Grünes Alternativprogramm

Was fängt man bloß mit der vielen freien Zeit an, wenn man normalerweise am Samstagmorgen einen schönen langen Lauf von 2-3 Stunden macht, es aber an diesem Samstag bei (uhr- und pulsgurtlosen) knapp 20 Minuten Trab mit ein paar Steigerungen bewenden lässt?

Man kann zum Beispiel mal gucken, was der Herr Geheimrat Dr. Oldenburg so treibt. Und feststellen, dass er die ersten köstlichen, rotwangigen Früchte schon von sich wirft, während andere noch ein wenig Sonne vertragen können.

Man kann im Garten einige reife Brombeeren naschen.

Man kann einen der zwei (!) Äpfel am eigenen Bäumchen ablichten. Nachdem der Baum in den letzten beiden Jahren nicht eine Frucht produziert hatte, haben ihn diese zwei Äpfelchen vor dem Gefällt-Werden bewahrt! 8)

Man kann sich auf die Traubenlese freuen, die in diesem Jahr ebenfalls zum ersten Mal ertragreich sein wird. Der Weinstock war ein Geschenk der Gartennachbarn, die ihn – warum auch immer – loswerden wollten. Bei mir geht’s ihm gut.

Man kann die ersten eigenen Kartoffeln ausbuddeln und sich auf Pellkartoffeln mit Kräuterquark freuen.

Man kann gierige Blicke auf Nachbars Pfirsichbaum werfen und hoffen, dass man auch in diesem Jahr an der Ernte teilhaben darf. 😉

Und man kann bei einem Rundumblick feststellen, dass man vielleicht nicht den gepflegtesten Garten weit und breit, aber einen richtig schön bunten hat. 😉

Und ja, gelaufen wird morgen! Ich probiere es wenigstens. Die 10 Stunden am Schreibtisch sind meinem Oberschenkel nicht bekommen, da zuppelte er wieder. Die 4 km Heimweg zu Fuß gefielen ihm dagegen sehr wohl. Das kurze Morgenläufchen auch. Und im Garten hab ich ihn gar nicht mehr gespürt.

Also: Wenn das Zuppeln heute im Laufe des Tages nicht zurückkehrt, fahre ich nach Merzig. Und renne dort so schnell, wie eine Weinbergschnecke eben rennen kann. Wenn’s aber wieder zuppelt oder sogar wehzutun anfängt, renne ich gar nicht erst los. Oder höre unterwegs auf zu rennen. Ganz einfach!

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7 Gedanken zu “Grünes Alternativprogramm

  1. “ Die süßesten Früchte……lalalalalalla “ , da gab es mal einen uralten Schlager , ich glaube aus der Jugend meiner Mutter.

    Ach ja, es gibt so viele Dinge zu sehen, zu tun, zu genießen, wenn man sich AUSNAHMSWEISE mal nicht auf der Piste befindet, alles zu Anknabbern lecker. Ja, so ein eigener Garten, der hat was, und wenn er wild und nicht so aufgeräumt ist, finde ich ihn sogar noch viel schöner als die hoch Kultivierten.

    Liebe Anne, ich wünsche dir, dass dein Oberschenkel weiterhin ganz ruhig bleibt und so funktioniert, wie man es von ihm erwartet, aber du bist ja ein schlaues Mädchen und hörst genau zu, was er dir sagt.

    Was immer du tust, viel Spaß – und nicht traurig sein, wenn er wieder aufmuckt ! 8)

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  2. Hallo Anne,
    heute im Garten hab ich beschlossen dich nach deinem Apfelbaumpatenkind zu fragen und nun bin ich wieder da und du hast es schon aufgeschrieben.
    Bei mir sieht es auch so aus, es wuchert alles , der frischgesäte Rucula wurde ein Festessen der Schnecken wie eigentlich immer diese Jahr. Mein Säulenapfelbäumchen hatte auch genau 2 Äpfel und die hatten Untermieter. Naja man muß halt auch teilen können.
    Ich hab dieses Jahr mal Olivenöl mit Rosmarinzweigen und Lavendel leicht köcheln lassen und reib mir damit die Beine ein. Ich bild mir ein es wirkt.
    Ich wünsch dir viel Spaß bei deinem Lauf und wenn es nicht geht dann lieber aufhören du hast ja auch ein größeres Ziel, das ist wichtiger. Von uns ein Bekannter hat jetzt im Büro ein Stehpult, da denk ich auch gerade drüber nach. Hab blos keinen Platz dafür. Soll aber gut sein statt immer nur sitzen.

    Liebe Grüße
    Bärbel

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  3. Wir sehen uns morgen Anne – ganz sicher 🙂 ! Dein Oberschenkel traut sich sicher nicht, sich mit mir anzulegen. Und nur für den Fall, daß er auch nur einen Mucks von sich geben sollten, drücke ich mal ganz fest die Daumen, daß du ihn morgen früh nicht spürst.
    Wieso hast du eigentlich noch rote Trauben in deinem Garten? Bei uns waren die Vögel fast schneller als wir und haben die Hälfte der Trauben „geerntet“ bevor wir es konnten 😦 . Schön sieht es bei dir im Garten aus 8)
    Bis morgen,
    lG
    Ralph

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  4. Hmm da muss ich, wenn wir im Oktober nach Trier fahren, wohl ein paar Äpfel von unserem Baum mitbringen, der hängt nämlich brechend voll. Und das, wo ich doch gar keine Äpfel esse, Schokoladenbaum wäre meine Idee, oder Gummibärchenstrauch. Wirklich schön hast du es bei dir!

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  5. @Margitta: Gell, so ein halbwilder, fruchtbarer Garten – der hat was?! Danke für die lieben Wünsche – sie haben geholfen!

    @Bärbel: Meinen Rucola haben die Schnecken auch plattgemacht. Momentan meucheln sie meine Tomaten!
    Das mit dem selbstgemachten Öl klingt klasse. Ich hab im Moment ein Arnikaöl. Aber zum Erfrischen ist Rosmarin bestimmt super – probiere ich auch mal aus! Danke für den Tipp und die guten Wünsche! Der Oberschenkel hat ohne Murren mitgespiel!

    @Bernd: Danke für die Wünsche – sie haben gut getan! Ein wunderbarer Sommertag war es!

    @Ralph: Mein Haxen hatte vermutlich Angst vor dir, darum war er so brav heute! 😉
    Keine Ahnung, warum ich noch rote Trauben habe. Aber ich freu mich drüber … und überlege, sie mit einem Netz zu verhängen, damit ich sie in ein paar Wochen auch wirklich ernten kann.

    @Martin: Das mit dem Gummibärchenstrauch wäre mir auch sehr recht. Vielleicht kann ich gelegentlich einen züchterischen Erfolg erzielen! Aber ich glaube, Äpfel bekommen mir doch besser, wenn ich mich von meinem Buddha-Format verabschieden will … 😉

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  6. Pingback: Sensenfrau « Weinbergschneckes Blog

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