Ruwertaler Frühling

Wenn der Oberschenkel zufrieden ist, ist es auch seine Besitzerin. Zwei kurze Läufe am Freitag und Samstag hat der malade Haxen klaglos weggesteckt, ebenso die unplanmäßige 5-Stunden-Schicht beim Kellnern auf dem Kleingartenfest (ich hatte gehofft, nach spätestens 45 Minuten wegen erwiesener Unfähigkeit vom Dienst befreit zu werden, aber es war bedauerlicherweise kein Ersatz aufzutreiben).

Am Sonntag der nächste Belastungstest: Eine kleine Wanderung mit Freunden auf hügeligem Terrain: Vom Tarforster Plateau über die Höhenzüge hinunter ins Ruwertal nach Kasel und von dort wieder hinauf in die Weinberge, genauer: Zum „Ruwertaler Frühling“. Mitten im Wingert, auf einem schnalen Sträßchen, das zwischen zwei Steillagen in den Berg gegraben ist, präsentieren die Mertesdorfer und Kaseler Winzer jedes Jahr um diese Zeit ihre neuesten Erzeugnisse: Junge 2009er Rieslinge, die erst noch gute Weine werde wollen, gelungene (und auch für meinen Gaumen weniger gelungene) Spätlesen aus den Jahren davor, dazu einige wenige Spätburgunder … nein, Rotwein von Mosel und Ruwer, damit kann ich mich nicht recht anfreunden.

Hier ein kleines Schlückchen probieren, da einmal nippen, Kaseler Nies’chen hier, Lorenzhöfer dort, zwischendrin ein Stückchen Bauernbrot zum Neutralisieren. Im strahlenden Sonnenschein bei über 25 Grad und einer gelegentlichen erfrischenden Brise lassen wir uns an den Ständen entlang treiben, finden unsere Favoriten, diskutieren, zu welchen Speisen sie wohl passen könnten, treffen Bekannte für einen kurzen Klönschnack. So schön kann der Frühling sein!

P.S.: Auch heute geht es dem Oberschenkel gut. Aber er bekommt trotzdem eine Pause. Kein Lauf, keine Wanderung, kein Tablettschleppen. Nur auf dem Balkon herumliegen. Die Ruhe hat er sich verdient!

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8 Gedanken zu “Ruwertaler Frühling

  1. Schön, daß dein „Haxen“ so friedlich ist 🙂 . Rotwein von der Ruwer (oder der Saar) – nein, das geht nicht! Wächst hier nicht, und wenn doch schmeckt er nicht. Punkt. Sollten die Winzer eigentlich wissen.
    Eine Weinprobe bei 25 Grad ist eine echte Herausfordereung 😉 .
    Gönne deinem Oberschenkel die Ruhe, die er braucht!
    lG
    Ralph

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  2. @Hase: 🙂

    @Ralph: Die Temperaturen haben dazu geführt, dass ich mich noch mehr zurückgehalten habe als sonst … zum Glück haben wir untereinander immer wieder die Gläser getauscht und konnten so recht viele Sorten probieren, ohne betrunken zu werden oder viel wegzuschütten. 8)

    @Lizzy: Der Weg ins Ruwertal ist ja zum Glück nicht weit! Ich habe mir zwei Weine gemerkt, die ich gelegentlich liefern lassen oder holen werde. Zum Schleppen hätte ich am So keine Lust gehabt. 😉

    LG,
    Anne

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  3. Was ist es so schön in diesem malerischen Zipfel Deutschlands, ein wenig Heimweh bekomme ich schon.

    Bin stolz auf dich, dass du als Bedienung funktioniert hast, stelle mir das schlimm vor, vor allem wenn Dummbabbler dich nerven ! 🙄

    Und was deinen Oberschenkel betrifft – ja, die Ruhe hat er sich wahrlich verdient !

    Weiterhin, gut halten, Oberschenkel, gell ?

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  4. Wenn das Heimweh gar zu groß wird: Herzlich willkommen – eine kurze Mail reicht, dann richte ich das Gästezimmer! 😉

    Bedienen ist tatsächlich schlimm, vor allem, wenn einem vorher niemand erklärt, wie man am besten die Tablett belädt etc. Die Gäste musten SEHR geduldig mit mir sein. 8)

    Doch, mein Oberschenkel hatte Ruhe verdient. Vor lauter Dankbarkeit gibt er heute keinen Mucks mehr von sich. Heute nachmittag laufe ich wieder ein langsames kleines Ründchen. 🙂

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  5. Seeeehr schöne Bilder, die der Seele gut tun und die Antwort auf die Frage liefern, warum der Riesling so lecker ist 🙂
    Es freut mich, dass du die freien, sonnigen Tage derart geniessen konntest, sehen wir mal vom Sklavendienst beim Gärtnerverein ab. Danke für den Hinweis auf die tollen Bilder und den schönen, optimistischen Bericht.
    Liebe Grüsse, Marianne

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