Improvisation

… ist alles! Wenn Schneechaos alle Bahnreisepläne zunichte macht, lässt sich auch innerhalb weniger Stunden ein schönes Fest aus dem Schnee … äh, aus dem Boden stampfen: Ein wenig telefonieren, ein wenig einkaufen, ein wenig auf dem Dachboden herumkramen, und siehe: Eine Verabredung zum gemeinsamen köstlichen Heiligabend-Schmaus und Geschenke-Auspacken bei Freundinnen ist getroffen, ein Berg Lektüre für das Extrem-Couching beschafft, Zutaten für leckere Menüs an den beiden Feiertagen sind zusammengetragen, Wein und Saft vom Bauernlädchen um die Ecke dazu. Als Weihnachtsbaum muss der kränkliche Ficus herhalten, der ein „Feiertags-Outfit“ aus roten Glöckchen, Holzfiguren und Strohsternen verpasst bekommt.

Und wenn man dann nach einem gemütlichen Futter- und Klönabend

– zu dritt,

– dichte Knoblauchwolken vor sich her pustend (ein Kartoffelgratin soll ja auch nach was schmecken!),

– durch den unaufhörlich fallenden

– 15 cm hohen Neuschnee stapft,

– der im Schein der Straßenlaternen glitzert wie mit Tausenden von Diamanten bestreut,

– dazu aus der Ferne das Domgeläut zur Christmette hört,

doch, dann kommt festliche Stimmung auf!

Frohe Weihnachten!

P.S.: Und so ein gaaaanz kleines Weihnachtsläufchen habe ich mir heute früh nicht nehmen lassen. Einmal bis zur Mosel, um zu schauen, wie viel Hochwasser noch herrscht: Nicht so schlimm wie befürchtet, der Pegel geht kräftig zurück, sogar der Leinpfad war wieder frei. Dann zurück mit einer Gehpause bergauf, um den Fuß auf dem tiefen, rutschigen Geläuf nicht zu überfordern. Doch, ich kann’s noch. Ein bisschen wenigstens. 😉

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14 Gedanken zu “Improvisation

  1. heißt das, du warst gar nicht weg?

    Na, immerhin einen Weihnachtsficus – hab‘ ich sonst auch. Diesmal sogar das nicht. Diese kleinen Fellmonster hier fänden das wahrscheinlich zu reizvoll …

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  2. @Lizzy: Genau, ich bin daheim geblieben, weil absehbar war, dass ich nicht am Ziel ankommen würde, nachdem im Großraum Hannover der Nahverkehr zusammengebrochen war. Und der ICE, den ich ab Köln gebucht hatte, war komplett aus dem Fahrplan gestrichen …

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  3. Huch, wieso ist da noch kein Eis auf dem Fluss?? Hier auf der Spree treiben schon dicke Schollen, bald wird sich die Eisdecke schließen.
    Hier hat’s auch gestern ca. 20 cm Schnee gegeben.
    Merri krissmiss zuhause, ischa auch gemütlich!

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  4. @Ulrike: Hier war es in den vergangenen Tagen, als ihr schon Dauerfrost hattet, recht mild und regnerisch. Erst heute im Laufe des Tages ist es richtig kalt geworden, heute nacht gibt es wohl 2-stellige Minusgrade. Mit den Eisschollen wird es also noch ein wenig dauern! 😉

    Ebenfalls Merri Krismess – ja, daheim ist’s auch sehr schön, die Entenbrust für’s Diner schmurgelt gerade bei 80 Grad im Backofen. 8)

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  5. Eisschollen auf der relativ schnell fließenden (dazu noch von Cattenom gewärmten) Mosel sind ziemliche Selten, ich kann mich mich in fast 40 Lebensjahren nur an 2 Mal erinnern das sie zugefroren war.
    @Anne Manchmal sind die „notdürftigen“, spontanen Feste die Besten.
    Damit bleibt dir wenigstens ein Teil des Festmahle erspart, die dann wieder die Pfunde in die Höhe treiben.
    Ich wünsche dir noch schöne Restweihnachten und das du uns auch in Zukunft an deinem Lauf(Leben teilhaben lässt.
    VG
    Dirk

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    • @Dirk: Genau, manchmal entsteht aus Improvisationen was Tolles, besser als jede lang geplante Feier. Da ich gern koche, bin ich allerdings nicht sicher, ob das kleine Problem mit den Pfunden tatsächlich geringer ist als es bei einem Familienbesuch geworden wäre! – Danke, Dirk! 8)

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  6. Nach deinen gestrigen Kommentaren habe ich schon so etwas geahnt. Tut mir leid, daß es mit der Weihnachtsreise nicht geklappt hat.
    Aber du hast wirklich erfolgreich improvisiert 🙂 – liest sich richtig gut! Und dann noch das kleine Läufchen heute. Weihnachten daheim kann auch richtig schön sein.
    lG
    Ralph

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    • @Ralph: Besser gar nicht gefahren als irgendwo mit dem Zug „gestrandet“ – und es war und ist daheim wirklich sehr gemütlich: Lesen – Essen – Lesen – am PC sitzen – Essen – Telefonieren – Lesen – DVD gucken – Essen … 😉 Heute wird noch ein wenig gerudert, morgen wieder ein kleines Läufchen gemacht, um die Kalorien zu verbrennen! 8)

      LG,
      Anne

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  7. Ich hatte an Heiligabend an dich denken müssen, und gehofft, dass du nicht irgendwo feststeckst. (Wir waren ja nicht einmal sicher, ob wir es von der Kirche wieder ohne Fußmarsch nach Hause schaffen. Einer der – wenigen – Nachteile, wenn man nicht „unten im Loch“ wohnt.)
    Aber mit ein wenig spontaner Improvisation scheint es bei dir ja recht gemütlich geworden zu sein. Und viel schneller als die Spaziergänger ist man beim Laufen derzeit ja auch nicht….
    Gestern traf ich einen Skilangläufer. Das wäre ja auch noch was, wenn das so weiter geht. Wäre das nicht was für deinen Fuß?
    Schöne Grüße
    Birthe

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    • @Birthe: Es war schon etwas abenteuerlich an Heiligabend mit dem vielen Schnee … einer der Vorteile: Es war mittags beim Einkaufen nicht so voll wie befürchtet! 😉 Und auch sonst war und ist es sehr gemütlich!
      Langlaufen? Keine schlechte Idee … vielleicht sollte ich in der Urlaubswoche mal zum Erbeskopf fahren. Da gibt’s nämlich nicht nur Loipen, sondern m.W. auch einen Ausrüstungsverleih! 8)

      LG,
      Anne

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  8. Frohe Weihnachten, liebe FrauWeinbergschnecke, dein Entschluss war bestimmt der richtige, sicher und wohl behütet in gewohnter Umgebung zu bleiben.

    Dein Ersatz-Weihnachtsbaum ist wunderschön, bestimmt schöner als manch kitschiger Baum, der jetzt in vielen Wohnzimmern zu finden ist.

    Erhole dich gut, genieße deine freien Tage, tanke auf ! 8)

    Und hier eine weihnachtliche dicke Umarmung ! 8)

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    • @Margitta: Eine dicke weihnachtliche Umarmung zurück, liebe Margitta! Ja, ich genieße die Feiertage auf der kuscheligen Wohnzimmercouch, mit ein paar Exkursionen in das Winterwunderland. Und meine Weihnachtsromantik ist nicht nur ganz un-kitschig, sondern für sie musste wenigstens keine Tanne sterben! 8)

      Liebe Grüße,
      Anne

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  9. Schön, dass Du so kunstvoll improvisieren kannst! Manch anderer hätte sich eher verkrochen und mit des Schicksals Mächten gehadert – aber Du hast ein überrraschendes, ja unerwartet anderes Weihnachtsfest gefeiert. Das freut mich sehr für Dich! Und weiße Weihnachten gelten ja in unseren Breiten auch icht mehr als völlig selbstverständlich.

    Ach, wenn denn die Post nicht ganz so arg getrödelt hätte, wäre auch noch etwas mehr unter Deinen Weihnachtsficus gekommen. 😉

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