Fototour im Sommerregen

Blickdicht sollte das Laufshirt sein, wenn Frau Läuferin absehen kann, dass sie unterwegs a) patschnass werden wird und sich b) mutmaßlich in diesem Zustand unter den Augen ihr unbekannter oder – schlimmer! – bekannter menschlicher Wesen fortbewegen wird. Natürlich hätte ich darauf spekulieren können, eine größere Lücke zwischen zwei Schauern zu erwischen, um trocken zu bleiben. Aber so ein kräftiger Sommerregen auf der Haut … herrlich! Ich hab ihn vermisst in den letzten Wochen!

Heute ist nur Beineausschütteln angesagt, ein lockeres bis zügiges Läufchen vor dem 10er am Samstag. Deshalb darf die Kamera mit auf meine Hausstrecke im Tiergarten. Und meine geschätzten Leserinnen und Leser nehme ich auch mit – wenn sie mögen. Aaaalso:

Erst einmal am Apfelgarten der ehemaligen landwirtschaftlichen Landeslehr- und Versuchsanstalt vorbei.

Hinein in das teils mit  Reben bepflanzte Tal. Am Ende vieler Rebenreihen blühen die Rosenstöcke.

Hinter der Gärtnerei biegen wir in den schmalen Pfad oberhalb des Baches ein.

Unter tief hängenden, triefnassen Zweigen geht es hinunter zum Brückchen.

Auf der anderen Bachseite durch den Wald, am Waldrand wieder an der Gärtnerei vorbei ins offene Tal.

Noch schnell ein Schlenker durch „meine“ Kleingartenanlage, einverstanden?

Über die Brücke führt der Weg – jetzt brauchen wir aber kein Dach mehr, der Regen hat aufgehört.

Meine Vereinskollegen bauen mit Erfolg Kiwi an.

Die Feuerbohnen stehen auch nicht schlecht.

Vorbei am Vereinshaus geht’s am Bach entlang Richtung Straße und

für noch einen kleinen Schlenker über die Straße weiter am Bach …

… zum Kurzbesuch bei den Gartenfreunden vom Nachbarverein.

In der Unterführung waren wieder junge Künstler am Werk – gefällt’s euch?

Jetzt geht’s ein paar Meter leicht bergauf, leider an der Straße entlang.

Aber zum Glück können wir gleich wieder abzweigen und auf einem kleinen Schleichweg zwischen den Wohnhäusern wieder zurück ins Trockene.

Knapp 50 Minuten, gut 8 Kilometer, kein trockener Faden mehr am Leib – ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht! 8)

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10 Gedanken zu “Fototour im Sommerregen

  1. ….komm gibs zu…war doch Absicht : – )
    Weils hier auch schüttet, geh ich aufs Laufband…wie es sich gehört.
    Nachdem ich nun seit Jahren in einem Weinbaugebiet wohne habe ich kürzlich erst erfahren, dass die Rosen nicht irgendeinem Weingott zu Ehren oder gar dem Spaziergänger zu Liebe (von uns Joggern gar nicht zu reden) gepflanzt wurden. Weißt du es auch?
    Viele liebe Grüße
    Marga

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  2. Rief mich doch die Tage meine Mutter an, und war überzeugt mich ereichen zu können. (Ich war zufällig noch nicht unterwegs.) „Es regnet, da läufst du doch nicht.“
    Ääääh, naja, was soll ich dazu sagen.

    Anne, wie machst du das eigentlich, dass die Wege auf den Fotos so schön aussehen? Andererseits fällt mir das vielleicht erst auf den Fotos auf, weil ich bei manchen Strecken gar nicht mehr auf die Umgebung achte. Das Bekannte schaut man ja dummerweise häufig gar nicht so genau an. Und behauptet dann, anderswo ist es schöner. Seltsam.
    LG
    Birthe
    (Ab sofort wieder aufmerksamer für die Umgebung. Nur Samstag nicht. Da hab ich keine Zeit;-) )

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  3. Liebe FrauWeinbergschnecke, das ideale Wetter schlechthin, ein wenig beneide ich dich schon, möchte ich doch auch so gerne mal wieder im Regen laufen dürfen und so richtig nass werden.

    Macht Spaß, dich zu begleiten, auch mal stehen zu bleiben, um deine Laufstrecke kennen zu lernen, schmale Wege durchs Gebüsch, hoffentlich sitzt da mal nicht einer !

    Die Malereien gefallen mir, wenn sie auch nicht auf legalem Weg dahin gekommen sind..

    Dann kann ja der Samstag kommen, wir freuen uns drauf und halten alle Daumen – versprochen ! 8)

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  4. @Marga: Naja … 😉 Die Rosen? Ich glaube, die sollen das Auftreten von Krankheiten/Schädlingen anzeigen, weil sie noch empfindlicher sind als die Reben … bin aber nicht sicher, ob da was dran ist. Schön sind sie allemal! 🙂

    @Pippi: Fehlt bloß noch „Kind, du erkältest dich doch im Regen!“ 8)
    Tja, wie mach ich das mit den Fotos? Ich lauf im Schnitt ’ne Minute langsamer als du, vielleicht sehr ich dadurch mehr? 😉 Und irgendwie scheine ich einen Blick für das Schöne zu haben … natürlich gibt’s auch hier langweilige und scheußliche Ecken, aber die fotografier ich natürlich nicht (so oft)! 8)

    @Margitta: War wirklich toll im Regen – ich würd es dir soooo gönnen! Bzgl. „Gebüschhockern“ bin ich recht unbesorgt, klar, das kann überall passieren, aber ehrlich gesagt mach ich mir in den Parks der Innenstadt mehr Sorgen als im Wald!
    Manche dieser Sprayereien finde ich richtig klasse! Ich bin fasziniert, was man aus einer Dose so zaubern kann. Und so lange die Jungs und Mädels hässliche Unterführungen zusprühen – kein Problem. Wenn sie sich an Baudenkmälern vergreifen, versteh ich aber keinen Spaß mehr!
    Dankeschön, liebe Margitta! Morgen noch einmal kurz die Beine lockern und dann … mal sehen! 8)

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  5. Also so schlimm ist es doch nicht wenn es nicht ganz blickdicht ist, oder ? ich meine ich finde es nicht schlimm 🙂
    Bei uns hat es heute so geschüttet, dass ich Angst hatte ob das die Kanalisation überhaupt noch packt. Und 2 Minuten später- die Sonne!
    Aber ihr habt schöne „Schleich“wege bei Euch

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  6. Schöne Bilder von deiner Stammstrecke 8) ! Die Malerei trifft nicht so ganz meinen Geschmack – verglichen mit einer grauen Fläche ist sie sicherlich ansehnlich. Und so ein Lauf bei Sommerregen ist einfach 8) !
    lG
    Ralph

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  7. @Bernd: Schön, dass e dir gefallen hat – danke! 😉

    @Martin: Jaja … 8) So ein Aprilwetter hatten wir gestern auch, der Regen ar vielleicht nicht ganz so heftig, aber der Wechsel von Sonne zu Regen und umgekehrt lief ziemlich flott!

    @Ralph: Sagen wir es so: Ich würd mir sowas nicht in die Wohnung hängen. Aber die Kreativität und die technischen Fähigkeiten, die sich darin ausdrücken, bewundere ich. Und schöner als Grau … du sagst es!

    LG,
    Anne

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  8. Tiergarten? Ich guck‘ mir die Augen aus nach wilden Löfen und Tieeschers, gefährlichen Beeren und singenden Lärchen – aber nix. Da waren höchstens ein paar Kiwis. Naja – immerhin 😉 Evtl. könnte man noch das rotzüngige Ungeheuer von aus’m Tunnel gelten lassen. Nicht haustiertauglich – zeugt aber von künstlerischen Neigungen und Talenten, find‘ ich. Und schöner sind graue Tunnelbetonklötze o. ä. garantiert auch nicht. An solchen Stellen find‘ ich solche Sachen völlig i. O.

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  9. Tschuldigung, Lizzy! Die Löfen und Tieeschers und Beeren gab’s vor rund 2000 Jahren angeblich mal – die Protagonisten der Shows im benachbarten Amphitheater wurden im Tal bis zu zu ihrem Auftritt untergebracht. Jetzt hätte ich nur Kühe bieten können. Und Schnecken, die ja auch wahre Ungeheuer sind – die ###-Viecher haben meine jungen Rosenkohlpflanzen platt gemacht! Aber die wären vermutlich nicht so spannend gewesen … 😉

    Ja, gerade in solchen Unterführungen sind mir die Spraybilder viel lieber als die trist grauen oder scheußlich gekachelten Wände. Und künstlerisch haben viele von den Kids das wirklich drauf!

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