Was dich nicht umbringt …

Nach 21 Kilometern mit dem Rad auf einer Moselbrücke stehen und dich fragen, wie du mit DEN Oberschenkeln die fehlenden 21 Kilometer bis nach Hause schaffen sollst – das ist ziemlicher Mist. Rechnen müsste man können. Von Wasserbillig bis Grevenmacher sind es nur 4 Kilometer. Aber hin und zurück macht das 8 Kilometer. Plus ca. 2 Kilometer für den Weg durch den Ort und über die Brücke. Ergibt 10 Zusatzkilometer. Nicht 4.

42 flache Radkilometer sind für mich eigentlich lachhaft. Nur momentan nach 3 Monaten weitgehender Sportpause nicht. Und wenn man am Tag vorher nach 33 Kilometern schon angezählt war, erst recht nicht. Dann erzeugen sie eine Mischung aus extremer Schlappheit und Heißhunger. So wird der sonntagnachmittägliche Adventskonzertbesuch durch eine Fressorgie und ein paar Stunden Halbkoma auf dem Sofa ersetzt. Mehr geht nicht. Definitiv nicht.

Fazit: 1. Was dich nicht umbringt, stärkt den Appetit und hoffentlich auch die nicht mehr vorhandene Beinmuskulatur. 2. Es wird ein ganz schön weiter Weg, bis kraft- und ausdauermäßig alles ist wie früher. Immerhin: Dass heute früh an den Beinen so ziemlich alles wehtut, nur das operierte Knie nicht, gibt jede Menge Hoffnung! 😎 Mal sehen, wie ich reha-mäßig durch die Feiertage komme, wenn ich meine Sportgeräte nicht zur Hand habe. Aber es werden sich Wege finden … auf jeden Fall kommt das Theraband ins Reisegepäck.

Ich wünsche euch allen (wie auch mir selbst) ein paar friedliche und erholsame Weihnachtstage! Genießt die Zeit mit euren Lieben oder allein und lasst es euch richtig gut gehen! Fröhliche Weihnachten! 🙂

2015-12-20_Rad_Grevenmacher02.jpg

 

 

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28 Gedanken zu “Was dich nicht umbringt …

  1. 42 Kilometer für dich lachhaft, ich finde, das ist schon eine Strecke, die nicht jeder aus dem Stand mit dem Rad fährt ! Gut Ding braucht Zeit, wir beide wissen das, lassen wir uns die Zeit, damit es auch wieder richtig gut wird. Lass‘ es dir gut gehen und freue dich einfach ! 😎

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    • Ich stelle einfach nur fest, dass ich nicht mehr so fit bin wie ich mal war und wie ich gehofft hatte, auch heute noch zu sein. Dass ich mich trotzdem drüber freue wieder so aktiv sein zu können, und sehr zuversichtlich bin, sollte eigentlich aus den Zeilen herauslesbar sein. 🙂

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    • Mit Schmerzen hätte ich keinesfalls weitergemacht. Aber ich war „nur“ müde, da ging es noch. Mit einer Woche wird es nicht getan sein – 3-4 Monate trifft es angesichts der langen Pause eher. Aber Hauptsache das wird wieder – und das tut es! 🙂

      Gleichfalls schöne Weihnachten! 🙂

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  2. Liebe Anne,
    das ist ja nochmal gut gegangen. Gräme Dich nicht über die noch nicht optimale Fitness. Nach drei Monaten kann das ja gar nicht anders sein. Sei lieber froh, dass Dich die konsequente Gymnastik in die Lage versetzt hat, diese Tour durchzustehen. Und das Knie spielt mit! Das ist doch die wirklich gute Nachricht! 🙂

    Dir auch ein schönes Weihnachtsfest!

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Lieber Rainer,

      im Notfall hätte ich den Zug zurück genommen; ich wähle meine Radstrecken draußen im Moment nach dem Kriterium aus, dass mir dieser Ausweg immer bleibt. 😉 War aber nicht nötig, alles ist gut und ich gräme mich nicht, sondern bin im Nachhinein sehr froh und stolz, dass ich das schon wieder geschafft habe. Nach fast 3 Monaten Pause sind 75 Rad-km an zwei Tagen echt eine Hausnummer, wenn man’s bei Licht betrachtet – vor allem die Schmerzfreiheit stimmt mich sehr positiv! 🙂

      Liebe Grüße, genießt die Feiertage! Vielleicht klappt’s ja mal mit einem Kaffee oder einem Essen gegen Jahresende oder zu Beginn des neuen Jahres?! Ich bin ab Dienstag in einer Woche wieder „greifbar“.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne,
    wenn ich das richtig interpretiere, bist du ja wieder recht fit. Und dass dein Knie nicht mehr schmerzt, gibt zu berechtigten Hoffnungen Anlass, dass es im neuen Jahr bei dir wieder richtig rund läuft.
    Ich habe momentan mal wieder Sportpause und hoffe auch auf den Januar.
    Ich wünsche dir ein gesegntes und friedvolles Weihnachtsfest.

    Herzliche Grüße
    Harald

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    • Lieber Harald,

      doch, das wird wieder mit der Fitness! 🙂 Allerdings macht das Knie beim Gehen noch Probleme. Vor Anfang Februar darf ich voraussichtlich die Laufschuhe nicht schnüren, die Erkältung Anfang Dezember hat mich ziemlich zurückgeworfen und mich bestimmt 1-2 Wochen gekostet.

      Ich drück uns beiden die Daumen, dass auf das Seuchenjahr 2015 ein besseres 2016 folgt!

      Gesegnete Feiertage und liebe Grüße,
      Anne

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  4. So kann man sich natürlich auch motivieren – im Grunde ist das sogar die beste Motivation eine bestimmte Distanz schaffen zu wollen. Einfach die Hälfte davon in eine Richtung fahren und die andere Hälfte dann zurück. Aber nicht schummeln und heimlich einen Rundkurs wählen 😀

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    • Hi Florian,

      willkommen auf meinem Blog! 🙂

      Stimmt, diese Pendelstrecken sind eine gute Motivationshilfe, wenn man nicht abkürzen will! Im Notfall hätte ich aber den Zug genommen – nicht um mich zu drücken, sondern wenn ich gemerkt hätte, dass mein Knie noch nicht wieder mitspielt. 🙂

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  5. Tröste dich, auch bei mir lässt die Kondition bei Sportpausen immer rasant nach, schon ziemlich deprimierend. Jammern hilft aber nichts 😉
    Dir auch schöne Feiertage und einen guten Rutsch. Und vor allem gaanz viel Gesundheit fürs neue Jahr! 😀
    Liebe Grüße Elke

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    • Nö, gejammert wird nicht! Nur festgestellt, dass es so ist. Und so fleißig wie möglich und sinnvoll trainiert, damit sich das ändert! 🙂

      Dankeschön – die guten Wünsche geb ich sehr gern zurück!

      Liebe Grüße,
      Anne

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    • „untrainiert“, ja, in die Kategorie muss ich mich wohl momentan einordnen. Wird Zeit das wieder zu ändern, so gut es eben geht! 🙂

      Dankeschön und liebe Grüße,
      Anne

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  6. Liebe Anne,
    die Kondition kommt wieder, die lässt sich trainieren. Aber dass das Knie mitgespielt hat ist ja supertoll! Das freut mich für dich! 😀
    Ich hätte dir ja als Heimfahralternative angeboten in die Mosel zu springen und dich zurücktreiben zu lassen. 😉
    Geht aber nur:
    – mit eingebautem Neoprenanzug,
    – wenn die Heimat flussabwärts liegt oder das Rad so ein Jane Bond Spielzeug ist, das sich in ein Amphibienfahrzeug verwandelt oder
    – wenn man ein Boot zur Hilfe nimmt! 😀

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    • Liebe Doris,

      ein Amphibienrad habe ich noch nicht – also hätte im Notfall die Bahn herhalten müssen. Aber da die Obermosel sonntags nur im 2-Stunden-Takt bedient wird, hätte das evtl. etwas Geduld erfordert! 😎

      Egal, das Knie hielt und die Muskulatur war willens bei ruhigem Tempo weiter zu funktionieren. Nur die letzten 4 km bin ich ausgeklickt gefahren, weil Drücken UND Ziehen den Oberschenkeln nicht mehr behagte. Ansonsten ist das eine sehr nette Sache mit den Klickpedalen … bislang bin ich auch immer rechtzeitig rausgekommen, wenn was war! 😉

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  7. Liebe Anne, Du schafft das mit dem Knie, der Kondition und allem, was vielleicht gerade nicht so passt. Ich wünsche Dir besinnliche Feiertage und wünsche Dir, das du Dir und dem Knie die Zeit geben kannst, die ihr beide benötigt, um wieder richtig auf die Beine zu kommen ;-). LG Jacqueline

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    • Liebe Elke,
      Radfahren klappt einfach deutlich besser als zügiges Gehen – auf Letzteres reagiert das Knie nach wie vor zickig. Ist momentan halt so, wird nächstes Jahr hoffentlich besser.

      Dankeschön und liebe Grüße,
      Anne

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  8. Liebe Anne,

    aber Du strahlst doch trotzdem sehr auf dem Foto. Und dass das Knie nicht mault, ist echt ein super Zeichen.

    Hab eine schöne Reise, ein paar schöne Weihnachtstage und ein tolles und sportliches 2016.. aber bis dahin lesen wir uns sicher noch.

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja,

      so schnell vergeht mir das Strahlen zum Glück nicht – ich war ja auch happy, weil das Knie zumindest auf dem Rad die Klappe hält! 😎

      Vielen Dank für die guten Wünsche, die ich nur zu gern erwidere – und „zwischen den Jahren“ lesen wir uns bestimmt noch!

      Viele Grüße,
      Anne

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    • „Für mich“ lachhaft, liebe Bianca – wenn man gewohnt ist längere Strecken von 60, 70 km und mehr zu fahren, findet man 42 km einfach nicht mehr viel, weil die Maßstäbe sich verschieben. Aber nach so einer langen Pause ist es eigentlich doch wieder viel.

      Danke dir für die guten Wünsche – ich hoffe, auch du hattest eine schöne Zeit.

      Liebe Grüße,
      Anne

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