Verschrotten?

Zu viel zu laufen ist gar nicht gesund, das hab ich leider schon erfahren müssen. Die Erkenntnis habe ich damals mit einer monatelangen Laufpause wegen Schleimbeutelreizung und Plantarfasciitis (vulgo „Fersenseuche“) bezahlt. 2014-01-25_Weiher 003 Zu wenig zu laufen bekommt mir aber auch nicht. Und damit meine ich nicht nur das Körpergewicht, das zwar nicht weiter steigt, aber eben auch nicht sinkt und im Herbst schon deutlich niedriger war. Auch nicht nur die gelegentlich mäßige Stimmung.

Sondern vor allem den Bewegungsapparat. Im Moment komm ich mir mit meinen müden 20, 25 Wochenkilometerchen vor wie ein uraltes, verrostetes Auto, das zwar noch ein paar Wochen TÜV hat, aber jeden Moment liegen bleiben könnte: Hier zwickt die Achillessehne, da nörgelt das Schienbein, dort murrt der eine Fuß und am anderen prangt eine fette Blase, wo ich nie eine hatte. „Überlastung“ kann das ja wohl nicht sein … 🙄

2014-01-25_Weiher 001

Was tun? Verschrotten? Oder doch mit Geduld, Hartnäckigkeit und mehr Gymnastik versuchen, den Trümmerhaufen wieder flott zu machen und ein paar Kilometer mehr draufzupacken? Vielleicht fühlt sich dann alles wieder etwas lockerer an?! 😎

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28 Gedanken zu “Verschrotten?

  1. Liebe Anne,

    Gymnastik, Stabi-Übungen und gemäßigtes Laufen wird Dich schon wieder fit machen. Allerdings hat Karina Recht, wahrscheinlich zwingt Dich auch die viele Arbeit in die Knie, glaub mir, ich kenn das 😉 Vielleicht ist Urlaub gar keine schlechte Idee? 🙂

    Salut und mach langsam

    Christian

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    • Ich setze auch auf Aktivität, lieber Christian! So „jammerig“, wie er bei einigen angekommen ist, war der Beitrag gar nicht gemeint. Eigentlich wollte ich vor allem meiner Verwunderung darüber Ausdruck verleihen, dass ich mich bei (zu?) wenig Laufen körperlich verrosteter und verspannter fühle als beim Gar-nicht- oder Zu-Viel-Laufen. Trotzdem wäre Urlaub ganz schön … aber vor März wird das vermutlich nix. 😦

      Danke dir und liebe Grüße,
      Anne

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  2. Restaurieren statt verschrotten heißt die Devise. Ein Wellness-Urlaub muß her, mit Verwöhnprogramm und leichter Küche, viel Schlafen und Entspannen! Vielleicht sogar auf Schein, sprich Kur? 🙄

    Liebe Anne, pass auf Dich auf und denk mal drüber nach 😀

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Nee, lieber Volker, so schlimm ist es wirklich nicht, dass ich Urlaub auf Schein und Wellness bräuchte. Ich setze darauf, dass ich aus der Aktivität raus Strategien entwickle, mich zu entlasten. Urlaub hat ja nur einen temporären Effekt – wenn man danach mit Anforderungen genau so umgeht wie vorher, ist die Belastung ruckzuck wieder da bzw. sogar noch größer, weil im Urlaub vieles liegen geblieben ist und nachgearbeitet werden muss.

      Danke dir trotzdem für die wohlmeinenden Ratschläge!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne,
    ich bin felsenfest davon überzeugt, das diese ganzen Zipperleins (Ferse, Wade etc.) mit den Temperaturen zu tun haben 🙂
    Darauf schiebe ich es jedenfalls immer. Jeden Winter meine ich Muskeln zu spüren, die ich von März bis November gar nicht kenne.
    Ich glaube einfach das Muskeln im Warmen sehr viel besser funktionieren.
    🙂
    Also: Keine Panik. Das geht von ganz alleine wieder weg 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

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    • Liebe Helge,

      schön wär’s, dann könnte ich das Problem aussitzen und müsste keine Extra-Turnstunden einschieben! Angesichts der gar nicht so niedrigen Temperaturen und meiner gar nicht so schlechte Erfahrungen mit Winter schiebe ich das Knarzen im Gebälk aber doch eher auf falsche oder unzureichende Bewegung. 🙄

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Nicht verzweifeln, liebe Anne, so ähnlich habe ich mich auch schon gefühlt. Ich denke auch, es hat etwas mit hoher beruflicher Belastung zu tun.

    Nicht zu frustriert sein. Durchschnaufen, das ist jetzt wichtig.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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  5. Oh, wenn es danach gehen würde, wäre ich wohl auch schon längst auf dem Schrotthaufen gelandet. Da heißt es in die Hände spucken und wieder mit Geduld und Übungen rangehen. Fällt mir zugegebenermaßen aber im Moment auch schwer.

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    • Geduld, Übungen, ja, ich hoffe, das nützt was! Ich fühl mich eigentlich noch zu jung für’s Alteisen! 😉 Bleiben wir also beide am Ball, auch wenn es schwer fällt! 😎

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  6. Liebe Anne

    hört sich vielleicht abgedroschen an
    aber
    es wird alles gut
    diese Phasen werden irgendwann Schnee von gestern sein
    wech
    wech
    wech
    dann wirst du deine überflüssigen Pfunde im Wald und auf der Heide verlieren
    deine Leichtigkeit zurückgewinnen
    mehr Kilometer schmerzfrei unter den Füßen lassen
    dich richtig wohlfühlen
    vielleicht ein paar geruhsame Tage
    ja
    ich glaube auch
    das wäre eine gute Lösung

    Minus 14,5 ° eisige Grüße
    von der Ostsee und ein Paket frischer Seeluft
    nur für dich 😎

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    • Liebe Margitta,

      ja, irgendwann ist alles „wech“, wie Schnee und Eis von gestern, darauf setze ich auch. Richtige „Schmerzen“ hab ich ja keine, normalerweise würde ich die momentanen kleinen Zipperlein gar nicht erwähnen. Gestern abend nervte mich das Ganze nur so, dass das Genervtsein über die Finger in die Taten und auf den Bildschirm floss. Das mit den geruhsamen Tagen ist leider nicht zu machen im Moment, sonst stünde ich übermorgen vor eurer Tür! ;_)

      Ich atme mal kräftig ein – frische Seeluft, herrlich! 😎

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  7. Liebe Anne,
    nein, nein, nein, nein, nein! Nicht verschrotten!!!! 😯
    Wenn du mit 25 Wochenkilometer verschrottet wirst, was passiert dann mit mir???? Ich bringe es sein 3 Wochen auf sage und schreibe 0 (in Worten NULL) km. Die am Hometrainer (nicht) gefahrenen mal weggelassen! 😉
    Also ich bin auch dafür, dass die Ursache eine ganz andere ist. Also vielleicht hilft es die Arbeitszeit runterzuschrauben? Wenn das möglich ist?? Mehr Luft für zwischendurch sozusagen.
    Ganz lieben Gruß und halte dich von Schrottplätzen fern! (Bitte!!) 😀

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    • Es ist ja gar nicht das Nicht-Laufen, liebe Doris, eher das Laufen und dauernd irgendwas zuppeln hören. So stell ich mir mein Leben mit einem 90-jährigen Körper vor! 🙄

      Mehr Luft für zwischendurch … doch … ein bisschen mehr … aber Urlaub geht grad nicht und ist auch nicht die Lösung. Also mach ich mal weiter, versuch ein paar Dinge umzuorganisieren – und meide Schrottplätze! 😆

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  8. Verschrotten? Wegen „nur“ 25 Kilometern pro Woche und ein paar harmlosen Zipperlein? Bist du da nicht zu streng mit dir? Manchmal läuft es leichter (was man dann leider oft als völlig selbstverständlich hin nimmt) und manchmal halt etwas schwerer und dann wird gejammert. Ich bin einfach froh wenn ich überhaupt laufen darf/kann, denn mir ist bewusst dass uns viele darum beneiden. Liebe Anne, ich frag ganz frech, was hast du dir für Kommentare von deinen Blogfreunden erwartet? 😉
    Liebe Grüße und ich wünsch dir ein bisschen Nachsicht mit dir selbst
    Elke
    PS: Ein kleiner Tipp: Yoga – tut mir so gut und baut auch Stress und Zimperlein ab.

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    • Oh, mir war gar nicht bewuusst, dass ich gejammert habe – wie ich Christian schrieb, ich wunderte mich nur über das dauernde Knarzen im Gebälk. Im Grunde bin ich froh und dankbar, dass „es läuft“ und ich unterwegs sein kann. Das war ja nicht immer so! „Erwartet“ hätte ich eher Erfahrungsberichte dazu, ob auch andere das Phänomen kennen, dass der Körper bei ungewohnt wenig Training knatschiger reagiert als bei null Training oder intensivem Laufen. 😎

      Mit Yoga hab ich’s nicht so wirklich. Ich bin da mehr für Spazierengehen zum Stressabbau! ;_)

      Liebe Grüße und danke dir für die guten Wünsche und die kleine „Gardinenpredigt“, liebe Elke!

      Anne

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  9. Verschrotten – davon halte ich gar nichts!!! Nee, nee, nee!!!! Ich sehe das wie Christian, mach Dich fit und stark, laufe weiter, so wie es Dir Dein Job und Dein Wohlbefinden zur Zeit erlaubt. Und wenn es „nur“ ein Lauf in der Woche ist. Sch…egal! Du kommst durch diese Zeit! Vielleicht leichter mit einem kleinen Urlaub… Ja, das könnte auch gut tun! Kopf hoch – es wird wieder!
    Liebe Grüße von Bianca (die jetzt immerhin schon 10 Frauenliegestütze schafft :mrgreen: )

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    • Ich seh schon, das Verschrotten hat nach einhelliger Meinung noch Zeit! Dann hoppel ich mal weiter und schau, dass ich mich mit 2-3 Läufen und ein bisschen Turnen pro Woche über Wasser halte. Mal sehen, wie viele Frauenliegestütze ich noch kann! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  10. Verschrotten? Gehts noch?! Wäre doch schade drum, oder? Setz einfach auf artgerechte Bewegung, bis Du wieder gesundheitlich zu größeren Taten in der Lage bist. Weinbergschnecke ohne laufen – kannst Du Dir das ernsthaft vorstellen?
    Wart mal ab, das gibt sich wieder. Und dann wirst Du sehen, dass Dir das Laufen auch hilft, bestimmten Frust zu überwinden…
    Ich wünsche Dir, dass die alte Freude bald wieder da ist! Kopf hoch!
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Artgerechte Bewegung … hmmm … komischerweise ist mir dann, wenn ich mal zum Laufen komme, eher nach züglichem Laufen als nach Rumschnecken. Dann ist das wohl artgerecht! 😉

      Danke, liebe Elke!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  11. Oh, als Gardinenpredigt war das gar nicht gemeint! Aber ich habe bei mir selbst festgestellt, dass ich mit mir selbst härter zu Gericht gehe als mit anderen 🙂
    Als Lauferfahrung kann ich nur angeben, dass mein Körper völlig unvorhersehbar ist. Manchmal denke ich heute müsste es eigentlich gut „laufen“ und ich schleppe mich dann dahin und dann wieder läuft es unerwartet gut. Ist immer wieder Üüübberraschung! 🙂
    Liebe Grüße Elke

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    • Meinen Körper versteh ich auch oft nicht, liebe Elke. Wie auch immer: Gestern lief’s gut und ich konnte mich drüber freuen! 😎

      Ein bisschen Strenge im Umgang mit sich selbst (und auch mit anderen) ist sicher nicht verkehrt. Sich hängen zu lassen bringt’s ja auch nicht! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  12. Was ich an mir momentan feststelle (die Beobachtung dieses Phänomens geht nun schon über einige Monate): wenn ich nach einer etwas härteren Laufeinheit (die ich ja in letzter Zeit auch öfter auf dem Laufband absolviere) direkt einen Saunagang einschiebe und dann auch in der Sauna etwas dehne, strecke, verdächtige Muskelkandidaten leicht massiere (sieht blöd aus aber wenn’s nicht so voll ist, geht das schon *s*), auch danach noch ein paar sanfte Dehneinheiten – z. B. beim Frischluftgang – nachgelegt … dann fühlt sich alles sofort wieder elastisch und problemfrei an. Fast als hätte es keine Belastung gegeben. Es kam auch (bisher? *schnell auf Holz klopf*) noch nie irgendwas später nach. Kann Zufall sein … aber ich halte es eher für einen Zusammenhang (der mich freut 😉 ) Zumal es nach (sogar deutlich sanfteren und lockereren) Läufen draußen – insbesondere bei Kälte – durchaus auch mal ein Weilchen nachknirscht und schwergängig ist.

    Mit viel Probieren und Beobachten, Reinhören, die Beschwerden und Einwürfe des Körpers ernst nehmen ohne ihm böse zu sein und immer wieder mal dies und das Austesten wirst du sicher auch eine für dich passende Strategie finden – wünsche ich dir auf jeden Fall! DIE Heilslehre und Lösung für alle … die gibt’s nicht, fürchte ich. Schade eigentlich 😉

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    • Oh, ein Argument, das für eine Heimsauna sprechen würde. Im Studio trainiere ich ja nicht, ist einfach nichts für mich.

      Ich denke auch, ein Patentrezept gibt es nicht … wie du schreibst: Schade eigentlich! 😉 Ergo: Sensibel bleiben und die eigenen Grenzen akzeptieren – dann gucke ich mal, was rauskommt. 😎

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