Schwipp-Schwapp – Premiere mit Trinkrucksack

Putzig isser ja, der Kleine! Gerade einmal 6 Liter Inhalt. Wenn die 2 Liter fassende Trinkblase drin ist, geht also nicht mehr viel rein. Das ist aber auch in meinem Sinne. Einen größeren Rucksack, in den eine Trinkblase passt, habe ich schon. Den nutze ich nur zum Radfahren, weil er mich beim Laufen stört und mir bereits im leeren Zustand einfach zu schwer ist. „Putzi“ wiegt dagegen mitsamt der leeren Trinkblase nur 487 Gramm.   2013-08-16_Rucksack 001Erste Anprobe: Da stört nichts. Keine Riemen, die drücken oder gar einschneiden, weder im leeren noch im befüllten Zustand. Den ersten Lauftest gab’s schon vor 2 Wochen, allerdings ohne Trinkblase, stattdessen mit spartanischer Schwimmausrüstung: Badeanzug, Schwimmbrille, Mikrofaserhandtuch. Fazit: Prima! Der Rucksack sitzt fest, schaukelt oder rutscht dank des westen-artigen Schnitts nicht hin und her, behindert die Bewegung der Arme nicht und irritiert auch ansonsten nicht. So soll das sein.

2013-08-16_Rucksack 004Gestern nun die Premiere mit gefüllter Trinkblase. Nicht dass ich was Größeres vorgehabt hätte, das das Mitführen von 2 Litern Wasser nötig gemacht hätte. Einfach nur ein müdes Zehnerchen bei mäßig warmem Wetter zu Testzwecken. Wasser einzufüllen klappt durch die große Öffnung mit Schraubverschluss sehr gut. Aufsetzen, Trinkschlauch richten, los.

Schwipp. Schwapp. Schwipp. Schwapp. Wo ich sonst nur das Geräusch meiner Schritte und meines Atems höre, pladdert jetzt etwas auf meinem Rücken vor sich hin. Frage an die Trinkrucksack-Erfahrenen: Ist das normal? Oder ist mein Laufstil einfach so grottig, dass ich hoppele wie ein hysterisches Känguruh oder schwanke wie ein besoffener Seebär und damit die Flüssigkeit in Wallung bringe?

Auf jeden Fall nervt’s mich kolossal! Ansonsten sitzt alles gut und der Rucksack fühlt sich an wie für mich gemacht. Aber dieses Geräusch macht mich so fuchtig, dass ich mir den Kleinen am liebsten von den Schultern reißen und direkt in den Wald pfeffern würde. Schwipp. Schwapp. Schwipp. Schwapp.

Zu seiner Verteidigung muss ich anführen, dass er wirklich praktisch ist. Ich kann zum Trinken stehen bleiben. Ich kann aber auch im Laufen aus dem Schlauch nuckeln. Es brauchte ein bisschen, um zu kapieren, dass ich das Mundstück etwas mit den Zähnen zusammenbeißen muss, bis was rauskommt. Aber gut …

Schwipp. Schwapp. Schwipp. Schwapp. Immerhin: Mit abnehmendem Inhalt wird das Geräusch schwächer – oder hab ich mich nur dran gewöhnt? Jedenfalls nimmt der Nervfaktor ab.

Nun trinkt man ja auf 10 Kilometern keine 2 Liter, wenn man nicht gerade in der Sierra Nevada unterwegs ist. Also muss zuhause der Rest Wasser raus. Das ist wieder Fummelei. Einen Teil kann man durch die Öffnung ausgießen. Aus dem Schlauch bekommt man die Reste nur raus, indem man das Mundstück abzieht und gründlich kippt und schüttelt.

2013-08-16_Rucksack 006Aber natürlich bleibt ein Rest Feuchtigkeit drin, sowohl im Schlauch als auch in der Blase selbst. Und die scheint mir ein Problem: Theoretisch ein idealer Nährboden für Keime! Die Trinkblasen von Deuter haben einen Spezialverschluss, mit dem man sie über die ganze Querseite öffnen kann, um das Innere zu trocknen. Wie soll ich Vergleichbares bei diesem Exemplar hinkriegen, das nur eine runde Öffnung von vielleicht 6, 7 cm Durchmesser hat? Irgendwie ist mir das nicht ganz geheuer. Daher meine zweite Frage an die Trinkrucksack-Erfahrenen: Wie macht ihr das mit der Hygiene?

Mein Fazit: Den Mini-Rucksack an sich finde ich super-praktisch, um Kleinigkeiten beim Laufen mitzunehmen, die nicht in eine Gürtel- oder Oberarmtasche passen: Schwimmsachen zum Beispiel. Oder ’ne Landkarte. Vielleicht auch mal eine Banane oder einen Riegel. Oder ein Shirt zum Wechseln, wenn ich längere Punkt-zu-Punkt-Läufe mache und mit dem Zug oder Bus zurück fahren will. Ob ich die Trinkfunktion häufiger nutzen werde? Da zweifle ich noch. Der Kleine trägt sich viel, viel angenehmer als mein Trinkgürtel mit den kleinen Flaschen, der entweder einschneidet oder verrutscht und so das Laufgefühl beeinträchtigt. Aber da ist eben dieses Schwipp. Schwapp. Schwipp. Schwapp …

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32 Gedanken zu “Schwipp-Schwapp – Premiere mit Trinkrucksack

  1. Grrr, schon beim lesen werde ich leicht aggressiv. Schwipp, schwapp, schwipp, schwapp…. Und das 10 km! DA wäre ich sicher auch genervt. Erfahrungen habe ich mit so einem Teil nicht (habe gar keinen Trinkrucksack), aber bei mir würde das Wasser bestimmt auch toll in Wallung kommen! Und mit den enstprechenden Geräuschen auch ich! 🙂 Ok, ich würde mir vielleicht mit Musik auf den Ohren helfen, aber das magst Du ja nicht so sehr.
    Das mit der Hygiene würde mich auch sehr interessieren. Bin mal gespannt, was die Rucksackläufer dazu sagen können.
    Liebe Grüße, Bianca

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    • Es wurde unterwegs glücklicherweise weniger nervig, liebe Bianca! Musik ist keine Alternative, die würde mich mindestens ebenso nerven, fürchte ich. So muss ich mich also in Gelassenheit üben und hoffen, dass die Tipps der Erfahrenen das Problem wenigstens mindern. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Mein Trinkrucksack macht diese Geräusche auch – aber meistens höre ich sie nach ein paar Minuten gar nicht mehr (wahrscheinlich werden sie dann von meinem Atem übertönt 🙂 ). Einmal habe ich den Tipp erhalten, möglichst viel Luft herauszudrücken, damit eine Art „Vakuum“ entsteht – geklappt hat das aber nie.
    Bezüglich der Hygiene schüttle ich den Schlauch einfach gut aus und hänge ihn zum Trocknen auf – in die Blase stopfe ich ein Handtuch, um sie so gut wie möglich zu trocknen (das nehme ich natürlich wieder hinaus 😉 ). Da ich nur Wasser darin habe, mache ich mir auch nicht allzu starke Sorgen über Keime o.ä.

    Liebe Grüsse
    Ariana

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    • Hallo, liebe Ariana! Schön, dass du hergefunden hast!
      Da ich auf Geräusche/Lärm generell leicht genervt reagiere, ist das“Schwipp-Schwapp“ echt eine Beeinträchtigung für mich. Daher probiere ich den Tipp mit dem Luft-Rausdrücken auf jeden Fall. Es kann nur besser werden! Ein Handtuch reinzustopfen ist wegen der kleinen Öffnung etwas schwierig. Vermutlich werde ich die Trinkblase einfach durch ein anderes Modell austauschen, das sich besser reinigen lässt. Leider kann auch Wasser verkeimen bzw. – bei längerem Nichtgebrauch des Rucksacks – zu Schimmel- oder Algenbildung führen. Daher ist das Hygieneproblem natürlich längst nicht so groß wie z.B. bei zuckerhaltigen Getränken, aber ganz vernachlässigen darf man es halt nicht.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. Das Problem mit dem nervigen Schwappen kenne ich! Ich habe den Eindruck, dass die Geräuschkulisse besonders laut ist, wenn die Trinkblase nicht ganz gefüllt ist und daher auch Luft in der Blase ist. Wenn man also vor dem Verschließen die überschüssige Luft aus der Blase drückt, meine ich, dass es weniger geräuschintensiv sein sollte.

    Zum Thema Hygiene kann ich zum Decathlon leider nichts sagen. Ich nutze einen Trinkrucksack von Salomon, bei dem man die Blase nach der Verwendung auf links stülpen kann, sodass sie schön trocknen kann.

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    • Hallo, lieber Bastian, willkommen auf meinem Blog! Luft rausdrücken, ok, wird probiert! Die Blasen von Salomon sind in punkto Reinigung offensichtlich praktischer! Ich hab irgendwo noch eine nie benutzte Blase von Deuter, die man auch komplett öffnen kann. Beim Decathlon wird das mit dem Reinigen und Trocknen wohl immer etwas „fummelig“ bleiben. 😦

      Lieben Gruß,
      Anne

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  4. Interessanter Bericht. Habe zwar schon manchmal darüber nachgedacht, es aber immer wieder gelassen, da ich nichts Überflüssiges mitnehmen möchten. Schwitzt man bei so einem Teil nicht am Rücken?
    Bisher reicht da immer der Laufgürtel mit 2 kleinen Flaschen.

    Grüße

    Jörg

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    • Bei diesem Testlauf war es mit dem Schwitzen am Rücken nicht so schlimm. Wie es auf längeren Strecken ist? Dazu können nur die Ultra-Trailläufer etwas sagen. Ich denke mir halt, wenn man z.B. auf den Bildern vom Pfälzer Felsentrail das Gros der TeilnehmerInnen mit so einem Rucksack sieht, können die Nachteile nicht allzu groß sein. Einen Gürtel finde ich mittlerweise eher störend als diesen Rucksack.

      Viele Grüße,
      Anne

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  5. Liebe Anne,
    das Geräusch lässt sich nur bedingt vermeiden, indem Du beim befüllen die Luft entfernst. Nach Gebrauch gut trocknen, ein entsprechend gebogener Metallkleiderbügel sorgt dafür, dass die Innenseiten nicht zusammen kleben. Ab und zu ein Corega-Tab Gebissreiniger, darf in einem Haushalt von uns über 40 Jährigem ja sowieso nicht fehlen 😄, und dann ist die Hygiene gewährleistet. Mein Rat: Kauf Dir eine hochwertige Trinkblase, schmeckt weniger nach Plastik und lässt sich besser reinigen 😎

    Salut
    Christian

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    • Lieber Christian, Trailläufer wissen Bescheid – Luft rausdrücken, alles klar! Metallkleiderbügel? Hab ich nicht im Haushalt. Aber was Ähnliches wird sich auftreiben lassen. Und ich werde mal die herumliegende Deuter-Trinkblase aktivieren. Die Gebissreinigertabletten sind schon wegen der Reinigung der elektrischen Zahnbürste im Haushalt vorhanden. 😎

      Das mit dem Plastikgeschmack vom Decathlon störte mich auch, aber ich hoffte, das gibt sich nach mehrmaliger Benutzung. Wohl doch nicht … 😦

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Ich mache das wie Basti, möglichst wenig Luft in der Blase verpacken, dann schwappts auch weniger.
    Das Problem mir der Reinigung habe ich auch, weil ich den gleichen Rucksack habe – ich versuche, die Blase bestmöglich auszuleeren, dann bleibt sie ein paar Stunden aufgehängt über einen Waschbecken und vor dem nächsten Einsatz wird sie wieder gründlich durchgespült. Bislang hat das ausgereicht, aber ich verwende das Ding momentan auch selten, denn bis 25km laufe ich auch bei 30 Grad ohne Wasser. Und weiter laufe ich derzeit nicht …
    Bei mir sitzt das Ding auch nicht ganz so gut und scheuert etwas am Rücken (Aua beim 35er) , auch deshalb nutze ich ihn eher selten.

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    • Hallo Christian, alles klar! Ja, mit Durchspülen kriegt man wohl auch einen Teil der Keime raus, zumindest hat man die Illusion von Sauberkeit. 😉 Mir wird es wohl ähnlich gehen wie dir und ich werde das Ding selten nutzen. Den Mini-Rucksack brauche ich oft, aber die Trinkblase nicht. Bin trotzdem gespannt, wie ich auf langen Läufen damit zurecht kommen werde. Wie geschrieben, über die gut 10 km war alles prima.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Bei mir ist das Thema Laufrucksack wieder etwas aus dem Fokus geraten.

    Da sogar das Wasser in einer nicht mehr ganz befüllten Flasche vom Trinkgürtel hörbar schwappt, kann ich mir gut vorstellen, dass es geräuschmässig in einer großen Trinkblase ganz schön rundgeht. Das dürfte definitiv nichts mit dem Laufstil zu tun haben.

    Ein umstülpbare Trinkblase, wie Basti sie beschreibt, dürfte in Sachen Hygiene wohl das Beste sein.

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Wie kommt’s, lieber Volker? Doch keine Langstreckenambitionen?

      Nach den vielen Hinweisen hier denke ich auch, schuld ist nicht mein Känguruh-Gehoppel, sondern es liegt in der Natur der Sache, dass die Flüssigkeit rumschwappt. Und das Problem Reinigung lässt sich letztlich wohl nur durch eine Blase anderer Bauart lösen. Wie gesagt, so ein Modell fliegt bei mir auch noch rum.

      Liebe Grüße,
      Anne

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  8. Hallo Anne,

    gegen das Geräusch hilft nur Luft raus … geht am Besten in dem du den Rucksack nach dem Befüllen auf den Kopf drehst und die Luft raussaugst, solange bis nur noch Wasser durch den Trinkschlauch kommt … dann ist Ruhe!
    Besser zu reinigen und auch zu befüllen sind die Blasen von Salomon oder Hydrapak (z.B. http://www.amazon.de/Hydrapak-Trinkblase-Shape-Shift-Reservoir-neutral/dp/B005SQEHTQ/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1376639747&sr=8-5&keywords=trinkblase+2l#productDescription), sind meines Wissens identisch.

    Liebe Grüße

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    • Hatte noch vergessen … bei den von mir genannten wird der Schlauch einfach mit ner Kupplung aufgesteckt und kann entsprechend leichter gereinigt werden … da gibt’s für kleines Geld Miniflaschenbürstchen an einem Draht für.

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    • Hallo Jana, schön, dich hier zu lesen!

      Auch du unterschreibst also den Tipp „Luft raus“ – wird gemacht! Und die Blase aus dem Decathlon wird durch ein besser zu reinigendes Modell ausgetauscht. Dann macht mein neues Spielzeug hoffentlich auch mehr Spaß! 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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  9. Über das Schwipp-Schwapp habe ich kräftig geschmunzelt… Ich schätze mal, das ist einfach Physik, die Sache mit der Schwerkraft und Masseträgheit. Wäre mir doch aber im Zweifel egal. Wichtiger ist doch erstmal, dass das Teil gut sitzt und nicht scheuert. Ich würde mir auch mehr Gedanken in Sachen Hygiene machen. Aber da scheint mir der Post von Christian sinnvoll.
    Bin sehr gespannt, wie das bei Dir weitergeht!
    Und sollte mir demnächst irgendwo ein schwipp-schwapp-Läufer begegnen, werde ich fröhlich „Halle Anne!“ rufen! 🙂

    Liebe Grüße
    Elke

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    • Gegen die Gesetze der Physik kommen wir nicht an, liebe Elke! Immerhin: Ich bin weder besoffener Seebär noch Känguruh, das tröstet. 😎 Gebissreinigertabletten, Miniflaschenbürsten, Metalkleiderbügel – interessant, welche Ausrüstung so in einem Läuferhaushalt zusammengetragen wird! 😆

      Gespannt bin ich auch … 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  10. Liebe Anne,
    das mit dem SchwippSchwapp kenne ich auch. Wie die anderen schon geschrieben haben, nach dem Befüllen die ganze Luft rauslassen hilft ganz gut. Ich hatte eigentlich mehr Probleme mit dem Plastikgeschmack, allerdings ist mein FlashFlo von CamelBak nicht mehr so jung. Vielleicht sind die Trinkblasen inzwischen besser geworden. Wegen der Hygiene habe ich zuerst mit Küchenpapier möglichst viel Flüssigkeit rausgesaugt, und habe die Trinkblase dann offen, über eine Falsche gestülpt, trocknen lassen. So kann nichts schimmeln.

    Liebe Grüße
    Doris

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    • Liebe Doris, tja, ich hätte die Herstellerseite genauer lesen sollen, selbst dort stand schon was von Luft-Rauslassen. aber erfahrenen TrinkrucksackläuferInnen glaube ich natürlich mehr! Ein wenig schmeckte das Ganze schon nach Plastik, aber ich hoffe eigentlich, das gibt sich mit der Zeit. Naja, aber die Blase werde ich eh gegen eine bessere austauschen. Der Trick mit dem Küchenpapier würde nämlich beim Decathlon schlecht funktionieren, weil man mit der Hand nicht durch die Öffnung kommt. Lieber ein Modell, das sich komplett öffnen lässt. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  11. Oh je, das kann ich mir lebhaft vorstellen, das wäre auch nichts für mich, zum Glück brauche ich keinen. Auf der anderen Seite bin ich 34 Jahre ohne gut klar gekommen, es gab immer Möglichkeiten an Flüssigkeit heranzukommen, wenn man auch manchmal fast verdurstet wäre, aber für mich sind auch diese Trinksäcke, so wie vieles andere in der heutigen Zeit, reine Geschäftemacherei. Mal abgesehen davon, dass das Wasser mit der Zeit brühwarm wird und scheußlich schmeckt – und die wenigsten laufen soweit, dass sie darauf angewiesen sind – oder ? Aber du hast ja Alternativen, wozu du ihn in Zukunft nutzen wirst.

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    • Wohl dem, der Wasserstellen an seiner Strecke hat! Hier ist es damit leider schwierig, an der Mosel muss man etliche Kilometer laufen, bis man an ein Lokal kommt, in Eifel und Hunsrück gibt es gar nichts, auch keine öffentlichen Brunnen. Ich denke auch, dass die Rucksäcke vielfach überdimensioniert sind; zudem kann man den Körper durchaus darin trainieren, dass er mit weniger Flüssigkeit auskommt und man nicht literweise Wasser mitschleppen muss. Andererseits ist es schon angenehm, nicht dursten zu müssen … ich hab schon Läufe erlebt, in denen ich durch Flüssigkeitsmangel wirklich Kopfschmerzen und massive Leistungseinbußen hatte und froh war, überhaupt nach Hause zu kommen.
      Hauptsächlich werde ich den Rucksack wohl für Radtouren oder Läufe nutzen, bei denen ich nur eine Landkarte und ein bisschen was zu essen mitnehmen will, dafür ist er perfekt. Die Trinkblase werde ich wohl vorerst nur extrem selten brauchen.

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  12. Schwipp , Schwapp, …
    das kann ich auch nicht leiden.
    Falls es also noch Tricks gibt, außer möglichst wenig Luft mit zu „verpacken“, wäre das sehr willkommen.
    Ich habe eine querliegende Blase. Das mit dem Umstülpen geht da so naja. Irgendwie offen halten zum Trocknen hilft.
    Schlauch evtl. leer pusten (ist aber natürlich nicht so besonders hygienisch).
    Bislang hatte ich keine Probleme mit Schimmelbefall oder Algenbildung etc.
    Am Meisten nervt ja dieses Gefühl der Schwer-fälligkeit bei voller Trinkblase. Ich freue mich immer, wenn sie leerer und leerer wird. Und fülle auch nur so viel ein, wie voraussichtlich notwendig.
    Im Gegensatz zum Gurt, sitzt der Rucksack aber um Welten besser. Gurt hüpft und dreht sich das nervt noch mehr als das elende
    Schwipp, schwapp,…

    Liebe Grüße
    Birthe

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    • Außer „Luft raus“ scheint es wohl nichts zu geben. 🙄 Hilft nur: Ohren auf Durchzug schalten. Schwipp. Schwapp.

      Ja, das Gewicht – selbst wenn es so ein kleiner Rucksack ist – spürt man schon. Ich fand es nicht so beeinträchtigend, wie ich erwartet hätte. Aber angenehmer bleibt es, „ohne“ zu laufen. Wenn ich aber die Wahl habe, bevorzuge ich nach dieser Erfahrung eindeutig den Rucksack gegenüber dem Gürtel. Und wenn ich einen Wunsch frei habe, nehme ich die Radbegleitung mit frischem Wasser aus einer Kühltasche! 😆

      Liebe Grüße,
      Anne

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  13. Es schwipp-schwappt die Anne im laufenden Trab,
    Schwipp-Schwapp.
    Die Ne-erven liegen bald blank an dem Tag,
    Schwipp-Schwapp.
    (Gesungen zu der Melodie der „klappernden Mühle am rauschenden Bach“).

    Danke für den Beitrag! Auch wenn ich deine Aggressionen gut nachvollziehen kann, so laut lache ich selten alleine vor dem PC!!!
    Schönes Wochenende!

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    • 😆 Herrlich, liebe Doris! Jetzt hab ich einen Ohrwurm!

      Und dann sind da diese Bilder von einer wahnsinnig werdenden Läuferin, die sich den Rucksack herunterreißt und zornig wie ein Rumpelstilzchen darauf herumspringt und herumtrampelt … 😉

      Gleichfalls ein schönes Wochenende, liebe Grüße,
      Anne

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  14. Hallo Anne,
    wieder daheim sind hier meine Erfahrungen.
    Das Schwipp-Schwapp höre ich tatsächlich irgendwann nicht mehr. Für lange Läufe nehme ich ihn immer. Bei den ganz langen Läufen habe ich aber auch Musik auf den Ohren, so höre ich dann eh nichts vom Schwappen. Ich habe den von Salomon, der auch wie eine Weste gearbeitet ist. Nichts rutscht oder wackelt. Die Trinkblase ist die gleiche wie bei dir. Vom Decathlon. Es gibt dafür ein Reinigungsset. Eine Art Bügel gibt man hinein und die Blase kann gut trocknen. Und wie Christian schon schreibt, ab und zu ein Corega Tabs hinein. Mache ich auch bei den normalen Trinkflaschen zur Reinigung.
    Die Trinkgürtel sitzen bei mir immer so, wie sie nicht sollen und ich bin ständig mit zurechtrücken beschäftigt. Echt nervig.
    Liebe Grüße
    Karina

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    • Willkommen zurück aus dem Abenteuerland, liebe Karina!

      Mit Trinkgürtel fühle ich mich auch nicht mehr wohl, entweder er rutscht oder er schneidet ein – beides nervt. Da ich nur sehr selten was zu trinken mitnehme, hat mich der hohe Preis der Salomon-Rucksäcke (die vermutlich noch besser sitzen und haltbarer sind) abgeschreckt. Der Kleine von Decathlon reicht für meine Bedürfnisse und sitzt wirklich gut genug. Wenn ich wieder nach Saarlouis in den Laden komme, schaue ich mal nach dem Reinigungsset. Zusammen mit den Gebissreinigertabletten und / oder Einfrieren sollte das genügen. 🙂

      Musik auf den Ohren ist leider nichts für mich. Also hoffe ich, dass das Luft-Rausdrücken und -saugen das SchwippSchwapp reduziert. Und an den Rest muss ich mich wohl oder übel gewöhnen.

      Liebe Grüße und vielen Dank für das Aufschreiben deiner Erfahrungen,
      Anne

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