Gewitterfront im Anzug

Auch wenn die Windböen am gestrigen Abend Hoffnung aufkommen ließen: Nichts war es heute Nacht mit dem erhofften Regen für den Garten! Stattdessen schwüle 26 Grad. Kaum ein Luftzug, als ich mich auf mein Spätnachmittagsründchen im Tal mache. Wieder bin ich ganz vorsichtig und betont langsam unterwegs. Sehr langsam. Schneckenlangsam. So kann ich auch den Duft nach frischem Heu besser wahrnehmen. Und die knospenden Weinberge bestaunen und die Walnussbäume, die als einzige ringsum noch kein volles Laub tragen, sondern erst zarte grüne Blattknospen zeigen. Zeichen dafür, dass doch noch nicht „richtig“ Sommer ist!

Wieder einmal habe ich, abgesehen von zwei entgegen kommenden Läuferinnen, das Tal für mich allein. Kann die schattigen Passagen im Wald genießen, schneckig das Brückchen über den Bach queren und auf der anderen Bachseite zurück Richtung Gärtnerei schlappen. In den Treibhäusern die ganze Farbenpracht der Sommerblumen – auch am Wochenende wird sicher noch genügend Auswahl sein, wenn ich mir dort etwas Buntes für die Balkonkästen hole.

Der Oberschenkel schweigt stille, erhebt keine Einwände gegen das sehr geringe Tempo, dass sich heute genau richtig anfühlt. Brav! Bis zum Apfelgarten laufe ich, dann mache ich noch einen Schlenker in den Garten und meuchele heimtückisch einen jungen, unschuldigen Kopfsalat für’s Abendessen. Nach 5.460 m in 39:55 Minuten lasse ich es gut sein für heute. Und in der Ferne grummeln die ersten Ausläufer der Gewitterfront.

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9 Gedanken zu “Gewitterfront im Anzug

  1. Ich wollte heute schon fragen, wie es denn mittlerweile läuft… 😉 Gut, das zu hören – und dass der Oberschenkel stille schweigt.

    Aber a Hitz habts ihr da – ist ja nicht zu fassen! Unser „Gewitter“ hier mit Platzregen kam übrigens heute morgen um acht.

    Ich drücke die Daumen, dass es so problemlos weiterläuft!

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    • Doch, der Oberschenkel ist brav. Natürlich noch nicht 100 %ig ok, aber langsam zu laufen bekommt ihm besser als nur rumzusitzen. Das Gewitter kam übrigens am späten Abends, jetzt ist es auch hier merklich kühler!

      LG,
      Anne

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    • Es war wirklich elend schwül gestern, mein Körper kann damit in diesem Jahr noch gar nicht umgehen. Mit dem Wetterumschwung aber auch nicht – ich könnte heute den ganzen Tag schlafen! :(!

      LG,
      Anne

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  2. Hat es denn nun ein klärendes Gewitter gegeben ?

    Ach, ja, kaum ist die Kälte überstanden, winkt schon wieder anderes “ Unheil „, drückende Schwüle.

    Dein Schenkel hat brav mit gezogen, die Schnecke ist auch noch dabei, und wenn sie mal oben im Foto verschwunden ist, dann………………….

    Bald ….
    bald…..
    bald…… 😉

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  3. Doch, liebe Margitta, am späten Abend taten sich die Schleusen auf! Heute ist es merklich kälter und regnet immer wieder heftig – der Garten freut sich!

    Bis die Schnecke verschwindet, dauert es sicher noch etwas! Ich werde mir sehr viel Zeit lassen, einen ganz vorsichtigen Wiedereinstieg nach der Verletzung wählen und auch danach erst einmal vorwiegend schneckig laufen – Umfang geht vor Tempo! 8)

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  4. „Das Schweigen des Oberschenkels“

    Sehr schön! Könnte auch ein guter Filmtitel sein (für Läufer natürlich).
    Ich finde es gut, dass du dranbleibst, aber mit Bedacht.
    Irgendwie hinke ich meinen Kilometern diesen Monat hinterher. Vor einem Wettkampf möchte ich nicht mehr laufen und die läppischen 10 bringen nicht viel. Heute will ich auf jeden Fall noch die Laufschuhe schnüren. Regne es, was es wolle. 😉

    LG und schönes Wochenende, liebe Anne.

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