Am falschen Ufer

Jetzt steh ich hier am Ufer der Ruwer und kämpfe mit mir: Trau ich mich, Schuhe und Stümpfe auszuziehen, über nasse, rutschige Steine durch knöchel- bis knietiefes eiskaltes Wildwasser zu waten, um am anderen Ufer Nahaufnahmen von den mühevoll gesuchten und endlich gefundenen wilden Narzissen zu machen? Oder trau ich mich nicht?

Ich bin ein Feigling! Aber nach 65 Radkilometern und einem viertelstündigen Fußmarsch durch den Wald bin ich einfach nicht ganz sicher auf den Beinen. Und das letzte, was ich brauchen kann, ist ein Ganzkörperbad bei einstelligen Wassertemperaturen. Außerdem sind die Prachtstücke leider schon im Verblühen begriffen – sprich: Im kommenden Jahr muss ich früher da sein. Also müssen  für heute ein paar Aufnahmen aus der Ferne reichen.

Immerhin: Ich hab sie gefunden, die wilden Narzissen. Und auch so manches andere Blümelein am Wegesrand. Dazu schöne Auwälder, blühende Sträucher, knospende Bäume und solche, die bereits voll belaubt sind. So ist das eben, wenn man aus einem milden Flusstal hinauf bis auf knapp 550 Meter Höhe und wieder zurück strampelt – einmal vom Frühling in den Vorfrühling und retour.

Und wie ist er so, der Ruwer-Hochwald-Radweg? Die nackten Tourdaten: 96 Kilometer mit +655,1 / -563,4 Höhenmetern laut SportTracks. Start in Trier, von dort nach Irsch, Filsch und über die Korlinger Höhe nach Pluwig.

Von dort hinunter nach Gusterath auf den Radweg. Eine Abkürzung, die vielleicht 7 oder 8 km einspart, mir aber fast 300 zusätzliche Höhenmeter einbringt – von ca. 150 Metern mühe ich mich hoch auf 436 Meter, nur um gleich wieder auf etwa 220 Meter runterzusausen.

Der Radweg verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse. Teils sieht man noch Reste von Stützmauern am Rand, und auch die alten Bahnhofshäuschen stehen noch, nun als Wohnhäuser genutzt. Die Trasse steigt nur leicht an, etwa 1-1,5 Prozent, heißt es in der Streckenbeschreibung. Daher ist der Weg selbst in großen Gängen angenehm und flüssig  zu fahren.

Der Weg ist mit deutscher Gründlichkeit – oder gar Pingeligkeit? – fast zu perfekt angelegt. Damit aber natürlich ausgesprochen familientauglich: Ein etwa 2 Meter breites, sehr glattes Asphaltband, links und rechts schmale Grünstreifen. Damit auch ja keiner hinunterfällt, stehen Geländer überall dort, wo man seitlich vom Weg abkommen könnte. Alle Wegquerungen sind auffällig gesichert, entweder mit Schildern, deren Pfosten rotweiß ummantelt ist und um die man Slalom fahren muss, oder mit zwei versetzten Schranken, zwischen denen man sich nur im Schritttempo hindurchschlängeln kann. Die größte Gefahr besteht somit darin, dass man an einem der Hindernisse hängen bleibt und zu Fall kommt. Wenn man flott fahren will, nerven die Hindernisse doch sehr!

Landschaftlich liegen die Höhepunkte eindeutig auf dem Abschnitt von Waldrach bis ungefähr nach Kell: Felsen, Auwiesen mit blühenden Blumen, immer wieder der Blick auf die wildromantische Ruwer, die mehrfach gekreuzt wird. Und keine Straße weit und breit, deren Lärm die Ruhe stören könnte. Danach landet man allerdings mitten in einer eher langweiligen Agrarlandschaft, die auch in drei, vier Wochen nicht übermäßig ansprechend wirken dürfte, wenn die Natur dort etwas weiter ist. Das Fotografieren habe ich mir dort gespart.

In der Hoffnung auf weitere landschaftliche Genüsse rolle ich noch ein gutes Stück weiter. Einige Kilometer hinter Reinsfeld entscheide ich aber doch, mir die letzten fünf, sechs Kilometer bis zum Endpunkt in Hermeskeil nicht mehr zu geben, sondern zu wenden.

Auf dem Rückweg kann man – vorausgesetzt weniger Radlerverkehr und Gegenwind als heute – sehr entspannt Gas geben und selbst auf einem Tourenrad einen 30er, 32er-Schnitt mit Rekom-Puls fahren. Ganz so eilig habe ich es nicht, zumal der Magen zu knurren beginnt. Natürlich sind in den ohnehin sehr dünn gesäten Lokalen am Wegesrand sämtliche Plätze besetzt. So mühe ich mich an den kahlen Weinbergen entlang bis Ruwer. Dort kurz eine „Miniportion“ Fett und Zucker tanken für die letzten 8 Kilometer, und heim geht’s!

Irgendwann wieder? Auf jeden Fall! Allerdings wohl nur bis Kell, von dort hinüber an den Stausee, der doch ein gutes Stück abseits des Radweges liegt, und die Beine ins Wasser hängen. Oder ins Freibad! Weit genug ist das auch … soll ja nicht in Quälerei ausarten, so eine kleine Wochenendrunde.

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32 Gedanken zu “Am falschen Ufer

  1. Ich muß es zugeben: Die Landschaft hat doch eindeutig mehr Abwechselung zu bieten als bei uns hier oben. In Hermeskeil, wo Du nicht mehr ganz hin geradelt bist, war ich vor Urzeiten mal auf Klassenfahrt in einer Jugendherberge. Da waren wir auch in Trier. Seitdem hat es mich konkret in die Ecke nicht mehr verschlagen.
    Über 90 km mit so einigen Höhenmetern, Respekt, mal wieder eine stramme Leistung.
    Einen guten Start in die Woche wünscht Volker

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    • @Volker: Die landschaftliche Mischung macht’s – das weiß ich an dieser Region auch zu schätzen. Zwischen dem milden Moseltal und den Hunsrückhöhen liegen etwa 450 Höhenmeter – das sind um diese Jahreszeit Welten! Aber auch später im Jahr ist’s dort einfach schön! Mal wieder vorbeischauen?! 😉
      Danke und lG,
      Anne

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  2. “ Stramme Leistung“ war auch das erste, das mir dazu eingefallen ist.

    Wessen Hand ist dsa an der Narzisse, wenn du auf der falschen Seite warst? Oder ist das keine wilde, sondern eine zahme solche auf dem Foto mit Hand?

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    • @Lizzy: Diese eine wilde Narzisse hatte sich an das richtige Ufer verirrt … sie ließ den Kopf hängen und war etwas fotoscheu, darum musste ich sie in die Kamera halten .. aber gebissen hat sie nicht! 😉 – Tja, ich weiß heute, was ich getan habe … v.a. der Sonnenbrand an den Oberschenkeln ist fies. Ich hätte nachcremen müssen, aber hatte die Flasche dummerweise nicht mitgenommen.

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  3. Alle Achtung! 96 Kilometer als Wochenendausflug 😮 .
    Das Ruwertal finde ich auch immer sehr reizvoll, auch wenn ich dort immer nur auf kurzen Abschnitten zu Fuß unterwegs bin. Sei es bei Wanderungen oder bei Läufen.
    Von den Narzissen hörte ich schon, habe sie aber selbst noch nie gesehen.
    Tolle Bilder hast du wieder mitgebracht 8)
    lG
    Ralph

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    • @Ralph: Anfang Mai hast du ja wieder Gelegenheit, einen Abschnitt des Tals ganz offiziell zu erlaufen. 8) Etwas weiter Richtung Hochwald finde ich die Landschaft noch reizvoller und urwüchsiger als im „zivilisierten Abschnitt“ zwischen Ruwer und Waldrach. Aber auch der hat natürlich seinen Charme, vor allem, wenn die Weinberge erst einmal wieder grün sind.

      Was die 96 km angeht: Ich war ja ausgeruht, weil ich unter der Woche keine Zeit und keine Lust zum Sporttreiben hatte. Nur so schaffe ich das. Aber Radfahren frisst schon verflixt viel Zeit, auch wenn es Spaß macht … 😦

      Dankeschön und lG,
      Anne

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  4. Hey! Schön! Es freut mich wie du – trotz allem – Natur und Sport genießen kannst, und es mit den schönen Bildern und den gekonnten Sätzen weitergibst. Und die Tour war ja nun wirklich schon richtig Sport. Ich war vor vielen Jahran mal im Ruwertal für ein Wochenende (und bin damals den Supercup in Trier gefahren) ich erinnere mich noch sehr schön an die Natur und die malerischen Orte (und die verfluchten Steigungen)

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    • @Matthias: Oh ja, die Steigungen … so ganz bergtauglich bin ich noch nicht, bin auch unsicher, ob die Achillessehnen mitmachen würden, aber ich arbeite an meinen Kletterkünsten. Wenn man über die verfügt, kann man sich nämlich noch viel schönere Strecken erschließen! 8) Aber wer wie du den Supercup gefahren ist, hatte wohl kaum Muße, die Landschaft zu genießen. 😉

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  5. Du wirst zum Profi!
    Solche Strecken fahre ich nur mit dem Auto (also ich meine die Entfernung, nicht den Weg an sich). Du hast dir wirklich eine tolle Strecke ausgesucht, traumhaft schön und ein paar Orte kenne ich nun mittlerweile wenigstens von Namen her auch! Aber..,ähem…man bezeichnet ein Eis doch nicht als „Miniportion Fett und Zucker“! Da steckt viel mehr drin- Lebensfreude, Sonne z.B. – und Power fürs Radfahren 🙂
    Übrigens: Dies Vorsichtsmaßnahmen der versetzten Schranken haben sie bei uns leider auch eingeführt. Finde ich doch übertrieben-vor allem bei dem bisschen Verkehr.

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    • @Martin: Naja … Profi … die Profis sind an mir vorbeigezischt. Zu meiner Verteidigung sei aber gesagt, dass von den Tourenradlern keine/r fixer war als ich! 8)

      Danke für deine Richtigstellung bzgl. der Miniportion Eis … mein schlechtes Gewissen ist gleich viiiel kleiner. 😉

      Was die Schranken angeht: Eigentlich finde ich sie auch übertrieben. Andererseits verleitet die Strecke zum „Heizen“, ein 40er, 45er-Schnitt ist für einen mäßig trainierten Rennradler gar nichts, wenn es Richtung Ruwer geht. Und die Kreuzungen sind sehr unübersichtlich, so dass an diesen Stellen ziemlich schwere Unfälle wahrscheinlich wären. Mancherorts sind allerdings m.E. auch die versetzt aufgestellten Warnschilder übertrieben. Aber gut … deutsche Vorsicht! 😉

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  6. Na du hast aber auch ein tolles WE hinter dir Anne. Radgefahren bin ich dieses Jahr noch nicht. Hab mich noch nicht getraut.
    Die Landschaft ist wirklich toll und die Narzissen sind einfach wunderbar. In Gedanken hab ich beim Lesen mitgestrampelt. Danke für das schöne Erlebnis.

    LG Bärbel

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    • @Bärbel: Ja, es war wirklich sehr, sehr schön! Dass du dich mit deinem Knie noch nicht auf’s Rad traust, ist leider wohl angebracht. Aber es wird ja wieder!

      Gern geschehen!

      LG,
      Anne

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  7. Ach wie schön es doch ist….
    Ich danke dir für deinen Bericht. Herrliche Bilder hast du wieder gemacht. Und 96km mal so eben geradelt….Respekt!
    Ich hätte mir betimmt ein größeres Eis bestellt….das auf dem Bild ist doch eine Kinderportion…
    🙂

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  8. @Marga: Gerne! Jaaa, die Welt ist schön!

    Der Eisbecher wurde mir als „Rieseneisbecher Ruwer“ verkauft. Wenn ich gewusst hätte, dass die Portionen so klein sind wie der Ort, dann … 😆

    Aber beim Preis von 2,90 € will man nicht meckern. Und die Energie hat ja bis nach Hause gereicht. 8)

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  9. Liebe FrauWeinbergschnecke, du wirst mir langsam unheimlich, so weit unterwegs, so viele Kilometer und sooooooooooo schöne, viele Fotos von deiner Tour mitgebracht, aber ein kühler Ausflug in den Bach wäre vielleicht genau richtig gewesen, um dich wieder richtig wach zu machen, aber ich glaube kaum, dass ich das gewagt hätte.

    Und- ich glaube, ich sagte es schon einmal – hier bei WordPress kann man durchaus den Namen seines Blogs ändern !!! 😉

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  10. @Margitta: Hmmmm, wie sollte ich den Blog denn nennen? Ich glaube, als Weinbergschnecke fühle ich mich ganz wohl! 8)

    Der Ausflug durch den Bach hätte mich SEHR gereizt … aber wenn ich doch ausgerutscht wäre und mich verletzt hätte, wäre das nicht ungefährlich gewesenIch war schließlich mehrere 100 m von festen Wegen entfernt und hätte im Notfall einem Rettungstrupp nicht einmal genau beschreiben können, wie man mich finden kann. Und so habe ich im kommenden Jahr einen neuen Grund, den Weg abzufahren. 🙂

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  11. Ach wat schön! Auch wenn ich nicht der geübte Radfahrer bin: das macht richtig Lust auf’s Radeln! Eine Teilstrecke zu laufen macht da sicherlich auch Spaß, aber dazu sind’s dann doch zu viele Hm und das mit dem Rekom-Puls abwärts klappt ja auch nicht so gut…
    Einziger Wermutstropfen ist, dass Du nicht bereit warst, Dir die Füße für ein gutes Wild-Narzissenfoto nass zu machen! 😉

    LG
    Steffen

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    • Hallo Steffen,
      schön, dich hier zu lesen – herzlich willkommen! 🙂

      Auf dem Radweg kann man sehr gut laufen, zweimal im Jahr (Anfang Mai/Anfang August) finden dort auch Wettkämpfe statt. Allerdings geht das leichte Bergablaufen wohl ganz schön auf die Gelenke – und „bergauf“ ist es recht anstrengend.

      Gegen nasse Füße hätte ich nichts gehabt. Aber die Vorstellung auszurutschen und völlig durchnässt noch 30 Radkilometer vor mir zu haben, fand ich nicht so prickelnd. Feigling … sag ich doch! 😉

      LG,
      Anne

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  12. Einen tollen Bericht hast du da wieder geschrieben, und Bilder sind auch sehr schön. Wilde Narzissen habe ich noch nie gesehen. Hübsch sind die!
    Wenn ich über deine Radausfahrten lese, bekomme ich auch richtig Lust. Mir fehlt allerdings das geeignete Gefährt. Mein Uralt-Damenrad ist für sowas nicht geeignet, befürchte ich. Aber für eine Sonntagstour mit der Familie langt’s allemal. Macht auch Spaß! :o)
    LG,Bianca

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    • @Bianca: Dankeschön! Ja, die wilden Narzissen einfach so büschelweise am Bachrand oder auf einer Wiese zu sehen, das ist schon ein Erlebnis. Im nächsten Jahr wieder!

      Für kleinere Touren tut’s auch ein ganz normales Damenrad. Es lohnt sich! Man kommt halt doch weiter rum als beim Laufen. 8)

      LG,
      Anne

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  13. Oooh, diese tollen Blumen. Ich wusste bislang gar nicht, dass es so etwas hier in der Gegend zu finden gibt.
    Und die Steigung von max. 2% ? Mit dem Rad vielleicht wenig. 😉 Aber das ziiiieht sich. Ich bin mal von Pluwig nach Zerf gelaufen und zurück. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich die Strecke hoch oder zurück runter schlimmer fand.
    Und wenn denn mal die Plätze in den Restaurants am Radweg alle besetzt sind: In Mertesdorf soll es – ein wenig den Hang hoch – eine Eisdiele mit sehr leckerem Eis geben. (Selber testen steht bei mir auch noch aus. 🙂 )
    Schön dass du wieder so viel unterwegs bist, auch wenn es „nur“ mit dem Rad ist.
    Liebe Grüße,
    Birthe

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    • @Birthe: Vor drei Jahren habe ich die Narzissen das erste Mal gesehen, bei einer Wanderung rund um Schillingen (Barfußpfad, Fleschfelsen etc.). In Schillingen war eine Woche vor meiner Tour auch ein „Narzissenfest“, da werden geführte Wanderungen angeboten, so dass man garantiert nicht am falschen Ufer landet. 😉

      Beim Laufen ist die geringe Steigung echt eklig, sowohl auf- als auch abwärts. Darum mag ich den Ruwer-Riesling-Lauf Anfang Mai auch nicht so besonders. Was die Eisdiele angeht, muss ich mal schauen/fragen … ich kenne nur die Karlsmühle und das Weingut Weiß als nette Speiselokale. Und das Freibad natürlich! 8)

      Liebe Grüße
      Anne

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  14. Wow, da hast du aber schon viel Lob bekommen 😉 Das baut doch auf, oder? Sehr schöne Fotos, wie erwartet.
    Ich kann deiner Bewertung der Strecke nur zustimmen. Gut zu radeln, aber in Teilen etwas dröge, eine alte Eisenbahntrasse eben. Und wenn da noch die Schutzwälle erhalten sind, fährt es sich fast wie im Tunnel. Dennoch bringt die Bewegung in frühlingshafter Luft ganz einfach Spaß.
    Wenn du derzeit schon keinen Marathon laufen kannst, dann machst du eben einen auf dem Rad. Sportlich, sportlich!

    Ich bin gespannt, wo dich die nächste Tour hinführt.

    Liebe Grüße
    Rainer

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    • @Rainer: Stimmt! 8) Wenn ich schon nicht laufen kann, dann wenigstens radeln und knipsen, zumindest dort, wo es keine Schutzwälle gibt. Ich finde, das hätte man baulich attraktiver lösen können! Auch an der Infrastruktur sollte sich noch was tun. Wenn für einen Radweg schon solch ein Heidengeld investiert wird, sollten doch die paar Euro für den einen oder anderen Trinkwasserbrunnen am Wegesrand noch übrig sein. Einfach mal am Rastplatz die Wasserflasche auffüllen oder im Sommer das verschwitzte Gesicht abspülen zu können, wäre eine Menge wert! Es muss nicht immer ein Lokal sein!
      Nächste Tour? Mal sehen! Ich denke, dass ich in nächster Zeit noch die eine oder andere Route erkunden oder nach längerer Abstinenz mal wieder unter die Räder nehmen werde. Am meisten reizt mich der Kylltalradweg nach Gerolstein, der im späteren Frühjahr sehr schön ist. Der Maare-Mosel-Radweg ist chronisch mit „Sonntagsradlern“ überfüllt – und es gibt leider sehr viele Straßenquerungen, an denen man bremsen / halten muss. Naja, noch ein wenig trainieren, dann kann ich auch mal Eifel- und Hunsrückstrecken jenseits der offiziellen Radwege unter die Reifen nehmen.

      Liebe Grüße
      Anne

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  15. Du liebe radelnde Hunsrück-Schnecke,

    da hast Du aber gut daran getan, mit Km-Angaben, Kartenausschnitten und Prozentangaben zu glänzen – wohl kaum jemand hätte einer eigentlich fußkranken Schnecke solche beeindruckende Leistung zugetraut. Sagte ich Leistung? Heldentat!

    Deine brillianten Fotos von einer wirklich schönen Radtour ergänzen Deine feine Erzählkunst vortrefflich … meine Güte, wann hattest Du denn noch Zeit, um zu radeln? 😉

    Was mich am Rande interessieren würde: Wie hast Du es denn geschafft angesichts der vielen, vielen Wochenendausflügler stets leere Wege zu fotografieren? Gib’s zu: Du hast die anderen alle mit Eis und Apfelschorle bestochen, stimmts? 😉

    Was aber ganz sicher stimmt: Du hast es in beeindruckenden Manier geschafft, aus dem Tal des „Ich-kann-erstmal-nicht-laufen“ heraus zu kommen und Dich auf ungeahnte Höhen hinaufzubewegen. Und von dort (und natürlich auch unterwegs!) ergibt sich eine nicht für möglich gehalteten Perspektive.

    Ich ziehe respektvoll den Fahrradhelm vom geschorenen Fuchsfell und gratuliere Dir zu diesem gelungenen Ausflug. Und uns Lesern Deines Blogs zu diesem herrlichen Beitrag darüber.

    Liebe Grüße
    Peter

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    • @Foxi: Die Karte ist extra drin, damit man mir glaubt! 😉 Die Wochenendausflügler haben sich einigermaßen verteilt, so dass genug radlerfreie Intervalle zum Fotografieren da waren. Jetzt hoffe ich mal, dass der Doc mir morgen nicht auch noch das Radeln verbietet …

      LG,
      Anne

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  16. Wir mussten in der Schule mal ein gedicht von Wordsworth auswendig lernen, das mir immer einfällt, wenn ich so viele Narzissen auf einem Haufen sehe. Fängt so an:

    Wordsworth

    CCLIII. The Daffodils

    I WANDER’D lonely as a cloud
    That floats on high o’er vales and hills,
    When all at once I saw a crowd,
    A host of golden daffodils,
    Beside the lake, beneath the trees, 5
    Fluttering and dancing in the breeze.

    Kannst ja mal googeln für den Rest…

    Schöne Fotos, danke für Bericht und dieselben! Klasse Tour, die du gemacht hast, findet
    Ulrike

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    • @Ulrike: Schöööön! Danke für den lyrischen Beitrag! Google spuckt’s aus, auch die wunderbare letzte Strophe:

      „For oft, when on my couch I lie
      In vacant or in pensive mood,
      They flash upon that inward eye
      Which is the bliss of solitude;
      And then my heart with pleasure fills,
      And dances with the daffodils.“

      Danke!
      Anne

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  17. Pingback: Dreistellig | Weinbergschnecke

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