Die große Freiheit

Wer „einfach nur so“ – ohne Pläne, gute Vorsätze und Co. – durch die Gegend joggt, genießt sie: Die große Freiheit!

Die Freiheit, an einem nieseligen Aprilsonntagmorgen gegen 10 ohne festes Ziel loszulaufen. Im Tal erst einmal die Beine locker zu machen. Und dann den Waldweg bergauf zu laufen.

Und weiter bergauf zu erleben, wie der Weg sich in einen schmalen Pfad verwandelt.

Auf der Höhe angekommen ist man frei, das – an manchen Tagen leider etwas graue – Panorama zu bewundern

und zu schauen, wohin der Weg weiter führt.

Man kann auf Entdeckungsreise gehen, auch wenn das bedeutet: Weiter bergauf! Vorbei an der Freifläche,

durch das erste frische Grün der Laubwälder,

flott hoch und dann wieder runter auf der „Waldautobahn“

mit Blütenteppichen links und rechts am Wegesrand.

Man kann auf dem ehemaligen militärischen Übungsgelände Ruinen entdecken

und auch mal einen Blick zurück riskieren.

Vielleicht sollte man an geeigneter Stelle um Hilfe bitten

für das, was sich einige hundert Meter weiter auftürmt und eine Gehpause nahe legt.

Mit etwas müden Beinen, zum Glück aber noch nicht völlig morsch

hat man die Freiheit, noch einmal ein wenig den Blick über die Höhen schweifen zu lassen.

Wenn der Orientierungssinn fehlen sollte, profitiert man von der neuesten Errungenschaft des Stadtteils: Wegweiser an fast jeder Einmündung!

Also hat man die Freiheit, den Trail wieder hinunterzutraben. Und wenn man dann noch Bock hat,

kann man die altbekannte Talrunde dranhängen, auch wenn sich die Begeisterung der müden Beine in Grenzen hält. Sie sollen ja nicht vor Begeisterung jublieren, sondern mich beschwerdefrei tragen – und das tun sie! 😉

18 Kilometer große Freiheit und 300 Höhenmeter bedeuten für die nächsten Stunden: Trinken, Duschen, Massieren, Essen, Computer, Soooofaaaa!!! Herrlich! 😎

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18 Gedanken zu “Die große Freiheit

  1. Höhenmeter, ich kann mich da nur wiederholen, für mich das unbekannte Wesen. Aber das wird, wenn alles gut geht, sich in naher Zukunft ändern 🙂

    18 km mit viel Bergauf. Liebe Anne, wir nehmen uns in unseren Läufen was die Kilometer umfänge angeht jetzt nicht mehr viel, cool!

    Mein heutiger Lauf steht gleich noch an, bei ähnlichem Wetter. Er wird aber nicht ganz so lang.

    Einen angenehmen Entspannungsnachmittag und -abend wünscht Dir
    Volker

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    • Aha, der Deichläufer plant die Metamorphose zur Bergziege! 😉 Höhenmeter machen Spaß, je fitter man ist, desto mehr natürlich.
      Ich wünsch auch dir ein schönes Osterausklangsläufchen – liebe Grüße
      Anne

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  2. Bei der GROßEN FREIHEIT fällt mir spontan etwas ganz anderes ein.

    Du hast deine Beine in die Hand genommen und die Gegend erkundet mit steilen Passagen, die mir leider – genau wie Volker – abhanden gekommen sind, aber Frau kann eben nicht alles haben !

    Wie schön, dass man dabei die Augen offen hat, alles um sich herum bewusst wahrnimmt und dann auch noch für Flachländer fotografiert.

    Ja, und wie war das mit dem Osterhasen, hast du ihn jetzt oder hast du nicht ❓

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    • Dachtest du an Hamburg – St. Pauli und den passenden Film dazu? 😉 Bitteschön: http://www.youtube.com/watch?v=4frPXKrxgIE&feature=related

      Ja, frau kann nicht alles haben. es gibt Tage, an denen wünschte ich mir, jemand würde die Berge plattbügeln und einen Strand aufschütten … dann ist es Zeit, wieder mal eine Reise an die See zu machen. Aber heute waren die Hubbel an der richtigen Stelle. 😎

      Fotografisch hab ich den Osterhasen leider nicht erwischt und gesehen habe ich ihn auch nicht. Aber er brachte mir gestern Schokoeier vom Konditor, also muss ich wohl brav gewesen sein … 😉

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  3. ich kann zwar keinen Langen Lauf vorweisen dafür aber eine straffe Wanderung bergauf und ab bei gefühlten – 5 Grad. 21km sind wir gewandert und meine Schienbeine ohhhhh.
    Frei war ich auch es war ein tolles Gefühl vom Wind durchgepustet zu werden.

    Klasse lauf liebe Anne

    ein schönes Restostern wünscht Dir

    Bärbel

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    • Uui, ein Wander-HM – kein Wunder, dass du da deine Beine spürst! Zum Kopf-Freipusten genial, oder?

      Danke, liebe Bärbel – auch dir noch einen schönen Restfeiertag!
      Anne

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  4. Bei GROSSER FREIHEIT denke auch ich derzeit an etwas Anderes. Aber ich laufe derzeit ja auch nicht „einfach so“ 😉

    Ein sehr schöner und noch besser illustrierter Beitrag. Komm tmir alles sehr bekannt vor. Das sind die Läufe, die inspirieren, bei denen während des Laufens die Idee für einen Blogbeitrag entsteht.

    Den entspannten Restfeiertag hast Du Dir nun verdient. Viel Spaß dabei ❗

    Liebe Grüße
    Rainer 😀

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    • Soso, auch du hast vermutlich Hans Albers im Kopf gehabt! 😉

      Die Strecken dort im Mattheiser Wald sind wirklich traumhaft – und der Wald wird ja jetzt erst so richtig schön. Es gibt dort noch genügend Wege, die erkundet werden wollen. Gerade im Sommer sollte es dort eigentlich wunderbar sein. 🙂

      Danke, lieber Rainer!

      Liebe Grüße
      Anne

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  5. Das ist sie, die Freiheit, die wir als Läufer so lieben 😎 ! Einfach hinlaufen, wohin man will und auch mal stehen bleiben und die Umgebung genießen und in Bildern festhalten. Wundervoll von dir beschrieben.
    Wenn jetzt noch das Wetter etwas photogener gewesen wäre … . Aber man kann nicht alles haben.
    lG
    Ralph

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    • Ich hab mich bislang nur auf die Hauptwege getraut, weil ich Angst hatte, mich zu verlaufen oder bei einer Verletzung stundenlang auf Hilfe warten zu müssen. Aber ich glaube, in diesem Sommer werde ich zunehmend auch die Nebenpfade erkunden (immer mit Handy an Bord natürlich) – genau dieses freie und spielerische Laufen tut mir derzeit nämlich richtig gut!
      Der Mattheiser Wald ist übrigens auch für dich nicht aus der Welt, lieber Ralph! Auf das gute Fotowetter hoffe ich ab Ende April, Anfang Mai, wenn alles noch etwas grüner und bunter ist. Im Sommer blüht dort oben z.B. der Fingerhut – wunderschön!

      Liebe Grüße
      Anne

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  6. Das hört sich richtig toll an, Anne. Leider bin ich ja so ein richtiger Schisser, so dass ich mich nur traue, auf ziemlich belebten Wegen zu laufen. (Na ja, früh am Morgen ist an der Weser auch nicht wirklich viel los.) Letztens bin ich mit meinem Mann eine Strecke im Wald abgegangen, die ich gerne mal laufen würde. Aber ich trau mich allein nicht da lang. 😦

    Liebe Grüße
    Bianca

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    • Ich habe Glück, dass ich im Großen und Ganzen ziemlich angstfrei bin. Klar, manchmal hab ich auch ein mulmiges Gefühl. Aber wenn ein Weg attraktiv ist oder ich ansonsten keine Möglichkeit zu laufen hätte, nehme ich auch unbelebte oder unbeleuchtete Strecken. Bisher habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht *** klopf-auf-Holz ***!

      Liebe Grüße
      Anne

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