Erster!

Erster! Und bislang einziger!

Zumindest an den Wegen, auf denen ich heute spazieren war. Anderthalb Stunden in der Frühlingssonne, warm eingemummelt gegen den scharfen Wind, der die Tour im freien Feld etwas eisig machte. Die letzten frostigen Nächte waren ungemütlich. Den bunten Primeln bekommt der Aufenthalt im Gewächshaus sehr viel besser als der auf einem Balkon.

Nur gut, dass ich mich mit der Bepflanzung noch etwas geduldet habe. Und auch mit der Aussaat im Garten. Schwarze Bohnenlaus hin, Blattlaus her – bei kräftigen Minusgraden mögen selbst Dicke Bohnen noch nicht keimen.

Aber dort, wo der Wind nicht hinkommt, beweist die Sonne schon ihre Kraft. Und so bin ich bei Weitem nicht die Einzige, die um die Mattheiser Weiher schlappt. Und nicht die erste, die sich auf einer Bank einige Minuten die wärmenden Strahlen ins Gesicht scheinen lässt.

Die Enten sehen ausgesprochen wohlgenährt aus. Kein Wunder bei dem Delikatessenservice, der sie täglich mehrmals in Gestalt von Spaziergängern mit gut gefüllten Futtertüten erreicht. Vor allem eine verirrte Mandarinente, die wohl einem Ziergeflügelhalter ausgebüxt ist, beweist Durchsetzungsfähigkeit inmitten des Stockentenschwarms.

Zur Stockente werde ich vielleicht auch mal wieder mutieren. Die Stöcke sind ja noch irgendwo in den Tiefen des Büroschranks, vor Jahren dort vergraben, als ich nach einigen Monaten des Walkens endlich die nötige Fitness (und das angemessene Gewicht) zum Laufen hatte und auch mit der Kollegin nicht mehr „einen auf Ente machen“ wollte. Ich glaube, ich probier’s einfach mal … wenn Laufen nicht geht, geht möglicherweise wenigstens Rumgestocher.

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16 Gedanken zu “Erster!

  1. Schön sieht es da aus – und ganz ähnlich wie hier an den Salzachseen!
    Aber wieso willst du jetzt stöckeln, wo doch die Lauferei mit anderen Schuhen gut klappt? Oder willst du damit nur die Rekonvaleszenz überbrücken?
    Liebe Grüße, mit Genesung (falls noch nötig), Giegi

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    • @Giegi: Einmal die Rekonvaleszenz überbrücken. Und dann schauen, dass ich wieder regelmäßig Bewegung im Freien kriege. Mit dem Laufen muss ich ja gaanz vorsichtig wieder anfangen. Wenn ich dnn ab und an man an einem lauffreien Tag zu Fuß zur Arbeit oder von der Arbeit heimstöckele, sollte das hoffentlich nicht schaden.

      Danke für die Genesungswünsche, die kann ich noch immer gut brauchen!

      Liebe Grüße,
      Anne

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  2. Walken ohne Stöcke ginge ja auch noch. Hab‘ ich in Anfangs-Laufzeiten bzw. Verletzungsphasen auch manchmal gemacht. Z. B. zur Arbeit und zurück. War besser als nix und kann ganz schön dynamisch sein.

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    • @Lizzy: Meine Idee ist ebenfalls, hin und wieder mal den Arbeitsweg zu nutzen. Da geht’s (auf dem Hinweg) durchaus kräftig bergauf, insofern haben die Stöckchen was für sich. Aber ohne Stöcke kann ich natürlich auch ganz flott sein, wenn ich will. 8)

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  3. Die Primeln in diesen speziellen Gewächshäusern sind im vergleich zu manch anderen, die man so angeboten bekommt riesig. Und schön.
    Stöckeln? Wieso nicht? Da tust du gleich noch was für den Rücken. Und es ist deutlich effektiver als „flott spazieren gehen mit wedelnden Ellenbogen“. Meine müsste ich auch mal dringend wieder auspacken. (Man kann mit den Dingern übrigens auch laufen. Wenn die Koordination mitmacht. Umschauen sollte man sich dann allerdings nicht. Man dreht evtl. den Oberkörper und die Arme mit uuuups..;-) ) Und so sehr es von manch einer/m belächelt wird. Wenn man nicht mit Stöcken „spazieren geht“, sondern das ganze richtig macht (zügig genug und mit einer vernünftigen Technik), dann ist das durchaus Sport. Und zwar richtig anstrengend.
    LG
    Birthe

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    • @Birthe: Ja, die Primeln bei Schmittgen sind unglaublich großblütig und kräftig. Ich muss unbedingt noch ein paar davon „erbeuten“!

      Was da Stöckeln angeht: Wenn man die Stöcke richtig einsetzt und nicht nur hinterherschleift, tut das auch meinen verspannten Schultern gut. So ein wenig „Weinlehrpfad rauf, Weinlehrpfad runter“ geht dann nicht nur als regenerative, sondern als moderate Trainingseinheit durch. Das mit dem stöckeligen Laufen habe ich ein einziges Mal im Urlaub praktiziert – eine Kursstunde NW war im Pauschalpaket inbegriffen und ich wollte gern wissen, ob ich technisch alles richtig mache. Also habe ich zuerst meine Haltung und den Bewegungsablauf „absegnen lassen“ und dann das getan, was der Trainer wollte – Laufen mit NW-Stöcken. Ich muss sagen, ich habe mich selten so geschämt … ich finde, das sieht einfach soooo bescheuert aus! 😆

      LG,
      Anne

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  4. Traumhaftes Wetter haben wir zur Zeit – abgesehen von den kalten Nächten und dem eisigen Wind. Schön festgehalten hast du das in den Bildern 8) !

    Ehrlich gesagt kann ich mir dich nur schwer als „Stockente“ vorstellen. Aber wenn es hilft, deine Kondition zu erhalten – warum nicht?
    Weiterhin gute Besserung!
    lG
    Ralph

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    • @Ralph: Traumhaft ist’s in der Tat – auch heute wieder. Was das Stockenteln betrifft: Ein paar Monate lang habe ich das mit Begeisterung betrieben, bevor ich „lauffähig“ war. Der Vorteil ist: Beim Walken ohne Stöcke schnellt sich leicht ein Schlendrian ein, ich beginne zu bummeln und die Arme hängen zu lassen, statt sie schwungvoll mitzunehmen. Beim Stöckeln fällt es mir leichter dynamisch zu bleiben. Und der Zweck heiligt bekanntlich eh fast immer die Mittel! 😉

      LG,
      Anne

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  5. Bei uns sind Stöcke bei Penny grad im Angebot und ich hab auch schon kurz gezuckt.(Könnte aber auch welche bei meiner Mutter borgen) Naja das neue Tape vom Dienstag hat mir wieder Knieschmerzen bereitet und ich hab es gestern kurzerhand entfernt.
    Außer das es noch richtig kalt ist tut die Sonne richtig gut. Ich war im Garten und der Teich ist noch dick zugefroren. Ich hab mich schon getraut die Salatpflänzchen ins Gewächshaus zu pflanzen. Hab ja ein 60cm hohes Hochbeet im Gewächshaus und somit gibt es auch keine Frostgefahr. Morgen geh ich dann mal nachschauen…. .

    LG Bärbel

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    • @Bärbel: Oh je, noch keine Besserung in Sicht – das tut mir Leid! 😦 Aber vielleicht wären Stöcke doch eine Option, um dich auch hin und wieder mal in der Sonne zu bewegen. 8)

      Salat zu pflanzen habe ich mich noch nicht getraut … vielleicht sollte ich mir auch mal ein Hochbeet bauen?! Hier ist es jedenfalls für alle gärtnerischen Ambitionen zu frostig.

      Liebe Grüße
      Anne

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  6. Och, jetzt fühl ich mich grad schlecht. Ich hab nämlich nicht widerstehen können, und hab ein paar der armen Primeln (die einem ja momentan in den Warenhäusern regelrecht hinterhergeworfen werden) auf meinem Balkon ausgesetzt. Bis jetzt haben sie aber den Frostnächten tapfer getrotzt, und in den nächsten Tagen solls wärmer werden.
    Das mit dem Stöckeln ist keine schlechte Idee. Sagt ja niemand, dass du im Wellness-Tempo vor dich hinschlendern sollst, und wenn du da ein bisschen Speed reinlegst, ist das eine tolle Sache, und gerade bergauf kannst du vielen Läufern das Fürchten lernen. Keep on moving 🙂
    Liebe Grüsse, Marianne

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    • @Marianne: Du Primel-Quälerin! 😉 Ich habe bisher noch widerstanden, weil ich keine Warenhaus-Primeln wollte, sondern die großblütigen und z.T. gefüllten aus der Gärtnerei, die einfach sooo schön sind. Sowas Schönes mag ich einfach nicht erfrieren lassen. Selbst wenn sie nicht gleich eingehen sollten, die großen, zarten Blütenblätter leiden doch so sehr, dass nach einer Frostnacht nur ein sehr trauriger Anblick übrig bliebe.

      Keep on moving – du sagst es. Egal wie! 8)

      Liebe Grüße
      Anne

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  7. Liebe Anne, man muss es nur sehen, hören, riechen, genießen, fühlen, was sich derzeit in der Natur ereignet, wobei es dort unten immer um einiges wärmer ist und die Natur im allgemeinen früher explodiert.

    Was das sogenannte Walken angeht, da stellen sich bei mir ein wenig die Haare, nicht dass ich es ganz und gar ablehne, ich sehe jedoch Anwärter für diese Art der Bewegung bei schwer wiegenden und/oder älteren Personen, in deren Kategorie ich dich nicht einordne.

    Flottes Gehen – oder auf deutsch wandern – bringt dem Ausführenden wahrscheinlich mehr, als das, was man zum größten Teil bei Stöckchenschleifern zu sehen bekommt, nämlich sinnloses Herunterhängen von Stöcken und langsame Vorwärtsbewegung im Schneckentempo, ich sehe das über Jahre hinweg hier jeden Tag, weiß, wovon ich spreche.

    Die richtige Handhabung der Stöcke wird höchst selten angewandt und nutzt daher in meinen Augen gar nichts.

    Außerdem sehe ich DICH da nicht !!

    Ohne Stockwerkzeug in flottem Schritt schon eher ! 😉

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  8. @Margitta: Ja, so ganz vorsichtig zeigt sich der Frühling. Und wenn es richtig warm wird, dann wird die Natur tatsächlich explodieren. Dann geht alles ganz schnell, zu schnell beinahe!
    Was die Stöckchen angeht: Zum Schleifen neige ich zum Glück nicht. Und auf flachem Untergrund finde ich sie auch laaaangweilig. In den Weinbergen motivieren sie dagegen durchaus, den dynamischen Schritt auch bergauf beizubehalten. Und da ich mittlerweile Gefahr laufe (;) ), mich der „schwer wiegenden“ Kategorie anzunähern, ist vielleicht das Stöckeln eine Ergänzung zum vorsichtigen Laufen und eine Möglichkeit, die Rekonvaleszenz zu überbrücken. Die bl### Erkältung schlaucht halt doch etwas. 😦

    Wie auch immer – flotter Schritt, das ist’s, ob mit oder ohne Stöcke! 8)

    LG,
    Anne

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  9. Also, ich finde: Besser gestöckelt, als gar nicht gelaufen. Mach mal ruhig.
    Bei mir ist auch eine Primel dem Frost zum Opfer gefallen. 😦 Ersatz gibt es jetzt aber erst, wenn der Frühling richtig da ist, jawohl! 😉

    LG,Bianca

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  10. @Bianca: Genau! 8)

    Die arme Primel! Angesichts der -6 Grad heute Nacht war ich SEHR froh, mich geduldet zu haben. Aber bald … wenn der Frühling richtig da ist! 😉

    LG,
    Anne

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