Dicker Hals

Wenn mal der Wurm drin ist …! Kaum wieder im Dienst, ist jetzt aus ein bisschen Husten und Halskratzen ein fieser fiebriger Infekt mit Halsweh und heftigen Schuckbeschwerden geworden. Und das, wo ich mir für die nächsten Wochen so viel vorgenommen habe. Auch in der Wissenschaft wird ja quasi-sozialistische Planwirtschaft betrieben. Und wenn ich nicht bis Weihnachten die Kongressbeiträge für das kommende Jahr einreiche, ist schon im Dezember 2015 klar, dass ich meine Leistungsvorgaben für 2016 nicht mehr schaffen werde. Seufzzz!

Trotzdem: Wer weiß, wofür es gut ist! Zumindest dem Knie sollten ein, zwei Ruhetage mit wenig Belastung gut tun. Alles im normalen Bereich, sagt der Physio und denke ich auch. Trotzdem ein Geduldsspiel, weil nach anfangs rasenden Fortschritten gefühlt Stagnation eingetreten ist. Das Gangbild ist leicht unrund, stärkere Belastung beim Gehen oder bei der Physiotherapie wird mit kräftigem Stechen beantwortet.

So gibt’s jetzt ergänzend zu kraftbetonten Übungen für die Oberschenkelmuskulatur welche, die eher auf Stabilisierung der Beinachse und auf Gleichgewicht und Koordination abzielen. Wie gut, dass ich schon ein Balance-Pad habe. Das wird eh regelmäßig genutzt, jetzt noch intensiver für zahlreiche Varianten des Einbeinstands: Diagonalheben (linkes Bein – rechter Arm), ein Fuß auf dem Pad und das andere Bein neben dem Pad vor und zurück pendeln oder 8er drehen lassen bzw. das freie Bein aus der Hüfte raus zur Seite bewegen. Und dabei immer schön den Oberkörper gerade lassen.

Klingt gar nicht schwierig. Kann es aber – je nach Tagesform – sein. Mit Fieber und Puddingbeinen ist es eine echte Herausforderung, das Gleichgewicht zu halten. Also mach ich heute mal gar nix, außer vom Sofa in die Küche zum Teekochen zu wanken. Und hab einfach nur einen dicken Hals …

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22 Gedanken zu “Dicker Hals

  1. Moin, liebe Anne, dann machst du lieber heute mal gar nichts, dafür würde ich auch plädieren, kuriere dich gut aus, koche die Ingwertee mit Zitrone, und bald bist du wieder auf den Beinen – keiner braucht so was, ich habe es schon hinter mir.

    Im Gegensatz zu dir konnte ich relativ früh viel gehen und lange spazieren, das machte mir gar nichts aus, schon komisch, wie unterschiedlich doch die Reaktionen auf eine Meniskusop sind. Unrund war mein Gang auch sehr lange.

    Und hier gibt es eine Extra-Streicheleinheit mit einer Portion frischer Seeluft, wenn das nicht hilft, was sollst sonst zur Genesung erfolgreich beitragen ? 😎

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    • Moin, liebe Margitta, heute ist kompletter Schontag! Literweise Ingwertee, nachher schleppe ich mich noch in die Drogerie, weil mir der Salbeitee zum Gurgeln für den wunden Hals ausgegangen ist.
      Ja, das mit den OP-Folgen ist komisch. Im Gegensatz zu dir konnte ich ja relativ früh radfahren, aber das mit dem Gehen nervt. Ich kann das zwar machen, aber habe den Eindruck, dass es einfach nicht gut tut.
      Dankeschön für’s Streicheln und die Seeluft … ich glaube, es wird schon ein bisschen besser! 🙂

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    • Danke, Rainer! Heute sitze oder liege ich besser statt zu stehen, damit die Standhaftigkeit schon morgen wieder hergestellt ist … hoffentlich!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. In Bezug auf den Job ist das natürliche ein doofe Sache.

    Aber ansonsten würde ich ja sagen, lieber jetzt so eine fette Erkältung, als zu dem Zeitpunkt wo Du gerade wieder mit dem Laufen starten möchtest! Also think pink 🙂

    Liebe Grüße und gute Besserung
    Volker

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  3. Auch das noch. Naja, jetzt bist Du eh außer Form und darfst nicht laufen. Aber wenn man dann auch noch Halzschmerzen etc. hat, ist das auch nicht schön. Dann ruhe Dich mal gut aus und werde schnell wieder gesund. Paß gut auf Dich auf !
    Lieben Gruß
    Kornelia

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    • Vor allem beruflich ist es grad richtig ätzend, schon wieder krank zu sein und nicht denken und arbeiten zu können – nicht laufen zu können ist mir da fast schon egal. Naja, Ruhe wird schon helfen, zusammen mit literweise Tee und Hustensirup.

      Dankeschön und liebe Grüße,
      Anne

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  4. Och Anne, das ist ja gemein vom Universum. Wünsche hervorragende Besserung und jetzt sollte sich der Krankheitsgott aber mal jemand anderes aussuchen, finde ich!

    Geduld – was für ein blödes Wort, oder?

    Wünsche Dir nen ganzen Sack davon und so.

    Anja

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    • Danke, liebe Anja! Wir können wahrscheinlich beide „Geduld“ zum Unwort des Jahres 2015 erklären und wären damit nicht allein. Aber was hilft’s …?

      Danke dir und lieben Gruß,
      Anne

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  5. Liebe Anne,
    ach herrjeh – erst mal: Gute Besserung!
    Da war dein Immunsystem vom Arbeitsbeginn wohl etwas überfordert. Nach der Ruhe wieder einzusteigen und dann wieder von vielen fremden Hustern umgeben zu sein, war dir wohl ein bißchen zu viel. Aber nimm dir die Zeit, die du brauchst, wenn du wieder fit bist, geht die Arbeit dann wieder viel leichter von der Hand. 🙂

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    • Liebe Doris,

      vielleicht will der Körper mir einfach signalisieren, dass ich noch nicht wieder so weit bin, voll arbeiten zu können. Aber er muss sich ja nicht gleich so heftig wehren, dass ich hier belle und röchele wie ein verendender Bernhardiner. 🙄 Naja, Geduld, Geduld, dann fließen die Ideen wieder!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Oh je. Das braucht ja echt keiner.
    Und was für Leistungsvorgaben setzt man euch denn, wenn man die schon im Vorjahr verpatzten kann? Finde ich sehr fragwürdig.
    Aber jetzt erst einmal gesund werden und dann haste bestimmt auch genug Power um noch was aufzuholen 🙂
    Ich wünsche dir viel gute Besserung
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Nervt echt, liebe Helge! Kein bisschen Besserung heute früh, muss ich wohl doch zum Arzt. Wenn der mir den Rest der Woche offiziell „frei“ gibt, hab ich vielleicht die Chance mich zu erholen und nächste Woche noch was zu schaffen in Richtung Leistungsvorgaben.

      Das Problem ergibt sich, weil wir eine bestimmte Anzahl von Kongressbeiträgen halten müssen, idealerweise auch auf einigermaßen hochrangigen Tagungen. Diese Beiträge müssen aber in der Regel mindestens ein halbes Jahr, meist sogar noch länger vor der Veranstaltung eingereicht werden, weil sie ja begutachtet werden, bevor man positiven oder negativen Bescheid bekommt … ergo sind mehrere wichtige Einreichungstermine Ende November, Anfang Dezember. Zum Glück wurde einer gestern offiziell um 2 Wochen verschoben, d.h. da hab ich evtl. noch eine Chance … 😎

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  7. Ach herrje, liebe Anne,
    ein wenig Trübnis in Deiner doch aufsteigenden Genesungskurve. Aber ich lese, Du kämpfst kräftig dagegen an, prima. Und was die Viren angeht: Die kriegst Du auch klein, da habe ich keine Bedenken. Da wirken 1, 2 Tage auf dem Sofa doch oft sehr gut. Gönn‘ sie Dir.
    Leistungsvorgaben in der Wissenschaft…? Mh. Ist das nicht kontraproduktiv?
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Liebe Elke, die Viren sind hartnäckig, ich liege schon den dritten Tag flach und kriege außer Teekochen nichts auf die Reihe, insofern bleibt mir nichts anderes als mir die Pause zu gönnen. Dem Knie bekommt das Ganze auch nicht (oder was auch immer der Grund ist, es tut jedenfalls weh). Gerade wird mein Optimismus auf eine ziemliche Probe gestellt. Was die Leistungsvorgaben angeht: Schwierig zu beantworten, aber ich denke, die Nachteile überwiegen und Quantität geht immer mehr vor Qualität. Hilft nur leider nichts, das so zu sehen … 😦

      Liebe Grüße,
      Anne

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  8. Oh je, so ein Mist liebe Anne,
    und Du warst so gut unterwegs – aber wie Du schon schreibst, wer weiß wofür es gut ist… Dein Knie tut die Ruhe vielleicht wirklich gut.
    Trotzdem wünsche ich Dir vom ganzen Herzen gute und schnelle Besserung damit Du Deine Arbeit nachgehen kannst, denn das wäre ja wichtig!

    Ganz liebe Grüße Anna

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    • Danke für die guten Wünsche, liebe Anna! So einen hartnäckigen Infekt hatte ich lange nicht mehr, ich fiebere immer noch und mir tut alles weh. Dem Knie scheint die Ruhe auch nicht wirklich gut zu tun, eher im Gegenteil. Naja, mal sehen, wie sich das nach Abklingen der Erkältung anfühlt, evtl. muss ich vor Weihnachten doch noch einmal versuchen, einen Arzttermin zu kriegen.

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Anne

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