Normalität

So ganz langsam wird Laufen wieder zur Normalität. Auf Dienstreisen bin ich nicht mehr darauf angewiesen, dass mein Hotel einen Fitnessraum hat oder dass ich irgendwie an ein brauchbares Fahrrad komme. Und ich muss mich auch nicht mehr auf Spazierengehen beschränken. Stattdessen kann ich vor oder nach der Arbeit in die Laufsachen schlüpfen und den Dienstort erkunden. OK, 30 bis 40 Minuten sind nicht die Welt. Aber schon wieder eine ganze Menge. Und wenn man die Strecken ein bisschen plant, kriegt man dabei doch das eine oder andere Schöne oder Interessante zu sehen.

Den Rest erledigt man einfach in klassischer Touristen-Manier, sofern das dichte Kongressprogramm dafür überhaupt Zeit lässt. Was soll’s! Wenn man schon mal die Möglichkeit hat, am „Geburtsort“ der eigenen Wissenschaftsdisziplin zu tagen, sich am Schreibtisch ihres Gründervaters niederzulassen und viele alte Bekannte und Kollegen zu treffen, genießt man das Besondere daran. Die Normalität des Arbeitsalltags holt einen schnell genug wieder ein.

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24 Gedanken zu “Normalität

  1. Liebe Anne,

    30 bis 40 Minuten mag für den Ottonormallaufblogger nicht viel klingen, aber nach Deiner langen Ausfallzeit ist das ein toller Erfolg, Dein Erfolg! Ich freue mich sehr für Dich!

    Somit kannst Du Dir fremde Städte wieder laufend erschließen. Das hat doch was. Du in Leipzig, ich in Berlin. Aber letztendlich ist es egal wo: Es läuft! Klasse!

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      ja, ich freu mich auch riesig über das, was jetzt wieder möglich ist. Die unebenen Gehwegplatten und das Pflaster mancher Straßen und Gehwege waren nicht gerade optimal. Aber da ich in Hotelnähe einen Park hatte, waren das immer nur kurze Abschnitte, die ich letztlich gut vertragen habe.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Guten Morgen, liebe Anne, 30 – 40 Minuten, das ist ja schon eine ordentliche Strecke, wenn man bedenkt, wie lange du gar nicht laufend unterwegs sein konntest – gut Ding braucht halt Zeit – und jetzt wird alles gut – sehr schöne Nachrichten ! Dazu noch bereichert von deiner Tagung in der Stadt, die auch seit langem auf meinem Programm steht.

    Machst dich gut am Schreibtisch deines Gründervaters, das hätte ihm auch gefallen, da bin ich sicher !! 😎

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    • Liebe Margitta, ja, ich lass mir für den Aufbau Zeit und merke auch, dass das genau das Richtige ist – an Grashälmchen zu ziehen, damit sie schneller wachsen, hat noch nie was genützt, im Gegenteil! Lockere 30-40 Minuten können bereits zum Abschalten nach einem langen Sitzungstag reichen; zudem halten sie das Knie beweglich, dem es immer am schlechtesten geht, wenn ich den ganzen Tag sitzen musste, im Zug z.B. oder bei solchen Tagungen.

      Der Schreibtisch gefiel mir so gut (und er steht mir so gut ;-), dass ich ihn gern per Spedition nach Trier geschickt hätte. Aber da hätte wohl die Uni Leipzig was dagegen gehabt. 😎

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  3. Liebe Anne,
    ich denke, Du hast ein Etappenziel geduldig erreicht und das freut mich sehr. Ich kann die Verzweiflung und den Frust der letzten Monate sehr gut nachvollziehen und Deine Motivation und Geduld verdient höchsten Respekt. Ich wünsche Dir, dass es so bleibt bzw. noch lange Zeit gesund weiter geht. Hauptsache Du genießt und hast Spass 🙂
    Leipzig, sehr schön, manchmal können Kongresse/Tagungen auch sehr positiv sein. V.a. wenn man alte Bekannte wieder trifft. Ich habe den Jahreskongress dieses Jahr sausen lassen…Mannheim war ich schon und mein soziales und berufliches Interesse war zu gering für den Kongress 😎

    Salut

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    • Lieber Christian,

      vielen Dank für deine Anerkennung und die guten Wünsche! Anders als mit viel Geduld klappt es halt nicht, das musste ich einsehen – und wenn man das wirklich begriffen hat, ist es auch nicht so schwer. Die Motivation rührt einfach daher, dass es keine Sportart gibt, die auf mich die gleichen positiven Effekte hat wie das Laufen und die ich zudem so unkompliziert an (fast) jedem Ort betreiben kann. 🙂

      Kongresse können wirklich schön und bereichernd sein, viele neue Infos und alte und neue Bekanntschaften. Da kann man auch verschmerzen, dass man vom Tagungsort u.U. nur wenig sieht. Mal sehen, im Oktober bin ich noch in Prag, da möchte ich eigentlich zumindest eine Stadtführung mitmachen. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Liebe Anne,
    der Gründervaterschreibtisch steht dir außerordentlich gut! 🙂

    So schön, dass du nun wieder Morgen- oder Abendläufe unternehmen kannst, um ein anstrengendes Kongressprogramm besser zu überstehen. Und ich würde gar nicht von „nur“ 30 – 40 Minuten sprechen. Für mich ist ein Regenerationslauf von der Dauer zwischendurch etwas ganz Normales! 😀 Schön, dass es dort auch nette Menschen treffen konntest und willkommen zurück!

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    • Liebe Doris,

      den Schreibtisch hätte ich nur zu gern mitgenommen … 😉

      30-40 Minuten sind halt für viele, die hier Schreiben „nur“ ein Mini-Läufchen. Für mich isses echt ’ne Welt. 😉 Und sehr hilfreich, um nach einem Kongresstag den Kopf wieder freizubekommen.

      Dankeschön & liebe Grüße,
      Anne

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  5. Liebe Anne,

    und da zeigt es sich wieder, nicht aufgeben. Irgendwann wird man/frau/Du belohnt. 30-40 Minuten sind doch schon super. Und der Rest kommt dann auch. Ich freue mich sehr für Dich!

    Viel Spaß noch in Leipzig, dieser traumhaft schönen Stadt.

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja,

      du kennst diesen Kampf um jede Minute leider nur zu gut. Aber was hilft uns außer Hartnäckigkeit und Geduld? Wir kriegen das hin! 🙂

      Viele Grüße,
      Anne (inzwischen zurück)

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    • Liebe Bianca,
      das klingt leider so, als seien bei dir immer noch keine echten Fortschritte da?! 😦 Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass sich auch bei dir endlich was zum Positiven tut! Nur nicht die Hoffnung aufgeben, manchmal dauert es einfach lange, ohne dass jemand erklären kann warum.

      Liebe Grüße,
      Anne

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      • Nee, echte Fortschritte gibt es noch nicht zu verzeichnen. Aber wir haben seit 5 Wochen eine kleine Hundedame. 🐕 Da habe ich ein neues Hobby und steigere meine Spaziergänge nach und nach – so wie der Hund jede Woche ein wenig mehr darf. Lenkt mich ab und bringt mich vielleicht zum Ziel…

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        • Ach Mensch, liebe Bianca, das tut mir Leid! 😦 Wenigstens hast du ein sehr süßes neues Hobby und bist dadurch gezwungen aktiv zu bleiben. Ich kann mir vorstellen, dass das ein feines Aufbauprogramm für Körper und Psyche ist.

          Liebe Grüße,
          Anne

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  6. Liebe Anne,
    ach wie schön, zu lesen, das wenigstens diese relativ kurzen Läufe wieder zur Normalität werden 🙂
    Länger wird es dann von ganz alleine. Hauptsache, du bist wieder in Laufschuhen unterwegs, und das ohne große Beschwerden.
    Leipzig ist nicht weiß von meiner Heimatstadt Zwickau entfernt. Und ich muss sagen: du an diesem Schreibtisch … das hat schon was 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,

      ich freu mich auch wie eine Schneekönigin über diese Läufchen. Mein Knie gibt mir schon immer wieder zu verstehen, dass ich nicht übermütig werden darf. Daher kann ich auch nicht so schnell die Umfänge steigern, wie manch anderer das nach so einer OP kann. Aber ich finde, gemessen daran, dass ich erst knapp 8 Wochen wieder laufe, vorher 10 Monate komplett pausiert habe und fast 2 Jahre nur sehr unregelmäßig laufen konnte, geht die Steigerung trotz allem recht fix. Hauptsache ist eh, es läuft überhaupt wieder und es lohnt sich, im Reisegepäck Platz für Laufsachen zu reservieren. 🙂

      Und ja, dieser Schreibtisch und ich, das passt – aber die Uni Leipzig rückt ihn leider nicht raus! 😆

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne,

    das hört sich einfach wunderbar an!! Das hätte ich mir vor kurzem nicht gedacht… 30-40 Minuten sind doch eine ganze Menge, wenn man bedenkt wie lange Du nicht laufen konntest!
    Ich freue mich sehr für Dich und drücke fest die Daumen, dass es so weiter geht!! 🙂

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna, die Fortschritte finde ich auch wunderbar und freu mich sehr drüber. Natürlich muss ich mich zugleich immer wieder bremsen, um nicht vor lauter Euphorie zu übertreiben und zu schnell zu steigern. Gar nicht so einfach …

      Liebe Grüße – ich hoffe sehr, dass es auch bei dir weiter aufwärts geht!
      Anne

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