Bunte Woche

Hoppla, schon wieder eine intensive Woche rum. Bunt war sie, beruflich und – jetzt am Wochenende – auch sportlich.

Von Sonntag bis Dienstag mal wieder auf Dienstreise, jeweils gut 8 Stunden mit der Bahn unterwegs. Das Ziel muss wohl Magdeburg, gewesen sein, das stand jedenfalls auf der Fahrkarte. Gesehen habe ich nichts von der Stadt. Nur den Bahnhof, das Hotel und das Institut, an dem die Tagung stattfand. Immerhin kann ich am Montagmorgen eine Dreiviertelstunde für den Crosstrainer im Fitnessraum des Hotels abzwacken. Das Thema „Laufende Stadterkundung“ hatte ich schon vor der Anreise nach einem kurzen Check auf GoogleMaps zu den Akten gelegt. Die Live-Eindrücke vor Ort bestätigen: Gute Entscheidung! Der Blick vom Hotelfenster aus lässt sich noch aushalten. Aber kilometerlang an einer Hauptstraße lang laufen mag ich nicht.

Dienstagnacht zurück. Mittwochmorgen eine kurze, schnelle Laufeinheit im Tiergarten bei Regen, Wind und Kälte. Manchmal reichen schon 35 Minuten zum Auspowern und für eine Überdosis Laktat in den Beinen. Da ist dann Mittwoch- und Donnerstagabend zügiges Walking vom Büro nach Hause die Methode der Wahl, um das Fahrwerk wieder zu lockern. Jeweils in der Dämmerung und bei noch nicht so „charmantem“ Wetter.

Freitag dann ein Hauch von Frühling, recht harte Luft, aber immerhin: Sonne und erste bunte Blumen in den Gärten von Trier-Ost, die ich nach dem Abstieg über den Kreuzweg mit seinen Kopfsteinpflasterwegen und Treppen erreiche.

Der frühe Feierabend lässt noch ein Läufchen auf die Höhe zu: Mariahof – Härenwies – Feyen – Weismark. So ein bisschen zieht bereits der zweite Kilometer mit seinen 74 Höhenmetern mir den Zahn. Etwas unrund das Ganze, nicht jeden Tag läuft es sich locker und lässig.11,5 km müssen dann auch mal genug sein.

Heute am Samstag hält mich dann am späten Vormittag nach ein paar Schreibtischstunden nichts mehr drinnen: Sonne, milde Temperaturen, dazu ein Wetterbericht, der für den Abend einen Umschwung zum Unschönen hin prognostiziert. Also das Trekkingrad gesattelt und raus an die Mosel. Einmal Detzem und retour, lockere 52 Kilometer im Sonnenschein mit ein paar Wolken dazu.

Der Umschwung kommt ein paar Stunden später im Garten, wo zumindest mal ein kleiner Anfang gemacht ist für diese Saison: Stauden schneiden, Laub und Moos entfernen, mich über den sprießenden Rhabarber und die reiche Blütenpracht von Schneeglöckchen, Winterlingen, gelben Krokussen und einer Christrose freuen, die vielleicht ein klein wenig spät dran ist, wenn man ihren Namen ernst nimmt. 😉 Wäre gut gewesen, noch ein Stündchen Arbeit dranzuhängen, aber im Regen? Nö! So eilig ist das alles nicht.

Und morgen? So ein schönes langsames Läufchen wäre fein. Oder lieber ins Schwimmbad, um die Woche richtig bunt zu machen. Ach, mal sehen … bis dahin esse ich erstmal was Buntes! 😉2017-03-04_fruhling01

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20 Gedanken zu “Bunte Woche

  1. Liebe Anne,
    wahrlich eine bunte Woche und mir scheint Du hast das Beste daraus gemacht. Ich kenne diese Dienstreisen, häufig verbunden mit nicht so spannendem Tagesprogramm, man würde und möchte gerne ausbrechen, aber geht halt nicht 😉
    Aber wenigstens kam Dir das Wetter heute entgegen, ich denke Du wirst auch Morgen die richtige Entscheidung treffen 🙂

    Salut

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    • Lieber Christian,

      ja, mehr ging nicht in dieser Woche. Die Reiserei ist manchmal schon ziemlich nervig, vor allem die vielen Stunden im Zug. Aber das gehört einfach dazu.
      Mal sehen, wie ich mich heute entscheide, erstmal ein paar Stunden Schreibtisch und dann hören, was meine doch recht müden Beine sagen. 😎

      Schönen Sonntag,
      Anne

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  2. Booooh, 11,5 KM müssen auch mal reichen, Angeberin, liebe Anne :mrgreen;

    Aber Dein Wochenprogramm war wirklich bunt und stramm, da wäre für den Sonntag sogar mal Füßehochlegen eine Option.

    Was auch immer Du machst, ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Füßehochlegen ist wirklich eine Option, lieber Volker! Zumindest heute morgen hab ich keinerlei Bedürfnis nach Sport – mal abwarten, ob da noch was kommt. 😎

      Ansonstens: So schnell kann’s gehen, 11,5 km sind inzwischen wieder sowas wie eine Normaldosis Laufen. Und da ich Zeit hatte, war eigentlich beim Loslaufen ein wenig mehr angedacht, so um die 15, 16 km. Wär schön gewesen. Muss aber nicht. 🙂

      Dir auch einen schönen Sonntag, liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne, genau Füße hochlegen – dazu würde ich auch nach so einer Woche raten, mal sehen, ob du es schaffen wirst, ansonsten – wie gut, dass du jetzt wieder kannst: laufen, Rad fahren – raus in den Garten, in dem du in der nächsten Zeit wieder genug zu tun haben wirst, auch das eine schöne Art von Sport, damit du das ganze Jahr über immer einen gefüllten, gesunden Obstteller aus eigener Zucht haben kannst. Das hätte ich auch gerne, wäre da nicht die Gartenarbeit, die mir eher nicht liegt, zum Glück gibt es Obst auch zu kaufen ! 😉

    P.S. Das mit dem Moor lassen wir heute, es gießt, dort ist es bei Regen nicht so gut zum Laufen, aber wenn du möchtest, an die See, wenn du die Füße doch nicht hochlegst ? 😉

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    • Liebe Margitta,

      wurde dann doch nicht Füße-Hochlegen, sondern ein ruhiger 11 km-Lauf – den an der See zu absolvieren, wäre sehr schön gewesen, aber ich hab die Einladung leider zu spät gelesen! Nächste Woche ist es aus Termingründen zeitlich ein wenig schwierig, sportliche Aktivitäten unterzubringen, es reicht von Mo bis einschließlich Fr wahrscheinlich nur für ein einziges Morgenläufchen, vielleicht zwei. Also lieber heute noch ein bisschen austoben und unter der Woche regenerieren. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Oh ja, das war wirklich eine bunt gemischte Woche, liebe Anne. Ich hätte wohl auch auf den Lauf in Magdeburg verzichtet, wenn die Streckenführung so unschön ist. Du hast ja die zweite Wochenhälfte ideal genutzt. Nun bin ich gespannt, was es heute wird. Laufen oder schwimmen..
    Lecker – buntes Essen!
    Liebe Grüße
    Bianca

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    • Liebe Bianca, es wurde ein Lauf, weil die Sonne nochmal rauskam – allerdings hab ich ihre Kraft überschätzt und in 3/4-Hose ziemlich gefroren. In Magdeburg hätte das Laufen echt keine Freude gemacht, es sei denn, ich hätte ein anderes Hotel gewählt, das dann aber wieder für den Tagungsbesuch unpraktisch gewesen wäre. So kam ich wenigstens zu einer Alternativsporteinheit – ich will ja eh nicht so einseitig Laufsport betreiben.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  5. Liebe Anne,
    hihi – ich glaub dir jetzt einfach mal, dass du wirklich in Magdeburg warst. Obwohl, wenn du so wenig raus kamst, ist es dann auch schon fast wieder unwichtig in welcher Stadt das Hotel steht, in dem man tagt! 😉
    Da gefällt mir deine 2. Wochenhälfte deutllich besser! 😀 Raus in die Luft auf dem Rad, walkend, laufend, einfach schön! Und dann noch die wunderhübschen Farben der ersten Blümchen – Früüühhhhliiiiing! 😀

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    • Liebe Doris, immerhin hab ich die knapp 1,5 km vom Hotel zum Forschungsinstitut gesehen, an dem die Tagung stattfand – der führte allerdings an der Schnellstraße lang, an der ich auch hätte laufen müssen. Trist. 😦

      Was lob ich mir da die letzten 3 Tage – Früüüüühling!!! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Liebe Anne,
    bundisch, bundisch! – Wie man hier sagen würde! 😉
    Magdeburg kann öde sein, obwohl ich auch nicht so sehr viel kenne. An diesen öden Stellen will man auch nicht unbedingt laufen … kann dich gut verstehen! – Schön dass diesbezüglich die zweite Wochenhälfte besser war … und der Obstteller passt hervorragend dazu!
    LG Manfred

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    • Lieber Manfred,

      „bundisch“ – nee, die Wendung kenn ich nicht! 😉

      Als es hießt, ich muss nach Magdeburg, hab ich mih eigentlich auf einen Lauf an der Elbe gefreut. Allein: Die Elbe war zu weit weg. Und ob es dort schöne Wege gegeben hätte? Wer weiß … an der Mosel gibt es jedenfalls welche und die habe ich dann am Samstag genossen.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne.
    Am besten gefällt mir ja der Obstteller am Schluss.😀
    Dass der Sport immer dann zu kurz kommt, wenn man beruflich den lieben langen Tag rumsitzen muss, ist nicht so schön. Ich versuche ( wenn machbar) so früh anzureisen, dass zumindest ein kleiner Spaziergang nach der Zugfahrt drin ist. Aber das geht ja nicht immer.
    Deine Gartenaktivitäten sind bewundernswert. Jetzt geht es wieder los. Und dann dürfen wir die Früchte deiner Arbeit bewundern. Einfach toll.
    Einen schönen Restsonntag noch,
    Birthe

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    • Liebe Birthe,

      leider klappte das wirklich nicht mit der Reise. Anreise so, dass ich abends um 11 da war – da hatte ich nicht wirklich Lust, bei ca. 3 Grad und Nieselregen mit Gepäck die gut 3 km bis zum Hotel zu latschen. Und am Abreisetag musste ich mit dem Taxi zum Hbf, weil sonst der Zug weg gewesen wäre und ich es mit dem nächsten nicht mehr ohne Zwischenübernachtung bis Trier geschafft hätte. Immerhin hatte das Hotel ja einen Fitnessraum. Und so ein bisschen Bewegung hatte ich auf dem 15-minütigen Fußweg zum Tagungszentrum.

      Ach ja, Obstteller. Ich freu mich jetzt schon auf frische Beeren aus dem eigenen Garten. Dauert leider noch einige Monate. Aber es tut sich was … 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  8. Liebe Anne,
    bunt war sie wirklich deine Woche.
    Und der Obstteller auch. Der sieht dazu noch sehr lecker aus 🙂
    Was haste denn nun gemacht Sonntag? Füße hochgelegt?
    Also ich finde, das hat zum ganz und gar bunt noch gefehlt 😆
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,

      doooch, Füße hochgelegt hab ich – allerdings erst nach einem 11 km-Läufchen. Weil diese Woche sehr vollgepackt ist und ich vor dem Wochenende nur zu einem einzigen Lauf komme, wollte ich einfach gern nochmal raus. Außerdem war noch Sonnenschein und ich wollte was für den Vitamin D-Spiegel tun! 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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    • Bestimmt – die war nur leider zu weit weg vom Hotel. Da wären schon mind. 45 Minuten für Hin- und Rückweg entlang viel befahrener Straßen draufgegangen – nicht so glücklich, wenn man max. 1 Stunde Zeit hat. 🙂

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