Schockgefrostet

*** Achtung – dieser Post ist eine Standortbestimmung und daher erstens sehr lang und zweitens streckenweise etwas „nölig“ und ein wenig selbstmitleidig. Wer so was nicht lesen mag, klickt besser weg. ***

Das war frisch heute auf der „Kaffeefahrt“ an der Mosel. Mehrere Klamottenschichten, Buff um den Hals und unterm Helm, dicke Handschuhe sowieso. Wie im Winter – und das nach den milden Tagen Mitte, Ende der Woche, an denen es auf dem Spazier-Heimweg von der Uni schon für ein kurzes T-Shirt reichte. Komischer Frühling! Einerseits ein schöner, weil man sich wegen der niedrigen Temperaturen länger an der Blütenfülle freuen kann. Andererseits ein frustrierender, da er sich kaum wie Frühling anfühlt.

2016-04-17_Blumen02

Und sonst so? Ebenso wie sich der Frühling Zeit lässt und nur zäh voranschreitet, geht’s auch mit meinem Knie nur extrem langsam voran. Der Laufversuch Anfang April hat mich mindestens 2 bis 3 Monate zurückgeworfen. Welche Rolle zusätzlich die Magnetfeldtherapie spielt, auf die ich mich eingelassen hatte, weiß ich nicht. Gefühlt war es danach schlechter als vorher. Kann aber auch ganz oder teilweise Kopfsache sein, weil ich mittlerweile von dem Auf und Ab doch einigermaßen zermürbt bin. Zudem hat mich die Atmosphäre beim letzten Arzttermin ziemlich schockgefrostet. Ich hoffe, dass sich die Wogen glätten (lassen) und es beim nächsten Mal wieder etwas wärmer und entspannter abläuft.

Dazu „kneift“ gerade noch dies und das im beruflichen und privaten Bereich … tja, Anspannung und Verunsicherung lassen eben (schmerz-)empfindlich werden! Und die unklaren ärztlichen Aussagen über zeitliche und sonstige Perspektiven („Geduld haben“, „wir können heilungsunterstützende Therapien probieren“) machen auch nicht gerade Hoffnung, dass das in absehbarer Zeit (wenn überhaupt) noch mal was wird mit dem Laufen. Inzwischen wäre ich ja sogar schon froh, wenn ich wieder sportliche Aktivitäten aufnehmen könnte, die das Niveau dessen überschreiten, was man einer halbwegs rüstigen 70-Jährigen empfehlen würde. 😉2016-04-17_Blumen03

Aber was hilft alles selbstmitleidige Kopf-Hängen-Lassen und was bringen mir die sehnsuchtsvoll-neidischen Blicke auf Läufer/innen, die mir beim Spazierengehen und Radfahren begegnen? Richtig, nicht das Geringste! Also reiß ich mich jetzt zusammen und richte das Augenmerk auf die minimalen Verbesserungen in den letzten Tagen. Und die gibt’s ja durchaus, nachdem ich drei Wochen nur spazieren war oder kurze Strecken im Alltag geradelt bin:

Gestern hab ich mich zu ´ner guten Stunde Aquajoggen überwunden. Ich erlaube mir, meinen Facebook-Post dazu zu zitieren: „Auf der Damentoilette den Geruch vollgesch###er Kleinkinderwindeln getankt, im Schwimmbecken mehrfach von der Bugwelle einer 200 kg Fregatte überflutet und gut eine Stunde erfolgreich gegen den Tod durch Langeweile beim Aquajoggen angekämpft … so geht Samstagvormittag im Hallenbad. Ich finde mich gerade unglaublich tapfer! ;-)“. Ok, wenn’s hilft, gebe ich mir diese Nummer regelmäßig. Aber sie kostet schon Überwindung! 😉

Heute knapp 30 km auf dem Rad, wie oben beschrieben warm eingepackt an der Mosel entlang bis zum ersten Luxemburger Supermarkt mit Kaffeeabteilung. Eingeklickt fahren mag das Knie momentan gar nicht. Aber zum Glück hat das Trekkingrad Kombipedale und ich kann bequem deren flache Seite nutzen. Damit kommt man auch vom Fleck, vor allem, wenn der Wind auf dem Rückweg schräg von hinten schiebt.

Jegliche Rennrad-Anschaffungspläne liegen nach einer Probefahrt vorletzte Woche erstmal auf Eis. Kniegezicke und ein ausgesprochen unsicheres, unbequemes Fahrgefühl (trotz „Komfort-Geometrie“ des Rahmens) sind nichts, das zu einer Geldausgabe im vierstelligen Bereich motiviert. Vielleicht probier ich’s in ein paar Wochen oder Monaten mal mit einem anderen Modell. Aber vorerst begnüge ich mich mit meinen „alten“ Rädern, die so unsportlich nun auch nicht sind. Tja, und wenigstens ab und an bekomme ich auch meinen immer noch relativ fetten A### hoch, mache ein bisschen was für die Rumpfmuskulatur und schwinge bzw. wuchte Kurzhanteln.

Immerhin hab ich inzwischen den Kleiderschrank ausgemistet und all die dort befindlichen Zirkuszelte und Kartoffelsäcke wahlweise in den Altkleidercontainer oder auf den Dachboden gebracht. Seit Januar / Februar 2015 sind’s 13-14 kg, entsprechend 2 bis 3 Kleidergrößen weniger – und das trotz eingeschränkter Sporttauglichkeit! 😎 Sich weitgehend neu einzukleiden ist teuer. Aber es macht auch Spaß! 🙂

2016-04-17_Blumen01

Ist ja nicht so, dass ich gar nichts mehr esse! Hier: Grüner Spargel mit Lachs und Kirschtomaten.

Mal sehen, wie sich alles bis zum nächsten Arzttermin Mitte Mai entwickelt. Ich würde dann ja zumindest gern hören, dass ich wieder gezielte Kräftigungsübungen für’s Knie machen darf, sei es zuhause auf dem Stabipad oder an Geräten im Studio.

Alles Weitere? Keine Ahnung! Ich weiß nicht, ob es ein Kriterium gibt, anhand dessen man entscheiden kann, ob ein Laufversuch gefahrlos möglich ist. Mein Körpergefühl scheint kein brauchbares Kriterium zu sein. Vielleicht bleibt einfach auch immer ein Restrisiko für eine Fehleinschätzung. Aber wenn deren Folgen so gravierend sind wie momentan, werde ich mir nicht nur dreimal, sondern mindestens zehnmal überlegen, ob ich das mit dem Laufen probiere und dann wieder einen kompletten Reset machen muss. Kann also dauern, bis hier mal wieder was über’s Laufen steht …

 

 

Advertisements

24 Gedanken zu “Schockgefrostet

  1. Liebe Anne,
    schade, dass es sich nicht positiver entwickelt und dann auch noch die Misere mit dem Rennrad, aber wenigstens hast Du es rechtzeitig bemerkt.
    Wobei ich Deinen steten Gewichtsverlust Extremist respektabel finde, da darfst Du stolz sein. Aber Deine Tapferkeit beim Aquajoggen ist natürlich das Sahnehäubchen…das kostet sicher eine Menge Überwindung. Ich wünsche Dir dennoch, dass es gesundheitlich, was das Knie betrifft, weiter aufwärts geht, wer weiß…

    Salut

    Gefällt mir

    • Lieber Christian, wie gut, mal wieder ein Lebenszeichen von dir zu erhalten – wie andere auch hab ich mir Sorgen gemacht!

      Tja, ist halt zäh, die Kniegeschichte, und ich muss mich allmählich auch mal ernsthafter mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass es das womöglich für mich war mit dem regelmäßigen Laufen. Was auch immer da im Gelenk bzw. im Knochen los ist: Ich verstehe nicht, warum es nicht besser, sondern z.T. eher schlimmer ist als vor der OP, obwohl die vermutete Ursache für die jetzigen Probleme ja schon vor der OP bestand. Und wenn ich was nicht verstehe, „stresst“ es mich.

      Aber wie auch immer: Auf die Gewichtsabnahme bin ich wirklich stolz, weil sie nicht aus Crash-Diäten o.ä. resultiert, sondern durch ausgewogenere und bewusstere Ernährung „ehrlich erarbeitet“ ist. Und wenn mich das Rumgestrampel im Hallenbad weiterbringt, ziehe ich auch das durch – trotz aller Widrigkeiten. Schaun mer mal! 🙂

      Gefällt mir

  2. Hallo Anne,
    13-14kg, Respekt! Da würde ich dich auf der Straße nicht mehr wiedererkennen. Dein langer Bericht ist weder langweilig, noch zerfließt er vor Selbstmitleid. In weiten Teilen habe ich mich wiedererkannt. Auch ich schaue neidisch auf die schmerzfreien Läufer, aber ich war an diesem winterlichen Wochenende ersatzweise 70km mit dem Rad unterwegs. Wo ich dir nicht zustimme: Aquajogging finde ich gar nicht so schrecklich. Ich mache das freiwillig und wenn wenig Betrieb ist, macht es sogar Spaß.
    Die Prognose für’s Laufen lautet „nächste Woche bis unbestimmt“. Sehr optimistisch bin ich nicht.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag und weiterhin gute Besserung.

    Liebe Grüße
    Harald

    Gefällt mir

    • Hallo Harald, so sehr verändert habe ich mich wirklich nicht, dass man mich nicht mehr erkennen würde. Nur’n bisschen schmaler insgesamt.
      Mit Alternativsport wie Radfahren lässt sich die Pause wenigstens halbwegs gut überbrücken. Dass die Pausendauer unvorhersehbar ist, liegt wohl (leider!) im Wesen orthopädischer Probleme. Aber wir packen das, du hoffentlich eher in kürzerer als in längerer Zeit! Du hattest in den letzten Jahren ja auch oft genug mit Krankheit und Verletzungen zu kämpfen, da reicht es einfach auch mal!

      Zum Aquajoggen: Das Aquajoggen an sich find ich auch gar nicht so schrecklich, zumindest die Intervallnummer vom Samstag war im Grunde ganz ok. Nur das laute und miefige Drumherum macht mich fertig. Vermutlich riecht es auf dem Herren-WC nicht so widerwärtig?! 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

  3. Liebe Anne,
    die Platin-Tapferkeitsmedaille habe ich dir ja schon per FB verliehen – die gebührt dir aber nicht nur für todesmutige Überlebenskämpfe gegen olfaktorische und Bugwellenangriffe, sondern auch für deine Konsequenz. Die beweist du nicht nur, wenn es um gesunde Ernährung und die dadurch verbundene Gewichtsabnahme geht, sondern auch hinsichtlich deiner Heilung. Trotz nicht sehr verbindlich klingender Informationen machst du immer das Beste aus deiner Situation! 🙂
    Auch wenn das bedeutet, das Rennrad erst mal nicht zu kaufen, immer wieder zurückzustecken und auszuloten, was dein Knie im Moment braucht und ihm das auch zu geben!
    Hut ab!!! 🙂

    Gefällt mir

    • Liebe Doris, die Platin-Tapferkeitsmedaille trage ich mit großem Stolz und Würde! Dankeschön! 😉

      Ich kann mir und will anderen nichts vormachen: Mir geht’s momentan manchmal wirklich sch### und meine Zuversicht droht immer wieder den Bach runterzugehen! Solche Durchhänger finde ich aber normal. Wichtig ist vor allem, dass ich mich immer wieder (auch dank lieber Mails und Gespräche mit anderen) aus dem Tief holen kann. Und das klappt bisher.

      In diesem Sinne: „Wenn dir das Leben eine Zitrone schenkt, mach Limonade draus!“ … auch wenn es mir nicht leicht fällt, mir das Aquajoggen als „Limonade“ zu verkaufen. 😉

      Gefällt mir

  4. Liebe Anne,

    zumindestens um die paar warmen Tage der vergangenen Woche beneide ich Dich.

    Das Rennrad läuft bzw. fährt Dir ja nicht weg, Warum willst Du überhaupt eines haben? Dein Crosser ist doch schon recht dichte dran.

    Was die Klickpedale angeht, ich werde mein Rennrad die nächsten Tage wieder mit normalen Pedalen versehen. Ich kann mich mit den Dingern einfach nicht anfreunden und bevor ich deshalb das Rennrad gar nicht mehr benutze, kommen halt wieder ab. Da ich das Rennradeln eh nicht so intensiv betreiben werde wie das Laufen ist mir das auch egal.

    Ansonsten sei froh, dass Du nur von der Bugwelle der 200kg-Fregatte und nicht von ihr selber überrollt worden bist.Deine Überwindung kann ich sehr gut verstehen, mir würden diese Umstände auch sehr schwer fallen. Umso toller finde ich, dass Du es um des Trainingseffektes Willen trotzdem tust!

    Und wer nach soviel Abnehmen noch immer von fettem A### redet, der gehört selber bald mal versohlt! :mrgreen:

    Halt Dich weiterhin so tapfer, gelegentliches Nölen und Selbstmitleid gehört dazu, immer nur raus damit!

    Liebe Grüße
    Volker

    Gefällt mir

    • Lieber Volker,

      Warum will ich ein Rennrad? Weil ich’s eben doch „sportlicher“/“cooler“ finde als meinen Crosser und weil ich mich gerade schrittweise drauf einstelle, dass ich das Radfahren auf Dauer intensiver betreiben werde als das Laufen. Da ärgere ich mich im Nachhinein, dass ich keinen Crosser mit einer besseren Ausstattung gewählt habe. Aber egal … erstmal bin ich zufrieden mit dem, was ich habe. Da war die Probefahrt sehr „heilsam“, um die nagenden Wünsche nach was Neuem vorerst abzustellen.

      Klickpedale mag ich nicht mehr missen! Allerdings bin ich froh, an beiden Rädern die Kombivariante zu haben. Da kann ich im Stadtverkehr die flache Seite nutzen und mich sicher fühlen, aber auf freier Strecke und v.a. bergauf die Vorzüge des Ziehen-Könnens genießen. Vielleicht auch was für dich?

      Was den fetten A### angeht: Da hat sich meine Körperwahrnehmung wohl noch nicht ganz den neuen Verhältnissen angepasst. Aber ich habe leider schon den Eindruck, dass da noch immer reichlich Speck sitzt … nur dürfte der nicht selektiv wegzubekommen sein. 😉 Aber ich versuche es, weniger durch „Runterhungern“ als durch Gymnastik. Dann bin ich zwar vielleicht immer noch fett, aber die Muskeln lassen das Ganze etwas straffer wirken. 😎

      Du siehst, ich bleib dran – und tapfer bleib ich sowieso!

      Liebe Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

  5. Wenn es nur einen wirklich guten Trostspender für dich gäbe … oder einen Zauberspruch , der auch wirkt, ich würde dir davon alle erdenklichlichen wünschen, die mal Licht ins Dunkel und Heilung ins Knie bringen!

    Obwohl: die 14kg in einem Jahr – die sind ein beachtlicher Erfolg und sollten als Lichtblick herhalten können. Alle Achtung dafür!

    Gefällt mir

    • Vielen Dank, Lizzy! Die Gewichtsabnahme ist wirklich ein Lichtblick und Motivation genug, wenigstens den Alternativsport aufrecht zu erhalten. Ich hab mich zwar nicht gequält dafür, aber eben doch sehr diszipliniert leben müssen – und diese Erfolge will ich nicht leichtfertig wieder wegwerfen!

      Gefällt 1 Person

  6. Ach liebe Anne, was kann ich Deinen Frust gut verstehen.

    Aus irgendwelchen Gründen und wo auch immer es herkam, hab ich mir mit der Zeit ein sehr dickes Fell zugelegt. Das sehnsuchtsvolle Nachschauen der Läufer ist ausgeblieben. Vielleicht kommst Du ja auch mal an den Punkt, gesünder für die Seele ist es allemal, sich nicht noch so zu quälen.

    Die Unsicherheit, wann es denn mal besser wird, ist das Zermürbende, finde ich.

    Hoffentlich bekommst Du bald einen Schub in die richtige Richtung und hey.. Aquajoggen und sich über alles Drumherum innerlich lustig machen, hat ja auch was.

    Gruß

    Anja

    Gefällt mir

    • Liebe Anja,
      meistens kriege ich das inzwischen sehr gut hin, mich nicht zu quälen – auch mein Fell ist in den letzten 2 Jahren, die überwiegend von Verletzungen geprägt waren, deutlich dicker geworden. Aber du kennst das bestimmt auch: Manchmal gibt es einfach Tage…

      Fast noch schlimmer als die Unsicherheit über die Dauer des Ganzen finde ich die Erfahrung, mich nicht auf mich selbst und mein Körpergefühl verlassen zu können – ich komme besser mit Situationen klar, in denen ich durch „Arbeit“ (in welcher Form auch immer) einen Prozess kontrollieren kann … den Dingen ihren Lauf lassen zu müssen, stresst mich unglaublich! Aber was hilft’s? Sich in Sarkasmus und Galgenhumor zu flüchten, entspannt wenigstens ein bisschen!

      Vieel Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

  7. Liebe Anne,
    respektabelste Glückwünsche zum deutlichen Gewichtsreduzieren! Super! Ich hätte nie die Ausdauer, so etwas durchzuziehen. Ich bin ein Triebmensch und wenn ich Appetit auf etwas habe, dann her damit. Aber so eine Aktion wie bei Dir setzt ja wirklich nachhaltig geänderte Essgewohnheiten voraus. Ich ziehe meinen Hut!
    Tja, und die Knie-Misere… das ist natürlich extremst doof und ich verstehe Deinen Ärger, Deinen Frust. Man möchte, und darf nicht, bzw. wenn man sich traut, gibts eine Quittung hinterher. Da kann man auch gleich gegen eine Betonwand rennen… Manchmal ist das eben doch nicht so programmierbar mit der Gesundheit. Die hilft eventuell doch nur Geduld? Ich bin leider medizinisch nicht bewandert, kann Dir da keinen Rat geben. Außer dem, Dich nicht runterziehen zu lassen.
    Ganz liebe und herzliche Grüße und gedrückte Daumen!
    Elke

    Gefällt mir

    • Liebe Elke,

      wenn ich wirklich von einer Sache überzeugt bin, ziehe ich sie auch durch – das ist sicher eine meiner großen Stärken, aber auch eine Schwäche, wenn es eben nichts „durchzuziehen“ gibt, nichts programmierbar ist und man den Dingen einfach nur geduldig ihren Lauf lassen muss. Es war nun aber keinesfalls so, dass ich den Laufversuch nicht „gedurft“ hätte … im Februar war die Antwort des Arztes auf meine Frage, wie es denn jetzt weitergeht: „Wenn’s in 6 Wochen nicht besser ist, machen Sie halt nochmal einen Termin!“ Empfehlungen dazu, wie ich sportlich aufbauen kann, habe ich nicht mehr bekommen. Also habe ich mich an die Empfehlungen gehalten, die er vorher zum Aufbau nach der OP gegeben hatte, nämlich über einen Zeitraum von 4-5 Wochen mit (Nordic) Walking zu starten und bei Beschwerdefreiheit das Laufen zu probieren. Genau das hab ich gemacht … mit beschriebenem Ergebnis.

      Und ja, mich nicht runterziehen zu lassen ist ein wichtiger Rat … wenn du dann auch noch einen Tipp hättest, wie man das zuverlässig hinkriegt?! 😉

      Danke dir für’s Daumendrücken und liebe Grüße zurück,
      Anne

      Gefällt mir

      • Liebe Anne,
        tja, wenn ich da das Patentrezept kennen würde, wie man sich nicht runterziehen lässt, ich würde es Dir sicherlich mit Freuden geben! Ist wahrscheinlich auch irgendwie mentalitätsabhängig. Vielleicht irgendeine vorübergehende andere Beschäftigung suchen? Der Garten kommt ja nun bald wieder dran. Aber es ist wie es ist, die Kirschen in Nachbars Garten, die man selber nicht haben kann, sind einfach immer die schöneren!
        Liebe Grüße
        Elke

        Gefällt mir

        • Liebe Elke, die Frage nach einem Patentrezept war ein bisschen ironisch gemeint – es ist ja eigentlich jedem von uns klar, dass man sich a) nicht runterziehen lassen sollte, es aber b) den ultimativen Tipp gegen das Sich-Runterziehen-Lassen nicht gibt. Und eigentlich sollte ja auch aus meinem Post deutlich geworden sein, dass ich zwar gerade mal einen Durchhänger habe bzw. hatte (was man mir wohl nach so langer Zeit kaum verdenken kann), aber mich eben nicht dauerhaft runterziehen lasse, unter anderem weil ich anstelle von Laufen eine Reihe sportlicher und sonstiger Aktivitäten ausübe, und das seit Monaten durchaus mit Freude und Engagement. Insofern glaube ich, dass meine Mentalität schon ganz in Ordnung ist, und finde, dass solche Sprüche wie „Kirschen in Nachbars Garten sind immer die schönsten“ meinen Umgang mit der Situation (wenigstens über die meiste Zeit) nicht richtig wiedergeben. Aber gut, da muss sich die Selbstwahrnehmung nicht mit der Fremdwahrnehmung decken …

          Viele Grüße
          Anne

          Gefällt mir

  8. Liebe Anne,
    du hast sehr erfolgreich gegen die überflüssigen Pfunde gekämpft, und zwar erfolgreich.
    Ich glaube mich zu erinnern, das es auch ne ganze Weile gedauert hat, bis dir dazu das richtige „Rezept“ über den Weg lief. Und eventuell ist es genau so mit dem Knie. Es fehlt noch der entscheidende Moment, der Forschritt, der alles wieder verändert.
    Ich weiß, Geduld musst du nun schon so lange aufbringen, aber irgendwann wird die sich auszahlen. Versprochen 🙂
    Ich drücke dir die Daumen dafür
    Und wegen dem Auqajoggen: Ja, du hast meinen vollsten Respekt! Ich weiß wovon du redest 😀
    Liebe Grüße
    Helge

    Gefällt mir

    • Liebe Helge,

      du hast recht, auch mit der Gewichtsabnahme hat es gedauert, wenigstens bis zu stärkeren, die man mir auch ansieht. Wahrscheinlich ist es mit dem Knie wirklich „Versuch & Irrtum“ und irgendwann tut sich was – so war es erst bei dem Plantar- und dann dem Achillessehnenzeugs ja auch. Nur ist das Warten inzwischen ziemlich zermürbend … aber ok, aber auch solche „miesen Gefühle“ lassen sich steuern bzw. enden irgendwann. Danke dir auf jeden Fall für’s Daumendrücken und für deine Anteilnahme – auch wg. des Aquajoggens! 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

    • Lieber Rainer,

      ja, ich fand den Nachmittag mit dir & Karin auch sehr schön! Nach dem Kaffee noch zur Weinverkostung zu gehen, war eine prima Idee von euch! 🙂

      Zum Thema „fetter A###“: Wie ich Volker schon schrieb, muss ich meine Selbstwahrnehmung offensichtlich neu kalibrieren! Mir fällt es auch noch extrem schwer, beim Kleidung-Anprobieren auf Anhieb die richtige Größe mit in die Kabine zu nehmen … das richtige Gefühl für die momentanen Abmessungen fehlt einfach.

      Liebe Grüße und weiterhin tapferes Turnen (zum Aquajoggen willst du ja nicht mit 😉 )
      Anne

      Gefällt mir

  9. Liebe Anne,
    ich finde es sehr schade, dass sich die Sache mit Deinem Knie so lange hinzieht. Das hätte ich Dir ganz anders gegönnt. Versuch und Irrtum – das ist auch das, was ich zur Zeit praktiziere. Was bleibt sonst, wenn der Rat der Ärzte so schwammig ist? Tatsächlich ist es aber doch auch so, dass sie nicht in uns hereinfühlen können die Ärzte. Daher ist diese Methode wohl die Beste. Irrtum kann natürlich nach hinten losgehen und zu Rückschritten führen. Wie Du jetzt leidvoll erfahren musst. Den Kopf in den Sand stecken oder in Mitleid versinken nützt allerdings nichts.
    Deine Strategie mit dem Alternativsport finde ich total klasse. Sie hält Dich fit und hat Dir (nebst viel Selbstdiziplin) bei Deiner fulminanten Gewichtsabnahme geholfen. Respekt!!! Und ich bin mir sicher, das Programm könnte nicht jeder jenseits der 70 Jahre absolvieren! Mit 30 Fahrradkilometern hätte ich ja schon meine Last – und mein Hintern erst nach der Winterradpause…
    Ich drücke Dir weitehin die Daumen, dass irgendwann Licht am Ende des Tunnels ist. Und vielleicht kann dann auch in ein Rennrad investiert werden!
    Liebe Grüße
    Bianca

    Gefällt mir

    • Liebe Bianca,

      leider bist du ja auch nicht wesentlich besser dran und musst auch viel Geduld und Hartnäckigkeit beweisen. Der Ärzten kann man in mancher Hinsicht wirklich keinen Vorwurf machen – hexen können sie nicht. Nur’n bisschen besser erklären könnten sie einem den ganzen Mist schon … wobei ich inzwischen den Eindruck habe, dass auch das gar nicht möglich ist, da Teile der Orthopädie eher der Kaffeesatzleserei als der wissenschaftlich fundierten Medizin zuzurechnen sind. 😉
      Tja, also weiterhin Alternativsport – ich kann mich da nur wiederholen und die Strategie dringend weiterempfehlen. Natürlich ist Aquajoggen nicht annähernd so schön wie Laufen. Aber immer noch schöner und gesünder als untätig rumzusitzen. Auf 30 Radkilometer kommst du auch ruckzuck wieder, du musst nur wieder anfangen! Und klar, dass schaft nicht jede 70-jährige – aber für halbwegs rüstige Menschen ist das – je nach Tempo und Profil der Strecke – nun wirklich keine große Herausforderung.

      Liebe Grüße, wir kriegen das hin! 😎
      Anne

      Gefällt 1 Person

  10. Liebe Anne, leichter lebt es sich leichter, das kann ich nur bestätigen, sehr schön, dass du diesen Weg gegangen bist und das in einem Jahr, das nicht ganz so toll läuft, ABER – und jetzt kommt das ABER du nimmst es an, wirst garantiert belohnt werden, auch wenn es ein wenig länger dauert . Zum Glück findet man immer Alternativen, die unser Leben erleichtern, wie man auch bei dir lesen kann. Halte durch, ES WIRD KOMMEN DER TAG !! 😎

    Gefällt mir

    • Danke, liebe Margitta! Den Kopf in den Sand zu stecken ist nicht meins – ich halte durch. Wenn es mit dem Laufen nichts mehr wird, dann ist das eben so, es gibt Alternativen. Aber letztlich bin auch ich immer noch überzeugt davon, dass der Tag kommen wird. Nur eben eher später als früher! 😎

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s