Hügeltauglich?

Zwei Stunden Radfahren auf flacher Strecke verträgt das Knie. Am vergangenen Sonntag mit Erfolg getestet. Verträgt es auch Hügel? Um das herauszufinden, wird der einzige sonnige Tag genutzt, den das Feiertagswochenende (voraussichtlich) zu bieten hat. Nachdem der Frühnebel weg ist und die Sonne aus einem ziemlich frösteligen Morgen einen angenehm frischen gemacht hat, geht’s los: Heiligkreuz – Olewig – die „Hill“ hinauf nach Kernscheid. Rüber nach Franzenheim. Daran, dass an einer meiner Lieblingsstraßen ein großer Teil des Waldes abgeholzt wurde, hab ich mich noch immer nicht gewöhnt. Sieht einfach trist aus. Und ist im Sommer nicht mehr so schön schattig. 😦2016-03-26_Pluwig02

Von Franzenheim friedlich in kleinen Gängen hochkurbeln auf den höchsten Punkt der Strecke oberhalb von Pluwig. Oben lohnt ein kurzer Stopp, bevor es heftig abwärts geht!2016-03-26_Pluwig01

Auf Nebenstraßen durch den Ort, runtersausen nach Pluwigerhammer, dort auf den Ruwer-Hochwald-Radweg einfädeln und die ehemalige Bahntrasse mit leichtem Gefälle zügig hinunter strampeln, soweit es die Sperrbügel an den zahlreichen Weg- und Straßenquerungen zulassen. Was die Radler zur Sicherheit runterbremsen soll, ist leider auch eine ziemliche Spaßbremse. 🙄

Von Ruwer aus direkt heim? Nö, so’s kleiner Schlenker extra muss drin sein. Bis kurz vor Kenn an der Autobahn lang, dort die Mosel queren und durch’s Industriegebiet. Wie man als Verkehrs- und Tourismusplaner auf die Idee kommt, einen Haupt-Radwanderweg durch eine der hässlichsten Ecken der Region und vorbei an der miefenden Müllsortieranlage  zu leiten, muss ich wohl nicht verstehen.2016-03-26_Pluwig03

Aber gut, auch das hässliche Stück endet und die letzten 10 km geht’s am Fluss zurück nach Trier. Der Wind schräg von vorn müsste jetzt nicht sein, aber irgendwie klappt auch das noch. Nur den Schlussanstieg spare ich mir. Das Knie hat seine Hügeltauglichkeit auf dem ersten Streckendrittel hinreichend unter Beweis gestellt. Quälen will ich es (und mich) nun wirklich nicht – und ziemlich kaputt und ausgehungert bin ich auch so nach 45 Kilometern mit 325 Höhenmetern.

2016-03-26_Radfahren 26.03.2016, Höhe

Ich LIEBE SportTracks! Wenn man so ein Höhenprofil sieht kommt man sich gleich ganz heldinnenhaft vor – dabei war’s in Wirklichkeit „halb so wild“.

Wenn’s nach dem Terrorzwerg an meinem Handgelenk geht, sollte ich für die nächsten 7 Tage und 16 Stunden nichts Anstrengendes tun. OK, einigen wir uns erstmal auf die nächsten 16 Stunden – da hab ich eh andere Dinge auf dem Programm, schließlich will das morgige Osterfrühstück vorbereitet werden. Was dann aus den weiteren 7 Tagen wird, muss sich zeigen. Frohe Ostern allerseits!

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25 Gedanken zu “Hügeltauglich?

  1. Oh das sieht sehr schön aus! Hätte mir auch Spaß gemacht ☺ Das mit dem Abholzen ist bei uns genauso 😩 Ich kann ja verstehen, dass Waldbesitzer ihr Holz zu Geld machen wollen, aber es sieht erstmal halt sehr trostlos aus. Und diese blöden Absperrpfosten, Poller und was es nicht alles gibt hasse ich, seit ich damit einen wirklich üblen Unfall hatte. 😠😠 Sie dienen mMn nicht uns Radler runterzubremsen, sondern unvernünftige Autofahrer am Reinfahren zu hindern.

    Dir auch schöne Osterfeiertage und jetzt hast du dir ja erstmal ein Päuschen verdient ☺
    Liebe Grüße Elke

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    • Liebe Elke, dieser Wald wurde schon vor 2 Jahren platt gemacht (waren auch Sturmschäden drin). Aber auch mir fällt auf, dass allerorten gefällt wird, was das Zeug hält. Die Holzpreise sind ganz anständig im Moment, das erklärt manches. Ich hoffe halt, dass auch gründlich wieder aufgeforstet wird.
      Diese Pfosten sind wirklich eine Pest. Ich hab ja so’s bisschen Probleme mit dem Entfernungen-Schätzen, darum klicke ich da immer aus und fahr sehr vorsichtig. Supergefährlich find ich sie nämlich auch, man bleibt leicht dran hängen.

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  2. Respekt, Anne! Eine ordentliche Tour, würde ich wahrscheinlich z.Zt. nicht packen. Also,die 7 Tage Pause würde ich ich auch als übertrieben ansehen, aber eine österliche Pause hast du dir verdient. In diesem Sinne: Erholsame Feiertage!
    lg Harald

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    • Lieber Harald, alles eine Frage des Tempos – ich war wirklich nicht besonders flott, da hättest du locker mithalten können auf deinem Renner.

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne,

    großzügiges Abholzen scheint momentan in zu sein. Hier wurde diesen Winter auch geholzt wie schon lange nicht mehr.

    45 km teils hügelige Kilometer. Cool, wenn Dein Knie das weggesteckt hat, kann so langsam das Vertrauen wieder zurückkehren. Dafür drücke ich Dir nochmal ordentlich die Daumen!

    Liebe Ostergrüße
    Volker

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    • Kettensägenmassaker allerorten, lieber Volker, mir fällt auch auf, dass es dieses Jahr schlimm aussieht.

      Wie das Knie die Tour weggesteckt hat, werden die nächsten Tage zeigen. Im Moment fühlt es sich beansprucht an, aber das darf es natürlich und das muss mich auch nicht beunruhigen. Entscheidend ist, dass es sich im Lauf der nächsten ein oder zwei Tage wieder komplett „einkriegt“ und nicht schlimmer wird. 😎

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  4. Auch Dir schöne Ostertage. Ich hab das Rad ja auch als Alternative genutzt, aber so richtig Ersatz zum Laufen ist es halt nicht. Zum Glück läuftˋs bei mir jetzt wieder langsam an und ich hoffe dass es irgendwann bei Dir auch wieder rund läuft. Was ich im letzten 3/4 Jahr festgestellt habe, ist das ich am meisten Probleme mit meinem Knie habe, wenn ich den ganzen Tag sitze. Seit ich wieder regelmäßig laufe und auch während der Arbeit öfters stehe oder mal eine Runde gehe, ist das Knie fast wie früher.
    War jetzt aber auch fast ein 3/4 Jahr. 😢

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    • Lieber Gerd, mir geht’s wie dir: Radfahren ist ein feiner Alternativsport, den ich sicher beibehalten werde, egal was aus dem Laufen wird. Aber ganz ohne Laufen? Ich muss sehen, wie es weitergeht, weil ich ja weiß, dass der Meniskus wieder gerissen ist. Vielleicht versuch ich in ein zwei Wochen mal ein paar vorsichtige Laufschritte, vielleicht geb ich mir mehr Zeit, je nach Entwicklung in den nächsten Tagen.

      Wie du hab ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass viel Rumsitzen im Job gar nix ist. Ich werde vermutlich versuchen, meinem Arbeitgeber ein Stehpult o.ä. aus den Rippen zu leiern, dann kann ich öfter mal abwechseln zwischen Sitzen und Stehen.

      Totoitoi für dich – immerhin läuft es wieder, wenn auch nach einer geühlten Ewigkeit! 😎

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  5. Liebe Anne,
    alle Achtung, da hast du es aber ganz schön krachen lassen! 😀 Über 300HM sind nicht ohne (vor allem, wenn sie so komprimiert im ersten Teil daherkommen!), toll, dass dein Knie mitgespielt hat!
    Wenn dein Terrorzwerg Ruhe braucht, kannst du ihn ja mal in ein ruhiges Eckchen deiner Wohnung legen! 😆 Der hat aber auch Ansichten, tststs!

    Ich wünsche dir frohe Ostern, einen braven Osterhasen ein lustiges Osterfrühstück und noch genügend Sonnenstrahlen, damit du Garten und Bewegung genießen kannst! 🙂

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    • Liebe Doris,

      die Strecke ist einfach so toll, für die strenge ich mich wirklich gern an. Am schönsten ist sie im Frühjahr, wenn das erste frische Grün da ist … ok, ein großer Teil der frisch grünenden Buchen fehlt, aber schön ist es immer noch. Und das Tolle war, dass ich am höchsten Punkt wusste, ich muss jetzt nicht mehr aufwärts! 🙂

      Das Knie hält sich tapfer, aber der Terrorzwerg kriegt vorerst trotzdem seinen Willen, weil die Oberschenkel wirklich müde sind. Das kommt das schlechte Wetter der nächsten Tage gerade recht. Nach dem Frühstück wird aber sicher trotzdem ein Spaziergang drin sein.

      Auch dir schön Ostertage mit der richtigen Mischung aus Muße und Aktivität!

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  6. Liebe Anne,

    Es freut mich sehr, dass Du eine solche Runde so problemlos radeln kannst. Nun schön die Daumen gedrückt, damit es keine bösen Nachwehen gibt. Dann ist das ein wirklich geglückter Samstag gewesen. 🙂

    Ich habe heute auch wieder einen Testlauf gewagt. Die Natur ist einfach zu schön, um zu sehr auf Unbefindlichkeiten zu achten …

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Lieber Rainer, momentan bin ich ganz zuversichtlich, auch wenn das Knie sich natürlich beansprucht anfühlt. Außerdem: Die Tour hat einfach so gut getan, dass ich den ganzen Nachmittag das Strahlen nicht mehr aus dem Gesicht kriegte. So befreit habe ich mich lange nicht mehr gefühlt. Dafür würde ich sogar in Kauf nehmen, wieder zwei, drei Tage zu humpeln.

      Ich hoffe, bei die lief’s auch so einigermaßen?! Bei dem tollen Wetter musst man ja einfach raus!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne,

    schönes Profil, was Du da geradelt bist und die Frühlingsboten hast Du auch gesehen. Toll, dass das Knie auch solche Touren schon wieder aushält. Ich denke, die Frühlingssonne hat auch einiges dazu beigetragen, dass Du Dich so „gequält“ hast. Ich wollte gestern auch nicht mehr aufhören zu laufen, allerdings hat die Vernunft dann irgendwann gesiegt 😉

    Salut und schöne Osterfeiertage

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    • Lieber Christian, der sonnige Tag gestern hat wirklich alle Lebensgeister geweckt! Schön, dass auch du wieder lauftauglich warst nach deinem heftigen Infekt. Aber wie das bei uns Rekonvaleszenten nun einmal ist: Wir können noch nicht wieder, wie wir gern würden. 😉

      Auch euch schöne Feiertage & liebe Grüße,
      Anne 🙂

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  8. Das ist aber kein „Sportgerät“ an deinem Handgelenk, oder? Gibt’s auch „Rekonvaleszentenuhren“, denen man gehabte Knie-OPs einprogrammieren kann oder wie kommt das Ding darauf, dass zwei Stunden Radfahren für eine Woche genug Sport sind? (Ich weiß schon, warum ich der Technik, die mir in mein Leben reinpfuschen will, zutiefst misstraue 😉 )

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    • Doch, es ist ein Sportgerät. Aber es ist alles eine Frage der Geräteeinstellungen und der Dateninterpretation. Ich habe als Sollwert ein „moderates“ Aktivitätsniveau einprogrammiert, wie es in den letzten Wochen auch ok war. Außerdem heißt das mit den 7 Tagen nicht „kein Sport“, sondern „keine belastenden Trainingseinheiten im roten Bereich“.

      Nichtsdestotrotz sind 7 Tage übertrieben. Im Moment meldet die Uhr zum Erholungsstatus, ich sei Di nachmittag wieder im moderaten Belastungsbereich und Do früh wieder fit für härtere Einheiten. Aber ich nehme das eh alles als reine Zahlenspielerei und vertraue lieber meinem Körper. Der sagt mir für heute: „Beweg dich ruhig, aber mach langsam!“ Daran werde ich mich halten. 😎

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  9. Liebe Anne,

    herrlich die Bilder die Du uns mitgebracht hast – richtig schön Frühlingshaft!! 🙂 Und noch schöner ist die Tatsache, dass Dein Knie Hügeltauglich ist. Ich habe das mit dem Fahrradfahren im Freien zum ersten Mal ausprobiert heute und es war richtig schön – allerdings fürs erste Mal nur im flachen im Tal… ob auch mein Knie Hügel- bzw. Bergtauglich ist, werde ich etwas später ausprobieren 😉

    Frohe Ostern und ein schönes Restwochenende!! 🙂

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna, ja, langsam wird das was – mit dem Frühling und womöglich auch mit dem Knie, und bei dir (wie schön zu lesen!) wie auch bei mir. Wir dürfen es halt nur nicht übertreiben. 😎

      Liebe Grüße und noch einen schönen Feiertag,
      Anne

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  10. Liebe Anne,
    das liest sich richtig toll! Ich freue mich für Dich, dass Du die Tour so gut bewältigen konntest.
    Schöne Bilder hast Du uns mitgebracht.
    Frohe Ostern und liebe Grüße von der Weser
    Bianca
    PS: Nachdem ich nun ein paar Spaziergänge ohne Beschwerden hinter mir habe, versuche ich es morgen mal mit Nordic Walking. Bin gespannt, ob ich die Stöcke nach Jahren noch in den Griff bekomme…

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    • Liebe Bianca, prima, dass du dich auch wieder an „Stöckeltouren“ herantraust. Ich drücke die Daumen, dass es dir dabei gut geht. Meine Beine sind immer noch ein bisschen müde, aber das dürfen sie auch sein, Hauptsache die Kniebeschwerden sind nicht schlimmer geworden. Gestern mussten Spaziergänge reichen, heute wird noch ein bisschen gewalkt.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  11. Liebe Anne,
    gut gemacht, das Knie wird! Was die Erholungsaussagen des Terrorzwergs angeht, der meint es immer ein bisschen arg gemütlich. Wahrscheinlich wurde der von Theoretikern programmiert 😉 Da darfst Du ruhig auf Dein Körpergefühl hören.
    Frohe Ostern und liebe Grüße
    Elke

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    • Liebe Elke,

      den Kleinen darf man wirklich nicht zu ernst nehmen, er ist etwas übervorsichtig mit seinen Empfehlungen. Müde Beine hab ich allerdings immer noch, insofern würde mich auch nichts zu einer intensiven Rad- oder gar Laufeinheit bewegen können. Mein Körpergefühl sagt: Spazierengehen (gestern) bzw. Aquajoggen und Walken (heute). Das langt! 😎

      Gleichfalls frohe „Rest-Ostern“ und liebe Grüße,
      Anne

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    • Liebe Margitta,

      das Knie hat die Belastung ohne Murren weggesteckt, nur die Oberschenkel sind nach wie vor etwas müde und kriegen daher regenerative Bewegung, gestern durch Spaziergänge, heute durch 40 Minuten Aquajoggen und ein bisschen Nordic Walking. 🙂

      Liebe Grüße & frohe Ostern,
      Anne

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  12. Pingback: Aufwärts | Weinbergschneckes Blog

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