Stillhalten

Ruhe ist die Devise. Das Knie ab und an ganz locker pendeln zu lassen und durchzubewegen oder am Schreibtisch öfter mal hochzulegen tut ihm sehr gut. Aber ansonsten hab ich im Moment das Gefühl, es muss sich beruhigen – und das tut es nicht, wenn ich fast täglich eine halbe Stunde und länger im Wasser oder auf der Rolle vor mich hin strampele. Also setze ich einfach ein paar Tage mit diesen Aktivitäten aus, turne nur ein bisschen auf der Matte rum (Rumpf stählen! 😉 ), schwinge meine Kurzhantelchen und beobachte, wie sich das Ganze entwickelt.

Wenn man einen solchen Bewegungsdrang hat wie ich, ist es eine ganz schöne Herausforderung, die Beine derart konsequent stillzuhalten. Die fast noch größere Herausforderung besteht aber darin, gleichzeitig auch noch die Finger stillzuhalten, präziser: sie vom Internet zu lassen.

499327_web_R_by_Alexander Klaus_pixelio.de

Bildquelle: Alexander Klaus / pixelio.de

Damit meine ich nicht die Bloggerei (auch wenn ich die aus Zeitgründen ebenfalls etwas einschränken muss – die Arbeit drängt!). Nein, ich meine die Suchmaschinen, mit deren Hilfe ein um seine Gesundheit besorgter Mensch – zumal wenn er auch noch neugierig ist und Dingen gern auf den Grund geht – aus gegebenem Anlass Erklärungen für das zu finden hofft, was da gerade im eigenen Körper schief läuft. Oder mit denen er zwecks besseren Verständnisses die Begriffe nachschlägt, die der Arzt (wohl mehr zu sich als zur Patientin) vor sich vor sich hin brummelte, bevor er die Überweisung zum MRT ausschrieb. Gerade diese möglichen Diagnosen stellten sich schon bei oberflächlichem ‚Googlen’ als recht unerfreulich heraus – und da war ich in der Trefferliste noch nicht einmal bis zu den Patientenforen gelangt, in denen sich bevorzugt „hoffnungslose Fälle“ in ihren Katastrophenschilderungen ergehen.

Folgerichtig habe ich auf der Stelle beschlossen, in den nächsten zwei Wochen ganz besonders konsequent zu sein, was das Stillhalten der Finger im Internet anbelangt. Und ausnahmsweise mal nicht nachzudenken. Geduld zu haben, bis die Befunde da sind. Optimistisch zu bleiben, dass die Ursachen gut behebbarer Natur sind. Und drauf zu vertrauen, dass sich mit therapeutischer Hilfe, genug Selbstdisziplin und noch mehr Geduld alles in den Griff kriegen lässt. Nicht heute, nicht morgen, irgendwann.

All das ist erheblich besser für das innere Gleichgewicht als sich durch immer mehr zweifelhafte Infos mit unklarer Relevanz für die eigene Situation verrückt zu machen. Das Finger-Stillhalten klappt momentan wirklich gut. Fällt aber nicht immer leicht, denn die „schöne neue Informationswelt“ ist dann, wenn man eh den ganzen Tag am Rechner hockt, immer nur ein paar Mausklicks und Tastendrucke entfernt. Wie kriegt ihr das hin?

 

 

Advertisements

36 Gedanken zu “Stillhalten

  1. Liebe Anne,
    ja, das kann ich Dir im Moment allerbestens nachfühlen!
    Ich halte das so, dass ich mich durchaus informiere, aber darauf achte, dass es halbwegs seriöse Seiten sind. Das hilft doch ein wenig zu verstehen, oder in Ruhe zu rekapitulieren, was denn der Weißkittel so sagte. Aber ansonsten merke ich ja auch, dass man nichts erzwingen kann. Also muss es das Gegenteil sein: Zeit geben, abwarten, unterstützen mit sinnvollen Maßnahmen wie Gymnastik o.ä. Und ist ja auch so, je älter man wird, desto langsamer geht die Heilung (Nur die Falten und die grauen Haare, die kommen immer schneller).
    Und wenn ich mal einen Ungeduldsanfall habe, muss ein spannendes Buch her, ein Film, oder ich jammere ein wenig in meinem Blog herum 😉
    Halt die Ohren steif!
    Liebe Grüße
    Elke

    Gefällt mir

    • Liebe Elke,

      das mit dem Informieren werde ich auch wieder so halten, wenn es eine klare Diagnose gibt – eben weil ich mir auch nicht immer alles merken kann, was im Arztgespräch so gesagt wird, und weil ich manches auch lieber nachlese als es zu hören. 😎 Aber mich momentan mit irgendwelchen Vermutungen verrückt zu machen, ist Quatsch.

      Die Ungeduldsanfälle muss ich inzwischen im Büro ausagieren. Das kann auch spannend sein, zumindest ablenkend …

      Dankeschön und liebe Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

  2. Ganz einfach: sich verrückt machen bringt gar nichts, im Gegenteil, wenn der Kopf sich Sorgen macht, heilt der Körper noch schlechter. Und im Internet steht so viel Mist! Da wird dir ja bei einer Erkältung schon Nasenkrebs diagnostiziert. Ganz davon abgesehen, du bist du und kein anderer Kranker.
    Wenn du ganz arg verunsichert bist, hole lieber noch eine Zweitmeinung eines Arztes ein, ob dein Heilungsverlauf „normal“ ist. Ich hab mir bei meinen Knieproblemen aus Läuferkreisen extra einen Arzt empfehlen lassen.
    Was ist denn eigentlich mit Physio?
    Hach liebe Anne, ich kann dich so gut verstehen, bin ja selber so ein unruhiger Hamster, aber manchmal hilft nur Geduld.
    Liebe Grüße Elke

    Gefällt mir

    • Liebe Elke,

      im Internet steht viel Wertvolles, aber leider eben auch viel Mist. Und durch den müsste man sich wühlen, um die guten Infos zu finden. Will ich aber momentan gar nicht.

      Wie ich im vorigen Post geschrieben habe, hält mein Arzt den Verlauf nicht mehr für völlig normal und will die Problemursachen durch ein neues MRT abklären lassen. Wenn ich dann die Diagnose kenne und mit dem Therapievorschlag nicht einverstanden bin, unsicher bin oder das MRT keine Diagnose erlaubt, werde ich mir möglicherweise eine Zweitmeinung holen. Im Moment halte ich sie für nicht hilfreich, genau wie Physiotherapie (die ich momentan eh nicht verordnet bekäme – und ohne Verordnung darf man mich nicht behandeln). Scheint mir alles zu viel Aktionismus.

      Ich denke, derzeit ist Ruhe sinnvoller als unterstützende Aktivitäten wie Physiotherapie oder Eigenübungen, womöglich noch im Übermaß. Der „aktive“ Ansatz hat trotz (oder wegen?) aller Konsequenz nicht (mehr) funktioniert, die ich dabei an den Tag gelegt habe. Also probiere ich etwas anderes und schaue, ob das besser tut … eher pragmatisch nach dem Motto „if you fail try something new“. So lange, bis etwas klappt. Geduldsspiel eben! 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

  3. Ich ergoogele mir auch immer mal wieder Krebs-, Borreliose- und baldige Herztod-Diagnosen. Gebe mir das dann auch einmal bis zur maximalen Horrordichte und verfahre anschließend damit wie mit den meisten ärztlichen Diagnosen und Ratschlägen: nach anfänglichem Schrecken und kleinen Verhaltenskonzessionen während einer Überlegungsfrist ignoriere ich alles Gehörte und Empfohlene komplett. Denke mir: okay, dann werde ich eben sterben. Aber bis dahin kann mich das alles mal kreuzweise … Bisher hat sich alles wieder verzogen. Irgendwann wird das mit dem Sterben zutreffen, keine Frage. Aber ich gestehe: es nervt mich, mich mit Krankheiten beschäftigen zu müssen. Muss ich zwar derzeit auch wieder, bin aber auf dem besten Weg zur erneuten Komplettignoranz.

    Gefällt mir

    • Zum Glück schaffe ich es mittlerweile, mich weit vor der maximalen Horrordichte zu zügeln. Aber ich kenn das auch: Erst Aktionismus und dann Schicksalsergebenheit. Und Genervtsein, weil man sich eben doch mit dem Thema „Krankheit/Verletzung“ beschäftigen muss, wenn was ist. Irgendwann werden wir sterben, ok, aber es muss und wird ja nicht so bald sein – oder um es mit dem Spruch zu sagen, der heute im FB rumgeisterte:

      „Jetzt ist es eh zu spät um jung zu sterben. Jetzt müssen wir es durchziehen.“

      Und wenn man das schon durchziehen muss, will man’s ja doch halbwegs nett haben in seinem Leben! 😉

      Alles Gute für dich!

      Gefällt mir

      • Danke 😉

        Wobei ich den Aktionismus weitgehend auslasse (den entfalten eher die anderen … z. B., indem der Notarzt gerufen wird, wenn ich mal nur ein kleines bisschen umkippe … Und ich mich dann doch weigere, mit dem mitzufahren …) und auch die Beschäftigung mit dem Thema breche ich irgendwann einfach ab, werfe Überweisungen in den Müll, setze eigenmächtig Medikamente wieder ab .. Ja, vermutlich unvernünftig. Aber lieber ein bisschen schicksalsergeben als ärzteabhängig und krankheitsgesteuert, habe ich für mich entschieden.

        Für dich und das Knie ebenfalls alles Gute (wobei ich ja – es ist nicht neu – nie so wirklich davon zu überzeugen bin, dass ausgerechnet Ärztebesuche zu diesem Guten beitragen)

        Gefällt mir

        • Ja, da muss jede/r für sich entscheiden, was der richtige Umgang mit gesundheitlichen Malaisen ist. Manchmal bringen Arztbesuche und medizinische Behandlungen nichts, manchmal machen sie es sogar schlimmer, oft helfen sie aber sehr wohl – leider weiß man vorher nicht, wie es bei einem selbst ist.

          Gefällt mir

  4. Liebe Anne,

    erstmal möchte ich sagen, dass es mich betrübt, aus den Zeilen zu lesen, dass sich nicht wirklich eine Besserung einstellt.

    Bzgl. Googlen. Tja, ich kenne natürlich die Entdeckung der Schreckens-Szenarien im Netz. Aber bei meinen Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse und auch bei der OP von meinem Besten haben mir vor allen Dingen Foren sehr gut geholfen. Man muss sich nur klar sein, dass sich dort immer die schlimmsten Fälle tummeln. Geht es einem gut, schreibt man dort nicht. Aber gerade die Erfahrung von anderen Betroffenen haben mich im eigenen Genesungsprozess oder Verständnis für das, was da abläuft, unheimlich unterstützt.

    Selbst eine Diagnose aufstellen, ist natürlich sehr gefährlich Die armen Ärzte haben es heute auch nicht leicht. Also.. bei unklaren Dingen: Finger weg vom Netz. Wenn man bereit ist, Tipps von gleichermaßen Betroffenen anzunehmen… nur zu.

    Gruß
    Anja

    Gefällt mir

    • Danke, liebe Anja!

      Bzgl. Foren hast du auf jeden Fall recht: Wenn man bereits weiß, was Sache ist, liefern sie gerade für den Umgang mit der Erkrankung wichtige Infos, die man SO nirgendwo anders bekommt, und können den gleichen emotionalen Rückhalt geben wie z.B. eine Selbsthilfegruppe. Aber man muss sich immer wieder klar machen, dass jeder Körper anders reagiert und das, was andere erleben, für die eigene Person nicht gelten muss.

      Und ja: Dr. Google ist ein grottenschlechter Diagnostiker! 😉

      Viele Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

  5. Liebe Anne,
    verständlicherweise hasse ich Dr.Google mehr als alles anderes. Ich habe immer nicht das Gefühl, dass Patienten/Menschen im Netz medizinische Informationen richtig präsentiert bekommen, sondern meist nur Ängste und Befürchtungen geschürt werden. Statistiken – und das weißt Du besser als ich – sind halt Statistiken und lassen sich nicht auf das Individuum einfach so übertragen. Nichts ersetzt die Einschätzung und die Erfahrung eines vertrauenswürdigen Arzt, der sich mit der Materie auskennt. Es muss nicht immer alles rosa sein, aber auch nicht nur schwarz 😉

    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du entsprechend behandelt wirst und mittel- bis langfristig Ruhe einkehrt und das Problemkind Knie ausheilt.

    Salut und weiterhin gute Besserung

    Gefällt 1 Person

    • Lieber Christian,

      es gibt ja wirklich gute, sprich: fachlich fundierte und zertifizierte Patienteninformationen im Netz. Nur hat Dr. Google so unvollkommene Suchalgorithmen, dass die in der Trefferliste oftmals nicht ganz oben auftauchen. Und wie zu Anjas Kommentar geschrieben: Ein/e grottige/r Diagnostiker/in ist Herr/Frau Dr. Google sowieso. Erinnert mich an einen früheren Hausarzt, der mich bei allem, was nicht auf den ersten Blick als harmlose Erkältung erkennbar war, mit einer ziemlich unerfreulichen Verdachtsdiagnose zum Facharzt überwies. Fazit jedesmal: Unnötige Panikmache! 😉

      Zum Glück tickt mein aktueller Hausarzt anders – und auch der Facharzt, der mein Knie behandelt. Nach dem klärenden Gespräch beim letzten Termin hab ich auch (wieder) das Vertrauen, dass er das mit der hinreichenden Sorgfalt tut, sprich: sich nicht mehr, aber auch nicht weniger Zeit und Aufmerksamkeit dafür nimmt als nötig. Wird schon alles werden, wann auch immer. 😎

      Danke dir & liebe Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

        • Danke, lieber Rainer! Die Entscheidung ist auf jeden Fall gut! Ich finde das Stillhalten zwar (noch) etwas stressig, aber im Grunde ist es sehr entlastend, jetzt einfach mal locker und sich ein bisschen treiben zu lassen. Schafft auch zeitliche Freiräume – zum Lesen lustiger und/oder interessanter Bücher zum Beispiel! 🙂

          Liebe Grüße,
          Anne

          Gefällt mir

  6. Auf die Idee nach irgendwelchen Diagnosen zu googlen bin ich noch nicht gekommen. Kenne allerdings genügend Menschen die das tun. Auch mit schrecklichen Nachrichten. Ich informiere mich zwar online auch über jede Menge Blödsinn aber besitze dennoch einen gesunden Menschenverstand um alles wieder einordnen zu können.

    Gefällt mir

    • Machst du genau richtig, Markus – sich (womöglich noch zwanghaft) mit potenziellen Gefahren und schlechten Nachrichten zu befassen, tut der Psyche gar nicht gut. Das Netz ist nur dann eine wertvolle Informationsquelle, wenn man das Gefundene hinreichend kritisch beurteilen kann.

      Gefällt mir

  7. Guten Morgen , liebe Anne, ganz ähnlich erging es mir anfangs auch, habe ich mich auf die Suchmaschine gestürzt, aber bald habe ich gemerkt, dass es mich verrückt macht und habe es von da an gelassen, wie du auch. So segensreich das Internet auch sein mag, aber bei Krankheiten, die einen selbst ereilt haben, empfiehlt es sich eher nicht – Angstmacher !! So, so, du hast ein Fragezeichen hinter deinen Post gesetzt, womit du bei mir erst gar nicht zurecht gekommen bist !! Kalte, windige Grüße von der Ostsee 😎

    Gefällt mir

    • Hallo, liebe Margitta! Ja, das Netz ist ein Angstmacher, zumindest wenn man es nicht zu nutzen weiß und keine Grenzen zieht – Finger weg. 🙄

      Dass du mir das Fragezeichen „aufs Brot schmieren würdest“, war mir klar. 😉 In diesem Fall habe ich es gesetzt, weil ich meinen LeserInnen möglichst deutlich signalisieren wollte: Ich will mit dem Post nicht rumjammern und zum x-ten Mal anteilnehmende/tröstende Kommentare zu meinem Befinden provozieren, sondern gern Meinungen über das Sachthema „Umgang mit Gesundheitsinfos aus dem Internet“ erfahren. Das ändert nichts an meinem Standpunkt, dass ich im Normalfall auf solche Signale verzichte und es angenehmer finde, den LeserInnen komplett zu überlassen, auf welche Aspekte eines Posts sie eingehen wollen.

      Sonnige Grüße vom Trierer Petrisberg! 🙂

      Gefällt mir

  8. Liebe Anne,

    auch ich konnte schon so manches mal nicht die Finger von Google lassen, wenn es um Diagnosebeschaffung ging. Dabei war ich sowohl erfolgreich als auch nicht erfolgreich.

    Im Gegensatz zu Anja bekomme ich allerdings bei den Foren die Krise. Dort will sich nur jeder übertreffen mit der Schwere seiner Erkrankung und dem eigenen (halbseidenen) Wissen.

    Ich versuche es so zu halten: Googeln, gucken ob was Klares dabei herauskommt. Wenn ja ist gut, wenn nicht lassen. Wenn ein gewisses Quantum an guten Seiten keine vernünftigen Informationen liefert, tut es das nächste Dutzend Seiten sicher auch nicht mehr.

    Ich denke, dass bei Deiner Problematik das Internet definitiv keine klaren Informationen liefern kann. Dann wäre Dein Arzt sicher selber so schlau und würde Dich nicht ins MRT schicken.

    Achja, ist aber auch immer so eine verflixte Kiste. Und wie fast immer im Leben, den Königsweg gibt es nicht, leider *seufz*

    Bleib tapfer, liebe Anne. Das sage ich noch einmal, wohlwissend wie schwer das ist.

    Ganz liebe Grüße
    Volker

    Gefällt mir

    • Lieber Volker,

      ähnlich wie du halte ich es auch, v.a. wenn ich entscheiden muss, ob es überhaupt sinnvoll bzw. gar notwendig ist, mit einem Symptom zum Arzt zu gehen, oder ob sich das von selbst wieder legt. Aber jetzt, wo ich in Behandlung bin und klar ist, dass es erst einmal diagnostischer Infos bedarf, ergibt die Googelei keinen Sinn. 😎

      Vielen Dank für die Anteilnahme … sooo schlimm ist es im Moment gar nicht, ich tröste mich so gut wie möglich mit Arbeit, was zunehmend besser gelingt und hoffentlich der Produktivität zuträglich sein wird.

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Anne

      Gefällt mir

  9. Liebe Anne,
    zuallererst – ich glaube, dass du spüren kannst, wann dein Knie nach Ruhe verlangt ist schon mal der beste Ansatz für eine Heilung. Wenn du dann noch einen Arzt hast, der dir ein gutes Gefühl vermittelt (und das klingt in deinen Kommentaren danach), holst du dir auch von außen die beste Unterstützung. 🙂
    Ich schau mich hier jedenfalls mal um, ob ich noch etwas Geduld irgendwo rumliegen habe, werde alles zusammenkratzen und in deine Richtung losschicken. Du schaffst das! 🙂

    Ich selbst bin ja die absolute Ignorantin, was Diagnosen, Prognosen, Statistiken etc. betrifft. Ich glaub einfach nicht dran. Hat vielleicht mit meinem Beruf zu tun.

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Doris, momentan bringen mich Ruhe und Vertrauen weiter als Aktionismus – daran glaube ich jedenfalls fest. Und ja, ich schaffe das, keine Frage! 😎

      „Absolute Ignorantin“ bin ich in den von dir genannten Punkten nicht … ich versuche mit Infos angemessen kritisch umzugehen. Diagnosen sind keine Gottesurteile, sondern oft nur Arbeitshypothesen, aus denen sich keine klaren Therapieempfehlungen ableiten lassen – und Krankheits- bzw. Behandlungsverläufe sind eh individuell. Trotzdem kann man aus meiner Sicht Statistiken als EINE Informationsquelle heranziehen, um Entscheidungen zu treffen oder sich (grob) auf das einzustellen, was einen erwarten könnte, um auf dieser Grundlage z.B. organisatorische Dinge zu regeln. Man darf sich eben nicht ausschließlich auf sie verlassen. Und so abgedroschen der Spruch vom „Bauchgefühl“ ist und so unklar ist, was genau man damit eigentlich meint – das spielt eben doch eine zentrale Rolle. 🙂

      Gefällt mir

  10. Liebe Anne,

    zum Glück gibt es auch Alternativen bei denen man sich bewegen kann ohne das Knie zu belasten – auch wenn es bei weitem nicht das ist, was man am liebsten machen möchte! Das mit dem Bewegungsdrang kenne ich… Du machst das super und ich schicke Dir noch eine große Portion Geduld rüber, denn ich weiß, dass es einem manchmal ganz schön schwer fällt die Sache positiv anzugehen, vor allem wenn es nicht so läuft, wie geplant.

    Das machst Du genau richtig, auch die Finger still zu halten und auf die Diagnose Deines Arztes abwarten – auch wenn es ab und zu schwer fällt bestimmt die bessere Lösung!

    Eine große virtuelle Umarmung und liebe Grüße
    Anna

    Gefällt mir

    • Liebe Anna, ja, es gibt Alternativen – auch die hab ich allerdings gerade bis auf das Rumpfstabi-Training und ein paar lockere Bewegungsübungen zurückgefahren. Es geht nicht drum, den Lieblingssport „Laufen“ nicht ausüben zu können, sondern erstmal komplett Ruhe reinzubringen. Vielleicht geh ich am WE mal zum Aquajoggen, aber wenn ich so in mich reinhöre, wäre das gerade auch nicht das Richtige. Der Körper spricht halt eine deutliche Sprache. Egal, alles geht vorbei und es fällt mir eigentlich auch gar nicht so schwer, die Sache positiv anzugehen. 😎

      Danke dir herzlich für die Umarmung und liebe Grüße – bei dir weiter alles „auf dem aufsteigenden Ast“?
      Anne

      Gefällt mir

      • Solange wir nur positiv bleiben und die Sache positiv angehen können haben wir schon halb gewonnen 🙂

        Bei mir geht es weiter Bergauf, natürlich nicht mehr so schnell wie am Anfang… aber ich freue mich auf jeden noch so kleinen Fortschritt!! 🙂

        Gefällt mir

        • Positiv rangehen sowieso – das hilft, wenn du aktiv gegen deine Probleme was tun kannst, aber auch und erst recht, wenn du sie einfach akzeptieren musst. 😎

          Toitoitoi für dich – klar, anfangs geht es rasend schnell, irgendwann kaum mehr spürbar vorwärts. Und immer ist jeder Fortschritt, jede Aktivität toll, die wieder möglich ist. 🙂

          Gefällt mir

  11. Liebe Anne,
    bei mir waren die Probleme eigentlich erst erledigt, als ich mir keine Gedanken mehr um mein Knie gemacht habe. Ich habe irgendwann festgestellt und akzeptiert das es wohl nie mehr genauso werden wird wie es einmal war. Seit dem mache ich mir keinen Druck mehr und die Probleme sind weg.
    Ich bin mir sicher, dass es bei Dir auch bald wieder wird. Die Daumen bleiben auf jeden Fall gedrückt. Schalte einfach mal ab und lass den Dingen die Zeit die sie brauchen. Alles andere hilft nicht. Auch wenn wir es noch so wollen. Halt die Ohren steif!
    Gruß Gerd.

    Gefällt mir

    • Lieber Gerd,

      vielleicht wird sich auch bei mir das Akzeptieren bleibender Einschränkungen als die befreiende Lösung rausstellen. Im Moment hab ich leider den Eindruck, da ist (wieder) was kaputt im Knie, das sich nicht durch Wegschauen oder „positives Denken“ erledigt. Ich mach mir daher zwar erstmal keinen Druck mehr, durch eigenes oder therapeutisches Bemühen schnell wieder fit werden zu „müssen“. Aber ich lasse trotzdem die ärztliche Diagnostik durchführen, um zu klären, ob da ein Problem ist, das die Probleme sogar noch schlimmer machen könnte, wenn ich es weiterhin übergehe. Sollte die Untersuchung klare Befunde erbringen, muss ich entscheiden, auf welche Behandlung ich mich einlasse. Wenn nichts rauskommt, sind Gelassenheit und eine zumindest vorübergehende Neuorientierung eh das Einzige, was hilft den Kopf oben zu behalten. Es gibt Situationen, in denen Kämpfen (zumindest, wenn es verbissen wird) einfach der falsche Weg ist.

      Vielen Dank dir & liebe Grüße – schön zu lesen, dass es sich bei dir doch so positiv entwickelt!
      Anne

      Gefällt mir

  12. Ich kann gut verstehen, dass Du versuchst, aus der Suchmaschine Internet alles rauszuholen, was man so rausholen kann. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass man sich damit ganz schön verrückt machen kann. Gerade wenn die Diagnose nicht so gewiß ist. Und dann kommt noch hinzu, dass jeder Mensch einzigartig ist und auch sein Leben und seine Gesundheit und wenn die Gesundheit angeschlagen ist, auch der Gesundungsprozeß. Ich würde versuchen, mich komplett abzulenken, mich mit ganz anderen Dingen zu beschäftigen.
    Aber ich bin sicher, es wird wieder werden bei Dir. Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Dir weiterhin alles Gute!
    Lieben Gruß
    Kornelia

    Gefällt mir

    • Liebe Kornelia,

      wie ich in meinem Beitrag schrieb, versuche ich aus den von dir genannten Gründen gerade NICHT, via Internet „alles rauszuholen“, sondern ich halte die Finger still und tue auch sonst genau das, was du vorschlägst. Insofern sind wir uns also einig! 😎

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

      Gefällt mir

  13. Ich habe für mich festgestellt, dass sich im Netz (und hier speziell in Foren) wohl nur die Fälle tummeln, die quasi kurz vorm Exitus stehen. Na ja, oder das sich zumindestens die Kranken- zu einer Lebensgeschichte ausweitet. Da tut das googlen nicht gut. Ich lasse das jetzt erstmal und vertraue darauf, dass meine Besuche beim Orthopäden und bei der Physiotherapeutin Klarheit bringen. Ansonsten setzte ich jetzt mal einfach auf die Zeit. So wie Du auch.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Bianca

    Gefällt mir

    • Liebe Bianca, auch wenn du momentan nicht mehr bloggst und bei FB bist – aus deinen Kommentaren lässt sich erahnen, dass auch bei dir der Heilungsverlauf zäh ist. Ich hoffe, du fühlst dich in guten fachlichen Händen und es wird auch bei dir irgendwann vorangehen, auch wenn es Zeit und Geduld braucht. Dr. Google braucht es jedenfalls nicht.

      Liebe Grüße und gleichfalls ein schönes WE,
      Anne

      Gefällt mir

      • Ja, ich blogge zur Zeit nicht. Es gibt irgdenwie nichts zu berichten. Allerdings werde ich wohl mal einen Krankheitszwischenstand posten. Der Verlauf ist tatsächlich etwas zäh. Man macht sich als Mitblogger ja so seine Gedanken – so ist es jedenfalls immer bei mir.
        Meine Einstellung zu FB war ja schon immer etwas zwiegespalten. Trotzdem – schön unkompliziert, um in Kontakt zu bleiben. Aber in letzter Zeit – ich kann damit nicht umgehen, wenn ich immerwieder die Meinungen braver Mitbürger zu Flüchtlingfrage lesen muss. Und eine gute Diskusionsplattform ist FB da sowieso nicht. DER Hauptgrund für meine Abkehr. Ein bisschen Schade, ob der Kontaktpflege. Aber es gibt ja noch Mail, Whatsapp, Telefon, persönliche Kontakt…

        Gefällt mir

        • Nichts zu berichten – ein gutes Stichwort. Ist bei mir nicht anders. Medizinische Bulletins will ich hier vorerst nicht mehr posten. Wer echtes persönliches Interesse hat, weiß, wie er mich erreichen kann, wenn er sich Gedanken macht, weil es im Blog nichts Neues gibt. 😎

          Gefällt mir

  14. Ach Mensch, das ist ärgerlich! Habe gelesen, dass du dich rar machen möchtest…Ich wünsche dir auf jedenfall gute Besserung und dass alles schnell wieder heilt. Nimm dir ein bisschen Zeit für dich und überstürz nichts! LG aus schenna südtirol und Kopf hoch, Lena

    Gefällt mir

    • Liebe Lena, ooops, deinen lieben Kommentar habe ich eben erst gefunden – vielen Dank dafür! Mir Zeit nehemn, das scheint das Einzige zu sein, was hilft – und damit probiere ich es jetzt.

      LG,
      Anne

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s