Trainingsplan 2013

„Richtige“ Läufer haben einen Trainingsplan. Die einen trainieren nach Hubert Beck. Die anderen schwören auf Herbert Steffny. Manche orientieren sich an seinem Bruder Manfred Steffny. Die „Natural Running“-Fans haben die Matthias Marquardt’sche Laufbibel stets parat. Leistungsorientiertere Sportler wühlen sich durch die Schriften von Jack Daniels, Arthur Lydiard, Renato Canova oder sonstigen Koryphäen der Lauftrainerszene.

Da kann und will ich 2013 natürlich nicht zurückstehen! Also bin ich wild entschlossen, mir auch einen Trainingsplan zuzulegen. Nach ausgiebigem Studium der einschlägigen Fachliteratur, schwersten inneren Kämpfen und sorgfältigstem Abwägen habe ich mich nun endlich entschieden: Ich nehme den Plan nach Schnauze. Genauer: Den nach F. Schnauze!

F. Schnauze find‘ ich genial! F. Schnauze erlaubt dir nämlich die flexible Festlegung der Anzahl und Länge deiner wöchentlichen Laufeinheiten. Training nach F. Schnauze sieht vor, die Geschwindigkeit der jeweiligen Tagesform, den Witterungsbedingungen, den Geländeverhältnissen und deiner Laufbegleitung anzupassen. Du willst rennen wie ein angeschossenes Wildschwein? Durch die Gegend zockeln wie ein müder Brauereigaul kurz vor dem Gnadenbrot? F. Schnauze lässt all das zu.

Selbstredend kannst du dir auch beim Laufen nach F. Schnauze Ziele setzen. Und dann in andere Trainingspläne schauen, wie schnell du im Training laufen müsstest, um diese Ziele im Wettkampf zu erreichen. Du kannst ausprobieren, ob du die entsprechenden Zeiten laufen kannst. Oder sie ganz schnell wieder vergessen und einfach „dein“ Tempo des Tages laufen.

Du willst überhaupt keine Wettkämpfe laufen? Bei F. Schnauze sind sie nicht zwingend vorgeschrieben. Empfohlen wird allerdings, sie gelegentlich „aus Spaß an der Freud“ und aus Gründen der Geselligkeit zu absolvieren. Gern gesehen sind auch Freundschaftsläufe ohne Zeitnahme.

Kurzum: Frei Schnauze – das ist mein Plan für 2013! Und eurer?

Advertisements

28 Gedanken zu “Trainingsplan 2013

  1. Mein Trainingsplan ist und bleibt ebenfalls der von Frei Schnauze. Das hat bisher immer gut geklappt und das wird es auch in Zukunft tun.

    Mit diesem Plan wird 2013 sicher ein erfolgreiches Jahr, das möchte ich Dir an dieser Stelle auch wünschen.

    Freundliche Grüße
    Bernd

    Gefällt mir

    • Ja, lieber Bernd – Training nach Frei Schnauze, damit fahren wir am besten! Auch 2013.

      Auf ein gesundes und erfolgreiches neues Laufjahr also!

      Viele Grüße
      Anne

      Gefällt mir

  2. Liebe Anne,
    das ist der beste Plan, von dem ich je gelesen und gehört habe!!! Auch wenn ich nur ganz, ganz selten die Tendenz habe, wildschweinisch durch die Gegend zu rennen, ist es doch ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass ich (nach diesem Plan) könnte, wenn ich wollte! 😀
    Lieben Gruß, die nun nicht mehr ganz so planlose Doris

    Gefällt mir

    • Wie hilfreich und stützend doch so ein Plan sein kann, nicht wahr?! 😆 Ob Wildschwein oder Brauereigaul, für jede bietet er etwas. Und man fühlt sich nicht mehr als Außenseiterin, weil man planlos unterwegs ist … 😉

      Liebe Grüße
      Anne

      Gefällt mir

  3. Liebe Anne,
    der Plan klingt gut. Sehr verlockend. 🙂
    Phasenweise ist F.Schnauze auch mein favorisierter Experte, wenn es ums Training geht. Wobei ich ja als Steinbock bzw. Steingeiß (?) immer Struktur im Alltag brauche.
    Deshalb werden dann die Vorgaben von F. Schnauze in ein – wenn auch grobes – Raster gezwängt. (Vage WKM und länge der einzelnen Läufe.) Der Vorteil von F.Schnauzes Trainingsempfehlungen ist aber die Variabilität.
    Wie war das noch?
    Pläne sind dazu da, um geändert zu werden.
    Oder so ähnlich.
    (Mache ich ja selbst mit den Daniels-Plänen, wenn es halt mal nicht passt. Der wird wohl auch für Mainz wieder herhalten müssen. Abgeändert natürlich, es muss ja zum Alltag passen. Und die „aus Spaß an der Freud“-Läufe sind da auch nicht eingeplant, da muss man ja ändern.)

    Liebe Grüße,
    Birthe
    (derzeit noch in Schnauzes Trainingsmodus)

    Gefällt mir

  4. Ich wußte gar nicht, dass man auch nach Jack Daniels trainieren kann. Na dann mal Prost! *hicks*

    Dein Trainingsplan ist definitiv beste. Das einzige was ihm zu Durchbruch und Erfolg fehlt, ist ein cooler Name, in Englisch z. B. klingt das doch immer gleich viel besser: „Free Snout-Training“. Voila, der erfolgreichste Trainingsplan aller Zeiten 😎

    Gefällt mir

    • Naja, die Pläne nach Jack Daniels und Johnnie Walker sind wohl doch nur begrenzt wirksam – da bleib ich lieber bei F. Schnauze. Leo.org übersetzt das Ganze mit „Training by guess and by gosh“ … klingt tatsächlich irgendwie „moderner“. Aber der gute F. Schnauze wird mit dieser Bezeichnung nicht mehr hinreichend gewürdigt. 😉

      Gefällt mir

  5. Anne, das ist MEIN Plan! Endlich hast Du dem Kind einen Namen gegeben. Frei Schnauze gefällt mir zur Zeit auch am Besten und wird sich wohl auch 2013 bei mir durchs Jahr ziehen. Das einzige, das feststeht – ich laufe. Wann, wie schnell, wie weit, wie oft… Das sagt mir mein Tagesgefühl.

    Gefällt mir

  6. Liebe Anne,
    Dein Plan gefällt mir, hat was Spontanes 😉
    Mir ist bereits „Plan“ zuviel, weshalb ich es weiter so mache wie bisher: Laufen, wie es mir gefällt, ohne Plan und ohne Ziel und v.a. weiter ohne Laufevent, dieses würde mir nur unnötig Druck machen und ich würde ambitioniert versuchen meine Bestmarken zu knacken.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit running by guess and gosh

    Salut
    Christian

    Gefällt mir

    • Lieber Christian, nicht nach Plan zu laufen ist ja auch irgendwie ein Plan – durch dieses Paradoxon kam ich erst auf die etwas augenzwinkernd gemeinte Idee, dem Nicht-Plan einen Namen zu geben! 😉 Ich hab inzwischen meine Ehrgeiztierchen zum Glück so gut im Griff, dass ich an Events teilnehmen kann, ohne dabei verbissen irgendwelchen Bestzeiten nachzujagen – ebenso gut kann ich aber auf sie verzichten. Auch diese Art der Freiheit weiß ich sehr zu schätzen. 🙂

      Vielen Dank & liebe Grüße
      Anne

      Gefällt mir

  7. Dieser Plan ist ja genial. Darf ich den auch kopieren und auf mich anwenden?
    Seit meinem letzten HM vor 2010 (ohhhh) bin ich so richtig richig planlaufmüde. Allerdings könnte ich mich schon für den Paln des Herr´n Dr. F. Schnauze sehr erwärmen(zwinker).

    LG Bärbel

    Gefällt mir

  8. Also, erst mal stört mich das Wort “ Richtige Läufer „, das habe ich schnell mal überlesen, dann halte ich es wie Christian, auch mir macht das Wort Plan schon Angst, Laufen nach Lust und Laune, mal kürzer, mal länger, mal langsam, mal langsamer, auch mal schneller, je nach körperlicher und seelischer Verfassung, aber das wissen wir ja alle längst.

    Hauptsache, du bleibst gesund, kannst jeden Lauf genießen, die Füße und sonstige Knochen, Muskeln bleiben schon ruhig und schmerzen nicht, und dann genau nach Wohlempfinden auf die Piste.

    Im Grunde ist es genau das gleiche, was du tust, nur in andere Worte verpackt ! 😎

    Gefällt mir

    • Du wirst doch nicht die Ironie der Formulierung übersehen haben, liebe Margitta?! 😉

      Wie ich zu Christians Kommentar schon schrieb: Keinen Plan haben zu wollen – das ist ja auch ein Plan, nur ein sehr flexibler. Und so kann ich augenzwinkernd von mir sagen, dass ich auch einen Trainingsplan habe, nämlich eben nicht nach festem Plan zu trainieren, sondern nur nach Lust und Laune und Körpergefühl. Und darin, dass das die beste Art ist, dauerhaft gesund und mit Freude zu laufen, sind wir uns ja einig! 😎

      Gefällt mir

  9. Schön geschrieben, liebe Weinbergschnecke…
    Bislang (habe erst Mitte 2012 mit dem Laufen „richtig“ angefangen) hatte ich auch stets diesen Trainingsplan. Mal schauen was geht, mal schauen was kommt, mal schauen wie die Lust und Laune ist.
    Da ich für 2013 aber tatsächlich vorsichtig mal den einen oder anderen Volkslauf (von Wettkampf traue ich mich bei meinem Leistungsprofil gar nciht zu reden… 😉 ) mitmachen möchte, werde ich VIELLEICHT das ein oder andere Mal eine gezielte und strukturierte Vorbereitung (also nach Plan) probieren. Mal schauen… (und da isser wieder…).
    Liebe Grüße und für 2013 immer genügend Lauflust, freie Strecken und vor allem natürlich gesunde Knochen,
    Thomas

    Gefällt mir

    • Hallo Thomas, herzlich willkommen hier auf meinem Blog – und natürlich in der Läuferwelt! Schön, dass du zu „uns“ gefunden hast!

      Das Tolle am Laufen ist ja, dass man so flexibel zwischen strukturiertem Training und einfachem Draufloslaufen wählen kann. Ich bin überzeugt davon, dass man auf Hobbyläuferniveau einfach durch regelmäßiges Laufen „frei Schnauze“ fitter und schneller wird, wenn man dabei die Distanzen und Geschwindigkeit einfach je nach Tagesform variiert.

      Ich hab allerdings auch schon nach strukturierten Plänen trainiert – das hat nicht nur Nachteile. So bewahre ich mir derzeit einen Rest Struktur, indem ich mir wöchentliche km-Obergrenzen setze (bin nach langer Verletzungspause vorsichtig). Und generell denke ich, Pläne können überehrgeizige Anfänger auch ein wenig bremsen. Aber das Allerwichtigste ist mMn, bereits als Anfänger zu lernen, seine Körpersignale richtig zu deuten, Anzeichen von Überforderung (und Unterforderung) zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Wenn man das kann, braucht man sehr strukturierte Pläne erst dann, wenn man unbedingt die letzten 0,5 bis 1% der maximal möglichen Leistung bei sich rauskitzeln will. Ich will’s nicht mehr … 😎

      Liebe Grüße – auch dir für 2013 nur das Beste, läuferisch und auch sonst
      Anne

      Gefällt mir

  10. Hallo Anne,
    Frei Schnauze finde ich toll. Das mache in in der Winterzeit beim Laufen und Radfahren genauso. Einfach nach Gefühl, ohne Uhr, ohne Pulsgurt, ohne Tacho, ohne Plan. Nur beim Schwimmen kann ich auf einen Plan nicht verzichten,das wird sonst zu langweilig.
    Aber ab Januar gibt es tatsächlich wieder einen Trainingsplan. Der wird allerdings auch flexibel gehandhabt, hihi.
    Und Dank Rainer und Dir ( deren Blogs ich schon eine Weile verfolge ) bin ich jetzt auch unter die Blogger gegangen ( tridreamteam.blog.volksfreund.de ).
    Viele Grüße und ein verletzungsfreies 2013 wünscht Dir
    Karina

    Gefällt mir

    • Hallo, liebe Karina,

      willkommen auf meinem Blog – und willkommen in der Welt der aktiven Sportbloggerinnen! Ich bin sehr gespannt, was es bei dir zu lesen gibt. Ein Tri-Training ist ja sehr abwechslungsreich; ich glaube, da kommt man wohl wirklich nicht mehr ohne Plan aus, wenn man die verschiedenen Disziplinen koordinieren und sich nicht überlasten, aber auch nicht wichtige Trainingskomponenten vernachlässigen will.

      Toitoitoi für 2013 – sportlich und auch sonst!

      Anne

      Gefällt mir

  11. Pingback: Ouvertüre: Es ist angerichtet! | Weinbergschneckes Blog

  12. Pingback: ´Nen Knall | Weinbergschneckes Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s