Zum K#tzen

*** WARNUNG: Dies ist kein Gute-Laune-Post! Wer ihn nicht lesen mag, kann schnell wegklicken – oder sich einfach nur ein paar Hauptstadt-Bildchen angucken ***

2016-02-10_Berlin07

„Zum K#tzen“ – im „Gesichtsbuch“ gibt’s ein Emoticon mit dieser Bezeichnung, das meine momentane Stimmungslage ganz gut beschreibt. Die liegt gar nicht so sehr dran, dass ich in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin nicht laufen kann. Darauf hatte ich mich längst eingestellt. Es liegt eher dran, dass ich derzeit nicht weiß, wie es mit der ganzen Kniegeschichte weitergeht …

Nach dem MRT gilt jedenfalls: Drei Ärzte, drei Meinungen, keine Lösung.

Erster Radiologe unmittelbar nach dem MRT beim Blick auf die Bilder: „Da ist ein bisschen Flüssigkeit im Knie, sonst nichts. Einfach nur ein verzögerter Heilungsverlauf.“ Sinngemäß: „Was wollen Sie eigentlich hier?“

Zweiter Radiologe im schriftlichen Befund: „Postoperative Narbenbildung, kein eindeutiger Meniskusriss. Knochenmarködem, das im Mai da war, ist deutlich rückläufig bzw. nicht mehr erkennbar.“ Naja, und Hinweise auf eine beginnende Arthrose, das wusste ich aber schon aus dem OP-Bericht.

Orthopäde (liest den Befund): „Ah, da ist ein Knochenmarködem, das verursacht die Schmerzen“ – Ich: „Äääh, da steht doch, das sei so gut wie nicht mehr da?!“ Ortho: „Ach so, äh, tschuldigung!“ (studiert selbst die MRT-Bilder): „Oh, da ist wohl ein Lappenriss im Restmeniskus. Sieht man nur in einer Schicht der Aufnahmen, ist also ziemlich klein.“

Na gut. Wie ein Meniskus nach ein paar Wochen – ohne nennenswerte Belastung wohlgemerkt! – im operierten Bereich wieder einreißen kann, kann und muss ich als Laie wahrscheinlich nicht verstehen. Ich war der naiven Auffassung, der Arzt prüft die Stabilität des Meniskus und entfernt die instabilen Teile. Aber es scheint selbst für einen sehr erfahrenen Operateur nicht so einfach zu sein einzuschätzen, was noch stabil ist und was degenerativ verändert ist und raus sollte. ❓ Wie auch immer: Sauer oder gar vorwurfsvoll zu reagieren, würde mich nicht weiter bringen, daher hab ich mir das gespart.

Und nun? Hoffen, dass das Knochenmarködem die Schmerzen verursacht (dafür spricht wohl, dass sie jeweils mit Zeitverzögerung auftreten) und nicht der gerissene Meniskus (der nur gelegentlich sticht). Ergebnisse des Blutbilds abwarten und schauen, ob die Laborwerte Hinweise auf Entzündungen oder Mangelzustände geben. Bewegen, aber mit Belastung vorsichtig sein, vor allem keine Stoßbelastungen, ergo kein Laufen. Mal probeweise für ein paar Wochen Wobenzym einnehmen. Wenn die Probleme in 6 Wochen nicht besser werden oder zunehmen, noch mal einen Arzttermin machen …

Kurz gefasst: Ziemlich unklare Geschichte. Zum K#tzen! Andererseits: Ich hab die ganze Zeit gespürt, dass im Knie wieder was kaputt ist, insofern überrascht mich die Diagnose nicht und zieht mich auch nicht komplett runter (das schaffen andere Dinge schon). Und aus der Tatsache, dass da wieder was gerissen ist, folgt ja nicht zwangsläufig eine zweite OP, die wiederum keine sichere Aussicht auf Besserung bringt. Gibt genug Leute, die mit Meniskusrissen weitgehend normal Sport treiben und auch laufen.

Klar ist momentan nur: Ich hab keinen Nerv auf Aktionismus! Auf weitere Behandlungen würde ich mich nicht ohne fundierte und unabhängige zweite Meinung einlassen. Da aber (siehe oben) weitere Meinungen oft nur mehr verunsichern als weiterbringen, werde ich auch in punkto „Zweitmeinung-Einholen“ nicht in Hektik verfallen, sondern die Meinungsquelle sehr sorgfältig aussuchen.

Bis dahin mach ich einfach „mein Ding“ weiter. Will heißen: Alternativsport, vorerst noch im Schongang. Diszipliniert essen, um mein Gewicht unter Kontrolle zu behalten, das ich immerhin im Laufe der letzten 12 Monate um ebenso viele Kilos drücken konnte. Wenn ich den Eindruck habe, dass mir das gut tut, fang ich vorsichtig wieder mit Krafttraining für die Beine an. Das Krafttraining für die Nackenmuskulatur läuft ja sowieso die ganze Zeit. Ansonsten gilt: „Geduld“ ist und bleibt das Zauberwort! Ach ja, und „Optimismus“ das zweite.

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30 Gedanken zu “Zum K#tzen

  1. Liebe Anne,

    ich kann ja aus Erfahrung sprechen. Das Schlimmste ist die Ungewissheit. Wenn einer sagen könnte, in einem halben Jahr ist alles in Ordnung, dann kann „man“ Disziplin und Geduld aufbringen. Aber wie geduldig sein, wenn man nicht weiß, wann man dafür belohnt wird? Und in Summe mit möglichen Nebenkriegsschauplätzen ist das belastend, ich kann das gut verstehen. Drück Dich daher mal virtuell mit Grüßen aus Berlin und wir stimmen beiden ein in „ohm… alles wird gut… ohmmmmm“

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja, ganz herzlichen Dank dir – du weißt ja leider aus eigener Erfahrung nur zu gut, dass die „Nix Genaues weiß man nicht“-Situationen die Schlimmsten sind, vor allem, wenn man nicht mehr weiß, wem man eigentlich noch vertrauen soll. Blöderweise lassen sich die Nebenkriegsschauplätze im Moment auch nicht befrieden … aber was hilft das Jammern, auch da komm ich durch. „Ommmmmm!“

      Liebe Grüße nach Berlin,
      Anne

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  2. Liebe Anne,
    ich war gerade, nach Deinem kurzen FB-Post, in Versuchung Dich per Mail zu kontaktieren, aber das hat sich jetzt ja erübrigt. Ich kann Deinen Frust sehr gut verstehen und würde Dir raten, doch nochmals eine Meinung einzuholen. Gibt es keinen guten Kniespezialisten in eurer Gegend? Ein Orthopäde, der nicht mal den Befund des Radiologen richtig liest, gibt mir zu denken.
    Ich kann Deine Reaktion sehr gut verstehen und vielleicht ist es auch der richtige Weg wieder zu einem schmerzfreien und normalen Bewegungsablauf zu kommen. Ich drück Dir die Daumen und wünsche Dir gute Besserung, sowohl fürs Knie, als auch für den Frust.

    Salut

    Christian

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    • Lieber Christian,

      dank dir für deinen Rat! Ich hatte gehofft, nach dem „Grundsatzgespräch“ beim letzten Mal könnte ich dem Orthopäden wieder vertrauen. Der gilt als Kniespezialist (zumindest hier in der Gegend) und ist ein sehr erfahrener Operateur, der auch Leute aus meinem Bekanntenkreis sehr erfolgreich behandelt hat. Aber was er mir an Erklärungen für meine Probleme liefert, wirkt auf mich inkonsistent und nicht auf meine Situation passend. Leider sind ihm auch Rückfragen spürbar lästig. Daher ist egal, wie gut er in seinem Fach ist – das passt einfach nicht mit uns, ich fühl mich bei ihm nicht wohl und nicht gut aufgehoben.

      Um nicht „planlos“ nach einer Zweitmeinung zu suchen, werde ich wohl das Angebot meiner Krankenkasse nutzen. Das läuft erstmal telefonisch bzw. postalisch, ggf. wird man dann zu einem Spezialisten vermittelt. Dafür müsste ich ein Stück fahren, aber das wäre mir egal. Dann ist die Chance auch höher, dass es eine wirklich unabhängige Meinung gibt. Hier vor Ort weiß ich nicht, in welches „Wespennest“ aus aktueller Konkurrenz und „alten Geschichten“ ich stoßen würde, wenn ich einfach zu einem Arzt ginge, mit dem andere gute Erfahrungen gemacht haben.

      Bis da was passiert, muss ich aber irgendwie „über die Runden kommen“, auch um nicht noch tiefer ins Loch zu fallen. Also versuch ich’s mit Geduld, Gelassenheit, ziemlich viel Rationalisieren und einer Prise Optimismus, sofern ich die noch zusammenkratzen kann.

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne,
    auch an dieser Stelle nochmals alles Gute! Echt ärgerlich, dass man durch die vielen Arztmeinungen verunsichert bzw. im Unklaren gelassen wird.
    Ich finde Deinen Weg mit Alternativsport (Intensität nach Befinden) sehr gut!
    Und Gewicht abbauen ist immer gut. Toll, wie Du das mit relativ wenig Sport schaffst. Deine Selbstdisziplin muss echt groß sein. Bei mir ist die noch ausbaufähig.
    Liebe Grüße
    Bianca

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    • Liebe Bianca, tja, das zeigt mal wieder die Grenzen der Medizin (speziell der Orthopädie). Mit denen könnte ich ja leben, ebenso mit widersprüchlichen Auffassungen, wenn ich den Eindruck hätte, dass es wenigstens logisch konsistent ist, was ich da vom Einzelnen zu hören bekomme. Den hab ich leider nicht ….

      Was anderes als Alternativsport bleibt mir ja nicht – der tut auch gut. Ebenso wie das Abnehmen, wobei ich mich nicht runterhungere, sondern einfach drauf achte, weniger und zugleich hochwertiger zu essen. Bis auf kleine Frustausrutscher klappt das sehr gut, weil ich weiß, wofür ich das tue! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Liebe Anne,
    das ist ja wirklich zum Kotzen 😦 Die Meinung der Orthopäden würde ich aber schon ein wenig in Frage stellen, wenn er ein Befund nicht einmal richtig lesen kann… 😯 Da geht es mir wie Christian, gibt es keinen Kniespezialisten in der Nähe??
    Also, verstehe ich das richtig – in den letzten 12 Monate genauso viele Kilos abgenommen? Hut ab!!! und weiter so!! Gesund essen und ja, leider gibt es weiterhin nur moderaten Alternativsport… aber immerhin Bewegung.
    Dieses nicht zu wissen, wie es weiter geht ist schon das schlimmste… 😦 Ich wünsche Dir ganz viel Geduld und sende Dir eine große virtuelle Umarmung!
    Ganz liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      wie bei Christian geschrieben, habe ich mich inzwischen (genauer: vorhin beim Aquajoggen) entschieden, mich um eine zweite Meinung zu kümmern. Für die würde ich ggf. auch eine weitere Anfahrt in Kauf nehmen.

      Ja, insgesamt sind seit vergangenen Winter 12 Kilo runter. Drei davon zählen nicht richtig, das waren sehr kurzfristig angefressene Frustkilos. Aber die anderen sind echte sport- und ernährungsbedingte Abnahme.

      Mit Alternativsport kann man sich eine Zeitlang gut durchschlagen, wie du selbst ja im Moment auch erlebst. Man ist froh, überhaupt aktiv sein zu können. Belastend ist, wie du richtig schreibst, die Unsicherheit …

      Dank dir sehr und ganz liebe Grüße mit fester Umarmung zurück,
      Anne

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  5. Liebe Anne,
    ach so ein Sche###!!! 😦 Das ist echt ungerecht, dass ein Termin, der nun endlich Klarheit bringen sollte, genau das nicht tut. Ich verstehe deinen Frust sehr gut.
    Ich bewundere deine Vernunft und Überlegtheit, mit der du dieses Thema behandelst sehr. Meine Daumen sind gedrückt, dass weitere 6 Wochen Pause und Ruhe dem Knie die Zeit geben, die es braucht, um dich wieder schmerzfrei gehen und laufen zu lassen!! 🙂

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    • Liebe Doris,

      glaub mir, innerlich sieht’s bei Weitem nicht so vernünftig aus – ich bin nur in der Lage mich so weit zu beherrschen, dass ich einigermaßen vernünftig, überlegt und planvoll handle. Bindet nur wahnsinnig viel mentale Energie, die ich eigentlich für die Nebenkriegsschauplätze bräuchte.

      Danke dir für’s Daumendrücken und liebe Grüße,
      Anne

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  6. Liebe Anne,
    das ist ja ein Murks! 3 Ärzte – 3 Meinungen/Einschätzungen, das ist nicht das, was man sich von Fachleuten erwartet. Ich kann verstehen, dass Dich das nervt, ärgert, aufregt, runterzieht. Da hofft man und übt sich in Geduld, nur um dann zu erfahren, dass man irgendwie nur auf der Stelle getreten hat und, noch blöder, so gar nicht richtig weiß, was Sache ist, bzw. wie das weiter gehen soll.
    Aber ich finde, im letzten Absatz hast Du es genau richtig beschrieben. So jedenfalls würde ich das auch angehen. Die 6-Wochen-Einschätzung meines Orthopäden wird auch nicht zutreffen, es wird länger. Also mach ich eben in der Zeit das was, geht. Und das was nicht geht, dem gebe ich weiter seine Zeit. Was bleibt auch anderes übrig. So lese ich das auch aus Deinen Zeilen raus. Arbeiten wir uns zusammen wieder nach vorn!
    Ich wünsche Dir ganz, ganz herzlich, dass sich bei Dir auch eine positive Entwicklung einstellt! Hab Geduld!
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Liebe Elke, tja, manchmal wird da von den Ärzten wohl etwas schöngefärbt … du musst(est) es erleben, Bianca, Margitta, Gerd, ich, …. Was bleibt uns als Geduld und Optimismus? Geduld will ich ja gern aufbringen, wenn’s mutmaßlich was nützt. Aber das mit dem Optimismus in dieser Hinsicht fällt schwer, weil die Erklärung des Orthopäden für mich weder zum Befund passt noch zum subjektiven Erleben der Beschwerden.

      Nun gut, Rausarbeiten ist wohl die Lösung, aber auch nicht zu intensiv, sonst wird’s wieder zu viel für’s Knie. Und ’ne Einschätzung von einem/r unabhängigen Fachmann/Fachfrau brauch ich, um entscheiden zu können, ob ich meinem Ortho weiter vertraue oder mir jemand Neues suche.

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne, dein Titel sagt mir zwar nicht besonders zu, bin etwas verwundert, inhaltlich haben wir uns ja genügend ausgetauscht. Ratschläge zu geben, ist auch nicht leicht, aber der Wunsch, dass dieser Albtraum irgendwann ein Ende haben wird, den äußere ich mit ganzem ♥, niemals die Hoffnung aufgeben, bei mir hat es gut geendet, bei dir wird es genauso so sein, daran glauben wir ganz fest ! 😎

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    • Liebe Margitta, über deine Verwunderung bin ich nun meinerseits etwas verwündert, weil du am Telefon ja selbst einigermaßen „geschockt“ auf die Diagnose des erneuten Risses reagiert hast … ich meine, das berühmte SCH####-Wort sei dabei auch gefallen. 😉

      Ich finde jedenfalls, ich habe alles Recht der Welt, auch mal in groben Worten meinen Frust auszudrücken – solange ich in dem Frust nicht steckenbleibe, sondern stattdessen konstruktiv mit der Situation umgehe. Dass ich das tue, sollte aus meinem Post – zumindest aus dem letzten Absatz – eigentlich erkennbar sein. War’s das nicht? ❓

      Vielen Dank für die guten Wünsche auf jeden Fall, ich kann sie gut brauchen! 🙂

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  8. Das liest sich nicht gut. Ich habe diesbezüglich keinerlei Erfahrung und bin auch nicht vom Fach. Ich kann Dir daher keine Ratschläge geben. Aufgeben solltest Du aber dennoch nicht. Ist schon blöd, wenn man unterschiedliche Aussagen von diversen Ärzten bekommt. Ich würde an Deiner Stelle vielleicht auch mal einen ganz anderen Orthopäden aufsuchen, wenn das möglich ist.
    Auch wenn es derzeit nicht so toll aussieht. Es wird wieder aufwärts gehen und irgendwann läufst Du auch wieder. Wetten dass?
    Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute.
    Liebe Grüße
    Kornelia

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    • Danke dir! Ist halt ein Geduldsspiel! Bevor ich jetzt zu einem weiteren Arzt (und evtl. noch einem gehe), probier ich erstmal den Weg über die Krankenkasse. Aufgeben gilt nicht.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  9. Liebe Anne,

    laß den Frust raus, das tut gut und ist befreiend. Und manchmal beschreiben eben halt nur drastische Worte wie es einem gerade geht. In dem Spannungsfeld, in dem Du Dich gerade befindest, würde bei mir wohl auch nur mehr als etwas der Deckel klappern.

    Das Du gerade jetzt kein ärztliches Wischiwaschi gebrauchen kannst und es doch bekommst, ist übel. Aber da Dein Knie ja so oder so noch Zeit braucht, hoffe ich, dass sich in dieser Zeit auch die Diagnose klärt. Christians Gedanken sind da sicher die richtigen und wie ich aus Deiner Antwort lese, willst Du den Weg auch gehen.

    Es ist für Dich eine wirklich schwere Zeit, aber es gibt keine Alternative als sich irgendwie freizustrampeln (und dabei das Knie ruhig halten 😉 ) Du schaffst das!

    Ich melde noch wieder per E-Mail!

    Lass Dich drücken!
    Volker

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    • Danke, lieber Volker! Manchmal tut so ein Kraftausdruck wirklich gut!

      Was die Ärzte angeht: Manchmal ist vielleicht auch nur Wischiwaschi möglich – nur würde ich mir dann wünschen, jeder Arzt sei wie mein Hausarzt, der mir ehrlich sagt, wenn er keine eindeutige Diagnose stellen oder Empfehlung abgeben kann. Diese Größe hat leider nicht jeder Arzt – vielleicht weil er denkt, er würde sich mit solchen Aussagen klein machen. Blöd, wenn Pseudo-Sicherheit auch noch gepaart mit Unkonzentriertheit auftritt. Ich hab den Eindruck, da geht der empfundene Kostendruck massiv zu Lasten der Behandlungsqualität, trotz aller Kompetenz und aller Bemühungen um eine gute Behandlung, die ich gleichzeitig wahrnehme. Schade!

      Wie auch immer die Lösung aussehen wird – klar, ich krieg das hin!

      Dank dir sehr – ich freu mich auf deine Mail!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  10. Liebe Anne,

    ich sehe es wie Volker: kotz dich ruhig aus. Du hast allen Grund dazu. Und es hilft auch, wenn man mal etwas Druck ablassen kann.
    Und ich denke auch, du solltest doch nochmal einen neuen Versuch mit einem Spezialisten wagen.
    Ich drücke dir ganz doll die Daumen das bald die Wende kommt.
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge, ja, eigentlich war ich abgetaucht, aber gestern musste einfach mal ein bisschen Druck vom Kessel – da tat das Schreiben gut.

      Ich hol mir jetzt erstmal telefonisch bzw. postalisch eine weitere Meinung. Ob, wann und ggf. bei wem ich mich nochmal untersuchen lasse, entscheide ich danach. Die Probleme sind ja zum Glück nicht so gravierend, dass ich schnell entscheiden muss. Und dass ich erstmal weiterhin Geduld haben und ruhig machen muss, wird mir – unabhängig von den Problemursachen – eh jeder Arzt sagen.

      Danke dir für’s Daumendrücken & liebe Grüße,
      Anne

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  11. Liebe Anne,

    mein ausführlicher Kommentar ist gestern leider im berühmten schwarzen Loch des Netzes verschwunden … Heute etwas kürzer: Drei unterschiedliche Meinungen zu einer MRT-Untersuchung … das lässt tatäschlich an der Kompetenz von Orthopäden zweifeln. Von daher kann ich Deinen Zorn und Frust sehr gut nachvollziehen.

    Das Problem ist nun, wer als kompetenter Sachverständiger agieren kann, ohne Wartezeiten von Wochen?

    Geduld und Optimismus nennst Du selbst als die beiden Zauberworte. Da Du vom Fach bist wünsche ich Dir, dass Du den Schlüssel zu beidem hast.

    Liebe Grüße
    Rainer

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    • Ach verflixt, lieber Rainer, das mit dem Kommentar ist ja ärgerlich! 😦 Auf jeden Fall vielen Dank dir für den 2. Anlauf!

      Ich hab inzwischen mal mit einem Facharzt beim Krankenkassen-Service telefoniert. Das Gespräch hat für mich einiges an „Dampf“ aus der Situation genommen, weil es für mich ein Erklärungsmodell lieferte, das für mich plausibler klingt als das des Ortho (auch wenn es mir nicht unbedingt besser in den Kram passt, eher im Gegenteil). Problem dürfte demnach die beginnende Arthrose im Knie sein, die durch die OP „aktiviert“ wurde und die durch die ziemlich aktiv gestaltete Reha natürlich auch nicht wieder zur Ruhe kommen konnte. Alles andere sind halt irgendwelche Auffälligkeiten im MRT, die nicht zwingend behandlungsbedürftig sind (z.B.der kleine Meniskusriss), auch wenn sie es natürlich werden könnten.

      Für mich klingt der Ansatz plausibel (ich selbst hatte ihn schon länger im Hinterkopf), weil er gut erklärt, warum die Beschwerden meist nicht während der Belastung, sondern mit Verzögerung von ein, zwei Tagen kommen – und auch der dann auftretende Anlaufschmerz passt dazu. Unerfreulich ist, dass man im Grunde von medizinischer Seite aus nicht viel tun kann, außer evtl., wenn’s nicht besser oder gar schlimmer wird, nochmal was Entzündungshemmendes zu schlucken oder ggf. direkt ins Knie zu spritzen. Ansonsten ist der ohnehin eingeschlagene Weg – bewegen, aber nicht bzw. nur vorsichtig belasten, gelegentlich kühlen und hochlegen – die Methode der Wahl.

      Mit dieser Methode begnüge ich mich für’s Erste, sprich, für die nächsten 6 Wochen, sofern sich aus dem Blutbild nicht ein weiterer überzeugender Behandlungsansatz ergibt (womit ich eigentlich nicht rechne). Wenn’s dann nicht besser wird, muss ein neuer Arzttermin her. Ob beim bisherigen Behandler oder – notfalls mit längerer Wartezeit – bei einem anderen, hab ich noch nicht entschieden. Dass Laufen in absehbarer Zeit (vielleicht auch für immer) nicht mehr mein „Hauptsport“ sein kann, sondern nur noch eine Sportart, die ich neben dem Radfahren, Schwimmen bzw. Aquajoggen, Krafttraining/Gymnastik etc. betreibe, habe ich inzwischen eh schon halbwegs akzeptiert.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  12. Schade, ich hatte gehofft, es wäre ein Ausflug gewesen oder eine Bergtour zum K…. gewesen.
    So wörtlich zu nehmen ist das weniger schön und was bleibt mir übrig, als dir reichlich Portionen Fatalismus, Optimismus und Durchhaltevermögen zu wünschen. Besserung natürlich ebenfalls. Und für den Ernstfall ein paar Tüten, Gefäße und mitfühlende Menschen, die auch mal einen Tee kochen oder einen Haferschleim.

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    • Ach Lizzy, da schreibst du was … ich sollte mal wieder Urlaub machen! Allerdings sollte ich wohl auf eine Wanderung zum K### verzichten, weil Bergabgehen gerade nicht so der Knaller für’s Knie ist … 😉

      Vielen Dank für die guten Wünsche – der Fatalismus stellt sich so langsam ein!

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      • Es wird dich nicht trösten. Aber DU hast einen großen Verdienstanteil daran, dass ich meine derzeitige Infektion (meine Enkelinnen hatten ein Mitbringsel dabei: Noro oder ein Verwandter von ihm), meine durchgemachte Nacht (du willst nicht genauer erfahren, wie man es bewerkstelligt, wenn aus gegenteiligen Körperöffnungen massiv aller Magen-Darm-Inhalt immer wieder nach draußen will :/ ) als nur halb so schlimm empfinde, wie ich es wohl ansonsten täte. Denn einmal so richtig gründlich ein, zwei Tage ausgek#### und ausgesch###en ist ein Klacks gegen die übertragene Brechsucht wegen Dauermalaissen.

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        • Ein wenig tröstet mich das durchaus – Magen-Darm in allen Varianten finde ich nämlich richtig fies. So sterbenselend wie man sich dabei fühlt, kann man sich mit einem gereizten Knie gar nicht fühlen.Mein Vater hat wohl Ähnliches durchgemacht wie du, daher weiß ich zumindest, wie er das von dir beschriebene Problem gemanaged hat – gar nicht schön. Gute Besserung!!!

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  13. Liebe Anne,

    eigentlich solltest Du mir als Vorbild dienen, um Anna vor ihrer gleichartigen OP zu beruhigen. Jetzt sag ich ihr lieber nix über Deinen Zustand.

    Annas OP Termin wurde kurzfristig von Mitte April auf morgen verschoben. Hoffentlich geht alles gut

    Dir weiterhin alles Gute. Verlier nicht die Geduld und den Kampfgeist!

    Liebe Grüße
    Norbert

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    • Lieber Norbert,

      toitoitoi heute für Anna – ich drücke fest die Daumen und hoffe, dass bei ihr alles glatt geht und schneller wieder gut wird als bei mir!

      Zwischendurch lass ich manchmal schon etwas die Flügel hängen. Aber nicht dauerhaft. Immerhin konnte ich im Kurzurlaub zwei etwas längere Spaziergänge machen, ohne dass das Knie übermäßig beleidigt war. Mit ein bisschen Zwicken und Anschwellen kann man sich ja arrangieren. Letztlich stehen die Zeichen wohl schon auf „(sehr langsame) Besserung“.

      Liebe Grüße,
      Anne

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