Bekloppt

Nach dem „mehrfach gebrauchten“ Tag gestern verhilft mir heute ein morgendlicher Handwerkertermin zu einem freien Vormittag. Für ein kurzes schnelles Morgenründchen vorweg reicht die Zeit zum Glück noch. Bei 12 (!) Grad kreisele ich um die Weiher – die dünne Windjacke über dem Kurzarmshirt ist trotz des kräftigen Windes viel zu warm. 🙄 2014-02-07_Muscarii

Ich weiß, sehr viele freuen sich, dass der Winter 2013/2014 wohl ausfällt. Ich find’s bekloppt! Nicht nur wegen der Besorgnis, dass möglicherweise noch das „dicke Ende“ mit Frost im April und Mai kommt, das meine kleingärtnerischen Aktivitäten blockieren würde. Sondern einfach, weil ich den Wechsel der Jahreszeiten mag. Der gehört sich einfach in unseren Breiten! Außerdem: Weil mir was fehlt, wenn ich nicht wenigstens einmal im Jahr durch knöcheltiefen Schnee gestapft bin. Wenn mir nicht einmal die eisige Kälte beim Laufen ins Gesicht gebissen hat. Und wenn ich nicht einmal im dichten Flockengestöber die erste sein durfte, die ihre Spur ins frische Weiß zieht. Wirklich, im Februar noch ein paar Tage Winter zu erleben, ohne dafür in den Urlaub fahren zu müssen – das wäre schon was! 😎

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18 Gedanken zu “Bekloppt

  1. Hallo Anne,
    das sehe ich genauso wie Du: Der Wechsel der Jahreszeiten ist etwas ungemein Reizvolles! Wie langweilig wäre es, am Äquator oder in der Arktis zu leben. Und zum Winter gehört einfach Schnee! Wenn man so von draußen ins warme Haus kommt, es sich gemütlich machen kann, von drinnen durchs Fenster die Schneeflocken tanzen sieht, oder durch schönen Schnee stapfen kann, ach das hat doch was!
    Tja, dieses Jahr ist es da in unseren Breiten mau … und wenn schon kein Schnee zu Weihnachten, dann sag ich mir mal, kann er jetzt auch wegbleiben. Zumal rein trainingstechnisch-egoistisch gedacht. Dennoch: Deine Sorge teile ich auch, dass da noch etwas nachkommt…
    Ich ringe mit mir wegen eines Laufs heute, der Wind rüttelt ganz gut am Dach…
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Hallo Elke, genau, ich könnte mir auch nicht vorstellen, in einer Region (fast) ohne Jahreszeiten zu leben oder im Winter nach Malle oder auf die Kanaren auszuwandern. Ich mag die „deutsche“ Wintergemütlichkeit!

      Meinen Lauf hatte ich heute früh – zum Glück. Eben auf dem Fußweg von einem Campus zum anderen hat’s mich so durchgerüttelt, dass ich dachte, ich flieg um – in den Wald geh ich heute nicht mehr!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Tja, wir haben hier oben alles gehabt, was Du vermisst. Nicht wirklich lange, aber immerhin. Mir reicht das, um den Wechsel der Jahreszeiten zu erleben 😉

    Und wenn bei Euch im April/Mai der Winter sein Versäumnis nochmal nachholt, sitzen wir hier hoffentlich schon im T-shirt :mrgreen:

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Lieber Volker, noch grinst du – aber sei gewiss, wenn ein später Winter kommt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ihr einen „Nachschlag“ bekommt als dass wir im milden Moseltal etwas davon merken. 😉

      Schönes Wochenende,
      Anne

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  3. Du sprichst mir aus der Seele. Heute sind bei uns 12 Grad und Sonnenschein. Da käme Frau als Gärtnerin ja fast in Versuchung….
    Mir fehlt der Winter auch, Schneeflocken einatmen, Spuren in den Schnee laufen und überhaupt. Bei einer Freundin sind die Stare schon da und machen das Haus sauber….

    Naja aber ändern können wir das Wetter nicht, da hilft nur das gesicht in die Sonne halten und vom Schnee träumen.

    LG Bärbel

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    • Tja, liebe Bärbel, ich hat schon überlegt, ob ich vielleicht die dicken Bohnen … 😉

      Die Zierkirsche vor dem Balkon fängt schon zu blühen an, verrückte Zeiten. Aber wie du schreibst: Wir ändern es ja nicht. Und träumen nur vom Schnee!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Liebe Anne

    ich kann dich sehr gut verstehen
    wenn wir hier auch nur kurze Zeit richtigen
    kalten, eisigen Winter hatten
    dann hatten wir einen
    mit allem Drum und Dran
    und mit deinen Befürchtungen
    dass das dicke Ende noch kommen könnte
    liegst du vielleicht gar nicht so verkehrt
    und dann
    dein armer Garten
    vielleicht doch noch im Februar
    oder Anfang März
    schließlich sind wir noch mitten im Winter
    dafür können sich die Schweizer nicht vor Schnee retten
    verrückte Welt
    hier Sturm
    dort zu viel
    dort zu wenig
    und wieder dort
    gar nichts ! 🙄

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    • Ja, liebe Margitta, ihr hab schon Winter gehabt – wir wirklich nicht. Bis Mitte März wäre er mir noch recht … danach … 🙄 dann muss der Salat ins Gewächshaus und unter Folie statt ins Freiland. 😦

      Verrückte Welt, hier rüttelt auch kräftiger Wind an den Jalousien. 🙄

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  5. Durch jungfräulichen Schnee zu stapfen macht ganz offensichtlich nicht nur Männern Spaß – so, nach diesem Kalauer hagelt es vermutlich wieder Bemerkungen 😉

    Aber ernsthaft: Mir geht es so wie Dir. Heute ein heftiges, aber auch heftig laues Lüftchen. Die Vögel zwitschern. Mir war so, als hätte ich einen Osterhasen durchs Gebüsch hoppeln sehen Das ist der Winter an der Mosel im Jahr 2014. Aber das eisige Ende wird noch kommen. Da bin ich ziemlich sicher.

    Wir werden noch stapfen, ganz bestimmt. Auch wenn dann im Wald vermutlich die Gefahr groß sein wird, dass uns ein Ast unter der Nassschneelast (ein interessantes Wort 😉 )vor die Füße fällt.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Tja, Jungfräulichkeit ist wohl nicht nur eine männliche Obsession … 😉

      Trotz des „Lüftchens“ wäre man heute früh in Shorts un T-Shirt vollkommen ausreichend bekleidet gewesen beim Laufen, wenigstens im halbwegs geschützten Weiherbereich. Hier auf dem Berg pustet es jetzt doch ganz schön kalt.

      Und ja, ich tippe auf ein eisiges Ende in der 2. Märzhälfte oder so. Mit oder ohne Nassschneelast. 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Also, ich bin froh, dass der Winter hier vorbei ist, immerhin hatten wir über 14 Tage knackigen Frost, die Seen waren zugefroren, ein Wochenende mit zweistelligen Minusgraden und schneidendem Nordost. Ich verlinke mal mein Album, da habe ich Fotos, und wer sich nach Winter sehnt, kann gucken, zumindest: http://ulrikejungk.magix.net/
    den Wechsel der Jahreszeiten finde ich auch gut, ich glaube, den Frühling findet man auch dshalb so toll, weil er den Kontrast bietet zu Kälte und Dunkelheit.

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    • Verständlich, liebe Ulrike, nach 14 Tagen in der Eiskammer! Schöne Bilder! Sowas in der Richtung würde mir auch reichen. 🙂

      Es ist bei mir genau, die du es beschreibst: Man freut sich so richtig auf den Frühling, wenn er den Kontrast zu und das Ende von Kälte und Dunkelheit bringt. Und das klappt in diesem Jahr irgendwie nicht.

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  7. Ja, so ein paar Tage. Von mir aus auch zwei Wochen.
    Knackig kalt uns Schnee. Aber bald. Im März darf dann der richtige Frühling allmählich kommen. (Also dann, wenn die Frühlingsblumen vermutlich schon fast wieder verblüht sind?)
    Dann darf es „richtig“ warm werden. (Nur bitte, bitte nicht wieder diese elenden 30°+x)

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    • Hoffen wir mal auf die zweite Februarhälfte oder Anfang März, liebe Birthe. Dann darf es wirklich warm sein. So ein paar 30 Grad + Tage im Sommer lass ich mir dann auch gern gefallen, von wegen „Wechsel der Jahreszeiten“ und so. Wochenlange Dürre muss es ja nicht gleich sein … 🙂

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