Ungezogen

„Unn ich sach noch ‚Kind, bleip ma kurz inn‘ Rucksack, Mutti is bloß  paar Bahn’n schwimm‘ un kommt gleich wieda!‘. Meinze, dat Gör hört auf mich? Hattze alles von ihr’n Vadder!“

Garminchen hat offenbar meine Abwesenheit genutzt, um sich selbstständig zu machen. Ein wenig rumgelaufen im Schwimmbad, im Zickzack vor der Tür hin und her, einmal in die Mosel und wieder zurück! Keinen Moment darf man es aus den Augen lassen! 😉

Garminchen auf Abwegen

Aber es ist ihm ja nichts passiert. Und mir auch nicht, oder besser: Nur Gutes! 4 Kilometer durch die noch schlafende Innenstadt und am Fluss entlang. Für 1000 Meter hinein in die Fluten des Nordbads. Erfreulich wenige „Korken“ im Wasser und am Beckenrand. Wer hier morgens um halb 7 herkommt, will wirklich schwimmen. Im Hallenbad ist das leider anders.

Raus aus dem Bad, laufend zurück auf dem Moselleinpfad. Die Stadt erwacht, und mit ihr andere Läufer, Hundebesitzer und Walker. Menschen in ihren Blechkisten auf dem Weg zur Arbeit.  Die roten Felsen leuchten in der Sonne, der Fluss glitzert. In Zurlauben sind so viele Passagierschiffe vertäut wie selten. Gerade wird ein ganzer Anhänger voller Fahrräder für die Touris bereitgestellt, die heute den Landgang in eine Landfahrt umwandeln und die Wege am Fluss unsicher machen werden. Nicht mein Problem, ich muss arbeiten. Aber nach so einem tollen Start in den Tag fällt das gar nicht schwer!

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12 Gedanken zu “Ungezogen

  1. Hi Janni,

    ja, ich hab ’nen kleinen Fahrrad- und Trinkrucksack, in den alles Nötige passt. Mehr als Badeanzug, Schwimmbrille, ein kleines Handtuch, Schlüssel und ein paar Münzen für’s Eintrittsgeld müssen ja nicht mit. Das klappte sehr gut heute, werde ich sicher öfter machen! 🙂

    LG,
    Anne

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  2. Hallo Anne,
    Ist ja beruhigend zu hören, dass anscheinend derzeit die Morgenfülle im Nordbad nicht so schlimm ist. Häufig sind ja um 6:00 schon die „Korken“ da.
    Ich teste das am Freitag mal.
    Aber dein Garminchen ist ja wirklich eine ganz freche. Nene. Grad mal in die Mosel schwimmen gehen. Jetzt weißt du zumindest, dass sie wasserdicht ist. Meine ist dafür auf der Bahn schon über die Tribühnen gelaufen, wenn ich die Höhenmeter so ansehe. 😉
    LG Birthe

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  3. Hihi, ich schmeiß mich weg. Dein Garminchen ist ja wirklich klasse auf Abwegen. So ganz unbekannt ist mir das aber auch nicht. Meine Bergrunde hat auch plötzliche Tieftäler mitten im bergauflaufen.

    Herzliche Grüße
    Tati (die auch wieder bisschen läuft nach dem Husten)

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  4. Anne, Anne, Anne, deine Aktivitäten sind verblüffend, wer weiß, was noch alles in nächster Zeit hier zu lesen sein wird – geniale Idee und vor allem bei diesen Temperaturen das Beste, was man tun kann, gell ? ❓

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  5. @Pippi: Da drück ich mal die Daumen für Freitag! Heute war’s wirklich ok. Wenn du einigermaßen schnell bist, kannst du auch die abgeteilten Bahnen für WK-Schwimmer nutzen. Da waren heute ein paar Trias unterwegs. Aus deren Sicht hätte ich wohl zu den „Korken“ gehört, darum bin ich im „Seniorenbereich“ rumgepaddelt! 8)

    @Tati: Schön, dass dein Husten endlich abgeheilt ist – wurde echt Zeit! Garminchen hat echt ein merkwürdiges Eigenleben … gut zu lesen, dass es Pippi und dir auch so geht mit diesen Geräten! 😉

    @Margitta: Wer weiß, wer weiß? 8) Es war auf jeden Fall eine feine Idee und tat sehr gut, nicht nur gegen die Wärme, sondern auch die Arme und Schultern profitieren davon!

    LG,
    Anne

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  6. soso – wer weiß, was für Strecken dir das Teil sonst so unterjubelt. Er wird es gut meinen und dich schonen wollen nach dem Motto: „was ich ihr vorgaukele, muss sie nicht laufen …“ aber für das kmspiel tun sich strenge Misstrauensgesicher auf 😐 … apropos – trag doch mal wieder ein, damit die Powerfrauen ein bisschen in Schwung kommen … (ohne Mosel-Schwimmeinlage natürlich ;-))

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  7. @Lizzy: Manchmal bin ich angeblich auch schon mitten durch den Fluss gelaufen oder kreuz und quer durch den Wald! Aber im Großen und Ganzen hab ich schon Vertrauen zu Garminchen … die km-Spieler hoffentlich auch! 8) Danke für die Erinnerung; ich hab gleich mal meine (Lauf!!!!!)-km nachgetragen. Und mich gefreut: So weit oben war ich noch nie in der „Fleiß-Tabelle“ 😉 .

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  8. Ich hatte auch schon mal den Garmin zu Hause in der Wohnung 2 Kilometer laufen lassen. Auf der Karte entstand hinterher ein Gebilde aus lauter Zacken, was ausgedruckt vielleicht schon als moderne Kunst taugen würde. 😀
    Schwimmen am frühen Morgen finde ich eine gute Idee.

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  9. @Bernd: Erstaunlich, nicht wahr? Vielleicht sollte man mal eine Ausstellung von Gaminchen-Kunstwerken veranstalten – da hätten sicher viele Besitzerinnen und Besitzer etwas beizutragen! 😉

    @Sabine: Aaaach, erstmal gucken, dann mal sehen. Im Moment sind Schwimmen und Radeln nur das regenerative Ausgleichsprogramm zum Laufen. 8)

    Liebe Grüße
    Anne

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  10. Pingback: Garminchen allein zuhaus | Weinbergschneckes Blog

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