Plan B

Soooo schöner Sonnenschein heute! Aus dem Fenster hab ich ihn angeschmachtet, den Petrisberg im zartrosa Morgenlicht. Aber der Lauf im Sonnenschein fiel Terminen zum Opfer. Und bis ich mich aus dem letzen Gespräch losgeeist hatte, waren selbst die kümmerlichen Überreste von Abendlicht perdü. Aber – wie meistens – gibt es einen Plan B. Und für den hat ein kluger Mensch schon die richtigen Worte gefunden:

Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht,
so gibt es doch noch den Mond und die Sterne
und die Lampe am Winterabend.
Es ist so viel schönes Licht in der Welt.

                                                   (Wilhelm Raabe, 1831-1910)

2012-12-12_Winterdämmerung 003Erst ein kurzer, kalter Feierabendlauf unter Mond und Sternen mit Stirnlampe. Die nicht so schönen blendenden Autoscheinwerfer ignorieren wir jetzt einfach mal, um die Stimmung nicht zu versauen. Und dann ein Kerzchen am Winterabend. Dann noch ein Glaserl Roter dazu. Doch, so kann man einen Tag ausklingen lassen. Durchaus. 🙂

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16 Gedanken zu “Plan B

  1. Liebe Anne,

    ein weiser Mann, dieser Herr Raabe, allerdings waren die Stirnlampen, wahrscheinlich Karbidlampen, zu seiner Zeit etwas schwer auf der Stirn zu tragen 😀
    Schön, dass Du es noch geschafft hast, aber wie man lesen kann, wurdest Du dann noch ordentlich belohnt für Deine Motivation, mal abgesehen von den „Blendern“ 😉

    Salut
    Christian

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    • Lieber Christian, Herr Raabe hätte wahrscheinlich das Laufen für unnütz gehalten und sich mit der Lampe am häuslichen Arbeitstisch begnügt. Oder er hätte tatsächlich den Bergleuten nacheifern müssen, ohne den heutigen Komfort der leichten Lämpchen. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Der Herr Raabe hatte ja soooooooooo Recht
    wenn die eine Tür sich schließt
    öffnet sich die andere
    wie im richtigen Leben
    und
    ehrlich gesagt
    du musst dich jetzt daran gewöhnen
    je früher
    desto besser
    es ist Stirnlampenzeit
    und wird leider noch ein paar Monate andauern
    aber das lässt dir den Spaß in keinster Weise verderben
    wäre ja gelacht !

    Das mit den Blendern ist sehr unangenehm, meist blenden sie noch extra auf, weil sie nicht genau erkennen, was für ein Licht dort ganz alleine durch die Gegend springt – aber immer noch besser, gesehen zu werden………. Nimm es leicht, genieße auch diese Läufe, und das tust du – YES ! 😉

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    • Der Herr Raabe war soooo klug, eben, das ist wie im richtigen Leben, irgendetwas Gutes gibt es immer noch, wenn man bemüht ist, es zu erkennen! 🙂

      Die Blender gab es Gottseidank nur auf einem kurzen Abschnitt, ansonsten konnte ich entweder autofrei oder unter Straßenlaternen vor mich hin laufen. Aber den Laufgenuss lasse ich mir natürlich nicht verderben. 🙂

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  3. Kuck, bei uns war dafür gestern reinstes Aprilwetter. Zwar war ich mittags unterwegs, dies jedoch abwechselnd zwischen Schneesturm und Sonne. Also sehr durchwachsen 🙂 Und an die rutschigen und schneebedeckten Wege muß man sich auch erst wieder gewoehnen.
    Das Gedicht ist sehr schoen!
    Liebe Grüße Elke

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  4. Das Gedicht gefällt mir sehr gut. Das macht doch den kommenden Winter mit den langen Nächten ein kleines Bisschen gemütlicher.
    Und die Botschaft: Etwas schönes gibt es immer sollte man sich in der vermutlich wieder hektisch werdenden Vorweihnachtszeit verinnerlichen.
    Liebe Grüße,
    Birthe

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    • Ja, das Bild von Behaglichkeit und Gemütlichkeit habe ich auch, wenn ich die Zeilen lese. Gerade jetzt, wo ich nach kaltem Heimweg etwas durchgefroren am Rechner sitze. Den Blick für das Schöne, das irgendwo verborgen liegt, sollte man sich gewisse immer bewahren. In der oft so hektischen Vorweihnachtszeit sicher noch einmal mehr.

      Liebe Grüße,
      Anne

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    • Heute Plan B. Vielleicht aber auch Plan A, falls ich mich kurzfristig umentscheide und schon nachmittags laufe, um abends an den häuslichen Schreibtisch zu gehen. Langweilig wird es jedenfalls nicht, weder bei dir noch bei mir. 😎

      Liebe Grüße,
      Anne

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