Dieses Kribbeln im Bauch … – Schnecken-Post-Halbmarathon Bonn 2012

Geschenkten Gäulen soll man nicht ins Maul schauen, behauptet ein altes Sprichwort. Wenn es sich bei dem Geschenk einer bekannten Weißbiermarke aber um einen Halbmarathonstartplatz handelt, wäre das genauere Hinsehen doch angebracht. Zumindest um vorher die erwartete Teilnehmerzahl in Erfahrung zu bringen. Dann steht man nämlich nicht im Startblock und friert sich 45 Minuten lang seine fleißig warm gelaufenen Gliedmaßen ab. Und man fragt sich nicht leicht verzweifelt, ob man jetzt wirklich ein Dixi braucht (das es nicht gibt) oder ganz einfach nervös ist.

Dabei hat alles sehr nett angefangen: Am Spätnachmittag des Vortags in Bonn eingetrudelt, fix noch auf die Marathonmesse zum Unterlagen-Abholen: Startnummer, jede Menge Papierkram und ein „Biene Maja“-T-Shirt im Schwarz-Gelb des frisch gebackenen Deutschen Fußballmeisters … nein, des Sponsors des Laufs.

Auf dem Weg zum Hotel auf dem Marktplatz schon die Tribünen, Absperrgitter, überall sportlich gekleidete Menschen mit Plastik-Kleiderbeuteln über der Schulter. „Dieses Kribbeln im Bauch, das man niemals vergisst …“ – der Schlager von Pe Werner spukt mir im Kopf herum. Wieso kribbelt das? Ich will doch nur joggen! Und einen 30-stündigen Tapetenwechsel, den ich als Abwechslung gut brauchen kann. Einen Quasi-Kurzurlaub zum Genießen, mit leckerem Essen, ein wenig Kunst und Kultur und eben auch Sport zwischendurch. Aber nichts Anstrengendes, nur ein wenig langsamer bis lockerer Dauerlauf.

Allerdings ist es ein Quasi-Kurzurlaub ohne Ausschlafen. Am Sonntagmorgen um kurz nach sechs rappelt das Handy. Der erste skeptische Blick gilt dem Wetter, das laut Wetterkarte vom Vortag im Tagesverlauf „Duschen satt“ verheißt, aber vormittags brauchbar bleiben soll. Im Frühstücksraum bei Rosinensemmel und ein wenig Obstquark Läuferinnengespräche. Zwei Postmitarbeiter sind unter anderem dabei, die zu berichten wissen, dass allein ihr Arbeitgeber etwa 900 Starterinnen und Starter mobilisiert hat. Das kann ja heiter werden!

Das Wetter auch, wie der Blick aus dem Hotelzimmer zeigt. Das wird schon halten. Kalt ist es trotzdem, windig auch, so dass ich die Frage „Lang oder kurz“ mit „Kurz-kurz mit dünner Windjacke drüber“ beantworte. Ich will ja nur joggen, dafür ist „Kurz-kurz“ zu kalt. Die gute Nachricht der Hotelmitarbeiterin: Ich muss das Zimmer erst gegen 12 Uhr räumen und kann nach dem Lauf noch dort duschen – angesichts der Container, die als offizielle Sanitäreinrichtungen aufgestellt wurden, ein wahrer Luxus! Und da das Hotel nur drei Minuten vom Start und fünf Minuten vom Ziel entfernt liegt, sollte es auch keine Zeitprobleme geben – da ahne ich ja noch nichts von dem erwähnten Startprocedere.

Erst einmal geht es aber in den Hofgarten zum Einlaufen. Eine schöne Grünanlage mit alten Bäumen, Statuen, am Kopfende das Bonner Schloss, das seit Jahren die Universität beherbergt. 2,5 entspannte Kilometer mit ein wenig Lauf-ABC, dann geht’s zum Frieren in den Block. Musik lenkt ab, man hüpft ein wenig auf der Stelle – aber meine Laune wird dadurch nicht besser. Und auch nicht durch die bekanntgegebene Zahl von über 7.600 Startern. Und die Feststellung, dass die Blocks im Fünf-Minuten-Abstand auf die Strecke geschickt werden – und ich im letzten bin. Die Vorfreude ist weg. Ich mag nicht. Und mir ist kalt.

Das ist nicht gut. Ich kenne mich: Wenn ich schlecht gelaunt bin und friere, funktioniert meine Bremse nicht richtig. Dann wollen die Beine nicht, was der Kopf will. Als endlich der Startschuss knallt, erinnere ich mich daran. Die Meute um mich herum verhindert eh ein zu wildes Losstürmen. Aber schon nach wenigen 100 Metern entzerrt sich das Ganze auf der Kennedybrücke. Ich habe mich scheinbar gut einsortiert und kann schnell mein Tempo laufen. Das höher ist als ich wollte. Die Beine tun was sie wollen – aber sie fühlen sich gut dabei an. Nichts mit Schnecken-Post! Also beschränke ich mich auf gelegentliches Einbremsen, damit das Ganze kein voll gelaufener Halbmarathon wird (den ich meinen Haxen nicht zumuten will), sondern ein gepflegter Tempolauf durch hoffentlich schöne Straßen der ehemaligen Bundeshauptstadt.

An einige Passagen der Strecke kann ich mich noch erinnern, 2006 war ich schon einmal hier. An den baumbestandenen Straßen mit ihren Villen und gepflegten Wohnhäusern in Beuel finden sich gelegentlich Zuschauernester. Anwohner haben kleine Campingtische mit Obst und Getränken aufgestellt, Kinder klatschen ab oder wedeln mit ihren Ratschen. Durch Limperich und Ramersdorf geht es, vorbei am ersten Verpflegungspunkt und kurz darauf zur Wende. Ich bin zu schnell. Die Beine wollen keine 6:30 wie geplant. Irgendwo zwischen 6:05 und 6:10 pendelt sich das Tempo ein. Also gut. Leider ist dadurch weniger Sauerstoff für’s Gehirn übrig. Bis ich geschnallt habe, warum Menschen eine große rote Badezimmermatte auf die Strecke legen und einladend darauf weisen, bin ich längst vorbei.

Im Ortskern von Beuel noch einmal richtig Stimmung mit vielen Zuschauern, dann geht es unter der Brücke durch zum zweiten Verpflegungspunkt. Vor dem Aufstieg gönne ich mir ein paar Gehschritte. Gute Entscheidung, denn auf der Brücke sind wir voll im Wind. Die Sambatruppe gibt den Takt vor und erleichtert den kleinen Kampf.

Hinter der Brücke geht’s runter ans Rheinufer, den Blick auf das Siebengebirge genießen. Und eine gute Nachricht gibt es auch. Die Bremse funktioniert wieder ein klein wenig besser, ich kann ab Kilometer 10 so 10 Sekunden rausnehmen, um mich nicht platt zu laufen. Gut so, denn nachdem wir das ehemalige Bundeskanzleramt passiert haben und hoch zur Schnellstraße gelaufen sind, kommt ein zääähes Stück. Während die vor uns Gestarteten uns auf ihrem Weg zum Ziel begegnen, laufen wir stadtauswärts. Und stadtauswärts. Und stadtauswärts. Gefühlte fünf, in Wahrheit aber nur zwei Kilometer. Langweilig irgendwie, auch wenn gelegentlich schön blühende Bäume – und natürlich die Läuferschar – Ablenkungen bieten. Zuschauer? Wenig bis gar nicht!

Noch ein Verpflegungspunkt, an dem ich mir durch eine ausgiebige Gehpause den einzigen Kilometer „verdiene“, der in meiner geplanten 6:30er Zeit auf der Uhr steht. Danach geht es, von ein paar Schlenkern durch ein Büroviertel abgesehen, weiter auf einer abgesperrten Hauptstraße entlang. Irgendwie bleibt wenig in Erinnerung: Der Posttower, die Plastik von Konny Adenauers Kopf, ansonsten Asphalt und viele grüne Bäume. Bei Kilometer 17 rechnet irgendwas in mir: „Wenn du jetzt Druck machst, schaffst du es unter 2:10!“ Will ich Druck machen? NEIN!

Also freue ich mich einfach nur, im zügigen Dauerlauf den Hofgarten zu erreichen, wo endlich wieder mehr los ist. Abklatschen, mit dem eigenen Namen angefeuert werden. An der Stadtwerke-Tribüne mit dichtem Zuschauergedrängel doch sowas wie Gänsehaut und die Lust, mich feiern zu lassen. In die Menge strahlen, die Arme heben, „dieses Kribbeln im Bauch“ spüren!

Über den Münsterplatz, vorbei am Zelt, in dem es hinterher die „After Run-Party“ gibt. Noch ein Schlenker durch die Altstadtstraßen und dann durch das Spalier der Tribünen mit einem kleinen Schlusssprint ins Ziel. Knapp unter 2:11, so steht es auf der Uhr und hinterher in den Listen.

Es folgt eine kleine Fressorgie in der Verpflegungszone an der Schlosskirche, die ein umfassendes Büffet bietet. Verschiedenste Getränke (natürlich inklusive Weißbier alk’frei), dazu Bananen, Müsliriegel, Schokoriegel, Mini-Berliner, Schmalzbrote …! Nur das Wissen um die Notwendigkeit, mein Hotelzimmer zu räumen, lässt mich die Vernunft bewahren. Und frisch geduscht schmecken die Nudeln gleich deutlich besser, auch wenn ihre Konsistenz sie eher für Gebissträger und zahnlose Säuglinge geeignet scheinen lässt.

So ist auch wieder genug Energie für den anschließenden Kulturtrip ins Bonner Kunstmuseum da. Für Fans von August Macke sehr zu empfehlen! Die temporären Ausstellungen gefielen mir nur so mäßig. Einige von Kris Martins Arbeiten waren eindrucksvoll, aber ich mag keine Kunst, die sich mir nicht beim Betrachten erschließt, sondern erst durch ein Studium des Hintergrundes.

Persönliches Fazit: Zu fix gelaufen, aber immer noch Spaß gehabt dabei. Und die Füße sind einverstanden, fühlen sich beansprucht an, aber schmerzen nicht. Massenveranstaltungen sind nicht meins! Es mag sein, dass ich irgendwann mal einen großen Stadtmarathon laufe. Aber so einen Halben? Nee, ich weiß nicht …!

Was den Lauf angeht: An einigen Punkten müssen die Organisatoren m.E. nachbessern, vor allem bei der Zahl der Duschen und Toiletten. Mehr Info vorab über die Startmodalitäten wäre auch gut. Die Strecke ist einfach zu laufen, teils auch sehr schön, aber zwischen Kilometer 15 und 19 eher öde. Dafür ist die Stimmung in der Innenstadt prima, und das Finisherbuffet lässt keine Wünsche offen. Bei dem hohen Preis (ich glaube, es waren 50 € – ich hab den Platz ja geschenkt bekommen) sollte das aber auch so sein.

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28 Gedanken zu “Dieses Kribbeln im Bauch … – Schnecken-Post-Halbmarathon Bonn 2012

  1. Liebe Anne, fast wäre der Gaul doch noch mit dir durchgegangen, aber dein kluges Köpfchen hat rechtzeitig die Bremse gezogen.

    Für dieses Kribbeln im Bauch – jeder ist ein Sieger – den Zieleinlauf alleine lohnt es sich, ab und an auch an Massenveranstaltungen wie diesen teilzunehmen, freue mich für dich, dass du mal wieder “ reingerochen “ hast.

    Massenveranstaltungen sind auch nicht meins, für einen ersten Marathon jedoch würde ich es empfehlen, da die Stimmung in großen Städten maßgeblich zum Wohlbefinden und zum Antrieb beitragen können.

    P.S.In Bonn bin ich auch mal vor vielen Jahren einen Abendmarathon gelaufen – bei Regen – das ist schon so lange her, dass ich gar nicht mehr weiß, wann, aber – man höre und staune, die Post war auch damals schon Sponsor !!

    Erhole dich gut für weitere Abenteuer ! 😉

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    • Tja, liebe Margitta, gebranntes Kind zügelt die Pferde … oder so ähnlich! 😉

      Du warst also auch schon in Bonn, lustig. Zwischen durch hat der sponsor gewechselt, bei meiner ersten Teilnahme 2006 war es „Rhein Energie“.

      Für das Stück durch die Innenstadt und den Zieleinlauf hat es sich auf jeden Fall gelohnt, das Massengetümmel in Kauf zu nehmen. Aber ich glaube, für einen HM mache ich das so schnell nicht wieder. Beim Marathon wäre das Verhältnis von Wartezeit zu Laufzeit wohl deutlich günstiger, da spräche dann nicht mehr so viel gegen eine Massenveranstaltung und einiges dafür, eben die gute Stimmung unterwegs. 😎 Aber bis dahin ist es noch ein gutes Stück Weg, dessen Länge nicht absehbar ist. Jetzt wird erst einmal regeneriert für die nächsten Heldentaten – wobei ich keinen Muskelkater habe, höchstens etwas müde Beine. Morgen wird wieder gejoggt!

      Danke für die guten Wünsche & liebe Grüße
      Anne

      .

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  2. Bonn, da war ich das letzte Mal, wo es noch Bundeshauptstadt war. Ich habe die Stadt in guter Erinnerung, habe mich damals sehr wohl dort gefühlt. Ich mochte die Stadt selber, die damalige Atmosphäre, die Rheinauen, das Umland…

    Obwohl ich grundsätzlich überhaupt keine Menschenmassen mag, finde ich das „Getümmel“ bei solchen Läufen immer schön. Toiletten und Duschen sind aber fast immer der Knackepunkt. 50 € für einen Halben sind aber ein wirklich stolzer Preis, die hätte ich nicht berappt.

    Das es gerade am Rhein noch so kalt war, ist ärgerlich. Aber Du hast das ja gut gewuppt. Wenn dann noch zum Kribbeln im Bauch ein ärgerliches Grummeln im Bauch dazukommt, dann will man sich schon mal den Frust aus den Beinen rennen 😉 Aber Du hast ja einen vernünftigen Tempokompromiss gefunden. Der Haxen hat es vertragen und die Kondition hat noch für die Kultur gereicht. Ich würde sagen, ein gelungener Kurzurlaub, denn Du Dir verdient hast 😀

    Übrigens: In Hamburg hatte das Hotel nach dem Marathon auch einen Spät-Auscheck angeboten, so dass ich dort duschen konnte. Das ist eine feine Sache!

    Eine möglichst streßfreie Woche wünscht Dir
    Volker

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    • Atmosphärisch und kulturell ist Bonn noch immer eine Reise wert. 50 € für den HM hätte ich trotzdem nicht bezahlt. Dann lieber kein Shirt und keine Medaille, dafür aber ein fairer Startpreis.
      Ich denke auch, alles in allem war’s ein richtig gelungener Trip, den mir das Fahrwerk nicht übel genommen hat. Und das mit dem Spät-Auschecken war wirklich SEHR angenehm. 😎

      Liebe Grüße & dankeschön!
      Anne

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  3. Schöner Bericht und einen schönen HM bist du da gelaufen. Und trotzdem mag ich nicht im Moment Wk laufen. Ich könnte am We jetzt in Leipzig einen 10er mit einer Bekannten laufen. Damit sie nicht so alleine ist wenn ihr Mann M läuft. Hab mich noch nicht angemeldet und auch noch nicht bei ihr angerufen. Ich fühl mich da wie ein Kind im Schwimmbad wenn es für die Schwimmprüfung ins Wasser springen soll….
    Schön das es deinen Füßen wieder so gut geht , ich freu mich für dich.

    Liebe Grüße

    Bärbel

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    • Danke auch dir, liebe Bärbel!

      Du weißt doch, wie das ist, wenn man ein mulmiges Gefühl hat: Prüfen, ob es berechtigt ist – und wenn kein vernünftiger Grund für den Bammel besteht: „Einfach machen!“ Die 10 km hast du auf jeden Fall drauf. Du musst ja nicht nach einer Bestzeit streben! Also, trau dich!

      Liebe Grüße
      Anne

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  4. Herzlichen Glückwunsch 🙂 liebe Anne! Zum Gewinn des Startplatzes und ganz besonders zum diszipliniert gelaufenen Halben.
    Dieses Rumstehen vor dem Start ist mit ein Grund, warum ich bisher vor Stadtmarathons zurückgeschreckt bin. Wobei das Wetter natürlich auch nicht gerade mitgespielt hat. Ende April erwartet man schon höhere Temperaturen.
    Ich wünsche dir, daß deine Füße die schnelleren Anfangskilometer schadlos überstanden haben. Gute Erholung 🙂 !
    lG
    Ralph

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    • Danke, lieber Ralph! Ich glaube, wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mich besser auf das Rumstehen eingestellt. Aber so … egal, letztlich hat ja doch alles prima geklappt! Und bisher sagen die Füße nichts Nachteiliges … 😎

      Liebe Grüße
      Anne

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  5. Schade, dass Deine Stimmung erst am Ende so richtig gut wurde. So ein Lauf ist doch eigentich dazu da, dem Körper Endorphinduschen zu gönnen. Aber dieses nicht ganz befriedigte Gefühl nach einem Stadt-Halbmarathon kenne ich. Gönne dir einen ganzen, das ist dann doch etwas Anderes.

    Wenn Du nach 21 km noch nicht viel gespürt hast, ist die Grundlage für die lange Strecke in jedem Fall gelegt. Vielleicht doch im Herbst? So bedacht und konsequent wie du derzzeit unterwegs bist, ist das ein realistisches Ziel, ohne die Gefahr einer neuen Verletzung zu riskieren. Du musst ja nicht auf Zeit laufen.

    Ich denke, heute ist es doch ein gutes Gefühl, den Halben problemlos gefinisht zu haben. Lass es zu, genieße es. Herzlichen Glückwunsch!

    Liebe Grüße
    Rainer 😀

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    • Auf jeden Fall ein gutes Gefühl, lieber Rainer! Und unterwegs gab es auch den einebn oder anderen richtig schönen Moment. Insgesamt hat alles gepasst! 😎
      Sicher werde ich mich nun an längere Kanten rantasten. Ob ich das allerdings „ernsthaft“ tue und schon im Herbst angehe – wer weiß? Auf Zeit zu trainieren wäre mir definitiv mit einem zu hohen Verletzungsrisiko verbunden, von möglichen Problemen mal ganz abgesehen, die nötige Trainingszeit aufzubringen.

      Ich plane daher im Moment gar nichts und gucke einfach, wie mein Körper reagiert, wenn ich hin und wieder mal lang laufe, d.h. Richtung 25-30 km. Und wenn ich mehrere Monate verletzungsfrei auf meine 40 bis 50 km pro Woche komme, werden die M-Überlegungen vielleicht konkreter. Vernünftig scheint mir derzeit eher Herbst 2013.

      Danke & liebe Grüße
      Anne

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      • Du wirst das schon richtig machen. Vielleicht laufen wir im kommendne Jahr ja dann einen Marathon gemeinsam. Das wäre schön. Und für unseren Samstagslauftreff erneuere ich jetzt mal wieder die Einladung. Nach Hamburg machen wir da wieder etwas mehr Piano.

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  6. Liebe Anne,

    gratuliere zu dem locker gelaufenen HM und vielen Dank für deinen lebendigen Bericht! In mir hat er die Vorfreude auf meinen geplanten Salzburg HM in knapp 2 Wochen geweckt!

    Lieben Gruß, Doris

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  7. Ich gratuliere ganz herzlich! 🙂 Und das macht mir Mut, hast Du nicht auch letztes Jahr noch so mit Deinem Fuß gejammert und siehste, jetzt läufst Du schon wieder Halbmarathon!

    Bei uns in Kempten war am Sonntag auch Laufsporttag. Ich bin mit meinem Freund nur die 5 km gewalkt (er läuft ja leider gar nicht) und habe mir den Halbmarathon danach angesehen. Ein Arbeitskollege von uns ist mitgelaufen und hat mit 1 Std. 22 Minuten ordentlich Gas gegeben. Was mir nicht gefiel war die Tatsache, dass ab 2 Stunden sich alle Zuschauer auflösten. Sind 2 Stunden die magische Zahl? Ich fand dies sehr deprimierend, denn diese Läufer sind doch auch noch ordentlich unterwegs. Jedenfalls waren wir vielleicht noch fünfzehn Leute, die die Plus-Zweistunden-Läufer noch anfeuerten. Und dann die Kommentare der zum Teil dickbäuchigen und unsportlichen Zuschauer! Hallo? Selber keinen Kilometer laufen können und dann noch über Laufstile oder rote Köpfe feixen? Ne, ich glaube ich glaube solche Massenveranstaltungen bleiben bei mir die Ausnahme.

    Liebe Grüße Elke

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    • Dankeschön auch dir, liebe Elke! Nur nicht den Mut verlieren! Mit viel Geduld … 😎 Vor ein paar Monaten hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ein Lauf wie gestern wieder möglich ist!
      Was eure Zuschauer angeht: Ein paar Idioten sind leider immer dabei. Aber den Großteil des Publikums habe ich bisher als nett und wohlwollend erlebt, auch den langsameren Läufern gegenüber. Wenn nicht bis zum Schluss gewartet wird, ist das nicht immer respektlos gemeint. Ich bin auch schon früher heim, wenn es arg kalt, nass oder heiß war. Beim Laufen ertrage ich das Wetter relativ klaglos, aber beim Zuschauen stört es.

      Fein, dass dien Knie immerhin schon wieder 5 km Walken gepackt hat. Das wird wieder!!!

      Liebe Grüße
      Anne

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  8. Liebe Anne,
    das nenn ich jetzt wirklich „den inneren Schweinehund besiegen“, obwohl möglich eine bessere Zeit abzuliefern, einfach nur zu Ende traben, Respekt, da wäre ich wahrscheinlich weniger diszipliniert.
    Scheint ja ne echte Massenveranstaltung gewesen zu sein, aber egal, wenn es Spass gemacht hat und Dein Beitrag hört sich danach an. Toll, dass es mit dem Hotel und der Dusche noch geklappt hat, ist ja nicht selbstverständlich 😉

    Salut

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    • Ach ja, lieber Christian … einen Rest Ehrgeiz habe ich auch in mir, aber eine so lange Verletzungszeit lehrt Demut vor dem eigenen Körper. 7.600 Leute sind echt eine Menge, so bald brauche ich das nicht wieder. Ein Spaß war es trotzdem! 😎

      Liebe Grüße & danke auch dir!
      Anne

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  9. Liebe Anne,
    herzlichen Glückwunsch nochmal an dieser Stelle und danke für den schönen Bericht. Einen HM einfach nur als Tempolauf. Das hat doch was.
    Mein einziger HM bisher war auch eine Massenveranstaltung (Hannover). Mir hat das gutgetan. Denn dort war ein ganz tolles Publikum, das auch noch die Läufer jenseits der 2Stunden-Grenze super anfeuerte. Ein tolles Erlebnis. Bei einem Landschaftslauf hätte ich vielleicht das Handtuch geworfen, wenn ich allein durch die Felder getrabt wäre.
    Und jetzt aber ein wenig die Füßchen schonen!

    Liebe Grüße
    Bianca

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    • Danke, liebe Bianca! Ja, wenn man weiter hinten ist, kann einen das Publikum quasi ins Ziel tragen. Gerade beim ersten HM oder M finde ich das wichtig. Aber jetzt steht mir eher der Sinn nach kleineren Läufen.
      Diese Woche lasse ich es wieder ruhig angehen, Schonen, ruhiges Joggen, das passt! 😎

      Liebe Grüße
      Anne

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  10. jessas – das hätte ich gar nicht gedacht, dass in Bonn so eine Riesenveranstaltung läuft :-O Da hatte ich ja noch nichtmal von gelesen oder gehört … jedenfalls nicht bewusst ..

    Für Dich freut mich, dass du wieder unter den Kribbelnden bist 😉

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    • Ich auch nicht, Lizzy, ich auch nicht – ich glaube, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich meinen Namen nicht in den Lostopf geworfen. Bei meiner ersten Teilnahme 2006 war alles viel überschaubarer! 🙄

      Danke! 😎

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  11. Ein schöner Bericht von einem schönen Erlebnis. Gerade als einer der derartige Strecke nicht läuft möchte ich Dir ganz herzlich zu Deiner Leistung gratulieren. Ich habe einen sehr großen Respekt davor.

    Freundliche Grüße
    Bernd

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    • Danke, lieber Bernd! Respekt vor so einer Strecke zu haben, ist wichtig. Angst muss man nicht vor ihr haben. Mit regelmäßigem Training ist sie gut beherrschbar – aber es muss natürlich nicht jede/r Lust darauf haben!

      Viele Grüße
      Anne

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  12. Da geht es dir ähnlich wie mir-das Laufen in der Natur ohen zigtausend Begleiter ist definitiv schöner-auch wenn ich im Herbst wieder in Frankfurt laufe. Zur Abwechslung schön und gut, aber so wie andere nur in der Stadt zu laufen wäre nichts für mich-und ich denke das siehst du genauso. Dazu haben wir eine zu schöne Gegend.
    Und egal ob Marathon oder nicht-irgendwann laufen wir mal zusammen 🙂

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    • Ja, lieber Martin, eine interessante Abwechslung ist es, aber der Wald ist uns allemal lieber! Und das mit dem Zusammen-Laufen bekommen wir hin, ganz sicher! 😎

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  13. Da sit man mal ein paar Tage nicht so aktiv im Netz unterwegs und schon verpasst man fast solche wunderbaren Berichte. Herzlichen Glückwunsch kann ich da nur sagen und weiter so.
    Liebe Grüße
    Tati

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