Schusselig

Was man nicht im Kopf hat …! Erst am Freitag hab ich den Spätnachmittag zu einer Bummel-Einkaufstour nach Wasserbillig genutzt. Kaffee war alle. Espresso auch. Letzteres fiel mir aber erst wieder ein, als ich schon fast wieder zuhause war. 😦

Tja, wer so schusselig ist, muss dann am Sonntag halt noch mal ran hat einen wunderbaren Vorwand, um die Strecke am Sonntag gleich ein weiteres Mal zu fahren und sogar noch ein bisschen auszudehnen bis Grevenmacher. Wer aber auch am Sonntag schusselig ist, der kommt zwar mit Espresso, aber ohne Fotos nach Hause, weil er die Kamera nicht in den Rucksack gepackt hat. 😉

2016-06-12_Einkauf01

Also gibt’s heute nur ein „Beute-Bild“ und eine Streckenkarte. Dazu die Feststellung, dass es sich auf der deutschen Seite des Obermosel-Radwegs prima fährt. Beim Laufen, vor allem bei den langen, ruhigen Läufen, hab ich ja oft das Gefühl, dass der Körper auf Autopilot schaltet und ich ohne mentale Anstrengung „wie von selbst“ laufen kann. Beim Radfahren klappt das ganz selten, weil ich immer konzentriert bleiben muss – die Verbindung aus relativ hohem Tempo und eingeschränkter Sehfähigkeit ist mir einfach zu riskant. Aber heute war da wenigstens für ein paar Kilometer mal das Gefühl, dass es einfach „rollt“. In solchen Momenten wünscht man sich, dass die Straße nie enden möge …2016-06-12_Grevenmacher-StreckeNatürlich taucht dann doch irgendein Depp auf, der mitten auf dem Radweg ein Picknick veranstaltet, wegen seiner Oversize-Kopfhörer von der Umwelt nichts mitbekommt oder mithilfe seines Dackel-Jojo eine Straßensperre baut. Von der ungeübten elektrifizierten Gefahr auf zwei Rädern oder den Rudel-Radlern, die scheinbar immer mindestens zu zweit nebeneinander strampeln müssen, gar nicht zu reden.

2016-06-12_SchweinGehabt

Schwein gehabt! Das wäre unterwegs echt ungemütlich gewesen! 😎

Aber eigentlich ist Radfahren ein ganz schöner Sport. Wirklich! Da ich mich in den nächsten Wochen und Monaten weitgehend auf ihn beschränken werde (vom Wassertreten mal abgesehen), versuche ich das zumindest so sehen, um mich nicht weiter zu frustrieren. Und einen Vorteil hat das Radeln ja gegenüber dem Laufen: Der Aktionsradius ist größer. Wenn ich dann auch noch meine Schusseligkeit in den Griff bekomme, gibt’s hier diesen Sommer noch viele schöne Fotos von Strecken, die ich bisher selbst nicht kenne, und nicht bloß Balkonblümchen-Geknipse. 😎2016-06-12_Einkauf02

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26 Gedanken zu “Schusselig

  1. Fleißig bist Du, liebe Anne, hat der Wasserspaß am Samstag noch nicht genügt? Na ja, ich war heute auch zwei Stunden in den Weinbergen spazieren. Leider fühlte sich das nicht so gut an, wie ich mir es erhofft hatte.

    Liebe Grüße
    Rainer

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    • „Zappelig“ trifft’s vielleicht eher, lieber Rainer! Die „Pool-Partie“ am Samstag hat wieder richtig Spaß gemacht und meinen Beinen hätte vermutlich ein Ruhetag gut getan. Aber ich musste einfach nochmal ein bisschen rumtoben, hoffentlich ohne Nachwirkungen morgen.
      Frustig, dass es bei dir mit dem Spazierengehen auch noch nicht das Gelbe vom Ei ist. 😦

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Liebe Anne, “ Aber eigentlich ist Radfahren ein ganz schöner Sport. Wirklich! „. Da muss ich dir absolut zustimmen, weiß ich doch aus eigener Erfahrung, wie schön es sein kann, auch wenn du – wie beim Laufen – nicht auf Autopilot umschalten kannst, dazu hast du auch noch die richtige Jahreszeit erwischt, was täten wir, wenn uns der Verzicht aufs Laufen im tiefen Winter ereilt hätte, immerhin so etwas wie eine Belohnung – so empfand ich es zumindest.

    Und ein bisschen schusselig – na und ? 😉

    Ganz besonders liebe Grüße soll ich dir von der Ostsee ausrichten ! 😎

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    • Liebe Margitta,
      im tiefsten Winter saß ich ja schon auf der „Rolle“, schweißtriefend und (fast) zu Tode gelangweilt. Länger als 60 Minuten hab ich das kaum jemals ausgehalten. Draußen schaff ich es schon mal 2-3 Stunden, heute waren es so 1:50 ungefähr. Drinnen Sport zu treiben ist einfach nichts für mich, nur draußen sein ist das Wahre! 😎
      Ein bisschen schusselig, ok … aber ein bisschen mehr (wie im Moment) ist manchmal lästig. Naja, wird auch wieder anders!

      Ganz besonders liebe Grüße zurück an die Ostsee … ich vermisse sie und ihre AnwohnerInnen! 😎

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  3. Kaffee und Espresso aus Wasserbillig? (wo man ja eher – verzeihe mir den flachen Kommentar – billiges Wasser vermuten würde) Sind da am Sonntag die Geschäfte offen und warum eigentlich keinen Espresso in Trier kaufen? Der Radtour wegen? Radfahren ist allerdings tatsächlich ein schöner Sport!

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    • Eine Frage bei Günther Jauch war mal: „Wie heißt ein Ort an der dt.-lux. Grenze? a) Wasserbillig b) Spritteuer …“ 😆
      Sonntags sind in Lux manche Geschäfte offen, die Tankstellen (wo der Sprit billiger ist als in D) sowieso. Auch Kaffee ist dort etwas billiger, nicht so sehr, dass es lohnt, extra deshalb hinzufahren, aber die Strecke ist nett. Und wenn man Einkaufen als Anlass und Ziel für eine Radtour nimmt, radelt man halt nicht „völlig nutzlos“ durch die Gegend. 😎

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  4. Liebe Anne,
    ja radeln ist wirklich ein schöner Sport! 🙂 Das finde sogar ich als „nur zwischendurch Radelnde“ und wenn du dich auf Radwegen bewegen kannst und dadurch zumindest den anlehnungsbedürftigen Autos enkommst, kann ich mir auch vorstellen, dass sich so etwas wie ein Flow einstellt! 🙂
    Sehr fleißig warst du jedenfalls wieder unterwegs – und rechtzeitig wieder daheim!!! 😀

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    • Liebe Doris, auf der Straße radeln zu müssen mag ich gar nicht, weil da immer diese anlehnnungsbedürftigen Autos sind. Ein weiterer Grund, der eher gegen ein „echtes“ Rennrad spricht, mit dem ja wg. des schlechten Untergrunds so mancher Radweg gar nicht benutztbar wäre. Und ja, wettermäßig galt mal wieder „Schwein gehabt“! 🙂

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        • Liebe Doris, ja, ich hab schon hin und wieder mal über so eins bzw. ein ähnliches nachgedacht, andere Hersteller produzieren ja ebenfalls Crossrenner bzw. „Gravel Bikes“, wie die schon schön neudeutsch heißen, also Rennräder mit „gemäßigter“ Geometrie für’s Gelände. Aber erst einmal hab ich die Kaufpläne auf Eis gelegt. Mein Alltags-Trekkingrad Giant RS1 ist auch schon recht sportlich und sehr feldwegtauglich. Und mit dem Giant Fastroad hab ich zusätzlich einen Straßenflitzer. Mal sehen, wenn im Spätsommer/Herbst die Preise fallen, guck ich vielleicht nochmal. 🙂

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  5. Liebe Anne,
    da hast Du Deine Schusseligkeit gut nutzen können, um zu Deinen Sporteinheiten zu kommen. Aber es ginge doch auch einfach so, oder? 🙂
    Ja, Radfahren, das mache ich auch gerne. Und ich habe schon ein sportlicheres Rad angemeldet, wenn das mit dem Laufen nichts mehr werden sollte… Der größere Radius ist schon von Vorteil. Aber ich empfinde es zugeleich als Nachteil, dass man für den gleichen Ausdauereffekt länger unterwegs sein muss, als beim Laufen – außer vielleicht, man ist Extremmountainbiker…
    Liebe Grüße
    Bianca

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    • Klar, liebe Bianca, es ginge auch einfach so. Nichtsdestotrotz finde ich es auch gut, irgend ein Ziel zu haben bzw. das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.
      Dass auch du dir ein sportlicheres Rad zulegen willst, finde ich super! Natürlich braucht man für den Ausdauereffekt mehr Zeit. Aber daran denke ich im Moment gar nicht so sehr – für mich zählt, dass ich mit dem Rad draußen in der Natur sein und Bewegung genießen kann! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Liebe Anne,

    Radfahren ist in der Tat ein schöner Sport. Besonders, wenn von in einer solch schönen Gegend wie Du wohnt. Man muss nur mehr Zeit dafür investieren, daran scheitert bei mir die regelmäßige Ausführung.

    Schöne Tour hast Du gemacht – sie zum Einkaufen zu nutzen, ist natürlich perfekt. Und ich weiß immer exakt wovon Du sprichst, wenn Du die lebenden Hindernisse auf den Radwegen beschreibst.

    Schönen Wochenstart
    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja, das mit dem „Mehr Zeit investieren müssen“ stimmt. Aber im Grunde kann man sich auch abends einfach mal eine halbe Stunde auf’s Rad setzen, besser als nichts, selbst wenn der Trainingseffekt bestenfalls minimal ist. Wenn ich mir sage, dass kurze Touren sich nicht lohnen, komme ich auch nicht aufs Rad und werde immer unzufrieden sein und mit dem Nichtlaufenkönnen noch mehr hadern als sowieso. Viel problematischer als den Zeitbedarf finde ich, dass man auf Reisen nicht ohne Weiteres ein Rad greifbar hat – das betrifft dich ja noch viel mehr als mich.

      Gleichfalls einen guten Start in die Woche,
      Anne

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  7. Ja, des gefällt mir auch am Radfahren. Neue Strecken und Wege oder einfach mal nachschauen wo man sonst noch so laufen kann. Ansonsten bleibt der Drahtesel aber doch lieber im Keller stehen 😉

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    • Ich rede mir ja auch ein, dass einige meiner Touren eher Streckenerkundung für spätere Laufabenteuer sind. Aber diese Erkundung versuche ich dann wenigstens zu genießen! 😉

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  8. Liebe Anne,

    Radeln ist doch in der Tat ein schöner Sport und irgendwie bedauere ich auch nicht immer alles unter einen Hut zu bekommen, dann würde ich neben dem Laufen auch noch einiges mehr radeln.

    Gerade der größere Aktionsradius mit das Radeln attraktiv.

    Laß Dir Kaffee und Espesso schmecken!

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      ja, da hast du den schicken Flitzer und er wird nur so selten ausgeführt … schade! Vermutlich würde es dir auch gut bekommen, regelmäßiger von vier Läufen pro Woche einen durch eine Radtour zu ersetzen, zumindest in Zeiten, in denen dein Fahrwerk sich etwas widerborstig zeigt.
      Meinen Aktionsradius werde ich hoffentlich diesen Sommer noch ausweiten können … auch mit der Kombi Bahn+Bike, denn ich kann die Moselkilometer am Stadtrand (die teils wirklich nicht schön sind) langsam nicht mehr sehen …

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  9. Liebe Anne,
    exakt, was man nicht im Kopf hat, muss man eben in den Beinen haben 🙂
    Ich finde auch das Radfahren sehr viel Spaß macht. Ich vermeide natürlich so gut wie es geht den Moselradweg. Hier oben im Hunsrück hat man seine Ruhe auf den Straßen.
    Aber das mit dem Abschalten verstehe ich und sehe ich auch so. Schon alleine auf Grund der Geschwindigkeit, ist es schwer beim Radfahren wirklich abzuschalten. Man muss halt konzentriert bleiben.
    Aber auch das ist eine Frage der Übung. Und rollen kann man dabei in jedem Fall richtig gut 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,

      da ich die Belastungen im Moment ziemlich vorsichtig dosieren muss, bleiben meist nur die Flusstäler … ich hoffe, das wird in den kommenden Wochen anders. „Abschalten“ muss ich dann eben im Wasser oder beim Spazierengehen, beim Radeln wird sich ein bisschen ausgepowert. Die Übungseffekte merke ich ja jetzt schon … die „Berge“ werden irgendwie flacher! 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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  10. Liebe Anne,
    auf Kaffeefahrt nach Luxemburg. Lohnt das eigentlich (noch), oder war das Zufall? Früher war es hier in meiner Region Sport, in Holland Kaffee&Zigaretten zu holen, und sich nicht am Zoll erwischen zu lassen. Man, wie lang ist das her…?
    Ich würde nicht von schusselig reden, das war einfach steuernder Zufall, der Dir nochmals eine Ausfahrt bescheren wollte 😉
    Liebe Grüße
    Elke

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  11. Liebe Elke,

    so richtig lohnt es sich nicht, es ist eher die teils größere Auswahl an Kaffees (und Schokolade), die mich lockt. Fahren würde ich auch ohne dieses Ziel, nur gefällt mir die Verbindung des Angenehmen mit dem Nützlichen sehr gut! 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

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  12. Lieber Volker,

    das nenne ich mal ein ungewöhnlicher Lauf… wenn man aber durch so tiefes Wasser wirklich läuft wird doch nicht nur die Füße nass…? 😉 Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sehr anstrengend ist, durch das Wasser und den weichen Wattboden zu laufen, aber es scheint ein sehr schönes Abenteuer gewesen zu sein!! 🙂

    Also, ich bin auch öfters schusselig – dass mir aber der Kaffee ausgeht… nein, das ist noch nie passiert. Dafür habe ich ein Vorrat, der groß genug ist und ich schaue immer, dass ich früh genug für Nachschub sorge 😉

    Liebe Grüße Anna

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