Ein fliegendes Pferd

Was ich den letzten 24 Stunden gelernt habe:

Ich bin pervers! Hat mir eine Professorin für Persönlichkeitspsychologie gesagt. Und die muss es ja wissen! Die Diagnosestellung war ganz einfach: Sie musste nur hören, dass ich am Morgen um 4:15 Uhr aufgestanden war, um gegen 4:30 Uhr laufen zu gehen. 😉

Ich bin wirklich pervers! Ich kann in der Frühe um halb sechs Gemüsebrühe und versalzene Oliven essen. Gestern extrem viel geschwitzt und abends vor Erschöpfung nicht mehr viel gegessen. Am Morgen mit einem unbändigen Appetit auf Salziges aufgewacht. Irgendwie eklig, so ein Frühstück. Aber gut.

An der Mosel gibt es nicht nur Schweineelche, sondern auch fliegende Pferde. Eines davon hat mich heute früh „vor sich her gescheucht“ – oder habe ich etwa unbewusst davonzulaufen versucht? Danke für ein paar schöne Kilometer! War anstrengend, hat aber riesig Spaß gemacht und war mal wieder eine schöne Abwechslung zum Alleinlaufen! 8)

– Es gibt eine Alternative zur Greifschen Endbeschleunigung. Nämlich die Weinbergschneckesche Zwischenbeschleunigung: 4 km langsam einlaufen, dann 6,5 km Tempolauf, angehängt so viele lockere Kilometer, wie die Beine und der Inhalt der Trinkflaschen erlauben.

– 0,75 l Wasser reichen mir bei diesen Bedingungen nicht für 20 Kilometer.

– Stilles Wasser mit Orangenaroma schmeckt nach Chemie.

– Meine Güte, kann Duschen schön sein!!!

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13 Gedanken zu “Ein fliegendes Pferd

  1. Dass dir nach dem versalzenen Gruselfrühstück ein dreiviertel Liter Wasser nicht reicht, ist ja auch klar *lach* Ich halte es ja fast für ein Wunder, dass du danach so einen wunderbaren Lauf hattest (oder war das nicht am selben Tag?) Jedenfalls: Das Frühstück finde ich auch ECHT pervers, das frühe Laufen – eine der besten Ideen ever! 🙂

    Schönes Wochenend, liebe Schnecke!
    Giegi

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    • @Giegi: Gruselig, ja, aber das Salz musste sein! Wenn der Körper so sehr nach salziger Nahrung verlangt, muss ihm was gefehlt haben! Ich glaube, ohne diese kleine morgendliche Perversion hätte ich den Lauf danach nur unter Krämpfen zu Ende bringen können, auch wenn die Bedingungen heute früh noch akzeptabel waren!

      LG, auch dir ein ganz tolles Wochenende
      Anne

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  2. Pervers – was schon pervers ?
    Was deine Professorin als pervers ansieht,
    ist es für uns noch lange nicht
    die Aussage dieser Frau
    ist für mich pervers !

    Das Frühstück allerdings
    empfinde ich
    als pervers
    was ist pervers ?

    Da blättere ich doch kurz mal nach:

    Wikipedia :

    “ Perversion, (lat. perversio „Verdrehung“, „Umkehrung“) bezeichnet eine den vorherrschenden Moralvorstellungen, häufig im Bereich des Trieb- und Sexualverhaltens, entgegenwirkende Eigenschaft. Heute wird es als Schimpfwort für befremdendes Verhalten benutzt.“

    Lass‘ dich nicht, liebe Anne,
    iss , wonach dir ist,
    tue das, wo nach dir ist
    und wenn alles um dich herum schreit
    es sei pervers

    Ist es nicht schön pervers zu sein
    anders als jeder Normalo ?

    Pervers ist, wenn man nach einem anstrengenden 24-Stunden-Lauf eine Bratwurst verdrückt, die einen halben Meter lang ist, sagte “ mein “ Präsident der DUV vor vielen Jahren zu mir, für mich war es nicht pervers, für ihn ja.

    Lasst uns pervers sein,
    liebe Anne 8)

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    • Ja, liebe Margitta, solange es bei so harmlosen kulinarischen Perversionen bleibt, sollten wir die hemmungslos ausleben und uns daran erfreuen! 8) Wenn dein Körper nach einem 24-Stunden-Lauf Bratwurst verlangte, fehlte ihm wohl auch etwas, was da drin ist. Bei mir war es Salz, das fehlte.

      Zur Ehrenrettung der Professorin sei gesagt, dass wir uns gut kennen und miteinander rumgealbert haben – in solchen Situationen benutzt eine Professorin das Wort „pervers“ wie wir auch, nämlich umgangssprachlich für „Oh weh, sowas kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen“ 😉

      Liebe Grüße,
      Anne

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  3. hihi …. selbsterkenntnis ist doch immer wieder amüsant 🙂

    ich bin auch wirklich pervers: ich kann pizza und flädle-suppe zum frühstück essen.

    auf meinen langen läufen nehme ich meinen trinkrucksack mit. was ich gar nicht mag, ist der plastikgeschmack der trinkblase. also habe ich experimentiert, wie ich das wasser mit geschmack versehen kann, ohne dabei auf „fertig-lösungen“ zurück zu greifen. meine erkenntnis: wasser lässt sich prima „natürlich“ und ohne zucker aromatisieren, bspw. mit frischen kräutern, wie pfefferminze, zitronenmelisse, basilikum .. und auch mit obst, bspw. mit nektarinen, honigmelone … vielleicht ist das ja auch etwas für dich?

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    • @Silke: Herrlich, noch eine Perverse! 😉 Die Idee mit den Kräutern und Fruchtstückchen im Wasser ist klasse, probier ich mal aus. Diese Chemiebrühe war halt das erste, was mir im Supermarkt in die Hände fiel, als ich kurz vorm Verdursten dort reinhoppelte. Nie wieder!

      LG,
      Anne

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  4. Vielen Dank liebe Anne für den schönen gemeinsamen Tempolauf 8) . Nur eins weise ich entschieden von mir: daß ich dich geescheucht habe 😉 !

    Ich finde es übrigens nicht pervers bei den momentanen Bedingungen um 4:30 Uhr zu einem Lauf zu starten – hätten wir heute auch besser gemacht. Brühe und salzige Oliven sind zwar nicht mein Ding aber heute sicher goldrichtig.

    Ich war froh, heute einen ganzen Liter Flüssigkeit dabei gehabt zu haben.

    Das fliegende Pferd wünscht der Koboldin ein schönes restliches Wochenende und gute Erholung 🙂

    lG
    Ralph

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  5. @Moni Tja, die Mosel, die wilde Eifel – das sind Landstriche, die viele Merkwürdigkeiten bieten! 8)

    @Ralph: Nein, gescheucht hast du mich ganz bestimmt nicht – im Gegenteil! Ich wollte nur sicher gehen, dass du pünktlich mitsamt Brötchen wieder daheim bist! 😉 Vielen Dank noch einmal, es war ein wirklich schönes gemeinsames Stück Laufstrecke – sehr gern mit Wiederholung!

    Auch dem fliegenden Pferd noch ein entspanntes Wochenende – Frau Koboldin grüßt herzlich! 8)

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  6. Pfefferminzblätter (müsstest du doch in rauen Mengen in deinem Garten haben?!) fein geschnitten ins Wasser….gibt herrlichen Geschmack! Ja, ich habe vernommen, dass du dich gedehnt hast : – )) sehr gut!!!
    Gelaufen bin ich auch….allerdings erst um 6:00….war die einzige Möglichkeit….so oder so…und mach nicht so viel Tempo….du weißt warum!
    Gute Erholung! ….frühstücken tu ich gaaanz selten…und schon gar nicht Brühe.
    Hast du schon mal Flips zu selbigem versucht? Testergebnisse würden mich seeeehr interessieren.
    Ich wünsch dir noch einen schönen Restsonntag

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  7. An der Minze waren im Frühjahr so viele Schnecken, deshalb hab ich mich bisher geekelt. Aber inzwischen ist welche nachgewachsen, auf der keine Schleimspuren sind. Die hab ich heute schon zu Tee verkocht und probier ich bestimmt mal im frischen Wasser. 8)
    Am Samstag zum Langen bin ich ja auch erst gegen kurz vor 7 los, eigentlich zu spät, aber ist ja gutgegangen. Normalerweise frühstücke ich auch nicht vorher. aber gestern hatte ich wie gesagt akuten Salzmangel. Und Flips waren keine im Hause, also musste ich Brühe nehmen … 😉

    Auch dir noch einen schönen Restsonntag und gute Erholung von deinen intensiven Wochenendaktivitäten!

    LG,
    Anne

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  8. Dir auch, liebe Sabine! Duschen könnte ich schon wieder! Hier verheißen zwar die dicken Wolken baldige Abkühlung, aber noch ist es sehr, sehr schwül!

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