Dürre

Anderenorts regnet und regnet und regnet es. Aber hier? Nada, nix, niente! Stattdessen Schwüle. Jesses nee, fließt wieder mal der Schweiß auf meinem abendlichen Tiergartenründchen. Ist das anstrengend, und das schon nach nicht einmal 10 Minuten! Das Gedudel des Alleinunterhalters, das – zum Glück in ziviler Laufstärke – vom Hoffest des Weinguts herüberschallt, trägt auch nicht gerade positiv zum Allgemeinbefinden bei.

Egal! Ich laufe – und das ist gut so! Es braucht die zwei Kilometer bis zum Wald, dann läuft’s rund. Die drückende Wärme hat zwar auch die Talwiese erreicht, aber ich rede mir wenigstens ein, dass vom Bach ein wenig Kühle aufsteigt. Wie gut, dass mich der Puls beim Laufen momentan so gar nicht interessiert. 😉  Garminchen ist einfach ein nettes Accessoire, dessen Daten ich zur Kenntnis, aber nicht wichtig nehme.

Wichtig ist allenfalls die Zeitnahme: Irgendwas zwischen 30 und gut 40 Minuten, das ist die passende Laufdosis momentan – ohne Nebenwirkungen und hoffentlich auch Risiken (ich glaub da mal dem Doc). Heute sind’s 42 Minuten. Dann ist der Garten erreicht. Und da gilt es etwas gegen die Dürre zu tun. Der Rasensprenger muss ran, damit das schlapp herunterhängende Kartoffelkraut sich wieder aufrichtet, die Bohnen sprießen und die Dahlen blühen.

Von den Dahlien habe ich viele in diesem Jahr, sowohl die großen Büsche als auch die niedrigen Blütenknubbel, die ich aus Samen gezogen habe. Und – oh Wunder – die meisten haben die Schneckeninvasion überlebt! Einige sind ganz schön angenagt und müssen sich erst wieder zurechtwachsen, bevor sie blühen. Aber etliche sind schon da – hier ein paar weitere Eindrücke.

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14 Gedanken zu “Dürre

  1. Dahlien sind immer so üppig in der Blüte, zeugen von der Sattheit und Fühle des Sommers. 40-minütige Läufe, es geht aufwärts, ich freue mich für Dich.

    Regnen tut es hier bei uns immer wieder, auch zur Zeit gerade. Regnet es nicht ist es schwül. Der Sommer dümpelt so dahin und ich weiß nicht recht was ich davon halten soll. Zwar mag ich keine Hitze, aber das viele Grau müssen wir schon im Winter solange ertragen. Mal sehen was noch kommt…

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    • @Volker: Ich liebe Dahlien auch sehr – es sind für mich neben Astern DIE Spätsommerblumen! Und ja, ich mache Fortschritte. Nicht jeder Lauf kann so „lang“ sein, aber ab und an geht das schon sehr gut. Inzwischen haben wir auch reichlich Regen gehabt, die ganze Naht hindurch und heute vormittag schauerweise. Mein Garten freut sich!

      Liebe Grüße
      Anne

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  2. Einfach Prachtblüten 8) !

    Da warst du heute richtig fleißig. Erst die Radtour am Morgen – noch einmal vielen Dank für die Begleitung 🙂 ! Dann ein Lauf und zum krönenden Abschluß noch Gartenarbeit. Aber die muß dieses Jahr sein. Zum Glück spendet uns Petrus jetzt etwas Wasser von oben.
    lG
    Ralph

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    • @Ralph: Sehr gern! 🙂

      Du warst ja ebenso aktiv wie ich … als Berüfstätiger muss man eben viele Aktivitäten ins Wochenende packen. Wenigstens das Gießen bleibt uns erst einmal erspart. 8)

      LG,
      Anne

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  3. Schöne Blumen !

    42 Minuten, davon hättest du vor einiger Zeit nur geträumt, das ist doch schon ein Riesenschritt nach vorne, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Was die Schwüle betrifft, du Arme, wir haben hier meist Regen und klare Luft, von Trockenheit keine Spur, eher genau das Gegenteil. Letzten Sommer hatten wir dauernd Waldbrandstufe 4, die höchste !!

    Schmückst du denn die Wohnung mit deinen herrlichen Blüten ? ❓

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    • @Margitta: Mt dieser knappen 3/4-Stunde bin ich wirklich schon sehr froh. Das zwei- bis dreimal die Woche, dann erfüllt das Laufen wieder seine entspannende Funktion. Mehr will ich erst einmal gar nicht.

      Hier kam inzwischen auch jede Menge Regen runter, der Garten strahlt aus allen Knopflöchern und die Luft ist endlich frischer geworden.

      Dahlien halten sich leider nicht in der Vase, also muss ich nach draußen, um sie zu bewundern. Da sitze ich dann auf der Terrasse des Häuschens oder lümmele auf dem Liegestuhl herum und schaue auf mein „Reich“ herunter. 😉 Wenn ich nicht gerade arbeite … gestern habe ich die ersten Kartoffeln geerntet! 8)

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  4. Da hast du aber schöne Blumen im Garten! Danke für die Impressionen. Regen hat es ja heute Nacht genug gegeben. Mit der Schwüle ist es erst einmal vorbei.
    Da darfst du weiter die wiedererlangte Freude am Laufen genießen. Ich freue mich für dich mit 😀

    Liebe Grüße
    Rainer

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  5. @Rainer: Gern! Heute hat das Wetter eher was Herbstliches und wäre perfekt für einen frischen Regenlauf. Aber frühestens morgen wieder … ich will’s nicht übertreiben, auch wenn es in den Füßen juckt! 8)

    Liebe Grüße
    Anne

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  6. Klasse Farben haben deine Dahlien. Mein Garten hat erst eine Dahlienblüte hervorgebracht. Und es regnet immer noch nicht. Es ist nur trüb und grau.
    Schön das es bei dir mit dem Laufen immer ein kleines Stückchen weiter geht. Das hilft den Kopf freizumachen und irgendwann kann es dann auch wieder etwas ambitionierter werden. Schön geduldig bleiben.
    Liebe Grüße
    Tati

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    • @Tati: Danke! Alles Ambitionierte ist innerlich ganz weit weg. Wenn ich dreimal pro Woche so 45 bis 60 Minuten laufen könnte, wäre ich zufrieden. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder den Ehrgeiz entwickle, mehr und auch wettkampfmäßig zu laufen. Mit der langen Auszeit hat sich die Bedeutung des Laufens für mich ziemlich relativiert: Es ist derzeit ein wunderbares Hobby zum Kopf-Freibekommen, aber nicht alles und auch nicht das einzige Hobby. Ich bin gespannt, ob sich sein Stellenwert wieder verändern wird oder ob das so bleibt.

      Liebe Grüße
      Anne

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  7. Seit gestern Abend ist bei uns wieder der April eingezogen ;-( und wie ich von Alisha hörte war ja in Trier ein heftiger Sturm gestern Abend oder ?
    Und lass deinen Ambitionen Zeit-und wenn sie nicht mehr kommen ist es auch nicht mehr so wild. Ich sehe es bei mir-im Gegensatz zu anderen Läufern spielt sich bei mir micht alles rund ums Laufen ab. Nicht förderlich für die Leistung-aber sehr förderlich für mein Leben denke ich.
    Aber die 3:30 will ich doch noch knacken ! 😉

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    • @Martin: Ja, am Samstagabend wurde es ziemlich ungemütlich – und Wasser gab es reichlich von Samstag auf Sonntag, Wind inklusive. Aber inzwischen hat das Wetter sich wieder berappelt und gestern abend auf dem Hoffest „meines“ Weingutes war es regelrecht sommerlich.
      Was die Ambitionen angeht: Ich nehme es wie es kommt. Das Leben hat so vieles zu bieten neben der Arbeit – es gibt nicht nur das Laufen. Obwohl: Die 25 auf 5 und die 50 auf 10 km … 😉

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