Watt mutt, dat mutt!

Solange man sich „richtig“ krank oder verletzt fühlt, lässt sich die Empfehlung, sich zu schonen, einigermaßen aushalten. Was nicht geht, geht nun einmal nicht! Aber was ist, wenn’s gar nicht mehr so weh tut, sondern nur gelegentlich mal zieht? Und man sich fragt, ob das Ziehen noch Gründe hat oder ob es sich um einen „Phantomschmerz“ handelt? Und man sich belohnen will nach all der Schreibtischarbeit gestern und heute? Und wenn man dann noch so sehr das Gefühl hat, sich mal wieder bewegen zu müssen, das man es kaum noch aushält?

Dann, ja dann könnte man doch ganz vorsichtig wenigstens mal ausprobieren, was der Fuß zu einem winzigkleinen Läufchen sagt. Man könnte doch genau in sich hinein horchen, auf gar keinen Fall in einen Schmerz hinein laufen, sondern abbrechen, wenn sich das Ziehen verstärkt. Diese verwegenen Ideen schwirren mir durch den Kopf. Natürlich versuche ich sie ganz schnell in ein muffiges Hinterstübchen meines Hirns zu verbannen. Weg mit euch, ich will euer Gequengel nicht hören!

Alles vergebens! Vielleicht hätte ich ihnen den Kuhfuß abnehmen sollen, mit dem sie die Tür aufgehebelt und sich ihren Weg ins Bewusstsein gebahnt haben. Jetzt sind sie auf jeden Fall da und geben keine Ruhe mehr. Also: Watt mutt, dat mutt!

Rein in die Klamotten, raus in die milde Luft, für die ich viel zu warm angezogen bin. Und rauf auf die Piste, hinüber bis zu den Weihern, durch Heiligkreuz, hinunter zu den Kaiserthermen, ein Stückchen durch die Gärten und bis zum Weingut. So etwa fünf Kilometer, ein gutes halbes Stündchen

–         eleganten Schrittes wie ein schwangeres Rhinozeros,

–         lautlosen Trittes wie eine Horde Wasserbüffel

–         mit einem aparten flamingofarbigen Teint,

–         schnaufend wie eine Diesellok.

Aber laufend! 🙂

Ohne verstärktes Ziehen unter dem Fuß. Ohne Stechen in der Ferse. Auch nach dem Lauf ohne zunehmende Beschwerden. Wir werden sehen, was morgen ist. Wenn’s wieder schlimmer wird, hab ich am Dienstag beim Doc wenigstens Grund zu jammern! Wenn nicht – umso besser! 8)

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21 Gedanken zu “Watt mutt, dat mutt!

  1. Ich drück dir gaaaaanz fest die Daumen.
    Habe all die Zeit mit dir gelitten, auch wenn ich nicht zum Schreiben kam.
    Ohne Laufen würde ich wohl früher oder später wahnsinnig. 😉
    Ich hoffe, das bleibt dir erspart.

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  2. da drück ich auch Daumen! Schön, dass es wieder losgeht!

    Bin damals übrigens auch weitergelaufen (siehe Historie beim km-Spiel. Schlimmste Fußphase war nach dem ersten Marathon – den ich allerdings schon mit Plantarsehnenentzündung gelaufen bin *hüstel* – mit dem ich die Aufzeichnungen begonnen habe).

    Leichtere Probleme zogen sich bis ins nächste Jahr – aber deutlich immer besser werdend wobei ich immer darauf geachtet habe, dass ich NIE mehr mit harten Waden loslaufe. Abends Füße gründlich massieren und ausdehnen, Waden kneten – meist im Bett sitzend – wurde zur Routine. Die Treppen-Dehnübung mehrmals täglich ebenfalls … dann ging das mit dem vorsichtigen Laufen eigentlich ganz gut.

    Bei Dir wird das auch bald Geschichte sein, ich bin sicher!

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  3. @Rainer: THX! 8)

    @Birthe: Daaanke! Erste Zeichen des Wahnsinns machten sich schon bemerkbar – allein meinen Mitmenschen zuliebe MUSSTE ich mal wieder laufen! 😉

    @Lizzy: TsTsTss! Mit Plantarsehnenentzündung einen Marathon laufen?! Das hätte ich von der vernünftigen (besser: um Vernunft bemühten?! 😉 ) Lizzy nicht gedacht!
    Deine Geschichte macht mir wirklich Mut! Von „richtigem Training“ träume ich im Moment noch gar nicht wieder. Mir würde schon reichen, wenn ich pro Woche so 2 bis 3 Läufchen von 30 bis 45 Minuten machen kann, einfach zum Entspannen und Sauerstofftanken. Der Lauf war sicher nicht der einzige Grund dafür, dass ich nach knapp 6 Wochen zum ersten Mal wieder eine Nacht halbwegs entspannt durchgeschlafen habe. Aber er hat schon ein gutes Stück dazu beigetragen! 🙂

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  4. Was soll ich dazu sagen *grübel* ?
    Ich kann dich so gut verstehen! Mich hätte wohl auch nichts mehr gehalten.
    Dein Bericht liest sich gut. Deinem Fuß scheint der kleine Lauf wohl nicht geschadet zu haben.
    Ich drücke die Daumen, daß es so bleibt und wünsche dir von ganzem Herzen, daß du langsam und vorsichtig wieder einzelne Läufe machen kannst! 🙂
    lG
    Ralph

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  5. @Giegi: Daumendrücken brauche ich auf jeden Fall noch, dankeschön! Es ist ja nicht besser geworden. Aber zum Glück auch nicht schlimmer durch den Lauf.8)

    @Ralph: Ich wusste, ich gehe ein Risiko ein, aber zum Glück ist es nicht schlimmer geworden durch den einen Lauf. Ich werde morgen trotzdem zum Arzt gehen, denn von einer echten Besserung kann wirklich nicht die Rede sein – im Ruhezustand fühlt der Fuß sich genau so an wie vor 2 Wochen, nämlich so, dass ich mir nicht vorstellen kann, regelmäßig zu laufen. 😦 Dankeschön auch dir für’s Daumendrücken, eine ganze Weile wird das sicher noch nötig sein!

    LG,
    Anne

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  6. ICH BIN ÜBERRASCHT !

    Überrascht, dass es von jetzt auf quasi nachher besser geworden ist, ich wünsche dir, es möge dabei bleiben, wenngleich ich ein wenig skeptisch bin, aber vielleicht hatte auch jemand Einsehen mit dir und die Ursachen des Schmerzes einfach davon geblasen.

    Bin gespannt und halte weiterhin alle Daumen ! 8)

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  7. Leider ist es ja eben nicht besser geworden, es hat sich nichts verändert, ich habe einfach nur keine Geduld mehr gehabt. 😦
    Der Stand ist eigentlich wie vor 2 Wochen: Ich habe keine richtigen Schmerzen, aber der Fuß fühlt sich auch nicht wieder normal an (und ich weiß, ich würde Schmerzen bekommen, wenn ich häufiger/weitere Strecken als gestern laufen würde). Um die Ursache abklären zu lassen, geht’s morgen mit einem Arztbesuch weiter und irgendwann mit dem Termin bei der Osteopathin. 8)

    Daumendrücken kann ich also weiterhin brauchen – dankeschön! 🙂

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  8. hätte ich von der vernünftigen (besser: um Vernunft bemühten?! 😉 ) Lizzy ..

    hmmm – hab‘ ich jetzt überlegt, ob ich mich richtig charakterisiert fühle … wenn „Vernunft“ mehr im Sinne von „rational“ gemeint ist, dann sagt man mir das oft nach. Wenn mehr im Sinne von „vorsichtig“, dann würden sicher fast alle widersprechen, die mich kennen *g*

    Gerade beim Laufen hab‘ ich gerade am Anfang alle Fehler komplett durchgemacht und auch sonst im Leben … härhär … wenig Dummes, das wirklich komplett ausgelassen worden wäre … und aus fast allem ließen sich positive Lehren ziehen ;-D

    Wenn ich mich für irgendwas entscheide, dann möglichst so und dann, wenn es keinen Konflikt zwischen Bauch und Kopf gibt. Die Signale sollten immer von beiden übereinstimmend senden – dann geht was!

    Und wenn nicht, dann löffel ich mir meine Suppe immer fein selber wieder aus *s*

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    • @Lizzy: Wenn ich so an deine Blogberichte von einsamen Bergtouren auf Betriebsausflügen denke … „rational“ mit großzügiger „Risikokalkulation“ …;) Aber nein, hier wird nicht rumpsychologisiert. Und ich schreib auch nichts darüber, wie wenige Fehler ich in meinem Leben ausgelassen und wie viele Suppen ich schon selbst ausgelöffelt habe … es waren auch so einige – aber sicher noch nicht genug! 8)

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  9. Muah, wie gut ich Deine Ungeduld verstehen kann! Es sei Dir von Herzen gegönnt, daß Du Dir mal die Beine vertreten hast. 🙂
    Ich glaube, so verkehrt ist es gar nicht, mal vorsichtig in sich hineinzuhorchen, denn selbst wenn es Dir dieses Mal nicht hilft, Du lernst so Deinen Körper noch besser kennen und das wirst Du einem Arzt immer voraus haben: Du und nur Du weißt, wenn Du aufmerksam zuhörst, wie sich Dein Körper in Situation x verhält.
    Ich hatte kürzlich noch die offene Frage: Ab wann bin ich so stark erkältet, daß Laufen schadet und bis wohin tut mir das „Freirotzen“ gut. Das konnte ich nur durch Ausprobieren feststellen, aber jetzt kann ich mich an den Parametern orientieren. Alled Jute, dat schreib ick och jern jedes Mal. 🙂

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    • @Evchen: Versuch und Irrtum – das ist es im Moment – da kann der Arzt wohl wirklich nur insoweit helfen, als er mir einzuschätzen hilft, wie groß das Risiko ist, wenn ich vorsichtig wieder einsteige – wobei ganz selbstverständlich ist, dass ich nicht laufe, wenn die Beschwerden dadurch zunehmen (wenn sie das nicht tun, kann es ja m.E. nicht schädlich sein)!. Naja, und bei der Ursachenklärung erhoffe ich mir noch den einen oder anderen Tipp. Ansonsten zählt das Körpergefühl! – Dankeschön! 8)

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  10. Ich kann dir gut nachempfinden. So ganz ohne Laufen…. Das kann ich mir auch gar nicht mehr vorstellen.
    Wie du schon schreibst, schon einfach als Ausgleich zum Alltag.
    Morgen drücke ich dir ganz fest die Daumen für deinen Arztbesuch!!!
    LG,Bianca

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    • @Bianca: Immer weder lande ich bei dem Gedanken „Wer weiß, wofür es gut ist?!“ – Nochmal rauszufinden, welche Alternativen es zum Sport gibt, um einen Ausgleich zu finden, ist sicher auch nicht verkehrt, es macht flexibler im Umgang mit „Stress“. Dumm nur, dass ich auf solche „Selbsterfahrungstrips“ gerade gar keine Lust mehr habe! Dankeschön auch dir! 8)

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  11. zur Ursachenforschung muss man eigentlich nur mal deine kontinuierliche und nie zurückfallende (von wegen Regeneration und so …) Kilometersteigerung im Kilometerspiel angucken – dann ist das sonnenklar ;-p

    Aber wovon sollte frau auch leben, wenn nicht von selber eingebrockten Suppen, die auszulöffeln sind? Ich meine: zu verhungern ist ja auch doof, oder? 😉

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  12. @Lizzy: Genau, Verhungern ist doof! 🙂

    Allerdings kann ich deine Bewertung meines Trainings aufgrund des km-Spiels nicht so ganz nachvollziehen. Sicher habe ich „für meine Verhältnisse“ zu viel trainiert (sonst hätte ich keine Beschwerden bekommen).
    Aber die Frage ist doch, ob ich das hätte vorhersehen können. Damit, die Ursache „sonnenklar“ im gesteigerten Trainingsumfang zu sehen (und daraus vielleicht sogar noch ein „Selbstverschulden“ abzuleiten), tue ich mich schwer, auch wenn ich ansonsten selbstkritisch mit mir umgehe. Ich habe zwar die Umfänge seit dem Frühjahr deutlich gesteigert, aber alle 3-4 Wochen bewusst eine Woche mit geringeren Umfängen absolviert. Ich habe auch den Umfang der langen Läufe nicht abrupt erhöht, sondern jeweils um max. 2-3 km, und das nicht einmal jede Woche. Mit anderen Worten: Regenerationsphasen waren aus meiner Sicht schon im Programm, und ich bin auch nicht losgerannt wie eine Bekloppte nach dem „Von 0 auf 42-Prinzip“.

    Wie gesagt, ich habe gemerkt und sehe auch ein, dass mein Körper das Training nicht vertragen konnte, so wie es aufgebaut war. Die Frage, die ich mir jetzt stelle, ist, ob es reicht, mir bei einem neuen Anlauf einfach mehr Zeit zu lassen, noch langsamer zu steigern, noch mehr Regenerationsphasen, Dehnen, Stretching etc. einzubauen (was ich ganz sicher tun werde). Oder gibt es darüber hinaus gehende Ursachen orthopädischer Art, gegen die ich was tun muss, weil ansonsten auch jede noch so vorsichtige Umfangssteigerung wieder in eine Verletzung führt? 8)

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  13. Mit dem Begriff „Verschulden“ („Schuld“-Begriff überhaupt) tue ich mich nun mehr als schwer. Für mich ist der (meist? es mag Ausnahmen geben – mir fallen aber grad keine ein) vollkommen verzichtbar.

    In diesen meinen Aussagen steckt übrigens nicht der leiseste „Vorwurf“ (mindestens genauso verzichtbarer Begriff ;)) Und das nicht nur deshalb nicht, weil ich diese abrupten Steigerungen ebenfalls hingelegt habe – und ebenfalls alle daraus logisch folgenden Probleme mitnehmen durfte 😀

    Aber wenn ich sehe, dass im ersten Halbjahr 2010 eine Umfangsteigerung von ca. 50% im Vergleich zum Halbjahr davor stattfand – in dem sich durchaus auch schon Anmerkujngen wie „Wadenprobleme“ finden. Dazu keine Woche ohne Laufen drinsteht, die Einzelumfänge deutlich gesteigert, die zurückgefahrenen Wochen immer noch vergleichsweise hoch und damit – relativ betrachtet – keine Regeneration vorhanden (ich meine: das darf man ja nicht nur an den Maximalumfängen festmachen, was Erholung bedeutet, sondern eindeutig auch daran, was der Körper vorher so gewohnt war …)

    Meiner Meinung nach ist das „sonnenklar“ – hab‘ ich bei mir jeweils auch immer so gesehen.

    Was meinst du, könnte es für konkrete „Ursachen orthopädischer Art“ geben, gegen die du etwas (was eigentlich?) solltest tun können? Die Antwort fast aller Orthopäden lautet: Einlagen. Nojo – wenn man will … 😉 Oder diese diversen Reizgeschichten – nojo, wenn man will … ich hab‘ da nicht prinzipiell was dagegen … *g*

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  14. Dann isses ja gut, dass du mit den Begriffe auch so deine Probleme hast … 🙂 Mich erinnerte dein Posting leider nur allzu fatal an die Kommentare von Leuten aus meinem Umfeld, die mit Laufen nichts am Hut haben: „Ist ja klar, wenn du so viel läufst, dass das nicht gesund sein kann.“

    Das sehe ich eben anders. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass Leute solche (und noch viel extremere) Steigerungen ihres Trainingsumfangs und der -intensität gut verkraftet haben, auch ohne komplette Ruhewochen und mit deutlich weniger Grundlagen als ich (die Aufzeichnungen im km-Spiel fangen ja erst 2009 an, aber ich laufe schon seit 2005). Das ICH das nicht verkrafte, ist offensichtlich und ich werde meine Lektionen daraus lernen – aber hätte ich in der Vorausschau wissen können, dass das bei mir schief geht? Ich hab das Ganze für mich so verbucht, dass es bezogen auf die Zukunft „sonnenklar“ ist, dass ich deutlich vorsichtiger sein muss – darauf kommt es ja letztlich an. Im Rückblick ist es für mich nach wie vor nicht so klar, dass es so kommen „musste“, denn dafür fallen mir zu viele Leute ein, bei denen ein vergleichbares Training nicht „schiefgegangen ist“.

    Was die Ursachen angeht: Ich denke v.a. an Blockaden oder Schiefstellungen im Bereich Becken/Wirbelsäule, Beinlängendifferenzen etc., die sich beheben oder ausgleichen lassen (wie auch immer). Auf Einlagen lege ich keinen Wert, wenn’s eine andere Lösung gibt. Auf sonstige zeitaufwendige Therapien, für die ich regelmäßig Termine machen muss, schon gar nicht. Dann liebe irgendwelche Gymnastik daheim. 8)

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  15. *vormichhingrien* GENAU DAS denke ich von mir auch immer gerne – jedenfalls, wenns mir so in den Kram passen würde 😀 : dass ich zu den wenigen Auserwählten gehöre, denen die seltene Übung gelingen möge … manchmal stimmts ja auch – manchmal aber eben auch nicht *g*

    Letztlich freu‘ ich mich dann, dass ich zumindest irgendwo im Durchschnitt liege *harhar*

    Mir fallen übrigens nicht viele Leute ein, bei denen ein vergleichbares Training nicht schiefgegangen oder der/die Betreffende zumindest zeitweise zwangs-lahmgelegt wurde. Weder real noch aus Forengeschichten. Diejenigen, bei denen das gut geht, hatten eine viel längere „Vorlaufzeit“ mit mildem, gleichmäßigen Sport – meist lebenslang. Selbst ich liege da noch irgendwo drin – war ja nie gänzlich unsportlich und auch vor Läuferjahren viel viel zu Fuß und per Rad unterwegs.

    Es gibt sogar ziemlich viele ziemlich horrendere Geschichten von zum Ultra mutierten früheren Gelegenheitsläufern, der/die (ich kenn davon gleich zwei) dann – jünger als ich – von einer Thrombose heimgesucht wurde (is ja doch nicht so dolle für den Flüssigkeitshaushalt, so ein häufiges Ultralaufen z. B. und kann eben passieren), mehrere, die zwar jahrelang richtig reingehauen haben, bei denen dann aber gar nix mehr ging: kaputte Knie, ausgeleierte Bänder – teilweise richtige Schäden.

    Diejenigen da sagen: „das ist doch nicht (mehr) gesund …“ die haben z. T. ja schon auch recht, das lässt sich nicht leugnen. Zumindest können sie manchmal Recht haben – es ist nie nur schwarz-weiß. Nur liegt die Grenze bei jedem etwas anders und nicht jeder ist bereit, diese (Gesundheitsgrenze) als Handlungsmaßstab anzuerkennen (ich bins nicht immer – ich stehe dazu, dass ich durchaus auch für mich tendenziell eher ungesunde Dinge tue, wenn sie mir in anderer Hinsicht Zugewinn bescheren. Aber die Rufer in der Wüste dürfen dann auch gerne sagen: „SIEHSTE, DAS hab‘ ich doch gleich gesagt …“ Meine Antwort lautete dann bisher: „Na und?! Das war’s mir wert!“ Könnte ich mal als möglichen Grabspruch irgendwo festhalten *g* 😉

    Uff – das sind ja philosophisch-psychologische Abhandlungen … vermutlich wieder total unpassend als Blogkommentar. Aber was ist schon passend?! Und was interessiert mich das?! 😉

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    • Wenn die Grenze bei allen gleich läge, wäre das Leben ja auch viel zu einfach! Und NATÜRLICH ist man/frau sich immer sicher, zu den Auserwählten zu gehören, bei denen die Grenze noch ein Stück entfernt ist! 😆 Schließlich ist ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung ein Zeichen einer gesunden und stabilen Psyche … 8) ) . Die Horrorgeschichten über andere Menschen vergisst man dann sehr gern. Und auch, dass die eigene Grenze nicht immer da liegt, wo man sie gern hätte.

      Allerdings halte ich’s wie du, liebe Lizzy: Gelegentlich austesten, wo die eigene Grenze liegt. Und sie durchaus auch mal überschreiten, unwissentlich, gelegentlich auch mit Absicht, aber dann mit „kalkuliertem Risiko“. Wie bei dem Lauf am Sonntag zum Beispiel. Wenn der Arzt deshalb heute mit mir geschimpft hätte, hätte er auch zu hören bekommen: „Das war’s mir wert!“ Hat er aber zum Glück nicht, nur milde die Stirn gerunzelt. 8)

      Und auch wenn’s dich nicht interessiert: Ich finde deine philosophisch-psychologischen Abhandlungen durchaus passend als Blogkommentar. Wo steht dengeschrieben, dass ein Kommentar immer in einem „toll, weiter so?“ bestehen muss. Und selbst WENN das irgendwo stünde … wen kümmert’s? 😉

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