Deppendichte

Optimismus ist … von einer langwierigen Verletzung in die nächste zu laufen, eh schon einen ganzen Schrank voll Laufschuhe zu haben – und trotzdem Nachschub zu kaufen! Ich bin so schwach! 🙄

2015-09-12_Pegasus01Die dezent grauen Pferdchen haben eine sonnige Premierenrunde in schönster Umgebung verdient. Nur kurz: Laufzeit eine knappe halbe Stunde plus zwei Gehpausen. Im Schuh von Anfang an ein kuscheliges „Wie-zuhause“-Gefühl. Sind halt Sofas, fast schon unangenehm weich, aber was anderes vertrage ich derzeit nicht.

2015-09-12_Pegasus02Einen längeren Lauf hätte ich auch nicht vertragen. Aber wenigstens bin ich gelaufen. Gestern hab ich’s noch mal mit einer „Nach-Feierabend-Radrunde“ zur Entspannung versucht. Erkenntnis: Ich kann nur dann auf dem Moselradweg fahren, wenn ich bereits sehr entspannt bin. Wenn ich dagegen entspannen will, resultiert auf dieser Strecke das genaue Gegenteil: Blinde Autofahrer, unaufmerksame Spaziergänger, Kleinkinder ohne Helm und ohne sichere Beherrschung ihres Rades, die geballte Pedelec-Gefahr ungeübter Radeltouristen, … nee, nach einer Dreiviertelstunde hatte ich keine Lust mehr angesichts dieser Deppendichte! 😦

2015-09-12_Pegasus04Immerhin hab ich ein bisschen Frischluft abbekommen und mal kurz den Puls hochgetrieben. Und ich habe weitere Erfahrungsdaten gesammelt – alles im Dienste der Wissenschaft. Ich habe mich nämlich entschieden, die während meiner „Radlerinnenlaufbahn“ gewonnenen Erkenntnisse in Form eines Fachaufsatzes für die geneigte Öffentlichkeit aufzubereiten.

Arbeitstitel: „Der Deppendichtequotient als Indikator des Risikopotenzials von Radverkehrsanlagen: Mathematische Konstruktion eines Indexwerts  und nonlineare Approximation mittels implementierter dynamischer Algorithmen auf Basis empirischer Longitudinaldaten unter besonderer Berücksichtigung circadianer Variationen“.

Im Moment reicht das Datenmaterial noch nicht aus, so dass mir das Schreiben und der geneigten Öffentlichkeit das Lesen erspart bleibt. Und ich hoffe auch sehr, dass ich nicht allzu viel Gelegenheit zum Datensammeln haben werde, weil ich wieder mehr laufe. Da trifft man zwar auch auf Deppen – aber die stören nicht so! 😎2015-09-12_Pegasus03

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27 Gedanken zu “Deppendichte

  1. Ui, den Ritel Deiner Forschungsarbeit solltest Du nochmal überdenken. 😉

    Neue Schühchen? Ich hätte da auch schon wieder etwas, was mich reizt. Aber vermutlich würde die ansonsten beste alle Ehefrauen mir dann die Teile an den Kopf werfen…

    Die Farbgebung Deiner neuen Treter ist allerdings sehr nüchtern. Aber vermutlich sollen die auch für den Alltag taugen.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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      • Ok, vielleicht ist der Titel etwas sperrig … ich denk nochmal drüber nach! 😉

        Du hast ja wenigstens Grund neue Schuhe zu kaufen. am besten verweist du auf meinen Blog: „Sogar die Anne hat …“ 😎

        Im Alltag will ich die Schuhe nicht unbedingt tragen, da latsche ich sie nur schief. Aber ich wollte genau dieses Modell, von dem ich schon ein Paar in Weiß-Neongrün habe, mit dem ich sehr gut klarkomme. Zur Wahl standen Pink, Lila, Schwarz und eben Grau – da gefiel mir Grau am besten.

        Liebe Grüße; ich hoffe, du kannst morgen wieder auf die Piste!
        Anne

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  2. Liebe Anne,
    falls Du für Deinen Aufsatz multizentrisch arbeiten willst, könnte ich Dir einiges an Daten beisteuern, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob die Ethik-Kommission einer solchen Studie zustimmen wird :mrgreen:
    Radfahren bleibt für mich Mittel zum Zweck, zum entspannen taugt das Laufen, wie Du schon geschrieben hast, auch wenn es nur 30 Minuten sind.
    Neue Treter sind immer gut, auch wenn es momentan nicht so läuft, motivieren tun sie einen dennoch, gell? 🙂

    Salut

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    • Lieber Christian, „multizentrisch“ ist immer gut – erhöht die Publikationschancen. Was die ethische Seite angeht, kann man ja noch ein bisschen feilen. Vor allem an der Terminologie … jemand auf FB hat schon stocksauer angemerkt, es sei eine Sauerei Kleinkinder als Deppen zu beschimpfen (wobei ja gar nicht die Kinder die Deppen sind, die sind halt, wie sie sind. Deppen sind die Eltern, die ungeübte Vier- bis Fünfjährige ohne Helm und ohne wirkliche Aufsicht im Zickzack über den Weg brettern lassen, während sie mit ihrem Smartphone beschäftigt hinterher wandern).

      Zum wirklichen Entspannen taugt halt nur das Laufen – und wenn es schon so begrenzt läuft und man sich manchmal aufraffen muss, um nicht den Kopf in den Sand zu stecken, helfen neue Schuhe wirklich! 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne,

    da bin ich doch sehr froh hier in den Bergen zu wohnen – hier bin ich meist alleine unterwegs und kann ohne Störfaktoren meine Runden genießen 🙂 So kann ich leider nicht mit Daten beisteuern für Deinen Aufsatz 😉

    Also, neue Laufschuhe kann man immer vertragen, egal wie viele im Schrank schon rumstehen 🙄

    Liebe Grüße Anna

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    • Liebe Anna, du Glückliche! 🙂

      Neue Schuhe sind immer gut, solange man dafür sein Konto nicht überzieht und die Wohnung nicht über Gebühr vollstellt! Außerdem muss ich demnächst zwei Paare ausmustern, da „darf“ ich mir auch mal ein neues Paar gönnen. 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Also ich finde den Arbeitstitel recht griffig, liebe Anne :mrgreen:

    Ich bin ja auch nur noch ausschließlich in den Laufsofas unterwegs, sie sind halt auch für mich sehr bekömmlich. Von daher gut ist, was uns gut laufen läßt. Ich hoffe, dass es bei Dir auch bald wieder sorgenlos soweit ist.

    Welche sind es denn? Die Pegasus?

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker, ja, es sind wieder Pegasus-Pferdchen, Modell 31. 🙂

      Was den Arbeitstitel angeht: Vielleicht kann man ihn etwas straffen – aber eigentlich finde ich ihn auch sehr passend. 😉

      LG,
      Anne

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  5. Liebe Anne,

    ich fürchte, schon bei der Hälfte des Titels deiner Ausarbeitung bin ich raus 😆
    Aber Material könnte ich dir tonnenweise liefern.
    Sag Bescheid wenn du es brauchst.
    Und Laufschuhe kann man nie genug haben. Eventuell ist es ja auch ein gutes Zeichen und Motivation 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,
      angesichts deiner (verglichen mit meinen) unzähligen Radkilometer glaub ich dir gern, dass du über eine Fülle von Daten verfügst. Auf der Straße zu fahren ist ja mit noch bedrohlicheren Deppenkontakten verbunden … 🙄

      Ja, und Schuhe kann man (fast) nie genug haben – man sollte sowieso nicht alles nach Vernunftmaßstäben messen! 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Beim Radeln kann man sich hervorragend entspannen, dazu muss man aber dringend von Radlerautobahnen (und ich fürchte der Moselradweg gehört da dazu, auch wenn wir Dank Regen damals allein unterwegs waren) Ich kurble gerne Paßstrassen oder kleine Landstraßen hoch, das müsste doch in deinen Weinbergen auch gehen? 🙂
    Liebe Grüße Elke

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    • Liebe Elke,

      wenn mein Knie das akzeptieren würde, wäre ich mehr in den Weinbergen unterwegs. Aber ich muss derzeit mit relativ geringem Krafteinsatz fahren, so dass mir schnell die Gänge ausgehen. Außerdem gibt’s hier keine kilometerlangen Anstiege auf einsamen Straßen, die man friedlich hochkurbeln kann, sondern eine „Waschbrettlandschaft“, d.h. immer wieder Abfahrten, die viel Konzentration brauchen. Da zudem in Stadtnähe wenig Radler auf den Straßen unterwegs sind, kommen die Autofahrer damit nicht gut klar – in den Bergen ist das nach meinen Beobachtungen anders, da rechnen alle Verkehrsteilnehmer mit Radlern und nehmen Rücksicht.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Liebe Anne,
    Radfahren zur Entspannung – bei guten Wetter (so wie ich es mag) – auf Radwegen – geht nicht , wenn man schnell unterwegs ist. Das glaube ich gerne.
    Wenn man es aber macht wie ich und sich geschwindigkeitstechnisch anpasst, also nicht so sportlich unterwegs ist, dann geht das ganz gut. Ich gebe zu, dass ich beim Radeln sehr langsam unterwegs bin und so in der Masse „mitschwimme“ quasi. Allerdings ist es mir dabei durchaus möglich, vorausschauend zu fahren und den schnellen Flitzern Platz zu machen bzw., wenn ich nicht allein unterwegs bin, diese Gruppe rechtzeitig hintereinander einzuordnen, damit es keinen Unfall gibt. Und es gibt Deppen auf beiden Seiten – bei den langsamen und schnellen Radfahren. Ich könnte zum Beispiel ausrasten, wenn so ein Rennidiot von hinten angerauscht kommt, 2 Meter vor mir rumschreit und, bevor man reagieren kann, schon knapp an mir vorbeigedüst ist. DAS geht doch dann auch anders. 🙄 Die sind so schnell – man hört sie nicht kommen. Auch doof! Bei den Langsamen ist die Ausfwahl an Deppen allerdings sehr viel höher – da hast Du schon Recht. 🙂
    Schöne neue Treter kann man immer gebrauchen! Ich brauche auch ganz dringen neue – kann mich aber nicht entscheiden, was ich kaufen soll… 😕
    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
    Bianca

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    • Liebe Bianca,

      Rücksichtnahme im Verkehr ist für mich das Entscheidende – und du hast recht, manchmal sind gar nicht die Langsamen das Problem, sondern die Schnellen und zugleich Rücksichtslosen, die im Bedarfsfall auch mal rechts überholen oder eben ohne Vorwarnung vorbeizischen.

      Viel Spaß beim Schuhe-Aussuchen und liebe Grüße,
      Anne

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  8. Liebe Anne,
    also erst mal: Laufschuhkauf ist nie übertriebener Optimismus, sondern ein wichtiger Fingerzeig für den Körper, dass er sich schnell regenerieren und heilen soll, weil da schon ein neues Paar wunderhübscher Laufschuhe auf ihn wartet! 😆
    Zu deinem Arbeitstitel… hmmm… naja… also ich denke mal alle, die danach noch weiterlesen sind zumindest keine Deppen. Oder so. 😉

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    • Liebe Doris,

      ob mein Körper diesen Fingerzeig wahrnimmt? Ichweißjanicht … 😎

      Ich verwende den Begriff „Depp“ gar nicht für Menschen mit Bildungslücken oder mit – aus welchen Gründen auch immer – geringer geistiger Leistungsfähigkeit. Für mich ist ein Depp jemand, der überflüssige Fehler macht, weil er die geistigen Fähigkeiten, die er hat, nicht hinreichend einsetzt. 😎

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  9. Liebe Anne,
    der Laufschuhkauf geht allervollstens in Ordnung 😉 Dann muss ich den Schuh auch mal probieren, so gern ich doch weiche Sofas laufe! Komisch, der ist mir noch nie begegnet. Schön, dass Du wieder ein Läufchen machen konntest. Der Aufwärtstrend hält an. Wenn die Läufe wieder länger werden, kannst Du ja schonmal virtuell am ersten Kapitel Deines Papiers arbeiten 🙂
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Liebe Elke,

      verschiedene „Pegasus“-Modelle laufe ich, seit ich vor einigen Jahren auf neutrale Schuhe umgestiegen bin. Ich finde den Schuh angenehm und vom Preis-Leistungsverhältnis her super.

      Von „Aufwärtstrend“ würde ich nach dem letzten Rückschlag nicht reden – der Einweihungslauf war der erste nach 5 oder 6 Tagen Pause, weil das Knie zwischendrin nicht wollte. 😦 Immerhin: Gestern ging ein kurzer Lauf, vielleicht morgen noch, dann ist bis Sonntag (mindestens) Pause, weil ich nur mit Handgepäck auf Dienstreise kann und da die Laufsachen nicht mehr unterbringe.

      LG,
      Anne

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  10. Hallo, liebe Anne,

    was für eine grandiose Überschrift !!
    Als ob mir Ähnliches schon widerfahren wäre !!

    Du nimmst es mir nicht übel, wenn ich dem Titel deines Fachaufsatzes nicht auf Anhieb folgen kann, geistige Defizite !! 🙄

    Was ich andererseits gut verstehen kann, ist die Sache mit den neuen Schuhen, ein gut gepolstertes Sofa für deine geplagten Körperteile, wat mut, dat mut. Komischerweise erging es mir ähnlich, immer diese Versuchungen aber auch !! 🙄

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    • Liebe Margitta,

      dankeschön! 😆 Ich glaube, das Thema des Aufsatzes ist dir wohlvertraut, dazu musst du nicht jedes seiner Worte verstanden haben. 😎

      Und das mit den Schuhen, ja, neue Schuhe sind einfach gut für die Läuferinnenseele, auch und gerade in Verletzungspausen oder zwangsweise laufarmen Zeiten. Nur noch 5 Tage, gell??? 🙂

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  11. Liebe Anne,

    ich neige auch zu völlig unpassenden Laufschuhkäufen, also in Laufpausen. Aber was solls, mit irgendwas muss man sich ja die Hoffnung erhalten. Immerhin ein halbes Stündchen.

    Von dem Titel Deiner Arbeit verstehe ich kein Wort. Aber falls Du ein Online-Formular erstellst, ich werde es ausfüllen. Wie an der Mosel herrscht hier am Rhein mit den Rädern auch immer eine recht große Deppendichte. Ich kann evtl. Daten beitragen.

    Gruß
    Anja

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    • Liebe Anja,

      ja, Hoffnung aufrecht erhalten, sich mal was gönnen … es gibt gute Gründe für uns. 🙂

      Wenn ich den empirischen Teil der Studie vorantreibe, komm ich nur zu gern auf dein Angebot zurück,. Der Rhein muss wie geschaffen sein zum Datensammeln! Ist bei euch auch schon die Pedalec-Pest ausgebrochen? Ich sag nur: Ungeübte RadlerInnen auf Quasi-Mofas mit Affenzahn – aber ohne Helm … 🙄

      Viele Grüße,
      Anne

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    • Ich fürchte ja – in diesem Jahr bin ich ja kaum gefahren aber schon im letzten Jahr zeichnete sich das ab. Ich bin ja froh, dass es die Dinger gibt. Meine Eltern können so in ihrem mittlerweile rüstigen Alter tolle Touren machen – aber die tragen wenigstens nen Helm. 😉

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      • Ich finde auch, dass die Dinger sehr positive Seiten haben, indem sie älteren Menschen ein Stück Mobilität zurückgeben. Nur müssen die Betreffenden mit dieser Mobilität halt auch verantwortungsbewusst umgehen. Ich setz mich ja auch nicht in ein Auto, wenn ich nicht geradeaus fahren kann. 🙄

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