Traurige Premiere

Einmal ist immer das erste Mal. In diesem Fall das Mal, bei dem man es nicht mehr bis nach Hause schafft. Der linke Fuß fing an wehzutun, genauer: das Fersenbein. Reizung am Achillessehnenansatz oder was auch immer dahinter steckt – geschwollen, gerötet oder heiß ist aber nichts. Jedenfalls habe ich beschlossen, nicht das Risiko einzugehen, mit Schmerzen 7 weitere km zu laufen, auch wenn es sicher irgendwie gegangen wäre.

So kam ich in den zweifelhaften Genuss, auf einem verlassenen Dorfbahnhof 40 Minuten auf den Regionalzug zu warten. Modelleisenbahnfans werden ihn vielleicht erkennen: Karthaus. Es gab ihn als Bausatz für die H0-Eisenbahn von Märklin! Im Modell sieht er ziemlich schmuck aus. Als Kind war ich von ihm begeistert. Und vor fast 25 Jahren war ich erst recht begeistert, als ich ihn zum ersten Mal im Original sehen durfte. Damals war er noch gut „in Schuss“! Und heute? 😦

Blödes Ende für einen ansonsten so schönen Lauf in den „Goldenen Oktober“. Im Moment fehlen mir die Worte, ich bin ziemlich geknickt. Darum lass ich jetzt stattdessen Bilder sprechen. Auch wenn ich vielleicht erst mal nicht laufen kann: Das Leben ist schön! Und die Welt auch!

Advertisements

22 Gedanken zu “Traurige Premiere

  1. Moment – wo warst du denn 😮 ?! War das nicht etwas weit? Die Gegend kenne ich – das wäre ein ..er geworden. Du weißt, was ich meine.
    Bitte nicht so geknickt sein, wie der Schwan auf dem letzten Bild.

    Es geht weiter, laufen kannst du nach einer kurzen Erholungspause auch weiter – sicher! Kopf hoch, laß dich drücken 🙂 .

    Erhole dich gut. Gute Besserung!
    ganz liebe Grüße
    Ralph

    Gefällt mir

  2. Och Mönsch Anne! So ein Mist! Lass mich mal trösten!!

    Und ich habe mir noch gestern im Kilometerspiel gedacht, boah, Anne scheffelt ja Kilometer wie wild, da kommt ja keiner mehr hinterher! 😉

    Aber du hast das ja gestern ganz richtig gemacht, und deswegen ist bestimmt ganz bald alles wieder gut.

    Gefällt mir

  3. @Rainer! Danke! Ich bin ganz zuversichtlich. Letzte Woche über 70 km, das war vielleicht doch etwas viel.

    @Matthias: Genau – wer wird sich denn unterkriegen lassen?! Danke! 🙂

    @Ralph: Der …er war eigentlich auch der Plan! Ich hatte die Strecke am Kanal allerdings nicht so lang in Erinnerung, das wären 2 km mehr geworden als gedacht. Konditionell hätte ich es geschafft, da bin ich sicher. Aber mein Herz-Kreislauf-System ist halt robuster als mein Bewegungsapparat.
    Seit gestern abend bin ich wieder zuversichtlicher, was das Laufen in den nächsten Wochen angeht. Und nachdem ich mir gestern endgültig alle größeren Ambitionen für dieses Jahr abgeschminkt habe, kann ich den Rest des Herbstes sehr entspannt genießen – auch läuferisch. Erst einmal mindestens 2-3 Tage Pause, bis der Fuß völlig Ruhe gibt (im Bedarfsfall natürlich deutlich mehr). Dann langsame, leichte, nicht ganz so lange Läufe … ich freu mich drauf! 8)
    Danke, lieber Ralph!

    @Kerstin: Danke! Ja, ich war echt fleißig, nachdem ich in der Woche vorher – auch wegen des Urlaubs – ein wenig „gebummelt“ hatte. Das war offenbar der Fehler. Naja, ich denke, ich lerne daraus! 😉

    LG,
    Anne

    Gefällt mir

  4. Mensch Anne,
    das tut mir leid. Aber dann nicht auf biegen und Brechen zu Ende laufen ist auf jeden Fall die richtige Wahl. Das „Größere Ambitionen Abschminken“ ist nicht einfach. Es soll leute geben, die da Wochen für brauchen. 😉
    Aber sie es mal so: jetzt weißt du noch eher, wie viel du verträgst.
    Evtl. auch was die Ursache (nicht der Anlass) für die Schmerzen ist. Und beim nächsten Versuch passieren dann manche Fehler (von denen man ja häufig vorher nicht weiß, dass es welche sind) nicht mehr.
    Genieß die planlose Zeit. Ich bin heute früh auch nur lahm (wirklich lahm)duch die Gegend gejoggt und habe dan Ausblick von der Höhe genossen.
    Und dann ist gaaaanz viel Zeit, um gemächlich und in Ruhe neue Ziele vorzubereiten.
    Genieß trotzdem diese schönen Herbsttage.
    Birthe

    Gefällt mir

  5. Das ist wirklich alles andere als schön, wenn der Schmerz kommt und ein weiter laufen nicht möglich ist. Ich finde es richtig, das Du dann auch nicht weiter gelaufen bist. Nun hoffe ich es ist nichts schlimmes und bald überstanden.
    Ich wünsche Dir gute Besserung. 🙂

    Gefällt mir

  6. Schöner Gruß vom Humpelstilzchen ! Musste heute auch meinen Lauf abbrechen, linkes Bein hat was „weg“. Kommt wohl vom Kreuz, denke da ist irgend so ein blöder Nerv geklemmt und vor Freitag bekam ich keinen Termin beim Doc. Also sind wir heute schon zwei ;-(

    Gefällt mir

  7. @Birthe: Danke, liebe Birthe! Da bin ich offenbar auf eine Grenze gestoßen. Um die hinauszuschieben, braucht es noch einiges an Zeit, Laufkilometern, Krafttraining, Dehnungsübungen … 8)

    Und ja, ich freue mich jetzt richtig darauf, wirklich vollkommen „frei nach Schnauze“ laufen zu können. Ich hatte ja nie ganz strikte Pläne, aber es war z.B. klar, dass ich ganz lange Läufe machen musste und dass das nur am Wochenende ging, wenn genug Zeit war, und nicht dann, wenn ich Lust darauf gehabt hätte. Jetzt lauf ich einfach drauflos, wie es eben so reinpasst! Dann schauen wir mal, was sich an neuen Zielen so ergibt! 😉

    @Bernd: Danke, lieber Bernd! Inzwischen ist es deutlich besser, beim Gehen stört praktisch nichts mehr. Mal sehen, was morgen ist, aber ich bin zuversichtlich!

    @Martin: Ach Mensch, du bist aber auch ein Pechvogel! 😦 Ich drücke ganz fest die Daumen für gute und schnelle Besserung!

    LG,
    Anne

    Gefällt mir

  8. Was muß ich denn da lesen?
    Aber ich finde es bemerkenswert, daß Du dann so konsequent bist und nicht weiterläufst! Wer weiß, wieviele Läuferverletzungen durch solch schlaues Verhalten vermieden werden könnten.
    Gräm Dich nicht! Es geht bestimmt bald weiter und der Herbst wird doch gerade erst bunt. 🙂

    Gefällt mir

  9. @Evchen: Danke! Heute früh hatte ich keinen Anlaufschmerz mehr und kann jetzt den Fuß wieder komplett normal abrollen. Ich darf also wirklich hoffen, dass ich mit dem Abbruch des Laufs eine langwierige Verletzung vermieden habe. 8)

    @Lizzy: Auch dir dankeschön – im Moment fühlt es sich wirklich gut an! Aber bis mindestens morgen abend wird noch läuferisch pausiert und stattdessen gedehnt und massiert. 🙂

    Gefällt mir

  10. Hi Anne,

    dann schließe ich mich auch mal an. Hoffe, es wird ganz schnell und ganz bald besser. Ich finde es auch gut, dass du konsequent pausierst. Nicht einfach aber sicher besser.

    GLG aus Düsseldorf

    Mika
    (die den Bahnhof kennt *glaube ich*)

    Gefällt mir

  11. Liebste Anne,
    Ich habe es im Forum schon erwähnt. Letztes Wochenende war ein Kollektiv-Doof-Wochenende, jedenfalls bei den Pillepallern, und jedenfalls, was das Laufen anbetrifft.
    Auch bei mir wurdens nicht die Kilometer, die ich mir vorgenommen hatte, und auch bei mir hat das Fahrgestell übel geknarzt. In meinem virtuellen Armaturenbrett haben dauernd irgendwelche Alarmlämpchen geleuchtet. Hier das rechte Knie, zwei Kilometer später hatte die Hüfte keine Lust mehr, ach ja, beim Zehennagel leuchtets sowieso dauerrot…
    Abhacken und genau das machen, was du getan hast. Den wunderschönen Herbsttag genossen, und erst noch bildlich festgehalten. Ich denke jedesmal an dich und deinen tollen Blog und bewundere deine Ruhe und Fähigkeit, das Schöne immer aufnehmen zu können.
    Schwamm drüber, und rasche und gute Erholung

    Marianne

    Gefällt mir

  12. Liebe, liebe Anne, kaum zurück und dann solche Nachrichten, verdammt ärgerlich, aber ich lese auch, dass es wohl schon ein wenig besser geworden ist.

    Sämtliche Daumen sind natüüüüüüürlich gedrückt, schone dich, überstürze nichts und habe ein wenig Geduld, aber das weißt du alles.

    Toi, toi, toi für die Heilung

    P.S. Haben soeben einen Nachmittagskaffee getrunken mit Milchhaube und einen sehr, sehr pikanten Chapeau ! 😉

    Gefällt mir

  13. @Mika: Bin mir sicher, dass du den Bahnhof schon mal gesehen hast – 2 Stationen vor Trier Hbf. 8) Dankeschön! Es geht stetig bergauf, ich bin optimistisch!

    @Marianne: Puh, bei dir tönt das aber wirklich nicht danach, als sei Laufen ein gesunder Sport. 😦 Abhacken sollten wir unsere Gliedmaßen trotzdem nicht 😉 … nur einen Haken hinter die verkorksten Läufe machen und uns dessen freuen, was das Leben so an Schönem zu bieten hat! 🙂 Dankeschön für die guten Wünsche!

    @Margitta: Ja, zum Glück ist es schon deutlich besser! Natürlich werde ich sehr vorsichtig sein, mich schonen, gaaanz viel Geduld aufbringen – und mich über jeden gedrückten Daumen freuen! 🙂 Danke!

    Und ihr hattet Kaffee mit pikantem Chapeau, aha, soso, klingt sehr lecker, aber was würde wohl Herr Clooney dazu sagen, dass euch seine edles Gebräu allein nicht mehr gut genug ist? 😉

    Gefällt mir

  14. Schöne Bilder – bei Dir färbt es sich ja tatsächlich schon?

    Ich geniese die (letzten?) warmen Tage lieber auf dem Rad.

    Dir die allerbesten Wünsche zur Genesung – Kopf hoch und Schonung!

    LG

    Athabaske

    Gefällt mir

  15. Hallo Jörg,

    willkommen als Kommentator auf meinem Blog! Danke für die Genesungswünsche! Die Schonung tut gut, inzwischen ist auch der Druckschmerz an der Ferse weg. Ein oder zwei Tage pausiere ich trotzdem noch. Dein Kommentar hat mich daran erinnert, dass ich ja auch ein sehr flottes Rad im Keller habe, das mal wieder ausgeführt werden will! 😉

    LG,
    Anne

    Gefällt mir

  16. Das tut mir leid, liebe Anne. Anscheinend bist du ein bißchen zu viel gelaufen in letzter Zeit. Der Körper, sprich der Fuß, vergisst nichts.
    Heile es aus, denn auch die Achillessehnenreizung kann sich zu einer längerfristigen Sache entwickeln und das heißt es zu vermeiden.
    Toi, toi, toi!

    LG Sabine

    Gefällt mir

  17. Danke, liebe Sabine! Ich nehme mir wirklich Zeit! Nun bin ich seit vorgestern symptomfrei und denke, dass ich mit reduzierten Umfängen ab heute vorsichtig wieder einsteigen kann. 🙂

    LG,
    Anne

    Gefällt mir

  18. Ja, manchmal tut es doch gut, ein paar Tage vergehen zu lassen, bevor man die Flinte ins Korn und die Laufschuhe in die Tonne wirft. Und vielleicht mag sich in der Zwischenzeit auch der Gedanke eingenistet haben, dass ein Bahnhof nicht unbedingt Endstation bedeuten muss, sondern eben nur ein Zwischenhalt; 😉 nach dem es dann eben weitergeht…

    Es freut mich sehr, dass Du in der Zwischenzeit kleine, lockere und vor allem schmerzfreie Fort-Schritte machen konntest. Lass Dich nicht entmutigen, es werden auch wieder andere, größere Läufe kommen. Die dann eben nicht unbedingt an ihrer Länge, sondern an den Erlebnisse gemessen werden. Und davon scheffelst Du ja derzeit jede Menge, wenn ich so sehe und lese, was Du unterwegs erlebst. Darüber freue ich mich am allermeisten.

    Und natürlich kam der Bahnhof in meiner Jugend auch vor! Ob ich den Bausatz (war der nicht von Faller?) allerdings selbst zusammengebastelt habe oder nur sehnsuchtsvoll in den Auslagen eines Spielzeuggeschäftes bestaunt habe, vermag ich heute nicht mehr zu sagen.

    Einen wunderschönen Bilderbogen hast Du dennoch mitgebracht – da soll nach Deinem Lauf doch keiner sagen: „Ich verstehe nur Bahnhof“! 😉

    Gefällt mir

  19. @Foxi: „Faller“, das kann gut sein! In diesem Fall war der Bahnhof die Endstation für einen langen Lauf und – das muss ich inzwischen anerkennen – für hochfliegende Pläne. Aber kleinere Läufchen genieße ich schon wieder, kleinere und größere Radtouren dazu. Es geht also weiter, wenn auch nicht wie erhofft per Fernzug! 😉

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s