich es per Bahn plus Rad bis ins Schweicher Schulzentrum geschafft habe. Von Wettkampfvorbereitungs-Routine kann keine Rede sein. Ich bin hibbelig. Zieh mich um, gehe raus, mir ist zu warm, also wieder rein und Jacke wegpacken, wieder raus zum Sportplatz, ich hab den Chip für die Zeitmessung vergessen, wieder rein, Chip suchen und am Schuh fixieren, raus, mir ist doch zu kalt, also wieder rein, Jacke an. Bisschen runter an die Mosel zum Fährturm, dem der Lauf seinen Namen verdankt. Frühlingsluft schnuppern, Windrichtung testen. Super! S-teife Brise von vorn auf dem Rückweg der 2,5 km-Wendepunktstrecke. Braucht kein Mensch.2017-03-25_Fährturmlauf04Eine gewisse Lustlosigkeit macht sich breit, gepaart mit Überforderung durch die Menschenmassen. Dirk und seine Mannschaft vom LT Schweich haben gefühlt alle Schulen und Kitas vor Ort mobilisiert – entsprechend lebhaft geht es zu. Toll für die Kiddies, toller Erfolg für die Gastgeber, too much für mich. Nach einer richtig üblen Woche bin ich für sowas zu ruhebedürftig und soziophob.

Egal. Locker 10 Minuten Einlaufen, bisschen Stretchen, bisschen Anfersen. Die älteren Kinder anfeuern, die den 5-Runden-Lauf rund ums Stadion mehr oder weniger ernsthaft angehen.Dann ab in die Startaufstellung. Im Kopf läuft ein Selbstmotivierungsprogramm in Endlosschleife: „Du hast gut trainiert, du kannst schnell laufen, wenn du nicht zu flott angehst, verschenk jetzt nicht die mögliche gute Zeit aus einer Laune raus, die sub 25 hast du drin!“. Ein paar nicht zitierfähige verbale Tritte in den Allerwertesten sind auch auf dem Band … 😉

2017-03-25_Fährturmlauf02

Peng. Dann woll’n wir mal laufen! Natürlich wollen wir erst einmal viel zu schnell. Aber zum Glück reguliert sich bei dem Rumgekurve auf den ersten paar hundert Metern das Problem irgendwann von selbst. Kräftig überzogen habe ich trotzdem. In 4:43 geht der erste km laut meiner Uhr weg, etwa 4:48 sind es beim ersten offiziellen km-Schild. Da habe ich für die nächsten paar hundert Meter endlich eine „Vor-Läuferin“ gefunden, 15 cm größer und etwas breiter als ich. Da häng ich mich jetzt mal dran, denn einfach wird das heute nicht mit dem Schnell-Laufen, das merke ich schon jetzt. Vielleicht hätte ich doch nicht gestern und heute jeweils 2 1/2 Stunden im Garten werkeln und dabei viel in der Hocke arbeiten sollen.2017-03-25_Fährturmlauf03Das mit dem Dranhängen erledigt sich leider schon recht bald. Irgendwie wird mir das zu langsam und zu ungleichmäßig, was die Dame da auf den Radweg zaubert. Da muss ich dann wohl mal mein eigenes Tempo laufen … und tschüs. Km 2 in 4:53, schon vernünftiger. Mehr geht nicht, mehr soll nicht. Kurz vor der Wende der Getränkestand, nee, brauch ich nicht, so warm ist es nun wirklich nicht heute. Die enge 180 Grad-Kehre auf dem Radweg stört den Rhythmus. Man muss runterbremsen und wieder hochbeschleunigen – und das, wo die Beine murren, der untere Rücken quengelt und der Kopf die ganze Rennerei ziemlich gaga findet und überhaupt. Km 3 nur noch in 4:57. In dem Tempo hätte ich anlaufen sollen, dann ginge es jetzt leichter.

Denn da ist nun dieser Dreckswind, der mistige, der von vorn kommt. Wie sehne ich mich nach meiner Vorläuferin von km 0,5 bis 1,8! Hier find ich niemanden, der mir Windschatten geben könnte. Ich laufe immer mal wieder an jemanden ran, will mich dahinter verstecken, aber ziehe dann vorbei, weil ich merke, dass der andere noch mehr zu kämpfen hat als ich. Gefühlt bin ich im Begriff einzubrechen. Aber sooo schlimm scheint es dann doch nicht zu sein, solange ich noch überholen kann, aber nicht überholt werde. 5:05 für km 4. Das ist nicht so gedacht, aber wir haben ja noch ein Polster auf die sub 25. Und wir sind schon kurz vor dem Hafen und bald raus aus dem Wind.2017-03-25_Fährturmlauf05Da sind zwei Kerls vor mir, einer erwachsen, einer halbwüchsig. Da hänge ich mich jetzt dran. Aber irgendwie … auch die können oder wollen nicht so schnell wie ich. Abgehängt. Der Zickzack-Kurs auf den letzten 700 m hat was von einer Formel-1-Strecke mit vielen Schikanen. Einerseits nervt das. Andererseits habe ich keine endlos scheinende Gerade vor mir, sondern ich kann mir die Strecke mental in Häppchen einteilen, weil ich immer nur bis zur nächsten 90 Grad-Kurve sehen kann. Vom Moselufer im 90-Grad-Winkel abbiegen. Am Parkplatz lang. 90 Grad-Kurve, auf den Radweg zur Unterführung. 90 Grad-Abbiegen und unten durch. 90 Grad-Kurve rechts, 90 Grad-Kurve links, Parkplatz. 90 Grad-Kurve links, Stückchen Gerade, dann letzte 90 Grad-Kurve rechts und rein ins Stadion auf die rote Kunststoffbahn. Endspuuuuurt!

Auf den letzten Metern besitzt doch so ein impertinenter 14-jähriger Bengel die Dreistigkeit mich im Sprint richtig platt zu machen. Kein Respekt vor dem Alter mehr, diese Nachwuchsjogger! 😉 Was soll’s: km 5 in 5:06, laut meiner Uhr noch 50 Extrameter. Uuuuuund – Tusch – offiziell 24:57! 🙂 Sub 25. Mission accomplished – ein gutes Pferd springt eben nicht höher als es muss!2017-03-25_Fährturmlauf08In der Ergebnisliste taucht mein Name zwischen denen von lauter Jungspunden und Kerls aus meiner Altersklasse auf. Wenn es eine offizielle AK-Wertung gegeben hätte, wäre ich Erste auf dem Treppchen gewesen. Gutes Gefühl. Sehr gutes. Und trotzdem: Unterwegs war’s anstrengend bis widerlich. 5 km „volle Pulle eben“. Nee, ganz klar formuliert: Das ist es nicht, was mir in 10 Monaten gefehlt hat, in denen ich komplett auf das Laufen verzichten musste. Definitiv nicht. Aber manchmal … muss es irgendwie doch sein. 😎

2017-03-25_Fährturmlauf01

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36 Gedanken zu “„Ein gutes Pferd …“ – Schweicher Fährturmlauf 2017

  1. WOW! Herzlichsten Glückwunsch zu dieser grandiosen Punktlandung!

    Nach dieser langen Regenerationsphase nicht nur ganz großes Kino sondern auf jeden Fall auch mehr als verdient. Ich bin gespannt, was passiert, wenn (wer eigentlich ?) jemand die Hindernislatte ein Stückchen höher hängt … das gute Springpferd springt wahrscheinlich nach ein bisschen Übung auch da nochmal drüber wie ein junges Fohlen …

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    • Vielen Dank, Lizzy! 🙂

      Ich übe dann einfach mal weiter, ohne Druck, mit „Verletzungsfreiheit“ als Ziel, das in der Prioritätenliste ganz oben steht, gefolgt von „Freude am Laufen“. Ob mir das erlaubt, die Messlatte nochmal ein Stückchen höher zu legen, und ob ich das dann auch wirklich will, werden die nächsten Monate zeigen. 😎

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  2. Liebe Anne,
    herzlichen Glückwunsch und in dein Lauf-Tagebuch kannste dir ja einen Altersklassensieg vermerken! 😉
    Tolle Beschreibung, die alles gut nachvollziehen lässt. – Haste die Fotos unterwegs gemacht … und dir auch noch gemerkt, wie die Strecke verläuft?
    Na, das kostet doch auch Kraft, da ist doch locker noch mehr drin! 😆
    Jetzt ist erstmal wieder die Freude am Laufen angesagt und ob du dann nochmal schneller willst kannste ja irgendwann später mal beantworten!
    LG Manfred

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    • Vielen Dank, lieber Manfred!

      Ich würde jetzt gern prahlen, dass ich ohne Fotostops noch schneller gewesen wäre. Aber die Bilder stammen vom Warmmachen und die Strecke kannte ich schon von zwei Laufteilnahmen in früheren Jahren. Gestern habe ich tatsächlich nichts anderes gemacht als am Anschlag zu rennen. Sooo schnell brauch ich das nicht wieder, so mindestens 4 Wochen will ich schon warten … 😉

      LG,
      Anne

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  3. Liebe Anne,

    wahrscheinlich hättest Du sub 20 geschafft, wenn Du unterwegs nicht die Blümchen, die Landschaft und die Konkurrenz fotografiert hättest. 😉

    Ich bin beeindruckt vom comeback!

    Liebe Grüße
    Norbert

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    • Lieber Norbert, vielen Dank! Wie bei Manfreds Kommentar geschrieben: Das war schon am Limit – die 20 Minuten-Schallmauer kann ich mir höchstens für ein anderes Leben vornehmen! 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Liebe Anne,
    jaaaa! Super!!! Das nenne ich einen geglückten Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen. Ich wußte nicht mehr, dass es genau dieser Lauf war, mit dem du dich sozusagen aus den offiziellen Läufen verabschiedet hattest. Umso besser! 😀
    Und – wie du schreibst – es ist ja nicht dieses rumhetzen, was einem fehlt, wenn man nicht laufen kann. Aber wenn man so eine Punktlandung schafft, fühlt es sich grandios an (egal ob da Kinder mit Turboschuhen rumfetzen oder nicht!) 🙂
    Gratuliere!!!

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    • Danke auch dir, liebe Doris! So eine Punktlandung ist wirklich was Tolles – gibt einen ganz speziellen Kick! Die wahre Zufriedenheit erlebe ich nach mehr oder minder „normalen“ Trainingsläufen. So gesehen wird die Rennerei eine Ausnahme sein und das simple Rumlaufen die Regel bleiben! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  5. Liebe Anne,
    das nenne ich aber mal einem bravourösen Neustart im Wettkampfgeschehen! Herzlichen Glückwunsch zur sub25!
    Das 5km-Gerenne habe ich seinerzeit mal in einer Winterlaufserie gemacht. Gemütlich ist echt anders. Aber ich kann nicht sagen, dass ich es unangenehm fand. Ist ja auch schnell vorbei.
    Gute Erholung und liebe Grüße
    Bianca

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    • Vielen Dank, liebe Bianca! Mir geht es mit den 5 km anders als dir – ich finde das Tempo wirklich unangenehm, selbst wenn der Lauf recht schnell rum ist. Man läuft ja im Grunde fast die ganze Zeit im dunkelgelben bis roten Bereich. Beim HM dagegen fühlt sich das Tempo über den größten Teil der Zeit ganz ok an. Natürlich muss man irgendwann auch kämpfen. Aber es gibt auch richtig schöne WK-Abschnitte.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Liebe Anne,

    Du siehst mich vor Ehrfurcht erblasen. Eine sub5er-Pace ist für mich ganz harte Arbeit und einen Altersklassensieg werde ich wohl auch nie erringen.

    Super cool, Ich gratuliere Dir ganz herzlich zur Grenzunterschreitung! Erhole Dich gut!

    Eigentlilch wollte ich ja noch schreiben, dass Du Dir noch ruhig 2 Sekunden mehr Zeit hättest lassen können, aber der Blick auf Deine Uhr zeigt mir, besser konnte die Anne wirklich nicht springen! Pefekt!

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      dankeschön! Aber die Blässe steht dir nicht – und ein Erblassen ist auch gar nicht nötig. 😉 Natürlich muss ich für die sub 5er Pace auch kämpfen, vermutlich mehr als du. Und einen AK-Sieg in einem Wettbewerb mit AK-Wertung kann ich mir auch von der Backe putzen … 😉

      Und ja, das war wirklich Maßarbeit mit der Zeit 😆

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne, Ich freue mich mit dir, wie du deinen Wettkampf über 5-Kilometer-Lauf so bewusst gestalten konntest, wie es dir seit langem vorschwebte. Dieses Vermögen gilt sicher auch für alle längeren Läufe, die du in Zukunft in Angriff nehmen kannst/willst, wenn es so gut weiterläuft wie jetzt. Bin gespannt, wie sich dann deine Durchgangs- und Endzeiten entwickeln werden. In diesem Sinne viel Glück für die nächsten Wettkämpfe, das Wichtigste jedoch: fit und gesund bleiben – viel Glück auf der ganzen Linie – das hebt die Stimmung ! 😎

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    • Liebe Margitta, danke auch dir! Wie lang die Strecken werden, auf denen ich mich versuchen werde, wird sich zeigen müssen. Erst einmal will ich das Errreichte konsolidieren und vermutlich Anfang Mai nochmal einen Wettkampf laufen. Danach will ich über den Sommer mal schauen, ob ich die Distanzen vorsichtig noch ein Stück ausbauen kann. Mit 30-35 Wochenkilometern läuft man nun einmal sinnvollerweise keinen HM und darüber hinaus – es sei denn, man fährt nebenbei sehr viel Rad. Das Radfahren will ich zwar jetzt bei schönerem Wetter auch intensivieren, aber ein paar Laufkilometer mehr sollten es doch noch werden. Immer unter der Voraussetzung, dass die Gesundheit Priorität hat – der Körper setzt die Grenzen. 🙂

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  8. Liebe Anne,

    Du strahlst so sehr auf dem Foto – großartig. Und ja, das fehlt sicher nicht aber schön ist es dann doch. Beim Lesen allerdings strengt mich der Lauf schon an. Ich geb zu, das vermisse ich auch nicht. Ich mag eh lieber die langen Läufe als die kurzen schnellen.

    Gute Regeneration und trag den Stolz noch ein wenig mit Dir rum. Hast Du Dir mehr als verdient.

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja, so ein paar Minuten nach dem Lauf mit dem ganzen Endorphin im Hirn ist gut strahlen. Da vergisst man kurz, wie eklig angestrengt sich das Ganze unterwegs angefühlt hat. Mir sind längere Läufe auch wesentlich lieber, natürlich wird es da auch irgendwann hart, aber man rennt nicht gefühlt 80 % des Laufs gegen den inneren Schweinehund, sondern vielleicht 20 %.

      Vielen Dank dir, die Regeneration schreitet voran, vielleicht heute ein entspanntes Abendläufchen. 😎

      Viele Grüße,
      Anne

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  9. Liebe Anne,

    herzlichen Glückwunsch! Mission erfüllt, auch wenn es ein kleiner Hindernislauf war. Aber das sind diese PB-Angelegenheiten immer. Jetzt darfst Du wieder in Ruhe ruhige Läufe genießen. 😉

    Bis diese Tage!

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Danke, lieber Rainer! Irgendwann dieses Frühjahr versuch ich wohl eine PB im 10er. Aber erst einmal freu ich mich auf einen ruhigen Trainingslauf heute abend oder morgen früh. Und vielleicht einen nicht ganz so ruhigen Trainingslauf in diesen Tagen?! 😉

      Liebe Grüße & willkommen zurück,
      Anne

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  10. Liebe Anne,
    das nenne ich mal eine Punktlandung. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen sub 25. 🙂
    Die Veranstaltung in Schweich gefällt mir eigentlich gut, weil man irgendwie alle dort trifft. Das denke ich zumindest vorher immer. Und dann ist es soooo schrecklich voll, dass man zwar einige sieht, manchmal auch mehr, aber das mit dem „treffen“ oder unterhalten ist dann so eine Sache.
    Immerhin dich habe ich gesehen. (Aber auch nur, weil du dich bemerkbar gemacht hast.)
    Treffen ist dann wohl ein anderes Mal angesagt.
    Der Wind ? Ätzend. Eigentlich war das ja schon auf dem Hinweg klar. Das war so herrlich einfach…
    Liene Grüße und erhol dich gut,
    Birthe

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    • Vielen Dank, liebe Birthe! 🙂 Das mit dem Treffen klappt ein andermal, vielleicht in Mertesdorf oder so. Am Samstag war mir der Trubel zu viel, außerdem wollte ich mir noch das Laktat aus den Beinen radeln. Auf dem Heimweg hatte ich ja Rückenwind, also bin ich nicht hoch zum Bahnhof, sondern schön locker über Kenn und Ruwer zurückgestrampelt. Tat gut! 🙂

      Danke, erhol du dich auch gut, bist schließlich doppelt so weit und v.a. weitaus länger gegen den Wind gerannt! 🙂
      Anne

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  11. Liebe Anne,
    ganz herzlichen Glückwunsch. Zur Bestzeit und zum AK Sieg 🙂
    Sie sind einfach hammer hart, diese kurzen schnellen Läufe, oder?
    Irgendwie ganz speziell. Man kommt sich von Anfang an gehetzt vor.
    Du jedenfalls bist ein sehr gutes Pferd und hast genau gemacht, was du dir vorgenommen hast. Nicht mehr, und nicht weniger 🙂
    Perfekt!
    Jetzt in Ruhe den Erfolg genießen und dann wieder langsam weiter traben 😆
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Danke dir, liebe Helge! 😎

      Diese 5er sind irgendwie eklig, ich habe auf 80-85% der Strecke (mindestens) das Gefühl, ich kann nicht mehr und will nicht mehr und überhaupt. Das habe ich beim 10er zwar auch auf den letzten 4 km, aber wenigstens waren dann die ersten 6 km (also 60 %) ganz ok. 😆

      Ein bisschen schneller wäre ich am Samstag gern gelaufen, aber bei dem Wind ging nicht mehr. Und das mit dem „Mich-Zügeln“ auf dem ersten km muss ich auch noch üben. Evtl. in Mertesdorf … weißt du schon, ob du da auch starten wirst? 🙂

      Heute wird erstmal nur sehr friedlich getrabt und dabei die Abendsonne genossen, danach sehen wir weiter.

      Liebe Grüße,
      Anne

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      • Liebe Anne,
        ja, in Mertesdorf möchte ich gerne laufen. Das ist so ein Lauf wo sich ein schönes Koppeltraining anbietet. Erst Radfahren, dann Laufen und dann noch etwas im Wasser entspannen 🙂
        Ich weiß nicht, was ich bis dahin dann fähig bin zu laufen. Im Moment läuft es ja echt wieder gut, aber ich trainiere halt doch eher lang und lang und lang und …. langsam 😆
        Aber Tempo ist zwischendurch ja doch immer mal dabei und zumindest bei Wettkämpfen laufe ich dann ja mal ordentlich Tempo.
        Mal sehen was bis dahin so ist, vielleicht kann man ja gut zusammen laufen 🙂
        Das ist finde ich bei den kurzen schnellen Sachen immer noch die beste Lösung um nicht zu leiden 😆
        Liebe Grüße
        Helge

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        • Liebe Helge,

          koppeln will ich in Mertesdorf auch. 🙂

          Läufst du dann 5 km oder 10 km? Ich bin noch unentschlossen. Vielleicht geht ja wirklich was gemeinsam!

          Liebe Grüße,
          Anne

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          • Liebe Anne,
            auch das werde ich erst später entscheiden. Wahrscheinlich den 10er. Aber wer weiß. Lass uns im Vorfeld dazu nochmal kommunizieren 🙂
            Liebe Grüße
            Helge

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            • Genau, schaun mer mal und mailen dann, liebe Helge. Bei mir geht der Trend zum 5er, aber ich werde auch eher kurzfristig entscheiden. 🙂

              Liebe Grüße,
              Anne

              Gefällt mir

  12. Liebe Anne,

    jetzt bin ich endlich dazu gekommen, den lesenswerten Bericht von Deinem 5er zu lesen.

    Auch hier noch einmal meinen ganz besonders herzlichen Glückwunsch!

    Ich frage mich inzwischen übrigens (so hatte ich es aber ursprünglich nicht gemeint), ob die Geschichte mit dem Pferd, das nicht höher springt, als es muss, nicht eigentlich auch ein Problem beschreiben kann. Ich glaube, wenn man sich für einen Wettkampf auf ein besonderes Zeitziel kapriziert, dann ist es kaum möglich, wesentlich schneller zu laufen. Das ist kein Problem, wenn man sicher ist, dass es ohnehin kaum schneller geht. Ist man aber über den eigenen Leistungsstand im Unklaren (entweder mangels Erfahrung oder wegen einer längeren Pause wie bei Dir), dann kann ein fest vorgegebenes Ziel manchmal auch limitieren. Man springt eben nicht höher als man „muss“. Ich habe mir hierüber nach meinem 10er letzte Woche Gedanken gemacht. Mein Trainingsplan hat mir ein Zeitziel (wohlgemerkt als Mindestzielsetzung) vorgegeben und so habe ich dann die Zielzeit bis auf 2 Sekunden genau getroffen. Im Nachhinein denke ich, es wäre vielleicht noch schneller gegangen, wenn ich ohne Zeitziel einfach so schnell wie möglich gelaufen wäre.

    Aber eigentlich ist das ja auch egal. Hauptsache ist, dass es Spaß macht! MIr kam das nur grad wieder in den Sinn, wo ich Deinen Bericht mit dem „Pferdezitat“ lese.

    Liebe Grüße

    Torsten

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    • Lieber Torsten, ich freu mich, dich hier zu lesen – vielen Dank für deine Glückwünsche! 🙂

      Danke dir auch für deine Gedanken zum Thema „Sprunghöhe“. Ich bin mir da sehr unsicher. Einserseits schließe ich auch für mich nicht völlig aus, dass ich mich durch mein Zeitziel selbst unnötig limitiert habe. Andererseits war ich mir angesichts der Trainingszeiten und des Gefühls dabei im Grunde sicher, dass ich bei guten Bedingungen auch deutlich unter 25 laufen kann (ich hätte so auf 4:52er, 4:53er-Schnitt getippt). Aber unterwegs im Gegenwind hab ich wirklich gefightet. Und dass ich mit einem Schnitt von 91% Hf max und am Ende 96% Hf max durchkam (vermutlich sogar etwas mehr, ich denke, die Hf max ist den 5 Jahren seit der letzten Ermittlung etwas gesunken), lässt mir nicht allzu viel Spielraum nach oben. Die Beine sehen das momentan genau so … 😎

      Wie auch immer: Fürs Erste bin ich sehr, sehr zufrieden. 🙂 Mal sehen, was in diesem Frühjahr noch so geht, wenn ich mich erstmal wieder erholt habe.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  13. Wie cool! Geduld zahlt sich am Ende halt doch aus. Mir fehlt übrigens noch eine U25er Zeit :-). Also nochmal meine allerherzlichsten Glückwünsche. Diese Zeit hast du dir echt verdient.
    Liebe Grüße
    Karina

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    • Vielen Dank, liebe Karina! War ein hartes Stück Arbeit – und ist ein tolles Gefühl, dass sich die zusammen mit der Geduld ausgezahlt hat. Schaffst du auch, wenn du willst; deine 10er-Zeit hast du ja im letzten Jahr auch schon kräftig nach unten korrigieren können.

      Da will ich dieses Jahr auch noch ran, voraussichtlich aber erst im Herbst. Mal sehen.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  14. Liebe Pferdeschnecke,
    herzliche Fuchsglückwünsche zu deinem Sprung über bzw. unter die 25min-Hürde!
    Gerade bei Wind, gepaart mit Hibbeligkeit plus Lustlosigkeit plus … ist das kein einfaches Unternehmen gewesen. RESPEKT! Und eines ist klar: das sprichwörtliche „Schneckentempo“ hast du bei einem Sub-5min-Schnitt weit hinter dir gelassen.
    Und die Anstrengung hast du hinterher einfach weggelacht. 🙂

    Erhol dich gut, genieße die warmen Frühlingstage (jetzt sind sie da!) und dann auf zu neuen Erlebnissen in Zeit und Raum!

    LG Peter

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