Schaschlikspieße

Vielfältig sind die Schritte auf dem Weg in die sportliche Normalität, die irgendwann wieder „Laufen“ heißen soll. Den Körper an ehemals flüssige Bewegungsabläufe zu erinnern ist das eine. Dafür gibt’s zum Beispiel das Aquajoggen. Ihn wieder daran zu gewöhnen sein eigenes Gewicht (oder – bedingt durch die Bewegungsdynamik – ein Mehrfaches davon) mit sich rumzuschleppen ist ein anderes. Gehen ist dafür schon mal ein guter Anfang. Zügiges Gehen, das heute neudeutsch „Walken“ heißt, ein Fortschritt.

Ob nun die Verwendung überdimensionaler Schaschlikspieße beim Walken ein weiterer Fortschritt ist, sei dahingestellt. Auf jeden Fall besitze ich eben solche Spieße, seit ich vor etwa 13 Jahren beschloss, den Übergang von Kleidergröße 42 zu 44 nicht zu akzeptieren. Weil Laufen mir damals wegen meiner * hüstel * Moppeligkeit nicht opportun erschien und die Fitness dafür eh nicht reichte, war Nordic Walking die Bewegungsform der Wahl, um mich erst einmal in einen lauffähigen Zustand zu versetzen.

Wenn ich nun schon solche bewegungsunterstützenden Werkzeuge rumstehen habe, kann ich sie auch benutzen, um dem Gehen etwas mehr Schwung zu verleihen. Zudem hat mein Arzt empfohlen, das Knie vor dem Wiedereinstieg ins Laufen durch Nordic Walking an die Stoßbelastungen zu gewöhnen und mir dafür ungefähr vier bis fünf Wochen Zeit zu lassen.

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Bildquelle: Rike  / pixelio.de

Eigentlich sollte das Ganze schon vor Weihnachten starten, aber wegen des fiebrigen Infekts Anfang Dezember war ich da noch nicht so weit. Seit Ende des vergangenen Jahres scheint das anders. Und weil die ersten Stöckelversuche von 35 bzw. 45 Minuten ganz brauchbar verliefen, wird nun der knapp 3 Kilometer lange Arbeitsweg gelegentlich in Form von „Stöckchenwanderungen“ ins Reha-Programm eingebaut. Hin flach und bergauf. Zurück – die deutlich größere Herausforderung – bergrunter und flach. Und zuhause (dann einigermaßen aufgewärmt) noch ein paar Kräftigungsübungen für Knie- und Oberschenkelmuskulatur.

Während nun Aquajoggen inzwischen durchaus als Alternativsport respektiert wird – was anerkannte SpitzenläuferInnen wie Jan Fitschen und Ulrike Maisch tun, kann so falsch nicht sein! -, hält sich der Coolnessfaktor des Gehens mit Schaschlikspießen in sehr engen Grenzen. Man könnte auch deutlicher sagen: Nordic Walking gilt als peinlich! Und der Nordic Walker als natürlicher Feind des Läufers – vor allem, wenn Letzterer auf schmalen Waldwegen einem Stockentenrudel begegnet.

Die Gründe dafür sind simpel: So verhallt meist jeglicher Warnruf des Läufers ungehört, da die Aufmerksamkeit der WalkerInnen dem Geschnatter ihres Begleittrosses gilt und das Geklapper der metallenen Stockspitzen jegliche anderen Geräusche übertönt. Zudem reagiert manch erschreckte/r WalkerIn auf die Annährung von Gegen- oder Überholverkehr mit abruptem Stehenbleiben und seitlichem Abspreizen der Stöckchen um 45 bis 90 Grad, so dass dem Läufer nichts bleibt als sein Tempo ebenfalls drastisch zu reduzieren und sich mit einem beherzten Hopser – wie ein Springpferd bei einem Turnier der A-Klasse – vor dem drohenden Sturz zu retten. Na ja, und wenn dann noch manche AspirantInnen ihre Spieße einfach nur spazieren tragen, weil sie den Bewegungsablauf nicht mit den motorischen Aktivitäten ihres Sprechapparats koordinieren können, sieht das schlicht lächerlich aus!

Aber ich bin ja nicht rudelweise, sondern allein unterwegs. Und zum Glück habe ich mich noch nie besonders daran gestört „uncool“ oder „peinlich“ zu sein. Ich tue das, was ich für gut, präziser: für nützlich oder praktisch halte. Nordic Walking ins Büro ist durchaus praktisch. Den Weg muss ich eh irgendwie zurücklegen. Und wenn das auch noch als Reha durchgeht und das Knie an höhere (Lauf-)Belastungen gewöhnt – umso besser. Voraussetzung ist natürlich, nicht stöckchenschleifend rumzuschlurfen, sondern Dynamik zu entwickeln, indem man größere Schritte macht und die Stöcke auch wirklich aktiv einsetzt.

Das kriege ich inzwischen wieder einigermaßen hin. Noch nicht so wie früher – wenn ich zu große Schritte mache, zwickt das Knie noch. Und jeden Tag darf ich das momentan auch noch nicht machen, vor allem nicht bergab. Aber insgesamt klappt es schon wieder gut. Zügig gehen kann ich natürlich auch ohne Stöcke. Nur verfalle ich viel häufiger ins Trödeln als dann, wenn mich die zwei Dinger in der Hand daran erinnern, dass ich mich eigentlich beeilen wollte. Das Ganze soll schließlich so was wie AlternativSPORT sein.

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32 Gedanken zu “Schaschlikspieße

  1. Hallo Anne,
    du machst mit deinen Aussagen über Walker fast schon Achim Achilles Konkurrenz. Ich spreche übrigens auch lieber von strammen Spaziergängen als von Walking, das relativ iert die Sache etwas. Was Aquajogging anbelangt, das hat Dieter Baumann schon vor 20 Jahren bei Verletzungen erfolgreich eingesetzt. Seitdem praktizieren ich es auch.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg beim deinen Rehamaßnahmen.

    LG Harald

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    • Hallo Harald,

      ja, „früher“ hieß das „strammes Spazierengehen“ oder „Marschieren“ – beide Bezeichnungen sind aus der Mode gekommen oder werden wegen ihres militärischen Beiklangs vermieden. 😉

      Bei den Stöckchenschwingern gibt’s ja solche und solche. Im Wald und an der Mosel trifft man überproportional oft die Stockentenfraktion, über die ich mich manchmal ärgere und gern lustig mache, ebenso wie Herr Achilles. Wenn ich dagegen die Zeiten der WalkerInnen beim Silvesterlauf lese (die schnellsten zwischen 7:00- und 8:00-Schnitt auf 5 km), erblasse ich respektvoll. Ich frag mich allerdings, wie die das ohne „Flugphase“ hinkriegen – ich kann mit den Stöcken nicht schneller als 9:00er-Schnitt, ohne dass ich dabei ins Laufen komme.

      Egal ob strammes Spazierengehen mit und ohne Stöcke oder Aquajoggen – ich bleib dran!

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  2. Guten Morgen, liebe Anne, versuche mir gerade vorzustellen, wie du die Mosel und Umgebung mit den Stöcken unsicher machst. Freue dich, dass du dich bewegen kannst, egal wie, egal, was andere denken. Kann mich sehr gut an meine Zeiten erinnern, ich war so froh, mich bewegen zu können, und wenn dich die Stöcke dabei unterstützen, nicht ins Trödeln zu kommen, umso besser. Alles wird gut, ich freue mich für dich ! 😎

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    • Liebe Margitta,

      an die Mosel zieht’s mich mit den Stöcken nicht, da bin ich zuletzt so oft mit dem Rad gewesen, dass die Strecke mich langweilt. Lieber in den Wald und auf wellige Strecken, aber ohne zu steile Gefällstrecken, wenigstens im Moment. Und wie ich schrieb: Ich hab mich nie dran gestört, was andere denken, und tue das jetzt auch nicht. Also wird „marschiert“, mal mit Stöckchen gelegentlich (wenn ich denke, mir tut ein bisschen Gemütlichkeit gut) auch ohne!

      Danke auch dir, liebe Grüße aus dem Sprühregen,
      Anne

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  3. Liebe Anne,
    auch wenn ich weiß, dass in Läuferkreisen gerne über Nordic-Walker gelästert wird, kann ich doch keine negative Begegnung beisteuern. Bei einem Laufbewerb vom späteren Gewinner der NW-Wertung knapp 1km vor dem Ziel einge- und überholt zu werden ist zwar bitter, aber da können die Stöckchen nichts dafür! 😉
    Ich finde es super, dass du deinem Knie einen stufenweise Wiedereinstieg gönnst und wenn die Schaschlikspieße dabei helfen, gut! Einfach nur gut!! 😀

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    • Liebe Doris,

      es gibt, wie ich auch schon in meiner Antwort auf Haralds Kommentar schrieb, solche und solche. Insofern ist mein Beitrag auch mit großem Augenzwinkern zu verstehen. Schließlichlich bin ich ja momentan „eine von denen“! 😉

      Im Ernst: Ich hab vor allen WalkerInnen, mit oder ohne Stöckchen großen Respekt, ebenso wie vor LäuferInnen, RadfahrerInnen, SkaterInnen etc. – alle halten sich auf ihre Art und nach ihren Möglichkeiten fit. Nur ärgert es mich manchmal, wenn sich Leute nicht so verhalten können, dass niemand über Gebühr belästigt oder durch ihr Verhalten gefährdet wird. Zu dritt nebeneinander auf einem schmalen Weg und so ins Gespräch vertieft, dass mehrmaliges Rufen nicht reicht, um sicher vorbeizukommen – das finde ich respekt- und rücksichtslos. Und bei uns im Wald passierte das leider eine Zeitlang des Öfteren. Inzwischen haben die Trainingsgruppen aber andere Reviere oder Aktivitätszeiten als ich. Zum Glück … 😉

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  4. Liebe Anne,

    Hauptsache Du bewegst Dich, ob es nun walken oder laufen ist, ist doch erstmal egal. Und natürlich bist Du auch nicht im Rudel unterwegs, so dass es nur an sehr engen Stellen Probleme mit etwaigen Läufern geben könnte, also scher Dich nicht darum 😉
    Ich drück weiter die Daumen, es scheint ja bergauf zu gehen und dies nicht nur morgens zur Uni.

    Salut

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    • Lieber Christian, Bewegung – zumal im Freien – zählt, die brauch ich einfach um ausgeglichen zu bleiben. Da nehm ich, wenn’s sein muss, auch die Stöcke. 😉 Bergab ist dabei allerdings problematisch, denn damit geht’s – wenn ich mich nichrt sehr bremse – auch kniemäßig noch bergab. 🙄

      Dankeschön und liebe Grüße,
      Anne

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  5. Fleisch am Spieß. Böse Zungen sprechen bei besonders beleibten Nordic-Walkern von Schwabelfleisch … Aber das gilt für Dich längst nicht. Denn Du bist trotz der erzwungenen Laufabstinenz ordentlich rank und schlank. Das ist ehrlich gemeint, habe ich Dir aber auch schon persönlich gesagt.

    Aber ich finde es sehr rücksichtsvoll, dass Du nun etwas für das Image der Spießläuferinnen tust. Sie müssen Dir dankbar sein! 😉

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Danke für das Kompliment, lieber Rainer – ich freu mich natürlich sehr, wenn die Veränderungen auch von anderen wahrgenommen werden! 🙂

      Ich bilde mir ein, dass meine Walkerei schon einigermaßen dynamisch aussieht und insofern zu einem positiven Image des Nordic Walking beiträgt. Allerdings muss ich mir echt mal anschauen, wie die Silvesterlauf-Teilnehmer das machen: Ich war mit meinem 9:00er-Schnitt schon ganz happy und dachte eigentlich nicht, dass es dramatisch schneller geht (ok, ’ne Minute pro km vielleicht). Aber dass beim Stadtlauf etliche Walker mit einem 7er-Schnitt ins Ziel kamen, hat mich dann doch ernüchtert. 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Liebe Anne,

    ich packe die Schaschlickspieße ja auch immer mal wieder aus. Da ich damit – mit Ausnahme weniger Ausflüge mit meiner Mutter – alleine unterwegs bin und sie wirklich sportlich nutze, ist das echt ne gute Alternative. Und in Deinem Fall sowieso. Ich bin ja milde mit den sog. Stöckchenschleifern geworden. Besser so als gar nicht bewegen. Bei einer meiner Touren im letzten Jahr rief mir mal eine ältere Frau zu „Endlich mal jemand, der die Dinger richtig benutzt.“ Dann ist es nämlich durchaus sportlich und vor allen Dingen für den Oberkörper und die Schultermuskulatur gut. Also… wir brechen quasi die Lanze für die Stöcke, oder?

    Ich habs sie im übrigen bei meiner Tour mit dabei. 😉

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja, mit den Spießen geht’s wirklich ganz dynamisch, nicht nur in Reha-Phasen, sondern auch sonst, wenn man mal eine Rekom-Einheit einschieben will. Hab ich selten, aber doch ab und an gemacht.

      Voraussetzung für den wirklichen Nutzen ist aber, wie du ja auch schreibst, dass die Stöcke wirklich eingesetzt werden und die Leute sich von der Stelle bewegen. Hier gibt’s ungelogen zwei Frauen, die immer mal wieder mitten auf dem Weg stehen bleiben, weil sie nicht gleichzeitig walken und sabbeln können. Da fällt mir das Urteil „Besser als gar nicht bewegen“ sehr schwer! 😆

      Gut zu wissen, dass du sie dabei hast – wer weiß, was auf der Tour so möglich ist, auch in Trier!

      Viele Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne,
    peinlich ist das neue Cool! 😉
    Nee, im Ernst, wenn man Nordic Walking RICHTIG macht, dann ist das eine super Sportart. Allerdings tun das die wenigsten…
    Ich habe schon laufend Probleme gehabt, einen guten Walker einzuholen. Man kriegt doch ordentlich Tempo drauf. Was allerdings die Rudel-Stockenten betrifft, die gelegentlich auch beide Stöcke in einer Hand tragen, um besser vom Butterbrot abbeißen zu können… ohne Worte!
    Ich gehe gleich auch aquajoggen und denke an Dich!
    Liebe Grüße und alles Gute fürs Knie!

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    • Liebe Christine,
      wenigstens geb ich mir Mühe, das Ganze richtig zu machen. Damit ist man ganz flott – ich hab am Sonntag auch eine Läuferin vor mir hergescheucht, die unwesentlich schneller war als ich mit meinem 9er-Schnitt. Und die Zeiten z.B. beim Trierer Silvesterlauf-Walking zeigen, dass es noch deutlich schneller geht.

      Viel Spaß beim Aquajoggen und dankeschön,
      Anne

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  8. Schäme Dich nicht Deiner Fortschritte die Du machst. Ist doch egal, ob Du mit den Stöcken walkst. Auch wenn Du es für immer wählen würdest. Ist kein Grund, sich zu schämen. Aquajogging machst Du ja auch noch. Bist also auf einem sehr guten Weg, wie mir scheint. Weiter so!
    Lieben Gruß
    Kornelia

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    • Liebe Kornelia, nein, schämen würde ich mich nicht, schon gar nicht, wenn ich künftig nur noch walken dürfte. Alles ist besser als rumzusitzen. Zum Aquajoggen war ich wg. der Erkältung länger nicht. Wär mal wieder was für morgen oder übermorgen. 🙂

      Dankeschön und lieben Gruß,
      Anne

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  9. Liebe Anne,
    ach, ich habe gerade wieder herzlich gelacht bei deiner Beschreibung von schnellem Gehen mit Schaschlikspießen 😆
    Einfach herrlich. Und ich finde es soooo Klasse, das du das einfach machst, trotz aller Peinlichkeit und Uncoolness. Damit bist du schon mal einen von den ganz Coolen 🙂
    Ich freue mich zu lesen, das es aufwärts geht, wenn auch langsam, aber immerhin die richtige Richtung.
    Ich habe mich auch gefreut, das wir uns am Silvesterabend über den Weg gelaufen sind (tolles Beweisfoto) und wenn das Wetter wieder mal ein bisschen weniger nass ist, dann wird geradelt.
    Gemeinsam 🙂
    Dir weiterhin gute Besserung und die besten Wünsche für 2016
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,

      ja, ich fand’s richtig schön, dass wir uns an Silvester getroffen haben – und das mit der gemeinsamen Cappuchinno-Runde auf dem Rad ist eine Super-Idee! 🙂
      Was die coole Uncoolness angeht: Ich geb ja nicht so viel drauf, was andere denken, solange ich wirklich überzeugt bin, dass das gut und richtig ist, was ich tue. Und da ich den Eindruck habe, dass mich der Wechsel zwischen Alternativsportarten – inklusive Stöckchenwalken – laaaangsam weiterbringt, bleib ich am Ball. Heute waren allerdings Rad (für den Arbeitsweg – brrrrr, ihhhh, nass!) und Rudern vor dem Fernseher an der Reihe.

      Dankeschön – auch dir nur das Beste für 2016 und liebe Grüße,
      Anne

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  10. Ohhh, noch eine Alternativsportart wird auf’s Tablett gebracht. Das gefällt mir sehr gut. Nordic Walking kann sehr peinlich sein. Aber es kann auch sehr sportlich betrieben werden. Auch ohne Stöcke geht es sehr sportlich. Ich bin beim Laufen an der Weser schon von einer Walkerin überholt worden. Die war richtig schnell unterwegs. Und auf einem offiziellen Lauf mal von einem Nordic Walker – dem schnellsten im Feld. Irre, was man da für Tempo machen kann. Also, lass die Stöcke nicht schleifen, dann ist das auch auf gar keinen Fall peinlich oder noch schlimmer, unsportlich.

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    • Nur eine Alternativsportart wär ja auch langweilig! 😉

      Du hast recht, egal ob mit oder ohne Stöcke, sportliche Walker können eine ganz schöne Geschwindigkeit draufbekommen. An einem schlechten Tag hätte mich der 5 km-Walking-Sieger beim Trierer Silvesterlauf auch überholt. Also: Nur die Stöckchen nicht schleifen lassen und ran an den Speck! 😎

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      • Ich würde ja auch gerne aktiv ran an den Speck. Eine halbe Stunde spazieren – mehr ist leider noch nicht drin. Mit den Stöcken habe ich seit Jahren nicht mehr hantiert. Es könnte also auch für mich sehr peinlich werden. Ob ich es wagen soll?
        Turnen auf der Matte funktioniert. Auch da kann man ordentlich ins schwitzen kommen. In diesem Jahr müssen noch einige Kilos runter!

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        • Ach, peinlich ist das nur, wenn wir selbst es peinlich finden und uns entsprechend verschämt verhalten. Selbstbewusst und schwungvollen Schrittes stöckeln, dann fühlst du dich auch sportlich-dynamisch und gut dabei! 🙂

          Oh ja, beim Turnen kann man schwitzen. Hab ich gestern abend erst gemerkt.

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  11. Vielleicht solltest du dir, um auch wirklich passend gestylt durch die Botanik zu spießen, eine Paprika unter jeden Arm klemmen und ’ne Zwiebel auf den Kopf setzen. Schade nur, dass es kein entsprechendes Walking-Schmetterlied für Schaschlik gibt. Du wärst in kürzester Zeit der Hit auf Triers Walking-Strecken. Die rassige Weinberg-Zigeuner-Schnecke

    (man verzeihe mir die winzige politische Unkorrektheit. Aber an dieses „Tabu“ kann ich mich schlicht nicht gewöhnen)

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    • Och, wenn ich mir dieses Liedgut so anhöre und die Rezepte dazu lese … ich glaube, auf das passende Styling und die lautstarke Untermalung kann ich gut verzichten. Ich stöckele lieber unauffällig durch die Gegend, so „nach Art der Weinbergschnecke“ eben! 😉

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  12. Nun liebe Anne,

    auch bei mir stand vor 11 Jahren vor dem Laufen das Nordic-Walken und es hatte mir damals durchaus Spaß gemacht.

    Ich kann mich aber noch gut erinnern, dass Überholvorgänge auf dem schmalen Weg um den Teich des Kurparks in Bad Gandersheim auch unter „seinesgleichen“ durch schnatternde Stockenten erschwert wurde.

    Nordic-Walken ist im Prinzip ein schöner Sport, wenn er denn von der Masse seiner Betreiber nur halbwegs ernst genommen werden würde 😉

    Also kannst Du jetzt einfach mal an seinem Image feilen 😀

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Ja, lieber Volker, ich erinnere mich an deine Erwähnung deines walkenden Einstiegs in die Welt der sportlichen Bewegung! Walken geht wirklich sportlich, mit wie auch ohne Stöcke. Ich hab mal während eines Ostsee-Urlaubs an einer Gruppenstunde NW teilgenommen (war in der Hotel-Pauschale enthalten) – da hat uns der Trainer ganz schön gescheucht. Und auch ohne Antrieb von außen geb ich mir Mühe, so viel Dynamik in die Bewegung zu bringen, dass es aussieht und sich anfühlt, als wäre es zumindest ein bisschen anstrengend. Etwas zurückhalten muss ich mich aber noch, zu heftiges „Aufdotzen“ bei langen Schritten nimmt das Knie übel.

      Liebe Grüße,
      Anne 🙂

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  13. Liebe Anne,
    ich bin sicher, Du gehörst nicht zu den wirklich eher peinlichen Stöckchenspazierenträger/innen, sondern machst das wie es gedacht ist. Und dann ist es wirklich Sport. Zeig den anderen mal, wie das wirklich geht! Ich hab das auch mal ausprobiert, hatte aber dauernd das Gefühl, wenns doch schnell und zackig sein soll, kann ich auch laufen. Aber Du hast ja Deine Gründe. Und ich bin sicher, so wie Du den ganzen Aufbau durchziehst, sehen wir bald auch wieder die laufende Anne!
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Liebe Elke,

      klar, wenn’s richtig schnell und zackig gehen soll, kommt man automatisch in eine Flugphase – dann kann man die Stöcke weglassen und gleich laufen. Nichtsdestotrotz denke ich, dass für uns mittelschnelle bis langsame Läuferinnen das (Nordic) Walken auch in laufenden Zeiten ein guter Ergänzungssport ist, wenn wir mal eine kurze Rekom-Einheit einschieben wollen, z.B. zum Auslockern nach Wettkämpfen. Zumindest für mich war es immer schwer bis unmöglich, echte Rekom-Läufe mit 65 bis max. 70% der Hf max zu machen. Der Bewegungsablauf wurde dann so verkrampft und unsauber, dass ich mit Radfahren oder eben (Nordic) Walking besser bedient war.

      „Bald“ ist relativ, 3-4 Wochen muss ich mich mindestens noch gedulden, wenn ich so in mein Knie reinzugucken versuche und seine Reaktionen beobachte. Aber gemessen an den 4 Wochen prä-OP und 9 Wochen post -OP-Laufpause (die Monate sporadischen „Testlaufens“) nicht mitgerechnet, wären auch 5-6 Wochen noch „bald“. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  14. Liebe Anne,

    oh, wie ich mich auf das Walken freue, auf Bewegung in der Natur an der frischen Luft 🙂 Bei mir geht es natürlich noch ein Weilchen bis es soweit ist, ich freue mich aber sehr, dass es bei Dir schon so gut geht!
    Ich denke ich werde dann erstmals ohne Spieße losgehen, nach Deiner Beschreibung sowieso 😆 außerdem besitze ich gar keine Walkingstöcke und habe auch keinerlei Erfahrung 😉

    Danke, dass Du mir wieder das Aquajogging in den Sinn gebracht hast – das kann ich dann bestimmt auch als Alternativsport machen. Das muss ich meine Physiotherapeutin mal fragen! 😀

    Ganz liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna,

      wie gut ich mir vorstellen kann, dass du den Tag herbeisehnst, an dem du dich wieder gehend im Freien bewegen kannst! Ob mit oder ohne Stöcke – darüber gehen wohl auch die Meinungen auseinander. Mein Arzt hat Stöcke empfohlen, andere tun das nicht. Man kann sicher aus selbst probieren, was einem am besten tut.
      Aquajoggen müsste eigentlich super sein, wenn die OP-Wunde sich geschlossen hat, evtl. auch erst etwas später, je nach Empfehlung deiner Physiotherapeutin. Ich hab bei uns im Schwimmbad sogar eine Frau gesehen, die auf Stützen und mit Orthese bis an den Beckenrand gehumpelt ist, um dann ihr Wasserprogramm zu absolvieren.

      Ich denk an dich und wünsch dir, dass du schon bald mehr als nur Gymnastik und Reha-Übungen machen kannst! Je mehr Alternativsportarten möglich sind, desto leichter ist die lauflose (und für dich skilose) Phase durchzuhalten, ohne missmutig zu werden!

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Anne

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