Stadtflucht

Das war anders geplant: Freitagmorgen abfahren Richtung große Stadt – Museen, Einkaufen, Treiben-Lassen – Samstagabend zurück.

Den Freitag hab ich so auch „durchgezogen“: Ein paar Stunden im Städel „in Kunst gemacht“, durch die Innenstadt geschlendert, Paulskirche, Römer, über die Zeil. Aber irgendwie …

Viele Leute, zu viele, viel zu viele. Am Mainufer bis hin zum Römer ein Volksfest mit Karussells, Fressbuden, Remmidemmi. Auf dem Rossmarkt ein Street Food Market mit weiteren Fressbuden – erstaunlich, was man alles so frittieren kann. Und zu allem Überfluss auch noch Triathlon-Messe im Vorfeld des City-Triathlons, der am Sonntag stattfindet. Hmmmpfffff!

Naja, ab ins Hotel, zur sportlichen Ertüchtigung schnell in den Fitnessraum, beim Italiener in der Nähe die abtrainierten Kalorien wieder drauf futtern. Samstagmorgen umgekehrt: Erst trainieren, dann Frühstücksbüffet plündern. Und dann in mich gehen. Warum fällt mir da nur die Zeile aus dem Kästner-Gedicht ein: „Man sehnt sich fort aus dem Geschrei der Stadt.“? Und warum gibt es sozusagen „rund um die Uhr“ Züge und Busse?

Also nix Museen, nix Einkaufen, nix Treiben-Lassen durch’s Gewühl. Ab Richtung Heimat – wieder mit einigen Hindernissen (Wunderwelt Deutsche Bahn), aber letztlich erfolgreich. Und wenn dann die Beine munter treten, die Gangschaltung leise surrt, man im Sommergrün ertrinkt und eine Schwanenkolonie entspannt übers Wasser gleiten sieht, entspannt man selbst dabei und es ist – wenigstens für den Moment – alles gut.

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22 Gedanken zu “Stadtflucht

    • Lieber Rainer, es war schon gut und richtig gefahren zu sein. Aber es war auch gut und richtig früher als geplant zurückzukommen. Die gestrigen 60 Moselkilometer waren jedenfalls Erholung pur!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  1. Liebe Anne,
    das kann ich Dir nachempfinden, wie herrlich die Ruhe auf dem Landes ist, wenn man dem städtischen Ameisenhaufen entkommen ist! Manchmal muss es wohl sein, und wenn nur dazu, nachher umso mehr die Ruhe zu genießen! Und momentan gönnt uns der Sommer ja auch noch die besten Rahmenbedingungen dazu!
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Liebe Elke, das Wetter ist momentan einfach perfekt zum Sporttreiben. Warm, aber nicht zu warm. Dazu das üppige Grün – herrlich! Wer will da schon in der Stadt in klimatisierten Museen rumrennen und von der Sonne nichts mitbekommen?

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Liebe Anne,
    kein Plan der Welt ist so gut, dass er nicht auch abgeändert werden kann! 😉
    Du hattest somit beides – Stadt und Ruhe, Kultur und Bewegung. Draußen warst du, neue Erlebnisse in der Bahn gab’s auch dazu – ein ereignisreiches Wochenende! 😀
    Gerade bei diesem wunderbaren Sonnenwetter kann ich das gut nachvollziehen und die Bilder geben dir auch recht.

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    • Liebe Doris,

      das, was mir wirklich wichtig war auf meiner Tour, habe ich gesehen. Den „Rest“, der in Frankfurt sehenswert ist, heb ich mir für den Winter auf. Mit Bahn und Bus war ich dann auf einer Strecke unterwegs, die ich noch nicht kannte. Landschaftlich wunderschön und vermutlich ein tolles Wanderrevier, das jetzt auf meiner Agenda steht. Die Radtour war dann die Kirsche auf der Sahne. Also alles genau richtig. 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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    • Liebe Bianca, das ist einer der Vorteile des Single-Daseins – ich kann ganz spontan entscheiden, die Pläne umzuschmeißen, wenn sie nicht mehr passen . 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne,

    wie gut ich Dich verstehen kann – manchmal kann es schön sein, manchmal ist es aber einfach nur zu viel – von allem – und man muss die Flucht ergreifen wie Du auch erfolgreich gemacht hast! 🙂
    So siehst Du auf dem Foto auch sehr entspannt und ausgeglichen aus – herrlich!

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      gestern tat Bewegung im Grünen angesichts des herrlichen Sommertags einfach viel besser als Großstadtgetümmel. Wer würde in so schöner Umgebung nicht entspannen?

      Liebe Grüße,
      Anne

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    • Lieber Christian, so sehr ich Kultur und manchmal auch städtischen Trubel genießen kann – am Samstag musste es eben Sport sein! 🙂

      Guten Wochenstart & liebe Grüße,
      Anne

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  4. Liebe Anne,

    sich Treibenlassen ist in großen Städten so eine Sache. In Berlin kenne ich viele Orte wo das gelingt, aber ansonsten schwingt im Großstadtdschungel halt immer etwas Hektik und getrieben werden mit.

    Museen können im Sommer auch klasse sein, wie ich letztes Jahr in Berlin bei 37° erfahren durfte. Aber nicht bei so einem Bilderbuchwetterchen wie Du es für Deine Radtour genutzt hast 🙂

    Du hast die richtige Entscheidung getroffen!

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      mit ein bisschen Hektik hätte ich mich angefreundet, das gehört bei einem Stadtbesuch dazu und das mag ich durchaus. Aber zusätzlich Kirmes etc. war zu viel. Und bei Bilderbuchwetter im Museum rumzulatschen, wäre wirklich eine Schande gewesen, zumal wir bislang fast den ganzen Sommer auf so ein Wetterchen warten mussten. 🙂

      Liene Grüße,
      Anne

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  5. Liebe Anne,
    da bin ich voll bei dir. Ich kann Großstädten ja gar nix abgewinnen. Ich habe immer das Gefühlt das die Uhr dort etwas schneller tickt, der Alltagslärm unvergleichlich größer ist und die Nase …. naja, die Nase sehr viele widerliche Grüche aufnimmt.
    Ich denke, du hast genau das richtige getan.
    Und so eine surrende Gangschaltung kann schon was richtig beruhigendes sein (vor allem bei alle diesem wundervollen Grün hier in der Gegend 🙂 )
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,
      manchmal hab ich regelrecht Spaß am Großstadtgetriebe, allerdings immer nur für kurze Zeit. Gerade die Gerüche sind es, die mich „stressen“ – Fritierfett und Popcorn gemischt mit Grillwurst kann ich inzwischen gar nicht mehr ab – und wenn dann auch noch Abgase etc. dazukommen, ist es aus.
      Dann lieber Grün an der Obermosel, surrende Gangschaltungen und dahingleitende Schwäne. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Liebe Anne, wie gut ich dich verstehen kann, mir wäre es nicht anders als dir ergangen, immer wenn ich Großstadtluft schnuppere, dann bitte nicht allzu lange, um dann wieder in die Ruhe zu flüchten, geht doch nichts über Natur, Ruhe, saubere Luft – ich hätte es wohl kaum anders gemacht. Windige Grüße von der überfüllten Ostee 😎

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    • Liebe Margitta,

      ja, von dir weiß ich, dass dir meist ein paar Stunden Großstadttrubel ausreichen, um dich wieder zurück zu sehnen. Ich glaube, beim nächsten Trip versuche ich auch ohne Übernachtung auszukommen. Morgens früh los, abends spät heim, das langt. Auch wenn es insgesamt 6-7 Stunden Bus & Bahn bedeutet.

      Liebe Grüße zurück aus dem (noch!) sonnigen Trier!
      Anne

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