Rumgeeier

Ich mag Laufen im Winter, wirklich! Auch Laufen auf Schnee. Allerdings nur, solange er locker und nicht vereist ist. Und wenn er seinerseits keine Eisschicht überdeckt. Laufen auf Eis mag ich nämlich überhaupt nicht.

Diese Aversion hat sich seit dem letzten Jahr noch verstärkt. Weil ich immer noch kein rechtes Vertrauen in mein Fahrwerk habe, hab ich bei unebenem oder rutschigem Untergrund ziemlichen Bammel vor einem Fehltritt, der zum Knie-Verdrehen (beim Versuch einen Sturz abzufangen) oder Hinfallen führen könnte. Dann wird – so wie heute – ein ganz normaler langsamer Trainingslauf zum verkrampften Rumgeeier. Völlig unnötig, denn an vielen Stellen ist es gar nicht so glatt, dass ich ein Wegrutschen befürchten müsste. Das überängstliche Rumgeeier wiederum ist Knie und Achillessehne nun aber auch nicht recht. Gar nicht recht.2017-01-05_stmatthiasEgal, der Untergrund bleibt ja nicht ewig so. Mit der Zeit und mit zunehmender Erfahrung kommt bestimmt auch das Vertrauen zurück, dass Muskulatur und Bänder manches abfangen können und dass nicht jede ungeschickte Bewegung wieder ein Stechen im Knie erzeugt. Außerdem: Für 10 letztlich doch erholsame Spätnachmittagskilometer mit solchen Ausblicken nehme ich ein bisschen orthopädisches Gezicke gern in Kauf.2017-01-05_moselDie letzten 800 m bin ich dann aber sicherheitshalber doch gegangen. Und jetzt, zwei Stunden danach, ist auch schon wieder „Ruhe im Gebälk“.

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18 Gedanken zu “Rumgeeier

  1. Liebe Anne,

    da hast Du die Laufsituation beschrieben, die ich auch überhaupt nicht mag. Auch ich verkrampfe in der Erwartung ins Rutschen zu geraten, Das geht auch ohne Deine zusätzliche Problematik, da reicht auch ein ansonsten völlig unauffälliger Knorpelschaden im Knie.

    Hoffen wir also, dass solche Laufbedingungen diesen Winter die Ausnahme bleiben. Ansonsten scheue ich mich auch nicht davor mal einen Lauf sausen zu lassen.

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      solche Bedingungen sind zum Glück die Ausnahme. Ich hatte damit gerechnet, dass die Wege an der Mosel komplett eisfrei sind. Hätte ich gewusst, wie viele rutschige Abschnitte ich dort finde, hätte ich den Lauf wohl gestrichen. Aber als ich dann mal da war, musste ich irgendwie durch und wieder zurück.

      liebe Grüße,
      Anne

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  2. Liebe Anne,
    was ist ein Rum-Geier, ach sorry, da ist noch ein e drin. 😛
    Spaß beiseite, ich mag das auch überhaupt nicht! Auch ich hab dann etwas Sch… davor hinzuknallen. Ich möchte auch nicht wieder mein Knie „vers….“!
    Heute war ich mit Anfängern beim Lauftreff unterwegs. Bei ruhigem Tempo waren die Bedingungen gut zu kontrollieren, aber wir hatten z. T. sehr glatte Waldwege!
    Also bitte weiterhin aufpassen, bis die Bedingungen wieder besser sind!
    LG Manfred

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    • Lieber Manfred,

      zum Teil kam ich mir vor wie ein Geier mir zu viel Rum in der Birne, so wie ich über den Weg getorkelt bin … 😆

      Langsam laufen und notfalls zuhause bleiben heißt die Devise. Dann geht schon alles gut! 🙂

      LG, wir bleiben vorsichtig!
      Anne

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  3. Liebe Anne,

    oh ja.. das kommt mir bekannt vor. Selbst beim Spazierengehen gestern hab ich Schiss gehabt. Aber trotzdem 10km hinbekommen? Nicht schlecht und so ein schöner Sonnenuntergang. Herrlich.

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja, beim Spazierengehen fühle ich mich oft sogar unsicherer als beim Laufen, wenn es glatt ist. Was nimmt man nicht alles in Kauf für 10 km in den Sonnenuntergang?! 😎

      Viele Grüße,
      Anne

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  4. Liebe Anne,
    Deine Bilder spiegeln richtig schön die Stimmung wieder, Danke dafür 🙂
    Was Du über die Angst sich zu verletzen schreibst, kann ich gut nachvollziehen, aber mit den Anforderungen schwinden ganz sicher auch die Zweifel und Du kannst auch bei schlechten Bedingungen wieder unbeschwert laufen. Sei stolz, dass Du es dennoch gewagt hast!

    Salut

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    • Lieber Christian,

      darauf vertraue ich auch, dass Erfahrung die unnötigen Zweifel nimmt, aber die notwendige Vorsicht belässt. 🙂

      Gern geschehen, lG & schönes (Lauf-)Wochenende!
      Anne

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  5. Liebe Anne, oh, oh, oh, das ist gar nicht gut, sehr viel besser, dass du es unbeschadet überstanden hast. In solchen Fällen bediene ich mich meiner Icebugs, das ist mir auch zu gefährlich. Und mit den Spikes unter den Füßen kommst du garantiert unbeschadet zu Hause an !

    Es reicht ja auch, wenn ich gestürzt bin – und mein Ellenbogen noch lange farbintensiv mit mir spricht – pass gut auf dich auf !

    Bei uns heute morgen -9,1 Grad, ganz schön frisch, aber die Sonne wird es ein wenig reduzieren ! 😎

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    • Liebe Margitta,

      da ich mit einer eisfreien Strecke gerechnet hatte, kam ich gar nicht auf die Idee, meine (schweren) Spikes anzuziehen – angesichts einer im Grunde zu 75-80 Prozent gut belaufbaren Strecke wären sie auch unnötig gewesen. Mit genügender Vorsicht, geringem Tempo und ein paar Gehschritten auf den wenigen wirklich fiesen Abschnitten passte das schon … ein Teil der Verkrampfung war schlicht der übertriebenen Ängstlichkeit geschuldet. Aber natürlich passe ich auf! 😎

      Hier auch knapp 9 Grad minus und strahlender Sonnenschein. Aber die Arbeit ruft …

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  6. Liebe Anne,
    rumeiern ist besser als sich zu verletzten weil man dann doch mal wegrutscht.
    Ich bin bei sowas auch lieber auf der sicheren Seite.
    Nun habe ich es hier recht angenehm, ich laufe quer durch den Wald und da liegt auch jetzt noch zwar etwas vereister aber ansonsten unbearbeiteter Schnee 🙂
    Die letzten und ersten paar 100 Meter zum bzw vom Wald gehe ich. Da ist es mir auch zu glatt.
    Schön aufpassen Anne. 🙂
    Bald wird besser 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,

      ja, bei euch im Wald dürfte der Schnee entweder locker oder verharscht sein, da sind nur die Stellen mit festgefahrenem oder getretenem Schnee vereis bzw. diejenigen, die erst in dr Sonne angetaut und dann wieder überfroren sind. Letzteres hatte ich an der Mosel und z.T. in der Stadt – fies.

      Alles wird gut, nächste Woche sollte der Spuk eigentlich vorerst vorbei sein! bis dahin wird aufgepasst. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne,
    großes Lob für dein rumeiern! Ich habe nämlich diese Woche das Laufen bisher verweigert. Nach einem Sturz wegen einer vom Schnee bedeckten Wurzel beim Hundespaziergang am Dienstag habe ich den Sturm Mittwoch und gestern als Ausrede benutzt! 😉 Heute werde ich es allerdings wieder probieren, ich möchte auch sehen, ob die Loipe schon gespurt ist! 🙂
    Aber nur mit Schneeketten – die Wege zum/vom Zug der letzten beiden Tage haben meinen Gleichgewichtssinn nämlich schon ganz schön gefordert! 😆

    Dass das verspannte, übervorsichtige Laufen nicht gerade angenehm für die Muskeln und Bänder ist, kann ich mir gut vorstellen. Aber gut, dass sich die Nachwirkungen so schnell wieder legen! 🙂

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    • Liebe Doris,

      wenn man sich einmal auf die Nase gelegt hat, steckt das in den Knochen, dann ist erst einmal Vorsicht sehr angebracht, denn solange man verkrampft ist, ist die Sturzgefahr natürlich noch größer. Aber irgendwann muss man sich natürlich wieder trauen – die Daumen sind gedrückt, dass du eine gespurte Loipe vorfindest und Spaß dort hast. 😎

      Bei mir ist heute Ruhetag. Morgen schau ich dann mal, wo ich möglichst rutschfreie Wege auftreiben kann! :Und die Achillessehne wird mir Stulpen gewärmt, ich denke, dann wird sie auch wohlgelaunter bleiben. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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    • Liebe Kornelia, wenn ich gewusst hätte, dass es an der Mosel noch glatt ist, wäre ich wohl weggeblieben. Aber ich hatte mich da verkalkuliert. Danke dir jedenfalls, ist alles gut gegangen!

      LG,
      Anne

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  8. Liebe Anne.
    Eis mag ich eigentlich auch nur im Sommer zu Essen. Lieber einmal sehr vorsichtig als dass du dir gleich wieder irgendeine Blessur holst. Das Misstrauen dem Untergrund und deinem manchmal recht anfälligen Fahrwerk gegenüber ist nachvollziehbar. Die „richtigen “ Wintertage sind ja bei uns recht dürftig gesät. Also ist das Rumgeeier wirklich nur temporär.
    Aber was tun wir nicht alles für einen schönen Sonnenaufgang.
    Liebe Grüße,
    Birthe

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    • Liebe Birthe,

      ein Glück, dass der Winter bei uns meist recht dürftig ausfällt. Blöderweise waren die Bedingungen so, dass es auch keinen Sinn gehabt hätte, die Spikes anzuziehen – bei 80 % gut belaufbarem Untergrund nerven sie mehr als sie nützen. Jetzt schau ich mal, ob ich heute losziehen mag, sobald es hell ist. Aber vermutlich quäl ich mich eher ins Schwimmbad und hoffe auf freie Wege in der kommenden Woche! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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