Hitchcock-mäßig

Etwas beunruhigend ist das Szenario schon: Hunderte von Krähen, die auf den Weinbergspfählen und -drähten am Petrisberg sitzen und sich mit hysterischem Gekrächze in die Lüfte erheben, als ich meine Schritte an ihnen vorbei lenke. Zum Glück ergeht es mir nicht wie Tippi Hedren in Hitchcocks Klassiker „Die Vögel“: Kein Sturzflug, keine Krallen im Haar der Läuferin – nur ein paar Kreise über dem kahlen Wingert, dann verschwindet der Schwarm aus dem Blickfeld. 2013-12-04_Sonnenuntergang2Einfach mal bei Sonnenuntergang eine Runde den Kopf freipusten zu lassen tut gut. Danach noch gut vier Stunden Arbeit – und gegen 22 Uhr wird nach einem gepflegten 14 Stunden-Tag mit immerhin halbstündiger Mittags- und einstündiger Laufpause endlich der Rechner runtergefahren. Nach Hause zu spazieren dauert mir zu lange – also wird der kurze 3 km-Abschnitt auch noch gelaufen. Donnerstagabend – der erste Tag der Woche, an dem ich überhaupt zum Laufen komme … 🙄 sollte mir das zu denken geben?2013-12-04_Sonnenuntergang

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24 Gedanken zu “Hitchcock-mäßig

  1. Das Foto ist toll. Für diesen Anblick und die Gänsehaut im Angesicht der Krähen hat sich der Kurzausflug doch gelohnt.
    Ich hoffe, der Sress lässt bald nach und die Laufpause steht nicht im Zusammenhang mit Bekond.
    Mal sehen, was mich/uns morgen früh erwartet. Der erste Schnee?

    Wir denken an Margitta in dieser Nacht. Hoffentlich wird’s nicht so schlimm.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Keine Sorge, lieber Rainer, nur „Stress“, keine Wochenendfolgen. 🙂

      Heute morgen war ja eher Frühlings- als Schneeluft; im Gegensatz zum Norden und Nordosten. Ich hoffe auch, dass alles glimpflich ausgeht.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Deine Bilder sind ja wieder toll! Ich wünsche Dir jedenfalls eine schöne Vorweihnachtszeit mit etwas weniger Stress im Job und mehr entspannten Läufen mit oder ohne Krähen oder welchen Tieren auch immer. LG Jacqueline aus Sachsen

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    • Danke, liebe Jacqueline, es wird in den nächsten Tagen besser (hoffe ich). Und am Wochenende werde ich mal schön entspannt durch die Gegend schlappen, ganz ohne Job- und sonstigen Stress. 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. Liebe Anne,

    wie kann ich mitfühlen und es ist manchmal so verzwickt, die Frage sollte man sich übrigens gar nicht stellen, die mit dem „zu denken geben“ 😉 Freu Dich, dass Du es geschafft hast am Donnerstag zu laufen, freu Dich, dass Du eine Möglichkeit hast den Kopf frei zu kriegen und genieß die ruhigen Minuten und Stunden. Gewiss kommen auch wieder bessere Zeiten mit mehr Laufen und weniger Arbeit…das wünsch ich Dir, ehrlich gesagt auch mir 😛

    Salut

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    • Ja, lieber Christian, hoffen wir auf ruhigere Zeiten – und freuen wir uns bis dahin über jeden Lauf, der überhaupt ins Programm passt. 🙂

      Liebe Grüße und ein schönes WE,
      Anne

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  4. Ja solches Fremdbestimmtsein … das nervt. Manchmal gehts halt nicht anders, aber es sollte nach einer solchen Phase auch wieder Zeit zum Luftholen werden! Das wünsche ich Dir, gerade jetzt in der Weihnachtszeit!
    Liebe Grüße
    Elke

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    • Wenn das immer so wäre, würde ich glaube ich den Job welchseln, weil ich sowas nicht durchhalten würde. aber phasenweise lässt sich fast alles aushalten.

      Danke, liebe Elke! 🙂

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  5. Aus meiner Sicht würde ich sagen, dass es Dir zu denken geben sollte. Aber unsere Situationen und Ansprüche an den Job sind sicher auch nicht vergleichbar.

    Umso bemerkenswerter, dass Du die Muse gefunden hast, den Lauf einzuschieben. Der schöne Sonnenuntergang hat Dich dafür belohnt.

    Ein hoffentlich arbeitsfreies oder zumindestens arbeitsarmes und schönes Wochenende wünscht
    Volker

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    • Tja, lieber Volker, selbst in meiner Situation käme ich irgendwann an die Belastbarkeitsgrenze – da hilft dann auch der Blick auf den Kontoauszug nicht mehr dabei, die Stimmung auf Normalniveau zu heben. Aber solange ich wenigstens einmal „unter der Woche“ zum Laufen komme, geht’s ja noch!

      Danke für die guten Wünsche, die ich nur zu gern zurückgebe 🙂

      LG,
      Anne

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  6. Ich würde wahrscheinlich durch drehen und jedem auf die Nerven gehen wenn ich solange nicht zum Laufen kommen würde. Und wenn ich mir dann halt frühmorgens oder spät abends die Laufschuhe schnürre. Ich müsste raus und einfach mal eine Stunde alles hinter mir lassen.
    Von daher wunderbar das du es geschafft hast laufen zu gehen

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    • Meistens gelingt mir da irgendwie mit dem „abends noch laufen gehen“, lieber Markus. Aber diese Woche war ich dann auch noch auf Dienstreise mit Abendterminen und morgens frühem Beginn, noch dazu in unbekannter Umgebung. Und kaum zurück, hatten wir einen externen Gast zum abendvortrag. Da war’s mit dem Laufen schwer. Aber gestern … und heute oder morgen … und Sonntag … 🙂

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  7. Manchmal geht es scheinbar nicht ohne Stress
    Arbeit
    Hauptsache der Ärger bleibt auf der Strecke
    und immer wieder bietet sich eine kleine Gelegenheit
    wegzulaufen
    so wie du heute mit zauberhaftem Sonnenuntergang
    und es tut soooooooooooo gut
    hier hättest du nicht einen Meter laufen können
    es stürmt nach wie vor
    die Feuerwehr rückt ständig aus
    oh Graus !
    Orkan-Grüße von der Ostsee !

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    • Ach, Ärger war gestern gar nicht im Spiel, ich musste einfach den vollen Kopf mal freipusten lassen. Wirkt meistens – vor allem, wenn dann noch so tolles Abendlicht dazu kommt. 🙂

      Schon „vom Winde verweht“ – oder normalisiert sich das Leben an der Ostsee wieder! Ich hoffe, die Schäden an Natur und Zivilisation halten sich in Grenzen!

      Frühlingshafte Grüße von der Mosel,
      Anne

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  8. Tolle Fotos!!! Immerhin konntest Du kurz laufen und das Oberstübchen durchlüften. Das tut im größten Stress gut.
    Ich habe Pause. Letzte Woche Migräne und jetzt eine fiese Muskelentzündung im Rücken. Ich liege total flach. 😢

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  9. Die Stimmung ist abends im Moment häufig soooo schön. Was ein Glück, dass du zumindest ab und zu dazu kommst, dann zu laufen.
    Das mit dem riesigen Arbeitspensum wird sich hoffentlich demnächst legen. Zumindest sind die Feiertage in Aussicht und dann folgt der Urlaub. Noch zwei Wochen durchhalten. Und irgendwie Laufzeit abzwacken, um bis dahin alles durchzustehen.
    Es wird besser. Bestimmt.

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    • Die Sonnenuntergänge sind im Trierer Winter wirklich ein Traum. Ich werde versuchen, dann öfter einen Lauf unterzubringen und hinterher noch ein bisschen zu arbeiten – wenn kein anderer mehr da ist, macht es ja nichts, wenn man hygienisch nicht mehr so ganz einwandfrei im Büro sitzt. 😉

      Nur noch anderthalb Wochen, dann hab ich schon frei – Familienfest vor Weihnachten. Und dann Urlaub bis ins neue Jahr! 🙂

      Mit dem Gedanken daran lässt sich auch die nächste Woche überstehen. Und das Programm auf der Dienstreise ist so gestrickt, dass sich sogar die Mitnahme von Laufsachen lohnen könnte … einmal durch den „anderen“ Tiergarten in der Morgensonne, das hätte irgendwie was. 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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  10. Liebe Tipi, ähhh, Anne! 😉
    Schön, dass du es trotz deines Arbeitspensums noch auf ein gelegentliches Läufchen schaffst – und 3km nach Hause, sind 3km und somit besser als nichts! Aber dass du es sogar noch schaffst in dieser anstrengenden Zeit ganze Hitchcock-Filmkulissen nachzubauen, ist bewundernswert!

    Ich wünsche dir bald wieder ruhigere Zeiten und ein möglichst thrillerfreies Wochenende!

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    • Liebe Doris, doch, alles wird irgendwann besser. 😎

      Die Filmkulissen hatte ich schon beim Spätnachmittagsläufchen, das immerhin gut 7 km dauerte. Mit den 3 vom Abend und den 17,5 von heute bin ich immerhin nicht soo weit von den 30 km weg, die sowas wie meine „Zieldosis“ für die Woche darstellen.

      Dannke dir – das Wochenende ist wunderbar entspannend!

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  11. M
    Hm, ich lese bei dir ziemlich oft von zu viel Arbeit und finde, ja, das sollte dir zu denken geben! Aber ich will keine schlauen Sprüche klopfen, denn mir geht es sehr oft nicht anders 😉
    Schöne Bilder – vielen Dank!
    Liebe Grüße Elke

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    • Ja, liebe Elke, manchmal denke ich schon drüber nach … aber ich denke, im neuen Jahr wird es besser (und wenn nicht: ich werde wenigstens gut bezahlt dafür). 🙂

      Gern geschehen – liebe Grüße
      Anne

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