Kleinvieh

Manchmal – so wie am Freitag – schneit es ganz beeindruckend Frau-Holle-mäßig, aber im Grunde doch nutzlos vor sich hin. Riesenflocken, die sich in Wasser auflösen, kaum dass sie den Boden erreicht haben.

Heute ist das anders: Kleinvieh macht auch Mist! Winzige Schneeflocken, exakt geometrisch geformte Sternchen, die langsam, aber stetig vor sich hin rieseln und den Boden schon mit einer zwei Zentimeter dünnen Schicht überzogen haben.

Auch wenn’s dunkel ist und ich müde bin: So ein Wetterchen lasse ich mir nicht entgehen! Einfach eine kurze Rekom-Runde in der Stille des Tiergartentals. Kleinvieh … Ohne Lampe, der weiße Bodenbelag und das Streulicht der Stadt reichen aus. Feine Eiskristalle im Gesicht, aus der Ferne mal ein Martinshorn. Ansonsten wohltuende fastnachtsfreie Stille. An Abenden wie diesem hab ich nichts gegen Winter. Gar nichts.

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16 Gedanken zu “Kleinvieh

  1. Liebe Anne,

    schön so ein Lauf in der Dunkelheit, wenn ein weißer Überzug das Restlicht verstärkt, ich mag diese Momente und die damit verbundene Ruhe, obwohl ein dichtes Schneetreiben auch nicht zu verachten ist, aber wir wollen ja nicht übertreiben 😉
    Manchmal sind es die kurzen Läufe, die einen erden und aus dem Alltag heraus holen können, deshalb ist Kleinvieh gar nicht so schlecht.

    Salut
    Christian

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    • Lieber Christian, dichtes Schneetreiben war leider „aus“, das durfte ich neulich genießen. Gestern musste zum Erden ein wenig feines Schneegefissel ausreichen. Wir wollen nicht übertreiben und können nicht alles auf einmal haben! 😉

      Liebe Grüße
      Anne

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  2. Nach Feierabend fernab jeden (Fastnachts-)Trubels mit sich und der Natur eins sein. Schöner kann man es sich doch gar nicht wünschen.

    Ich hoffe Du konntest den sonntäglichen Serverausfall arbeitstechnisch einwenig kompensieren.

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Nein, lieber Volker, schöner geht es (fast) nicht! Mit der Kompensation war es nicht so weit her. Dafür aber ein halbwegs konstruktives „Gespräch“ (man wird ja bescheiden, was die Ansprüche an Kommunikation angeht) … gearbeitet werden muss jetzt in den nächsten Tagen um so mehr!

      Liebe Grüße
      Anne

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  3. Ein schlauer Postkartenspruch lautet: Die Zeit, die man sich nimmt, ist die Zeit die einem etwas gibt. 🙂
    Da steht nicht wie lange diese Auszeit sein muß. Umso besser, wenn die Zufriedenheit schon nach kurzer Zeit eintritt. 🙂
    Ich habe leider den Eindruck Du arbeitest zu viel, liebe Anne. Kenn ich leider auch zu gut. Auf Dauer tut das allerdings gar nicht gut. 😦
    Liebe Grüße Elke

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    • Manchmal muss es selbst mit der Erholung schnell gehen, liebe Elke! Mit der Arbeit müsste es auch schneller gehen, aber weil ich derzeit nicht so effizient bin, frisst sie mehr Zeit als gewünscht. Auf Dauer kann und wird das nicht so bleiben! 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  4. Liebe Anne, sehr gut beobachtet und in die richtigen Worte verpackt- und das in der Dunkelheit – nach einem arbeitsreichen Tag – wie gut ich dich verstehen kann, es ist wunderschön,bei frisch fallendem Schnee unterwegs zu sein, und die Dunkelheit trägt ihren Zauber bei.

    Auch bei uns leise rieselnder Schnee – ich werde ihn mindestens genauso genießen wie du und sende dir kalte Ostseegrüße an den Schreibtisch, den Sand dazu hast du ja, und mit ein wenig Fantasie………………. 😉

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    • Danke, liebe Margitta! Ja, Laufen im frisch gefallenen (und weiter fallenden) Schnee bei Dunkelheit hat seinen Zauber! Hier rieselt leider nichts mehr, es ist wieder mal grau. Aber ein wenig Weiß deckt vieles zu! 🙂

      Mit Ostseesand und viiiel Fantasie … lauf ich mit! 😎

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  5. Eigenes Licht hätte gestern nächts genutzt. Meine Lampe schaltete ich sofort wieder aus, die Schneekristalle reflektierten das Licht und blendeten mich. Aber wie du schon geschrieben hast, reichte das Streulicht völlig.
    Solche Gelegenheiten kann man sich einfach nicht entgehen lassen. Schön daß auch du es genossen hast 🙂 .
    lG
    Ralph

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    • Die Lampe hatte ich dabei, aber ich hatte auch den Eindruck, sie würde nichts bringen. Und den Zauber einer Schneenacht genießt man besser ohne zusätzliches Kunstlicht! Du also auch … 🙂

      Liebe Grüße,
      Anne

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  6. Schön, dass unser Sport es möglich macht, unabhängig von Uhrzeit und Dauer, so wunderbare, stille Läufe zu genießen!
    Ich hoffe, du konntest in der Ruhe auch ein wenig Kraft für das aufarbeiten schöpfen!
    Lieben Gruß, Doris

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    • Man wird ja bescheiden … allein, es fehlt der Glaube, dass Worten auch Taten folgen! 🙄 Da wird es noch so manchen Meditationslauf brauchen, auf dem ich dann aber nicht an schwere Dinge denke!

      Liebe Grüße
      Anne

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