Frierende Fühler

Hätte mir ja auch ruhig mal jemand sagen können, dass sich die Frühlingsluft in etwas ungemütlich Kaltes verwandelt, sobald die Sonne verschwindet. Dann hätte ich meine Handschuhe nicht daheim in der Schublade gelassen, sondern – ganz vorsorgliche Schnecke – in den Rucksack gepackt. Und nun ist’s dunkel und ungemütlich und ich steh hier vorm Büro und hab keine Handschuhe und friere mir die Fühler ab und überhaupt mag ich nicht und so …

Gegen derartige Nöligkeit und Miesepetrigkeit hilft, einfach was anderes als sonst zu machen! Mal was Neues: Nicht direkt bergab und heim, sondern erst einmal in die „falsche“ Richtung, eine Strecke entlang, die ich so noch nie gelaufen bin. Über den Campus und ein Stück Richtung Filsch, dann nach Irsch und auf dem Radweg zurück. Die Fühler werden eklig kalt, ich friere und schalte einen Gang rauf, um die körpereigene Heizung zu aktivieren. Kein Problem auf der leicht abfallenden Strecke. In Olewig ist mir wieder warm genug. Entspannt das letzte Stückchen Richtung Stadt, spontan doch noch eine Weiherrunde drangehängt, weil’s so schön ist. Geht doch – alles wieder gut! Und die Moral von der Geschicht‘: Wenn du schon Handschuhe hast, vergiss sie nicht. 😎

 

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14 Gedanken zu “Frierende Fühler

  1. Im Januar sollte man IMMER die Handschuhe im Gepäck haben, meine liebe Anne. Soweit ist der Klimawandel noch nicht 😉

    Mein Glück ist ja, das ich beim Laufen schnell warme Hände habe. Bis auf ein oder zwei Grad plus runter brauche ich eigentlich keine Handschuhe.

    So, nu weiß ich aber, wer künftig seine Handschuhe nicht mehr vergessen wird und sie heute morgen bestimmt schon im Gepäck hat. In diesem Sinne wünsche ich einen molligen Tag.

    Liebe Grüße
    Volker

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    • Hätte ich dich nur vorher gefragt, lieber Volker! 😉 Es dürften 3-4 Grad gewesen sein, hohe Luftfeuchtigkeit außerdem, das war ein wenig fies. Heute habe ich trotzdem keine Handschuhe dabei, denn heute wird nicht gelaufen, wenigstens nicht vom Büro aus! 😎
      Dankeschön und liebe Grüße
      Anne

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  2. Ist schon schwierig, wenn man morgens vor der Arbeit schon entscheiden soll, was man für den Abendlauf einpacken soll. Kenne ich von meinen Dienstagen. Da stelle ich oft fest, daß ich irgendetwas vergessen habe 😉 .

    Zum Glück fiel dir die Alternativroute ein. Und glücklicherweise funktionierte auch deine körpereigene Heizung. Klingt nach einer doch noch gelungenen Abendrunde 😎 .
    Aber nichtr mehr die Handschuhe vergessen!
    lG
    Ralph

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    • Genau das war das Problem: Morgens war es noch sehr angenehm mild. Ich muss mir einfach wieder einen Klamottenvorrat im Büro anlegen, denn neulich passierte es mir umgekehrt mal, dass ich viel zu warm angezogen war, weil ich keine dünnen Sachen mitgenommen hatte.
      Die Runde war toll, 11 km, flüssig, aber nicht schnell, einfach richtig gut! 😎

      Liebe Grüße
      Anne

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  3. Rate mal was ich gestern Abend wie verrückt gesucht habe? Ja, meine Laufhandschuhe. Ich war schon ganz geknickt, dass ich sie irgendwo verschusselt habe, als ich sie heute morgen im Büro hinter dem Heizkörper fand. Kalte Finger sind eklig, zum Glück friere ich an den Händen beim Laufen nicht so schnell, aber noch schlimmer finde ich kalte Ohren. Ich werde mir vorsichtshalber noch ein Ersatzpaar zulegen.
    Und neue Wege ausprobieren ist klasse, ich bin in meiner Stadt ja geboren und habe seit ich laufe so viel Neues entdeckt.
    Heute gibt es bei uns einen wunderschönen Tag. Ziemlich kalt, aber typischer weiß/blauer Himmel.
    Wünsch Dir einen schönen Tag!

    Liebe Grüße Elke

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    • Ja, kalte Ohren sind noch ekliger als kalte Finger. Aber mehrere dünne Mützen und Tücher sowie Handschuhe unterschiedlicher Dicke gehören in eine gute Laufausstattung, mit der man für alle Bedingungen gerüstet ist! 😎 Dann macht das Erproben neuer Wege noch mehr Spaß – auch ich habe meine Heimat durch das Laufen ganz neu entdeckt!

      Hier leider nur Grau – aber ich muss eh arbeiten!

      Liebe Grüße
      Anne

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  4. Tja, was soll Frau dazu sagen: Kalte Finger und kalte Hände sind die Hölle, davon weiß ich ein Lied zu singen und auch andere, die ich berühre, so gestern meine Zahnärztin ! 😉

    Meine Großmutter sagte in solchen Fällen: Strafe muss sein, ich hingegen würde empfehlen zu versuchen, die Ärmel so weit hinunter zu ziehen, bis sie eine wärmende Funktion auf die eisigen Hände ausüben.

    Neue Strecken – das ist in meinen Augen sowieso ein richtig gutes Rezept, es gibt nichts Demotivierenderes, als ständig dieselben Strecken abzuspulen, da muss man ja rammdösig werden und die Lust am Laufen verlieren – auch mit warmen Händen.

    Sicherlich passieren dir solche Dinge nur einmal………

    im Jahr……………… 😉

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    • @Margitta: Den Ärmeltrick habe ich auch versucht, allerdings wegen der recht kurz geschnittenen Ärmel wenig erfolgreich. Aber das etwas flottere Laufen half zum Glück – und etwas fies war es nur auf dem Radweg im Tal, wo es zugig und auch etwas feucht war. 😎
      Und neue Strecken sind wirklich das A und O! Gerade wenn ich mal etwas schwunglos starte, hilft mir eine gewisse Vorfreude auf das Entdecken neuer oder Neu-Erfühlen selten gelaufener Strecken. Auf vertrauten Pfaden kann es dagegen hart werden, wenn man immer wieder denken muss: Jetzt noch 6 km, noch immer 4 etc., kommt die Stelle xxx noch immer nicht etc.
      Gelegentlich wird mir sowas wohl wieder passieren … leider … ich habe nicht genug Laufsachen, um im Büro für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Und manchmal weiß man leider morgens noch nicht genau, wie es abends sein wird. 😉

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    • Ein Ersatzpaar Ohren könntest du dir sicherheitshalber auch zulegen … wenn es mach richtig kalt wird und die Ohren Schaden nehmen, wirst du froh über die Austauschexemplare sein! 😆

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  5. Wenn kalte Finger dazu führen, eine neue Strecke kennenzulernen, ist das doch gar nicht so schlimm. Zumindest nicht im Nachhinein betrachtet.
    Du hättest gerne mal bei mir in Olewig anklopfen können, dann hätte ich dir einen Handwärmer geborgt oder eine heiße Tasse Tee gereicht. 😉

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    • Im Nachhinein fand ich es auch halb so wild!
      Sollte mir aber auf dem „etwas ausgeweiteten“ Heimweg wirklich mal ganz fröstelig-elend sein, weiß ich ja nun, wo die Hilfe zu finden ist. 😉
      Dankeschön und liebe Grüße
      Anne

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  6. Na in Irsch wüsste ich jemand der hätte dir geren Unterschlupf vor der Kälte geboten!
    Bist du die lange Steigung hochgelaufen ? Ich meine die die links runter geht, wenn man von Irsch auf die Hauptsraße fährt (rechts geht es Richtung Campus)

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    • @Martin: Wenn du die meinst, die nach Olewig führt: Die bin ich runtergelaufen. ***Schäm***
      Hab mal das Sat-Bild hochgeladen – Startpunkt war auf dem Campus, Irsch wäre unten rechts unter dem Bildrand.

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