10. Akt: Ruhe vor dem Sturm

Nach dem Sturm (im Wald) ist vor dem Sturm (auf die Porta). Zwischen den Stürmen ist Ruhe angesagt. Vergangenen Donnerstag raste eine panische Läuferhorde auf der Flucht vor heftigen Windböen und einem Gewitterguss zurück zum Waldstadion. Heute trottet ein topfittes,  tiefenentspannt wirkendes Häuflein durch’s Falsche Biewertal. Nach dem Fototermin für die komplette TV-bewegt-Truppe und der Vorbesprechung organisatorischer Details geht’s auf ein halbstündiges gemeinsames Abschlussründchen – zu unserem allergrößten Bedauern ohne die angekündigten Stabi-Übungen vorweg ( 😉 ) .

Ganz bei der Sache bin ich nicht. Mir spuken Dinge im Kopf rum, die mit dem Laufen nix zu tun haben. Normalerweise würde ich jetzt anderthalb Stunden bräsig durch den Busch traben, um meine Gedanken zu klären. Aber jetzt bin ich halt hier. Also jogge ich im Autisten-Modus mit, mal den Plaudereien neben mir lauschend, mal die Ohren auf Durchzug gestellt. Mache brav die abschließenden Dehnübungen mit, die ich immer noch nicht mag, an die ich mich aber zu gewöhnen beginne.

10 Wochen Training sind rum – schnell ging’s. Ob’s auch schnell gemacht hat, wird sich am Sonntag zeigen. Vorausgesetzt, der Schlüssel zur Kiste mit den Selbstmotivierungstipps taucht bis dahin wieder auf. Im Moment kann ich mir nämlich überhaupt nicht vorstellen, im Gewusel von 3.000 Leuten und ein paar tausend Zuschauern im Maximaltempo durch die Gegend zu rennen. Ich will keinen Sturm auf die Porta, ich will meine Ruhe! Nun gut, bisher habe ich noch alles wiedergefunden, was ich verbummelt habe (von meiner selbstaufblasenden Isomatte mal abgesehen). Also bin ich zuversichtlich, dass ich bis Sonntag auch meine Motivation wiederfinde.

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30 Gedanken zu “10. Akt: Ruhe vor dem Sturm

  1. Liebe Anne,

    ich habe mich gestern Abend gefreut, diese große Gruppe motivierter Läufer zu sehen. Fast alle waren da. Und bei vielen war schon etwas Aufregung mit Blick auf Sonntag im Spiel.
    Mach‘ Dir keinen Druck und nimm Dir vor, die Sache zu genießen. Weniger autistisch, sondern mit allen Sinnen. Und wenn Du keine Lust auf schnell hast, dann eben entspannt.
    Es macht Spaß, an der Freude der anderen teilzuhaben. Da lässt sich auch so ein Massenlauf mit Spaß bewältigen.

    Wir sehen uns!

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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    • Ja, sowohl Motivation als auch – bei manchem – Aufregung waren deutlich zu spüren. Das mit dem Genießen-Wollen wird bei mir schon noch kommen. Eben hab ich eine sehr wichtige Präsentation erfolgreich überstanden, die viel mentale Kraft gebunden hat. Jetzt muss sich nur noch das Halskratzen verziehen, dann steigt die Lust auf den Sonntag. 🙂 Dann kann ich voraussichtlich sogar das schnelle Laufen am Limit genießen.

      Danke für deine Tipps und liebe Grüße, bis Sonntagmorgen!
      Anne

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  2. Liebe Anne,

    ich war da in der Kommentierung bei Rainer schon etwas frech. Ich will das hier mal etwas zurücknehmen, nachdem ich diesen Artikel gelesen habe. Gerade ich habe volles Verständnis dafür, wenn der Kopf voll mit anderen Sachen ist und man bzw. frau sich innerlich nicht befreien kann.

    Aber vielleicht gelingt es Dir ja noch, Dich mental etwas freizustrampeln und Du gehst Sonntag mit Lust und Tempo auf die Strecke. Wenn nicht, hältst Du es so, wie Rainer es schreibt und Du trabst entspannt mit den Massen ins Ziel.

    Ich wünsche Dir so oder so, dass Du viel Spaß bei dem Lauf haben wirst

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Halb so wild, lieber Volker! Ein Teil des Ganzen ist schon weggeräumt, andere erledigen sich erfahrungsgemäß von selbst, wenn ich ein paar Tage Abstand gewonnen habe. Der Spaß wird schon noch kommen – die momentane „Knatschigkeit“ ist ein bisschen typisch für mich vor einer offiziellen Laufveranstaltung. Ich nenn das immer VWK-SK und nehme die inzwischen – wie schon in einem uralten Blogbeitrag geschrieben – inzwischen nicht mehr so ernst. 😉

      Vielen Dank und liebe Grüße,
      Anne

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  3. Na dann, liebe Anne, ran die die Buletten ! Wo warst du in Gedanken – bestimmt hier bei uns an der Ostsee, wie sonst kann man den Kopf vielleicht dann doch freibekommen ! Du kennst meine Meinung , ich wiederhole sie hier nicht (mehr), kann dir nur die Daumen für die Lockerheit halten – und wenn du keine Lust hast, lauf‘ für dich – dicke Umarmung ! 😎

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    • An die Ostsee hätte ich mich innerlich bei einem Alleinlauf gebeamt, liebe Margitta, da wäre ich ruckzuck entspannt und frei im Kopf gewesen. Nun gut, einen „Stressor“ hab ich im Laufe des Vormittags beseitigt, die anderen grauen Gedanken kriege ich bis Sonntag auch in den Griff.

      Dann klappt’s auch mit dem schnellen Rennen – oder mit dem lockeren Lauf, wenn ich auf’s Gerenne keine Lust habe. Eine Mitstreiterin meinte gestern: „Langsam wird’s ernst!“. Mir rutschte spontan raus: „Es wird nur so ernst, wie wir es nehmen!“. Da ist doch eigentlich viel Wahres dran, oder? 😉

      Dicke Umarmung zurück und ein lieber Gruß,
      Anne

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  4. Hallo liebe Anne,
    schön zu lesen, dass du schon den einen oder anderen „Knatschigkeitsauslöser“ beseitigen konntest. Egal, ob du am Sonntag im Höchsttempo oder im geruhsamen Lauftouristen Schlappschritt durch Trier läufst, ich wünsche dir viel Spass dabei!
    Lieben Gruß, Doris

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  5. Da wünsch ich Dir viel Spaß und viel Spaß und viel Spaß…..
    Du machst das schon genauso wie es richtig ist, in dem moment für dich.

    LG nach Trier

    Bärbel, die hete 5km unterwegs war und es super fand diesmal

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    • Viel Spaß und viel Spaß und viel Freude wünsch ich dir natürlich auch, liebe Bärbel. Laufen ist ja dazu da, um Spaß zu machen – Stressquellen haben wir genug! 🙂

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  6. Anne, ich kenne sie auch, die VWK-SK! Jedes Mal überkommt sie mich, wenn ich so etwas angehe. Hinfort damit und mit all Deinen restlichen Ärgenissen. Renn Sie nieder! Ganz viel Freude beim Lauf – egal in welchen Tempo!
    Liebe Grüße, Bianca

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    • Ja, liebe Bianca, wir kennen die VWK-SK – und wir wissen, dass sie sich verflüchtigt, wenn wir erst einmal am Start stehen. Immerhin bleibt mir bei diesem Heimspiel einiges an lästigen Begleiterscheinungen erspart, weil ich mich zuhause umziehen und dort auch duschen kann.

      Vielen Dank & liebe Grüße zurück,
      Anne

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  7. Hallo Anne,
    jetzt mal nicht kalte Füsse bekommen. Schliesslich hast du ordentlich trainiert. Und die Motivation kommt schon noch, spätestens wenn du inmitten der 3000 Starter stehst. Wenn meine Erkältung es zulässt, werde ich wohl am Verteilerkreis stehen, da wo ihr wieder Richtung Innenstadt abbiegt. Groß schreien werde ich nicht können, das gibt die Stimme noch nicht wieder her 🙂
    Liebe Grüße
    Karina

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    • Danke für’s Anfeuern, liebe Karina! Hat dazu beigetragen, dass ich wirklich sehr gut durchgekommen bin! 🙂

      Schönen Sonntag noch und liebe Grüße,
      Anne

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  8. Liebe Anne,
    ich drücke dir ganz fest die Daumen :-). Die Motivation kommt bestimmt beim Lauf. Die Stimmung, die ganzen Läufer … das wird toll :-).
    LG Helge

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    • Schade, dass wir uns nicht gesehen haben, liebe Helge! Ja, die Stimmung war prima, auch wenn in den Randbereichen der Stadt wieder sehr wenige Zuschauer waren. Atmosphärisch gefiel mir die Strecke durch Trier-Nord viel besser als die durch Euren/Trier-West. 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  9. Liebe Anne,
    ich hoffe, es war schön. 🙂
    Und du hast die Stimmung genossen.
    Meine Kinder haben beschlossen, dass ausschlafen wichtiger ist als anfeuern. (sorry)
    Aber so ein stressfreier Vormittag hat schon was für sich. 🙂
    Liebe Grüße,
    Birthe

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    • Liebe Birthe,

      tja, ausgeschlafen hätte ich auch gern. Ich war aber laufen – alles gut, hat Spaß gemacht, war anstrengend wie ein 10er eben sein soll, ohne dabei zu sehr zu schlauchen. Ich hoffe, du hast den freien Vormittag weiterhin genossen. Wir sehen uns am Samstag beim Hospizlauf?! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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    • Ich kaufe voraussichtlich Schweich bis Trier! 😎 Eigentlich wollte ich ja die Nacht durchmachen, aber das kriege ich mit der Arbeit nicht geregelt.

      LG,
      Anne

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      • Schade. Nachts ist es richtig sehr ganz schön.
        Ich versuche mal, ob ich Fotos hinbekomme, aber ich vermute, dass die kleine Kamera das nicht mitmacht.

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        • Du bist auch über Nacht dabei? Schöööön! Nächstes Jahr kriege ich es hoffentlich auch hin – in diesem lohnt es auch nicht recht, da ich zuletzt zu wenig Umfänge trainiert habe, um einen nennenswerten Teil der Strecke zu schaffen. 😦

          Hoffentlich klappt’s mit den Fotos! 🙂

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  10. Wie, ich bekomme nur ein Stückchen für mein Geld? Das muss ich mir noch überlegen.
    Habe mir gerade meine „Nachtabschnitte“ gesichert.
    Irgendwie klaffte da eine große Lücke in der Staffel. 😉

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    • Du kriegst so viel du willst – das ist wie bei den Kuchenbuffets nach dem Lauf! Und wenn du früh genug kommst und clever auswählst, kriegst du sogar die nächtlichen Sahneschnitten. 🙂

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