Immer weiter, immer schneller?

Vorab: Dieser Beitrag gibt meine ganz persönliche Sicht der Dinge wieder. Das tut natürlich jeder andere auch – ich schreib’s nur in diesem speziellen Fall sicherheitshalber dazu, weil sich mancher angegriffen fühlen könnte durch diese Sicht.

Wenn man Sport- und momentan auch Arbeitspause hat, dann hat man ja viel Zeit zum Lesen in verschiedenen Blogs. Und zum Nachdenken über das, was da so geschrieben, kommentiert und diskutiert wird. Ein Thema, das mir dabei  ins Auge springt: „Immer weiter!“. Alternativ: „Immer schneller!“ Als bedeute „Laufen“ vor allem, sich (Leistungs-)Ziele zu setzen und die eigenen Grenzen immer weiter raus zu schieben, (fast) egal um welchen Preis.

Da ist die – nicht despektierlich gemeint! – „Schneckenläuferin“, die sich nicht mit kürzeren Strecken begnügen mag, sondern sich beweisen will, dass sie Marathon kann.

Da ist der – ebenfalls nicht despektierlich gemeint! – stämmige Mann mittleren Alters, der sich nach erst jüngst überstandener Knie-OP auf eine Mehrtages-Wanderung mit 40 km-Etappen im hügeligen Gelände macht und in einem knappen Dreivierteljahr einen 100 Meilen-Lauf anstrebt.

Da ist die ebenfalls am Knie operierte Ultraläuferin, die nach monatelanger Pause gerade erst wieder die ersten Laufkilometer absolviert hat – und von Kommentatoren auf ihrem Blog motiviert wird, jetzt wieder den Marathon, am besten aber 12- und 24-Stunden-Läufe auf die Agenda zu setzen.

Da ist der Läufer, der erst vor ein paar Monaten dem Tod gerade so von der Schippe gehüpft, aber nun frustriert ist, weil er seine alten Zeiten nicht wieder erreicht.

Mir ist diese Art des Laufens über die letzten Jahre fremd geworden. Ich will sie keinesfalls abwerten. Warum auch? „Sich durch sportliche Leistung bestätigen“, „Selbstdisziplin und –überwindung schulen“, „den Körper intensiv spüren“, „Anerkennung erhalten“ – welche Motive und Bedürfnisse auch dahinter stehen mögen, sie sind grundsätzlich wertvoll. Und sie sind die Sache eines/einer jeden Einzelnen, solange sie den Bedürfnissen anderer nicht im Übermaß in die Quere kommen.

Ich merke nur, dass ich damit nichts (mehr) anfangen kann. Das mag damit zusammenhängen, dass das Thema „Leistung“ für mich im beruflichen Bereich ein so dominantes geworden ist, das ich es nicht auch noch in der Freizeit in den Vordergrund rücken will. Es mag auch damit zusammenhängen, dass ich in den letzten Jahren immer wieder langwierig verletzt war und akzeptieren muss, dass mein Körper nur begrenzt für’s Laufen gebaut ist. „Immer weiter, immer schneller“ klappt einfach nicht – es sei denn, ich investiere einen enormen Aufwand an Zeit und Geld in ein physiotherapeutisches Begleitprogramm (und selbst dann wäre der Erfolg nicht gesichert).

Aber ich frag mich: Will ich das? Und muss das sein? Wie oben geschrieben: Die Fragen kann jede/r individuell für sich beantworten! Für meinen Teil bin ich einfach nur froh um jeden schmerzfrei genossenen Laufkilometer, der keine unangenehmen Folgen nach sich zieht. Und wenn ich mal wieder bei einem offiziellen Lauf teilnehmen sollte, werde ich mich sicher anstrengen – ansonsten müsste ich mir keine Startnummer umbinden. Aber ich kann mir nicht mehr vorstellen mich zu „quälen“, um eine bestimmte Strecke zu schaffen oder eine Wunschzeit zu unterbieten.

Entsprechend kann ich auch damit nichts mehr anfangen, wenn jemand zu einem Blogbeitrag über mein verletzungsgeprägtes Rumgehoppel kommentiert, das Tempo bzw. die Strecke sei ja „schon wieder ganz ordentlich“. Oder wenn es womöglich auf die ersten zaghaften Laufversuche nach meiner Meniskus-OP hin heißen wird, da sei bald wieder „mehr drin“ und ich könne doch bei Wettkampf xy wieder an den Start gehen. Solche Kommentare sind bestimmt nur motivierend und liebevoll gemeint. Für mich suggerieren sie aber, ich möge doch bitteschön auch entsprechenden Ehrgeiz entwickeln und mir „gescheite Ziele setzen“.

Meine Reaktion darauf: „Is nich!“ 😉 Jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Warum nicht? Weil mir das einfach nicht genug gibt! Menschen ändern sich. Und ihre Ziele ändern sich mit ihnen. Gilt möglicherweise auch für mich. Vorerst gilt allerdings: Ich will einfach nur (wieder) laufen. Nicht weniger. Aber auch nicht mehr. Für Momente wie diesen. Alles Weitere ergibt sich dann.

2012-07_10_Tälchen06

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38 Gedanken zu “Immer weiter, immer schneller?

  1. Hallo Anne, ich teile deine Einstellung zum genussvollen Laufen. Immer weiter, immer schneller brauche ich auch nicht mehr. Das Laufen soll mir einen Gegenpol zum sonst stressigen Alltag bieten. Übrigens wohne ich in „deinem Tal“ und finde es dort auch sehr schön… Mach weiter so, laufe mit Genuss und viel Glück für die OP!

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    • Hallo, liebe Heike, willkommen auf meinem Blog! Du lebst im Tälchen? Schöööön!

      Neben der „Immer schneller, immer weiter“-Fraktion gibt es auch andere Arten zu laufen – das Genuss- Entspannungslaufen ist eine davon. 🙂 Mal so, mal so – jede wie sie will!

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  2. Liebe Anne,

    es liegt wohl in der Natur des Menschen nach dem „Mehr“ zu streben. Das ist im Job so, in Bezug auf Geld und Position, im Privatleben (Mein Haus, mein Auto, mein Boot) und im Sport halt eben auch.

    Ich nehme mich da nicht aus, obwohl ich sicher nicht der klassische Wettkampfläufer bin. Außerdem ändern sich Ansichten. Nachdem ich zweimal einen Marathon wegen Verletzung und Erkrankung sausen lassen mußte, hatte ich mir geschworen mich nie wieder zu einem Marathon anzumelden. Nun stehe ich Sonntag doch wieder am Start und es wäre wieder fast in die Hose gegangen. So ist das halt, was schert mich mein Geschwätz von gestern? 😉

    Ich bewege mich auch am liebsten in meiner Komfortzone, aber ab und zu aus dieser ausbrechen um dem ganzen wieder etwas Würze zu geben, kann halt doch mal nicht schaden 😎

    Und warum soll nicht auch eine „Schneckenläuferin“ nicht einfach mal den Wunsch und das Ziel haben einen Marathon zu laufen? Sie war und ist doch sehr glücklich, dass sie es geschafft hat.

    Das Thema „Unvernunft“ ist hierbei sicher ein anderes. Ob diese Gewaltwanderung unter diesen Titel fällt, muß derjenige für sich selber entscheiden.

    Und wenn eine lange außer gefecht gesetzte Ultraläuferin animiert wird wieder an die langen Kanten zu gehen, könnte es vielleicht auch daran liegen, dass wir wissen, dass sie das auch gerne will?

    Zudem denke ich, dass wer über das Thema Laufen bloggt eben einfach einwenig mehr für dieses Thema brennt und deswegen auch eher den Hang zum „Mehr“ hat.

    Ich denke, dass es abertausende von Läufern gibt, die absolut keine Ambitionen haben immer schneller und weiter zu laufen. Nur schreiben diese dann eben auch nicht über das Thema.
    Das soll jetzt aber bitte keine Aufforderung an Dich sein, nicht mehr zu bloggen!!!!!!! 😀

    Laufen soll doch Spaß machen. Und diesen Spaß definiert halt jeder anders. Die einen suchen Entspannung und Streßabbau vom Job, die anderen suchen den Kick des Wettkampfes und anderen brauchen eben die Herausforderung, des immer weiter und immer höher usw usw.

    Es ist doch das schöne, dass es jeder mit dem Laufen halten kann wie er will. _Und nicht jeder liebe und gut gemeinte Kommentar paßt, aber das kann der Empfänger doch für sich bewerten und mit einem Lächeln oder Schulterzucken sagen: Lass mal stecken. Muss nicht, nicht jetzt, nicht später, nie. Oder eben doch irgendwann, weil sich die Zeiten, weil man sich selber mal wieder ändert 😀

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker,

      da sind wir uns einig!

      Wie ich ja auch schrieb: Jede/r wie er/sie will. Aber das heißt eben auch, dass es andere Ziele gibt als „Leistung“ und „Mehr“ und dass wir dem Ziel des „Mehr“ folgen können, aber nicht müssen, auch wenn es ein Stück weit (was ich auch glaube) in unserer Natur liegt. Insofern mögen die Schneckenläuferin, der Gewaltwanderer und all die anderen ihren Bedürfnissen folgen. Ich folge meinen. 🙂

      Einen besonders engen Zusammenhang zwischen „für das Thema Laufen brennen“ und „nach Mehr streben“ sehe ich allerdings nicht. Das könnte ja im Umkehrschluss gedeutet werden als „Wenn nicht nach Mehr strebt, brennt wohl auch nicht für’s Laufen“ – was mMn nicht stimmt, zumindest wenn man das „Mehr“ als „mehr Leistung“ versteht.

      Was die Kommentare angeht: Klar, so manche verunglückte Äußerung kann und sollte man als „gut gemeint, aber für den Moment unpassend“ weglächeln. Allerdings ist mir die Bloggerwelt in dieser Hinsicht manchmal auch zu heil, zu glatt und zu oberflächlich. Aber das wäre ein anderes Thema … 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. Ich denke da immer an diesen Spruch „Höher, Schneller, Weiter“ und das viele Blogs eigentlich nur vom „Schneller“ handeln.

    Ich habe gerade meinen ersten Marathon überstanden, mit einer Zeit knapp unter 5 h. Und? Klar gibt es viele die schneller sind, aber habe ich nur den Eindruck das diese auch viel mehr Probleme danach hatten oder haben.

    Im Vorfeld erzählten mir Kollegen und Bekannte, das die Zeit die ich plane, doch recht langsam sei. Meine Antwort war dann immer: „Ich will gar nicht schnell, mir macht das Laufen Spaß und ich will auch noch in 20 Jahren laufen.“ Die Reaktionen waren meistens Unverständnis.

    Frei nach dem Motto: „Ich kann schnell, aber lange laufen.“

    In diesem Sinne, freue ich mich auf den nächsten Lauf.

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    • Hallo Dominik,

      willkommen auf meinem Blog! Und sorry für die späte Antwort, ich hab den Kommentar gerade erst gefunden.

      Ja, viele Blogs handeln auch nach meinem Eindruck fast nur vom „Schneller“. Oder vom „Weiter“. Schadet ja nichts. Solange der/die Betreffende da mit sich und seinem Körper im Einklang ist, ist alles gut. Du bist mit dem ruhigen Laufen zufrieden und verträgst es prima – auch alles gut! Ich wünsch dir, dass das so bleibt und dass du immer so viel Freude am Laufen behältst wie im Moment.

      LG,
      Anne

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  4. Hallo Anne,

    ich habe lange versucht die 3h Marke im Marathon zu knacken. Und bin gescheitert. Daraus habe ich meine Lektion gelernt. Irgendwo ist die Grenze meiner Leistung erreicht. Es soll ja auch noch Spaß machen und die Familie nicht zu kurz kommen. Ob ich jedoch in ein paar Jahren das nochmals in Angriff nehme weiß ich nicht. Dann vielleicht mit meinem Sohn zusammen?!

    Aber länger, extremer, etc. wird es bei mir trotzdem. Seien es Bergläufe und bergige Marathons, 6 Stundenläufe oder Ultras. Wahrscheilich wird es bei mir auch noch länger, extremer, etc. Aber es macht mir Spaß. Ich quäle mich nicht dabei. Sonst würde ich es nicht machen. Und der Stolz danach ist einfach grandios.

    Also für andere würde ich all das nicht tun. Sondern weil ich es will. Wie ich mit Verletzungen, Krisen, etc. umgehen würde weiß ich noch nicht. Aber ich hoffe das ich dann vernünftig genug wäre.

    Grüße Markus

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    • Hallo Markus,

      so wie du deinen läuferischen Werdegang beschreibst, kann ich ihn sehr gut nachvollziehen. Ich glaube, für jeden und zu jeder Lebensphase gibt es einen passenden Weg zu laufen – den gilt es bewusst herauszufinden! Solange Laufen Freude macht und nicht zu Verletzungen führt, ist alles gut. 😎

      Weiterhin viel Freude und gesundes Laufen,
      Anne

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  5. Liebe Anne,
    ich glaube solche – bzw. so ähnliche Gedanken kennt jede(r) von uns Läufern (und erst recht die Läuferblogger, weil die ja vielleicht noch mehr als andere die Möglichkeit haben, die Sichtweisen der Anderen mitzuverfolgen.) Ich ertappe mich ja selbst auch immer wieder mal, dass ich etwas lese und dann kopfschüttelnd und „nee, also wirklich, ist das so klug?-denkend“ da sitze! 😉
    Andererseits kann ich mich dadurch aber auch darin üben, die anderen tun, denken und schreiben zu lassen, was sie für richtig halten und mich, wenn es mal so gar nicht mit meinen Vorstellungen vom Laufen übereinstimmt, bei Kommentaren zurückhalten. 🙂

    Die wichtigste Frage hast du ja selbst obenschon geschrieben: Will ICH das? (was auch immer ich gerade mache) 🙂

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    • Liebe Doris,

      die Intention meines Beitrags war nicht, über das Laufen anderer zu urteilen – dass ich manche in ihrem Streben nach oder Empfehlen von Zielen nicht verstehe, heißt ja nicht, dass ich ihr Verhalten nicht gut heiße oder ihnen Vorschriften machen will. Meistens halte ich mich ja auch mit Kommentaren zu solchem Verhalten zurück – wobei ich finde, dass ab und an eine kritische Meinungsäußerung von mehr Wertschätzung für den anderen zeugt als das unkritische Beifallspenden. 🙂

      Meine Intention war eigentlich nur, meine – derzeit völlig unambitionierte – Haltung zum Laufen zu reflektieren und die Gedanken in einem Blogbeitrag zum Thema „Was bedeutet mir Laufen“ auf den Punkt zu bringen. Und für mich bedeutet Laufen derzeit in keinster Weise „schneller“ oder „weiter“. Mit anderen Worten: Ich weiß, was ICH will – und zwar aus freien Stücken will. Und solange andere das aufrichtig über sich selbst sagen können, ist alles gut. 😎

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  6. So sind wir Menschen eben. Geben uns selten mit dem zufrieden, was wir haben, können uns nur schwer trennen vom Höher, Schneller, Weiter. Liegt vielleicht auch in uns? Kann Dich gerade sehr gut verstehen, weil meine Lauflust auch nicht gerade die ist, die sie mal war. Aber letzlich ist jeder seines Glückes Schmied. Und wenn es manchem was bringt, dem Höher, Schneller und Weiter sich hinzugeben, dann ist es gut. Und wenn es dem Nächsten gehörig missfällt und er sich dem entzieht, auch gut. Das Leben ist bunt und hat viel zu bieten. Und so geht / läuft jeder seinen eigenen Weg.
    Lieben Gruß
    Kornelia

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    • Liebe Kornelia, das Fehlen ambitionierter Ziele würde ich nicht mit fehlender Lauflust gleichsetzen. Genau diese Gleichsetzung, gepaart mit einer gewissen Verständnislosigkeit, nehme ich aber bei manchen ambitionierten Läufer/innen war. Und umgekehrt ist mir das echte Verständnis für ambitionierte LäuferInnen verloren gegangen, vor allem wenn ich von außen den Eindruck habe, sie sind gar nicht sooo glücklich mit diesen Ambitionen.

      Nichtsdestotrotz: Erstens kann ich das nicht beurteilen und zweitens bleibt es unabhängig von Verständnis oder Nichtverständnis beim Grundsatz „Laufen und andere laufen lassen – jede/r wie sie/er will“! 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne,

    warum kommt mir das so bekannt vor ? Weil ich ähnliche Gedanken bereits des öfteren auf meinem Blog von mir gegeben habe.

    So verschieden die Menschen sind, so unterschiedlich ist ihr Laufverhalten. Die eine trainieren emsig auf realistische Ziele, erreichen diese oder auch nicht, andere wiederum überschätzen ihre Fähigkeiten und kommen nie dort an, wohin sie gerne hinkommen möchten.

    Habe schon so viele Läufertypen kennen gelernt, ihr Verhalten studiert. Viele davon sind in den Jahren auf der Strecke geblieben, weil sie sich entweder übernommen und/ oder aber ihre ehrgeizigen Ziele nicht erreicht haben, verloren die Lust am Laufen und waren nie mehr gesehen.

    Andere – und dazu zähle ich mich- haben sich langsam heran getastet, sich behutsam gesteigert, nie die Freude und Lust am Laufen verloren, weil der sogenannte Wettkampf, mit aller Gewalt irgendwelche Zeiten zu erreichen, NIE mein Ziel war. Spärlich verteilte lange, offizielle Läufe übers Jahr haben mir Freude gebracht, natürlich war ich auch nicht traurig über persönliche Erfolge.

    Alles in allem habe ich nie die Freude am Laufen, an der Bewegung verloren, im Gegenteil, ein Leben ohne für mich kaum vorstellbar.

    Das Leben ist laufenswert
    sag‘ ich doch
    jeder nach seinem Gusto
    leben und leben lassen
    herausfinden
    was einem am besten tut

    Ganz liebe Ostseegrüße ♥

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    • Liebe Margitta,

      ja, ähnlich und doch ein bisschen anders waren und sind deine Gedanken. Mir geht es gar nicht so sehr darum zu beurteilen, was für wen realistisch und „vernünftig“ ist und wie man/frau das Läuferleben gestalten sollte, um gesund zu bleiben – auch wenn ich das natürlich auch für sehr wichtig halte.

      Für mich ist eher der Gedanke zentral herauszufinden, was man mit dem Laufen eigentlich will und was einem daran gut tut. Und zwar ohne sich von dem beeinflussen zu lassen, wie andere das Laufen anpacken. Bei FB kommentierte jemand mein Posting „Es gibt einen Druck unter Freizeitläufern, gerade auch durch FB, immer „Leistung“ bringen zu müssen. Aber manchmal ist schneller und weiter nicht das, worauf es ankommt.“

      Genau darauf wollte ich mit meinem Posting raus. Klar, nicht jede/r nimmt diesen Druck wahr, der ja auch unter Bloggern unterschwellig vorkommt. Und unabhängig von seiner Existenz muss ja niemand ihm nachgeben – jede/r lebt sein läuferisches Anderssein wie sie/er will.

      Aber natürlich wünsche ich mir nichtsdestotrotz, dass meine Art zu laufen von anderen auch „richtig verstanden“ wird und dass sie z.B. auf meine Blogposts so reagieren, wie es zu meinen Bedürfnissen passt. Also versuche ich die Bedürfnisse klar zu machen, ob das ankommt und ob andere sich daran orientieren wollen, steht auf einem anderen Blatt. 🙂

      Mindestens ebenso liebevolle Moselgrüße zurück,
      Anne

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  8. Liebe Anne,

    ich kann Deine Zeilen sehr gut nachvollziehen. Ich glaube aber auch, dass ich nur durch meine körperlichen Unzulänglichkeiten gelernt hab, einfach „nur“ zu laufen. Ja, bei den wenigen offiziellen Läufen packt mich auch der Ehrgeiz aber ich werde den Teufel tun, auf irgendwas hin zu trainieren.

    Ich kann mir aber extrem gut vorstellen, dass ich auch nach Höher, Schneller, Weiter streben würde, wenn ich nicht aus ausgebremst wäre. Von daher..

    In der Tat denke ich auch manchmal beim Lesen, dass es gut wäre, wenn es nicht immer nur nach Zeiten usw. gehen würde – das Laufen (und wahrscheinlich auch andere Dinge im Leben) hat mehr zu bieten als Ziele zu erreichen. Für mich ist hier definitiv der Weg das Ziel.

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja,

      „früher“ hatte ich beim Laufen auch mehr Ehrgeiz – dagegen ist ja auch nicht das Geringste einzuwenden. Nur haben sich die Bedürfnisse eben geändert, auch bei mir spielten die Verletzungen (neben beruflichen Veränderungen) dabei eine große Rolle. Und auch bei mir ist gerade einfach der Weg das Ziel – das wollte ich mit meinem Beitrag vermitteln (und keinesfalls auf den ambitionierten Läufer/innen rumhacken). 🙂

      Viele Grüße,
      Anne

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    • Keine Sorge, Jörg! Kann mich an nichts dergleichen erinnern – und es würde auch nicht zu dir passen.

      Ich hoffe einfach, dir macht das Laufen weiterhin Freude, auch wenn es nicht mehr immer schneller und immer weiter läuft. 🙂

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  9. Liebe Anne,

    jedem Tierchen sein Pläsierchen, sag ich da nur 🙂
    Ich denke, jeder muss in sich hineinhören und dann entscheiden, was der richtige Weg ist. Falls jemand seinen Körper kennt, wird er das richtige tun, wenn nicht, muss er die Konsequenzen tragen.
    Ich gehöre glücklicherweise, wie Du auch, zu den wenig ambitionierten und eher vorsichtigen Menschen. Mein Körper hat es mir bislang immer gedankt und ich war von längeren, durch Unvernunft bedingte Laufpausen bislang verschont.

    Deshalb, lasse rennen 😉

    Salut

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    • Lieber Christian, ja, du gehst (von vereinzelten Gewaltaktionen abgesehen 😉 ) eher vorsichtig mit der Lauferei um. Aber selbst wenn’s anders wäre: Das müsstest du selbst wissen. Wie ich in meinem Posting mehrfach schrieb, will ich niemandem was vorschreiben und auch nichts werten!

      Mir ging’s einfach darum, für mich zu reflektieren und in meinem Posting rüberzubringen, dass *für mich* „Laufen“ und „Leistung“ in absehbarer Zeit nicht zusammen passen und dass ich mich daher unverstanden fühle, wenn jemand meine Lauferei unter Leistungsgesichtspunkten kommentiert.

      Liebe Grüße,
      Anne

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      • Liebe Anne,
        das wird wohl nie vermeidbar sein. Fündig ist „Leistung“ etwas ganz anderes momentan, wie für viele andere Läufer, deshalb gräm Dich nicht und hoffe auf bessere Zeiten, und das meine ich ganz und gar nicht unverschämt oder motivierend, sondern eigentlich voller Mitleid für Deine jetzige und wahrscheinlich auch mittelfristige Situation. Mach es gut!

        Salut

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          • Danke für die guten Wünsche, lieber Christian! Missverständnisse sind einfach unvermeidbar, unterschiedliche Sichtweisen auch – alles andere wär ja langweilig. Für mich gehen „Laufen“ und „Leistung“ grad wirklich nicht zusammen – ich weiß noch nicht, ob sich das nochmal ändern wird. Kann, muss aber nicht. Gesundwerden hat Priorität – und das wird klappen, wenigstens da bin ich sicher.

            Liebe Grüße,
            Anne

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  10. Liebe Anne,
    das Schöne an der Lauferei ist in meinen Augen, dass es jede/r halten kann, wie er/sie will und nirgendwo ein Chef ist, der einem Vorgaben macht. Die macht man sich selber oder eben nicht. Insofern mag vielleicht mancher von sich auf andere schließen und mit gut gemeinten Kommentaren motivieren wollen. Doch man muss ja nicht auf ein Gleis gehen, auf das man nicht will. Sonst wird das Hobby noch zur Last. Und das wäre schade.
    In diesem Sinne wünsche ich Dir natürlich, dass Du bald einfach wieder laufen kannst, und alles andere findet sich dann.
    Genau!
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Liebe Elke, genau, jeder läuft wie er will und nimmt von anderen an, was er will. Manchmal ist es eben nur schade, wenn Kommentare unempathisch sind, weil sie nur die Sicht des Kommentierenden, aber nicht die des/der Bloggerin berücksichtigen. 😎
      Das mit dem Laufen verschieben wir dann mal auf nächstes Jahr – alles andere findet sich dann eben. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  11. Liebe Anne,
    ich bin ja der bekennende Spaßsportler. Trainingsplan kann man, muss man aber nicht haben. Ich bin aber auch die Wettkampfsau. Ich liebe es einfach. Ich könnte im Training niemals so schwimmen/radeln/laufen wie im Wettkampf. Wobei ich Wettkämpfe wo ich Letzte werde genau so genial finde, wie die, wo es aufs Podium geht.
    Soll heißen, Zeiten sind mir egal. Da ist es so, wie du sagst: Erfolgsdruck gibt es genug im Beruf, da muss ich das nicht im Sport noch haben.
    Aber Herausforderungen brauche ich auch. Also ein anspruchsvollerer Wettkampf, höhere Berge oder sowas.
    Und genau das ist für mich auch der Spaß. Ohne Zwang sich neuen Herausforderungen stellen. Auch mal auf die lockere Art scheitern, weil es eben um nichts wirklich wichtiges geht. Und auch mal an Grenzen gehen, weil wir Menschen diese Grenzen nicht mehr im Alltag überschreiten. Wir müssen nicht mehr vor Feinden flüchten, nicht mehr um unser Leben kämpfen und nicht mehr weite Strecken zurück legen, um Nahrung zu finden.
    Heute laufen wir halt Marathon oder machen Langdistanzen.
    Ich kenne Menschen, die laufen seit gefühlt Jahrhunderten und hatten nie den Drang einen Wettkampf zu bestreiten. Sind glücklich und zufrieden und alles ist gut. Ich kenne andere, die haben überhaupt erst angefangen mit dem Trainieren, weil sie einen Wettkampf machen wollen.
    Und diese brauchen immer neue Ziele um sich zu motivieren.
    Es liegt wohl an der Natur des Einzelnen, was er mit dem Laufen (oder Sport generell) so anfängt.
    Aber Hauptsache, die Leute bewegen sich. Sind draußen und tun was anderes als jeden Abend vor der Klotze zu hängen 🙂
    Wie ich das so lese, sind wir uns ja alle in diesem Punkt einig.
    Dir liebe Anne, drücke ich die Daumen das die OP Folgen erträglich und schnell wieder verheilt sind. Und das du dann mit ganz viel Freude genau auf deine Art das Laufen genießen kannst 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge, dank dir sehr für deine Gedanken! Menschen sind da in der Tat sehr unterschiedlich und ändern sich auch, wenn sich ihre Lebenssituation ändert. Es hat Zeiten gegeben, da hab ich auch die Herausforderung beim Sport gesucht und mir hohe Ziele gesteckt. In den letzten zwei, drei Jahren war ich anderweitig mehr als genug gefordert, da passte „Leistung“ und „Grenzen überschreiten“ beim Laufen nicht mehr rein. Laufen ist Ausgleich – und das soll es auf jeden Fall wieder werden. Ob’s wieder mehr wird, wird sich zeigen. Erstmal ein Schritt nach dem anderen. Ich merk jedenfalls, dass mich ein Ziel wie: Ich will im nächsten Sommer wieder Halbmarathon laufen“ (nur als Beispiel) nicht motiviert. Einen Ausblick wie den auf das Tälchen zu erleben, nachdem ich den Anstieg „hochgedieselt“ bin, dagegen schon.

      Liebe Grüße und danke auch für die Besserungswünsche,
      Anne

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  12. Wie auch der Volksmund weiß, kann weniger auch manchmal mehr sein. Und das nicht nur beim Laufen. Insofern isses wurscht, was man macht: es ist immer irgendwie richtig 😉

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  13. Liebe Anne,
    ich verstehe Dich sehr gut. Wir sind uns virtuell in einem eher, ich möchte das mal so nennen, „leistungsorientierten“ Forum über den Weg gelaufen. 🙂 Ich fing‘ erst an zu laufen damals, und es ging stetig bergauf mit der Leistung. Der Ehrgeiz war geweckt, und ich bin den ein oder anderen Wettkampf (letztendlich doch sehr wenige) gelaufen. Darauf habe ich mich immer mit Plan vorbereitet. Machte Spaß (außer am Ende), und ich habe mich über die Erfolge, die mir in meinem Rahmen möglich waren, gefreut.
    Aber irgendwann hatte ich keine Bock mehr auf Plan oder Zeiten hinterherzuhetzen. Ich lief einfach so – aus Spaß an der Freud und zum Ausgleich. Und es lief gut und locker!
    Dann ging es los mit meinem Rücken (von den Kopfschmerzen, die mich schon vorher regelmäßig zum regenerieren zwangen, mal gar nicht zu reden). Oft musste ich pausieren und wieder von vorn starten. Es gab Zeiten der Unlust – Gedanken, die Laufschuhe an den Nagel zu hängen. Aber ich habe noch keine Möglichkeit für mich gefunden, so schön Abstand vom Alltag zu finden. Ich finde das Laufen an sich einfach herrlich und will es nicht missen. Und so ist es mein erklärtes Ziel, wieder zu einer Art von Laufen zu finden, sie mir zu erarbeiten, die mir genügt. Einfach locker ein los und danach entspannt nach Hause kommen. Das reicht mir persönlich aus. Zur Zeit sind es immernoch Geh-Lauf-Einheiten. Aber sie tun mir gut – sie bleiben ohne Folgen für meinen Rücken. Was will ich mehr? Und irgendwann laufe ich die 30-50 Minuten, die ich zur Zeit unterwegs bin, auch wieder durch. Es ist egal, wie lang das dauert. Ich höre auf meine Körper – es bleibt mir nichts anderes übrig.
    Hmmm, jetzt habe ich mich etwas verzettelt. Auf jeden Fall – der Leistungsgedanke ist mir inzwischen total fremd. Trotzdem werde ich, so es mal wieder gut läuft, sicher mal wieder bei einem Volkslauf am Start stehen und mein Bestes geben. Aber sicher nie mehr total nach Plan darauf trainierten oder mich total quälen. Marathon war auch immer ein Traum – ad acta gelegt. Ich glauben, mein Körper will das nicht. Ich hoffe, dass ich in Zukunft vernünftig bleibe. 😉
    Auf jeden Fall wünsche ich Dir, dass Laufen für Dich einfach wieder ganz normal möglich wird und Du noch viele schöne Momente dabei erleben wirst!
    Liebe Grüße
    Bianca

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    • Liebe Bianca, da sind wir uns in mancher Hinsicht ähnlich! Diese Bestzeitenjagd war schon längere Zeit nicht mehr meins, Laufen war Ausgleich, immer wieder unterbrochen durch Verletzungspausen. Aufhören wollte ich allerdings nie, dafür funktioniert Laufen einfach zu gut, viel besser als jede andere Bewegungsform. Aber hochfliegende Pläne hab ich nicht mehr. Einfach nur laufen, das langt. 😎

      Dass das bei mir klappt und auch bei dir, wünsche ich uns beiden sehr – danke auch dir für die guten Wünsche! 🙂
      Anne

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  14. Hallo Anne,

    ein wirklich lesenswerter Artikel und ich teile Deine Meinung voll und ganz. Es spricht ja auch gar nichts gegen Wettkampfsport und Marathontraining – das hab ich lange genug selbst gemacht.

    Aber die Fähigkeit, mit zunehmendem Alter zu erkennen, dass das auf Dauer nicht gut gehen kann (und wird), ist dieser seltsamen Laufszene scheinbar völlig abhanden gekommen.

    Meine gesamte Laufgruppe, mit der ich Jahrzehnte lang trainiert habe, ist mittlerweile mit Knie-, Rücken- oder Fußproblemen komplett auf Monate (oder vielleicht für immer) außer Gefecht gesetzt. Obwohl man kaum noch schmerz- und fehlerfrei zur Werkskantine gehen(!) kann, wird sich dann im Alter von 57(!) ernsthaft über die daraus bedingte Nichtteilnahme beim Berlin-Marathon aufgeregt.

    Und die ebenfalls sehr geschätzten virtuellen Bekanntschaften schaufeln sich derzeit reihenweise – bei objektiver Betrachtung – nach überstandenen OPs bereits ihr gelenktechnisches Grab, in dem sie völlig absurde Ziele verfolgen, die selbst für junge, komplett austrainierte Sportler extrem anspruchsvoll sind. Wer dieses Jahr zumindest noch laufen konnte, beendet die Laufsaison schon im September (schmerzhaft), aber natürlich nicht ohne vorher noch auf allen Kanälen die neulich pulverisierte Bestzeit zu posten.

    Ich laufe jetzt seit 29 Jahren. Und ich kenne mittlerweile – quer durch alle Altersschichten – so gut wie niemanden mehr, der sich nicht mit ernsthaften Beschwerden herum schlägt. Aber ein ganz normaler Dauerlauf im Wald ohne Uhr ist ja schlichtweg nicht mehr en vogue. Lieber laufen wir uns alle in Hightech-Klamotten die Knochen kaputt und versuchen, dass dann fröhlich als Erfolg zu posten 🙂

    Viele Grüße aus dem Süden!
    Lars

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    • Lieber Lars,

      danke für die Anerkennung und für deinen mindestens ebenso lesenswerten Kommentar! Erschreckend, was du schreibst – und mir alles andere als fremd. Auch ich kenne genügend LäuferInnen, die sich nachhaltig ihr „Fahrwerk“ ruiniert haben, weil sie erst dann bemerkt haben, dass sie es gemessen an ihren körperlichen Möglichkeiten übertrieben hatten, als schon alles zu spät war.

      Gegen sportlichen Ehrgeiz finde ich nicht das Geringste einzuwenden. Aber die Fähigkeit eigene Grenzen zu erkennen und auch zu akzeptieren, dass die sich mit zunehmendem Alter verschieben, gehört eben auch zu einem guten Sportler. Zwar muss jede/r selbst entscheiden, was er sich zumutet. Aber für meinen Teil hätte ich keine Lust, mir mit 60 oder 65 ein neues Kniegelenk einsetzen zu lassen, weil ich mit Ende 40 gemeint habe, ich müsste mir und der Welt meine Fitness beweisen. Sport ist gesünder als Bewegungslosigkeit. Aber ein individuelles Zuviel an sportlicher Belastung richtet – zumindest aus orthopädischer Sicht – mehr Schaden als Nutzen an. Schön wäre, wenn wir immer erkennen könnten, wann aus dem „Viel“ ein „Zuviel“ wird. 😉

      Viele Grüße zurück aus dem Südwesten,
      Anne

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      • obwohl … wenn ich dazu noch was beitragen dürfte – platt und plump aber dennoch nicht gänzlich unwahr, wie ich meine – ..

        Aber erstmal noch ein: „Hallo Lars, dich lese ich immer wieder gerne irgendwo. Sogar dann, wenn ich dem Geschriebenen nicht zustimme. Würde dich ja eigentlich gerne irgendwann mal persönlich treffen (oder hatten wir schon das Vergnügen ohne dass mir das bewusst war?) solange die Gräten – deine und meine – noch funktionieren “

        ähh … was wollte ich gesagt haben ..? Genau: dass ich oben wirklich meinte, es ist im Grunde egal, was man wie macht. Denn letztlich enden alle, die Vernünftigen wie die Unvernünftigen (ich tue mich da immer total schwer mit der Einsortierung – wüsste nichtmal mich selber unterzubringen) genauso: unter der Erde 🙂 Nagut, die Knieprothese geht dann wohl auf Krankenkassenkosten und manch einer könnte sich ärgern, dass er die mitzahlen muss … aber die Aufrechnung, was nun günstiger ist für die Allgemeinheit und was nicht, das hat auch bei den Rauchern nie geklappt. Weiß immer noch keiner, wer nun für die große Menge billiger stirbt, gibt für beides belegende Studien und Rechnungen. Also gilt wieder: wie mans macht, macht mans entweder verkehrt oder richtig. Kann man so oder so sehen.

        Ob ich mir mal wieder ’ne Packung Fluppen kaufen gehen sollte … Lust hätte ich schon … und dabei gehen wenigstens Hüfte, Rücken und Knie nicht kaputt … 😉

        Nicht so ernst nehmen, das Geschreibsel. Wollte eigentlich nur sagen: SCHEISSWETTER! und Sonntag vormittags solls in Oldenburg auch schiffen wie blöd. Ist das ätzend. Regenläufe müssen doch wirklich nicht sein.

        Außerdem: Hallo Lars 🙂 und natürlich: Hallo Anne ::)

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  15. Hallo Anne,

    Ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen. Ich muss aber schon zugeben, dass es bei mir erst körperliche Stop-Signale waren, die mich zum Umdenken angeregt haben.

    Mittlerweile bin ich sehr dankbar dafür und genieße das Laufen mehr denn je. Nicht zuletzt, weil ich mich intensiv damit beschäftigt habe, gesünder und leichter zu laufen.

    Über meinen Weg zu mehr Leichtigkeit beim Laufen schreibe ich seit knapp zwei Wochen in meinem noch „taufrischen“ Laufblog unter http://www.mühelos-laufen.de. Würde mich freuen, wenn Du mal rein siehst. Und ganz besonders über dein Feedback dazu.

    Beste Grüße
    vom FlowRunner

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    • Hallo FlowRunner,

      vielen Dank für deinen Kommentar, den ich leider erst mit Verspätung entdeckt habe! Willkommen in der Bloggerwelt! 🙂
      Ja, man braucht vielleicht die körperlichen Stop-Signale um zu merken, was einem am Laufen wichtig ist und gut tut. Vielleicht würde ich anders denken, wenn ich nicht in den vergangenen Jahren dauernd irgendwas gehabt hätte. Aber mit diesen Erfahrungen gilt eben: Hauptsache laufen. Ich will nicht ausschließen, dass ich irgendwann wieder mehr Ehrgeiz entwickle und auch mal wieder schnell laufen will. Nur eben nicht in absehbarer Zeit.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  16. Hallo Anne,
    zu diesem Thema habe ich natürlich auch meine Erfahrungen. Nachdem ich bis 60 J. nie ernsthaft krank war, erwischt es mich seitdem ständig. Ich bin deshalb für jeden Tag froh, an dem ich gesund laufen kann. Der Erlebnischarakter des Laufens wurde für mich in den beiden letzten Jahren deshalb auch wichtiger und ich habe zunehmend an Landschafts- und Freundschaftsläufen teilgenommen. Es bricht mir auch kein Zacken aus der Krone, mit den letzten Läufern/Läuferinnen (meistens) ins Ziel zu kommen. Dennoch motiviert es mich auch, wenn ich mich um die eine oder andere Minute verbessern kann und ich freue mich sehr darüber.
    Liebe Grüße
    Harald

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    • Lieber Harald,

      ja, leider hat es dich die letzten Jahre doch gesundheitlich sehr heftig gebeutelt. Ich glaube, da fängt man an, das Laufen in einem anderen Licht zu sehen und sich in Richtung „Reiner Genussläufer“ zu entwickeln … kleinere und größere „Ehrgeizanfälle“ sind da sicher nicht ausgeschlossen. Die könnte ich auch bei mir nicht ausschließen, wenn ich erst einmal wieder so weit bin …

      Liebe Grüße,
      Anne

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