Klein-Mädchen-Treppe

Läufer mögen Treppen. Treppen laufen bringt Kondition. Und trägt vermittelt über eine Kräftigung der Gluteus maximus und eine Straffung des umgebenden Gewebes erheblich zur Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes der Gesäßregion bei (vulgo: macht einen schönen A###!). Treppen laufen macht Spaß! Treppen laufen ist prima!

Viele Blogger haben schöne Treppen in ihrem Laufrevier:

Flachländer wie Volker haben Treppen, die zu Autobahnbrücken hinauf führen.

Rainer und ich kennen ein sehr hübsches Exemplar, das die Stadt mit dem Trierer Weißhauswald verbindet.

Eine recht apartes kleines Treppchen mit 91 Stufen findet sich in der Nähe der Trierer Uni.

Die beeindruckendste Treppenvariante hat bislang Ralph präsentiert, der im Konzer Tälchen sozusagen in einem Treppenparadies lebt.

Die neu hergerichtete Treppe am Heiligkreuzer Kreuzweg, die Rainer schon mal fotografiert hat, ist dagegen eine Klein-Mädchen-Treppe. Warum „Klein-Mädchen-Treppe“? Weil sie so konstruiert ist, dass sie ohne Probleme leicht und locker gelaufen werden kann, eben auch von kleinen Mädchen (oder mäßig fitten Schnecken): Sie fängt schön sachte an, immer zwei Stufen, dann ein Podest, das für mehrere flache Schritte ausreicht. Neunmal das Ganze, allerdings mit kleiner werdenden Abständen zwischen den „Podesten“. Dann mehrmals nacheinander drei Stufen, wieder jeweils getrennt durch ein kleines Podest, das ein paar „Ruheschritte“ erlaubt. Zum Schluss wird’s ein wenig fordernder mit ein- oder zweimal vier, dann zweimal sechs Stufen. Macht insgesamt 67 Stufen. Alles halb so wild wegen der Flachstücke zwischendurch.

Wenn man nun an der Bernhardstraße entlang den soeben erklommenen Hubbel wieder links runter läuft, am Bach in den Weg einbiegt und auf die Treppe zu wetzt, ergibt das eine hübsche kleine Runde von etwa 380 Metern. Sozusagen eine geringfügig zu kurz geratene und ein klein wenig unebene 400 m Bahn. Gegen 5 x 380 Meter mit einem Extra-Aufstieg zum Genießen nach Feierabend ist ja eigentlich nichts einzuwenden, oder? Aber seien wir ehrlich: Noch öfter wär’s öde! 😉

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23 Gedanken zu “Klein-Mädchen-Treppe

  1. Uiuiui, die Treppenschnecke kommt!
    Bist du wirklich 5x rauf und wieder runter und wieder rauf und wieder …..??? Da hast du meinen allergrößten Respekt! Ich vermeide ja die Treppen auf meinen Laufstrecken so gut es geht, wobei es sich bei „meinen“ eher um Knöchelbrecher-Treppen handelt 🙂 .
    Lieben Gruß, Doris

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  2. Rauf insgesamt 6 x. Runter nicht via Treppe, sondern wie beschrieben außenrum an der Straße entlang bzw. auf einem Fußweg. Das Treppablaufen geht mir zu sehr auf die Kniegelenke – und etwas ängstlich bin ich dabei auch, weil mir die Koordination beim Abwärtslaufen schwer fällt! 😎

    Liebe Grüße
    Anne

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  3. Wenn du oft genug die Treppe hoch und runter bist … lade ich dich zum Radebeuler Treppenlauf ein. Ich stell hier keinen Link rein. Empfehle das zu googlen 🙂

    Liebe Grüße Tati, die im Moment Treppen gar nicht mag … tut manchmal weh 😮

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    • Oh weh, von diesem Lauf hat mir schon mal jemand erzählt … da muss ich noch viiiiiele Treppen laufen! 😉
      Dir wünsch ich erst einmal, dass es mit dem Treppen gehen wieder schmerzfrei klappt. Und dann … 😎

      Liebe Grüße
      Anne

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  4. Treppenlaufen habe ich noch nicht für mich entdeckt. Ich müsste erstmal darüber nachdenken, wo ich hier in der Nähe eine finden würde…. Werde ich mal ins Visier nehmen und ausprobieren.
    Liebe Grüße
    Bianca

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  5. Liebe Anne,
    das scheint ja ganz ordentlich zu sein, wie viele Höhenmeter machst Du dann in einer Runde? Wenn ich es richtig verstehe sind das keine Naturtreppen, sondern angelegte künstliche Treppen, das geht doch ganz ordentlich auf die Knie, obwohl aufwärts ist besser als abwärts. Ich mag Treppen beim Laufen nicht so, aber ich habe auch einen schönen Anstieg von knapp 200 Höhenmeter hier mit überwiegend Naturtreppen und einigen wenigen Beton- bzw. Steintreppen, das Gute ist allerdings, dass sich oben gleich ein Trinkwasserbrunnen befindet, der meist nötig ist 😎
    Treppauf ist nicht nur für den Glutaeus maximus sondern auch für die Hüftbeuger, insbesondere den Iliopsoas, sehr gut, der ja auch den Haupt-Core-Muskel bildet. Darüber hinaus wird bei richtiger Körperspannung auch die autochthone Rückenmuskulatur gekräftigt *klugscheißmodus aus* :mrgreen:

    Irgendwie hast Du mir jetzt Lust gemacht, vielleicht mach ich am Sonntagmorgen auch mal ein paar Treppenrunden, wenn der Boden nicht gefroren ist 😯

    Salut
    Christian

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    • Lieber Christian, alles halb so wild mit den Höhenmetern. Garmins GPS-Höhenmessung kommt damit nicht gut klar, aber weil das nur ein kurzes, Treppchen mit relativ flachen Stufen (und daher auch nicht unangenehm für die Gelenke) ist, können es eigentlich nicht mehr als 12-15 HM pro Runde sein. Ich mag ebenfalls natürliche Anstiege lieber, einer wie du ihn beschreibst würde mir auch gefallen – natürlich nur, wenn ich oben Päuschen machen und trinken kann! 😉
      So viele Muskeln haben was von diesem Training … da hat man ja noch ein paar Gründe mehr, häufiger Treppen zu laufen! 😎

      Viel Spaß am Samstag … aber nur auf unvereistem Boden!

      Liebe Grüße
      Anne

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  6. „Läufer mögen Treppen“… Naja, ob ich Treppen mag lasse ich mal offen. Aber die 100 Stufen „meiner“ Autobahntreppe sind für mich eine seltene Gelegenheit mal „bergauf“ zu laufen. Die Treppe bringt jedes Mal meinen flachlandverwöhnten Puls bis an den Drehzahlbegrenzer und oft genug hätte ich mir am oberen Ende eine Krankenschwester mit Sauerstoffgerät gewünscht 😉

    Aber was tut man nicht alles für die Fitness und mit der Zeit wird es auch besser. Bis man nach irgendeiner lästigen Aua-Zwangspause wieder von vorne anfängt…. mit der Treppe.

    Liebe Grüße
    Volker

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  7. Klein-Mädchen-Treppe – wie süß !! Wir haben weder das eine, noch das andere, aber ich kenne die Wirkung von Treppen sehr genau, zur Not trainiere ich zu Hause in Ermangelung anderer Stufen !! 😉 Das würde sich bei uns schon lohnen, gute Idee, ich glaube, das mache ich mal, nur die Fenster öffnen – und dann isses wie draußen !!!

    Dafür gehe ich sie immer, dort, wo es welche gibt, Fahrstühle werden so gut wie nie genutzt, immerhin – besser als nichts !

    Gluteus maximus, minimus – und die, die noch betroffen sind, aber ich glaube, rein von der Form, die genetisch vorgegeben ist, ist eine große Veränderung durch Treppenlaufen nicht zu erwarten – oder doch ❓ 😉

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    • Zur Not nimm einen Kirchturm, liebe Margitta! Aber das häusliche Treppenhaus tut’s natürlich „im Notfall“ auch! 😉 Früher hatte ich ein Büro im 3. Stock, da war Training im Alltag sichergestellt., weil ich (fast) immer gegangen bin. Jetzt bin ich in den 1. Stock umgezogen, da muss ich mir etwas anderes einfallen lassen.
      Du hast wohl recht, die Grundform ändert sich nicht. Aber ich bin schon zuversichtlich, dass die Struktur sich in Richtung „straff und fest“ optimieren lässt! 😆

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    • Ich hatte vor meinen fünf Runden schon ein schönes Läufchen und bin hinterher gemütlich ausgelaufen, um dann noch zu dehnen. Mache ich sicher gelegentlich wieder, weil sich auf der Treppe gefahrlos das Tempo variieren lässt. Gestern bin ich locker gelaufen, aber die Stufen sind ja in einem so guten Zustand und so breit, dass man da auch Tempo machen könnte. 😎

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  8. Sehr läuferfreundliche Treppe 🙂 . Aber gleich 6 mal rauf – Respekt! Die von dir beschriebene Runde klingt richtig gut. Wenn ich diese Möglichkeit noch hätte, wäre es toll. Runden mit meinen Treppen werden gleich mindestens drei Kilometer lang.
    lG
    Ralph

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    • Ja, lieber Ralph, ich war von der Entdeckung auch ganz angetan. Eine schöne kurze Runde, die ein Treppen-Intervalltraining erlaubt, ohne dass man eine Treppe runterlaufen muss – das Runterlaufen mag ich nämlich echt nicht.

      LG,
      Anne

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  9. Treppen….
    ja, das wäre mal eine neue bergauf-Variante im Training. Und als Intervall natürlich auch nicht schlecht. Man kann ja mal mit der Klein-Mädchen-Treppe anfangen. 😉
    Wieviele Treppen gibt es in Trier?
    Und im Urlaub dann immer den Leuchtturm hoch ?
    (Habe ich jedes Mal vorund noch nie gemacht. 60m, gut 300Stufen, dann aber nur einmal…)

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    • Treppen kann ich sehr empfehlen – aber die Klein-Mädchen-Variante unterfordert dich. Fang doch mit den oben verlinkten 91 Stufen am Trimmelter Berg an (unterhalb der Heinrich-Lübke-Straße) – die bringen Laune! 😎
      Das mit dem Leuchtturm musst du mal probieren … ich würde ja (unabhängig von den Konditionsproblemen) einen Drehwurm kriegen dabei! 😉

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  10. Pingback: 5. Akt: KA – k.A. – Kaaaaalt! | Weinbergschneckes Blog

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