5. Akt: KA – k.A. – Kaaaaalt!

Irgendwie werden „Der TV bewegt“ und ich nicht so richtig warm miteinander. Schuld ist zum einen der Job, der dem gemeinsamen Training in die Quere kommt. Vergangene Woche gab’s an Stelle des 4. Akts, „Turnstunde“, eine fiese Post-Tagungs-Kopfschmerzattacke, die ich in der Horizontalen auskurieren musste.

Schuld ist zum anderen das Wetter. Es ist einfach nur kaaalt! 7 Grad, Hagel, Regenschauer – da kostet es Überwindung, das Rad aus dem Keller zu holen und die 6 Kilometer bis zum Waldstadion zu strampeln.

Egal, geschwänzt wird nicht – schließlich steht „KA“ auf dem Programm. „Kraftausdauer“. Konkret: Treppenlaufen. Und Treppenlaufen mag ich! Wie ich in einem früheren Blogbeitrag erwähnte: Es ist nicht nur gut für die Kondition, sondern macht – angeblich! – auch einen schönen A###! Nicht dass ich mich ganz der Illusion hingäbe, dass da allzu viel zu retten wäre … es ist nur ein zarter Hauch von Hoffnung, der mich anweht.

Bevor wir aber nach einer lockeren Aufwärmrunde die Treppe rauf laufen dürfen, wird sie hinauf gehüpft. Beidbeinig von Stufe zu Stufe. Wer kann und will, hüpft im zweiten und dritten Durchgang einbeinig. Ich kann nicht. Ich will auch nicht. Ich kann ja kaum beidbeinig. Wieso? Keine Ahnung – k.A.! Koordination ist einfach nicht meins, bei mangelnder Konzentration geht dann gar nichts mehr. Da hilft nur eins: Üben! Irgendwie muss meinem Gehirn und meinen Gräten ja beizubringen sein, was sie tun sollen. 😉

Dann Treppenlaufen. Viermal die halbe Treppe flott rauf und gehend wieder runter. Im Anschluss viermal wieder die halbe Treppe – und wer will, wetzt auch noch die zweite Hälfte rauf. Alle wollen. Nur können nicht alle. Das führt bei den ersten zwei Durchgängen dazu, dass ein Stau entsteht, weil manch einer vor den letzten Stufen kapitulieren muss. „Cheffe“ Michi kommt zum Ordnen – die letzten zwei Durchgänge klappen erheblich besser. Und Holger vom TV hat sichtlich Spaß daran, unseren Aufstieg fotografisch festzuhalten – obwohl er nur gemütlich in der Gegend herumsteht, während wir uns austoben dürfen! 😉

23_Treppen

Nicht dass sich jemand über den Sonnenschein wundert: Das Bild ist nicht von heute. 😉

Am Ende der kurzen, aber fordernden Einheit wird nicht gedehnt. Das wäre zu riskant für die beanspruchte Muskulatur. Aber Auslaufen ist natürlich Pflicht. Die Empfehlung, dazu ins Waldstadion zu gehen, entpuppt sich quasi als Einladung zu einer Schwimmeinheit – an einigen Stellen steht die Aschenbahn in ihrer ganzen Breite unter Wasser. Und beim Ausweichen auf den Rasen trete ich in Pfützen, die ich im dichten Gras nicht rechtzeitig sehe. Bäääh! Es geht zwar gerade so ohne Neo, aber meine GoreTex-Schuhe vermisse ich schon! 😉

Feierabend! Ich hätte ja gern noch auf die designierten Halbmarathonis gewartet und Rainer persönlich Toitoitoi für seine Ultra-Premiere seinen Marathon am Sonntag gewünscht, aber es ist einfach zu kalt. Nix wie weg! Shirt wechseln, Regenhose über die 3/4-Tight, Jacke an. Dummerweise habe ich die dünne Mütze, die ich sonst unterm Helm trage, und die Handschuhe daheim gelassen. Wer ahnt schon, dass man Ende Mai auf dem Rad Winterklamotten brauchen könnte? Ich friere mir die Flossen ab, bis ich zuhause bin. 10 Minuten heiße Dusche, hinterher Wärmflasche und Wolldecke, dazu eine Extraportion Vitamin C+Zink. Wenn das mal gut geht … 🙄

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22 Gedanken zu “5. Akt: KA – k.A. – Kaaaaalt!

  1. Na hoffentlich ist Dir inzwischen wieder warm. Es war ja wirklich sehr frisch heute Abend. Gut, dass es wenigstens nicht geregnet hat. Und ein paar Sonnenstrahlen gab es auch. Die hast Du in der Treppenkonzentrationshüpfphase wohl gar nicht mitbekommen. 😉
    Gut jedenfalls, dass Du nicht auf mich gewartet hast. Am Sonntag ist erst einmal der Mittelrheinmarathon. 14 Tage später dann der Eifel-Ultra. Du hast also noch die Möglichkeit, mir Glück zu wünschen.

    Gute Erholung!

    Rainer 😎

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  2. Keine Konzentration – vermutlich ist mir das Hirn eingefroren, lieber Rainer! 🙄 Natürlich schien zwischendurch mal die Sonne. Und natürlich läufst du am Sonntag „nur“ Marathon. Dafür hätte ich dir allerdings auch gern persönlich Glück gewünscht. Aber es war wirklich zu frisch. Inzwischen ist mir wieder wärmer.

    Danke & liebe Grüße,
    Anne

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  3. Na auf der Treppe ist das ja bestimmt echt anstrengend. Für mich ist das gar nichts. Ich keusche schon beim normalen Treppensteigen nach der ersten Etage. Da fehlt Oberschenkelmuskulatur.
    Erhol dich gut und schön warmhalten.
    Wir fahren morgen zum verschneiten Rennsteig … bisschen frieren 😦

    Liebe Grüße
    Tati

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    • Ich keuche auch, liebe Tati! Das ist eigentlich ein Grund, öfter Treppen zu laufen. Zum Glück arbeite ich inzwischen wieder im 3. Stock und nicht mehr im 1. – da werden die Oberschenkelmuskeln im Alltag mehr trainiert!

      Rennsteig im Schnee? Oweh! 🙄 Nichtsdestotrotz wünsch ich euch ganz viel Spaß dabei! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Liebe Anne,

    momentan ist es schon ein Kreuz mit dem Wetter, es ist kaum vorstellbar, dass man Ende Mai Handschuhe, warme Mütze und die Winterlaufjacke einpacken muss um nicht Erfrierungen zu bekommen. Umso mehr verdienst Du Respekt, dass Du zum Training gegangen bist und nicht der Versuchung der Couch erlegen bist. Das Hüpfen auf der Treppe ist eine reine Übungssache und wenn sie schön regelmäßig sind, ist es nach ein paar mal schon gar nicht mehr so schwer 😛
    Nächste Woche soll ja wenigstens das Wetter etwas wärmer werden, ich hoffe ich kann dann die Handschuhe wieder wegräumen 😉

    Salut
    Christian

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    • Lieber Christian,

      an der milden Mosel sind solche Witterungsbedingungen im Mai wohl noch undenkbarer als anderenorts in Deutschland. Morgen will ich eigentlich ein wenig länger radeln – da müssen tatsächlich die Handschuhe mit, wenn ich mich wohlfühlen will.

      Was die Übungseffekte beim Hüpfen angeht: Darauf hoffe ich ja schon bei den Laufkraftübungen. Aber es tut sich wenig. Irgendwie ist das mit der angeblichen Plastizität (auch) des alternden Gehirns eine große Lüge. Zumindest in den motorischen Zentren MEINES Gehirn tut sich nicht viel! 😉

      Hier scheint die Sonne … aber „warm“ ist anders. Gerade im Volksfreund gelesen: Vergangenes Jahr an diesem Tag: 30 Grad!!! 🙄

      Liebe Grüße, hoffen wir auf Besserung,
      Anne

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  5. Stelle ich mir das bildlich vor, wie eine Horde von Menschen die Treppe rauf und runter eilt, dazwischen nach Luft schnappt wie Fische im Wasser, dann würde ich es vorziehen, solche Eskapaden alleine durchzuführen, erstens ist mehr Platz, zweitens kann man ungeniert laut schnaufen (aber das wird in den Gruppen auch nicht anders sein) und drittens sowieso.

    Dass es Kondition bringt, daran allerdings zweifle ich nicht.

    Die Kühle hat den Vorteil, dass es einem beim Treppensteigen richtig warm wird, wohl zu warm, um dann mit dem Fahrrad nach Hause zu fahren. Ja, wirklich kaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaalt ! Aber du hast es sicherlich ohne Schäden überstanden, schließlich haben wir ja ein stabiles Immunsystem, das uns schützt !! 😉

    Sonnige Grüße

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    • Beim Treppenlaufen hat die Gruppe nicht „gestört“, eher im Gegenteil, da war’s lustig. Aber bei dem Gehüpfe? Inzwischen steh ich zwar halbwegs drüber, dass ich mich bei solchen Übungen so ungeschickt anstelle, aber ein bisschen peinlich ist es mir immer noch. Darum hätte ich dabei eigentlich lieber keine „Zeugen“ … 😉

      Das Problem gestern war der Wechsel aus Wärme (Treppenlaufen) und dem Auskühlen durch Kälte und Wind und Nässe von unten. Ich war froh, dass ich mir dieses Mal ein trockenes Shirt zum Wechseln eingepackt hatte. Normalerweise macht es mir nichts, im verschwitzen Hemd mit winddichter Jacke drüber heimzufahren. Aber gestern wäre es fies geworden.

      Ich hoffe, das mit dem stabilen Immunsystem trifft auch auf mich zu. In intensiveren beruflichen Phasen bin ich mir da nicht so sicher … 😦

      Sonnige Grüße zurück,
      Anne

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  6. Brrrrrrrrrrrrrr… mir wird sogar beim lesen kalt!
    Wir haben hier aktuell gerade mal 4°C bei Regen und ich hab gerade meinen Rucksack für den Firmen-Tri heute Nachmittag gepackt… Schwimmflossen, Taucherbrille, Schnorchel – nein, ich hab nicht zum Schwimmen gewechselt, aber die Strecke rund um die Salzachseen soll sehr, sehr nass sein 😆

    Gratuliere zu deinen Treppenhüpfeinheiten, vor solchen Koordinations- und Konditionsübungen drück ich mich nur allzugerne!!
    Lieben Gruß und warme Füsse, wünscht dir
    Doris

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    • 4 Grad – pfui deibel! Vergiss den Neoprenanzug und die GoreTex-Schuhe nicht! 😆

      Ich drücke mich ja auch gern vor solchen Übungen – aber prinzipiell ist der gute Wille schon da. Und auch der Glaube an die Nützlichkeit des Ganzen.

      Vielen Dank für die guten Wünsche und die Gratulation – dir wünsch ich ganz, ganz viel Spaß heute bei eurem Firmentriathlon. Deine Schwester und du, ihr macht das schon! Aber hinterher schnell die nassen Sachen runter und ab unter die warme Dusche! Ich freu mich auf deinen Bericht!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  7. Hallo Anne,
    wie sich das Szenario doch ähnelt.
    Ich habe gestern das Schwimmen gelassen und bin ein bisschen an der Mosel laufen gegangen – mit Mütze und Handschuhen – im MAI!! Aber schau mal auf Holgers Blog – der letzte Bericht ist vom Mai 2012 und so wie er schreibt, war es da auch so kalt.
    Jedenfalls habe ich hinterher auch erstmal heiss geduscht, Zink eingeworfen und mich eingemummelt auf die Couch. Denn so langsam beginnt bei mir die Paranoia. Denn in 2 Wochen ist unser erster Saisonhöhepunkt und ich war dieses Jahr noch nicht krank…
    Somit werden wir wohl auch den nächsten Vorbereitungstriathlon am Sonntag absagen.

    Zum Thema Treppen. Glaub mir, wenn du das regelmäßig einbaust, springst du die in kürzester Zeit auch einbeinig hoch. Ich spreche da aus Erfahrung 😉

    Liebe Grüße
    Karina

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    • Mütze und Handschuhe beim Laufen Ende Mai – grausam! Aber nach dem intensiven Training der letzten Wochen musst du wirklich aufpassen, damit du dir nichts einfängst! Vorsicht ist die Mutter … 🙂

      Die Treppen bau ich regelmäßig ein. Ich kenn da auch schon eine, an der praktisch nie jemand vorbeikommt – ideal also für Bewegungslegastheniker! 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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      • Habe ich auch versucht und natürlich prompt Leute getroffen, die mich erkannt haben. Und dabei war es ein Sonntag Morgen um ca. 8 Uhr. Vonwegen, es kommt keiner vorbei, hihi.
        LG Karina

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        • Na gut, ich sehe ein, ein Restrisiko bleibt! Selbst wenn ich mir eine beleuchtete Treppe suche und nachts um 3 trainiere, kann das schief gehen – dann ruft vermutlich jemand die 110 und die Männer mit den weißen Kitteln kommen … 😉

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  8. Treppenlaufen mögen… ja, da war was. Hab gerade mal nachgelesen, was ich damals dazu kommentiert hatte 🙂

    Treppenlaufen ist da ja das eine, Treppe hüpfen das andere. Da hätte ich mich bestimmt schon bei auf die Fr…. gepackt 😀

    Aber die Anne ist ja tapfer und Gruppenschnaufen ist lustig. Also weiter so! :mrgreen:

    Liebe Grüße
    Volker

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  9. Du entwickelst dich allmählich zur Treppenspezialistin.
    Bald kennst du sie alle.
    Und hüpfen kann man da auch? Oooch, das vergesse ich immer…
    Das sind neue Aufgaben für die irgendwann anstehende Vorbereitung für den Herbst. (Erinner mich dran. 🙂 )

    Laufen mit Neo? Das hat was. Was macht ihr heute? Wir spielen „Sams“.

    Bist du morgen in Hetzerath?
    Falls es nicht (zu schlimm) regnet, kommen wir wohl, (auch wenn ich noch kein „Trainingslauf“-Shirt habe.)

    Liebe Grüße
    Birthe
    (Heute beim Warten auf den Schmied jämmerlich eingfroren.)

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    • Ich glaube, ich viele Treppen noch nicht getestet, liebe Birthe! Die von Ralph zum Beispiel will ich irgendwann mal laufen. Und andere sollte ich mal wieder hoch, die am Kreuzweg etwa. An das Hüpfen werde ich dich sehr gern erinnern! 😉

      Hetzerath war klasse, der Heimweg durch einige wetterbedingte Hindernissen geprägt, aber ich bin gesund heimgekommen. Schön, dass wir uns mal wieder getroffen haben! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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