Homöopathie

Was tun, wenn man trotz Laufverzicht merkt, dass sich die Beweglichkeit eher verschlechtert als verbessert? Wenn man spürt, dass die ganze Beinmuskulatur verkrampft, die Waden zuppeln?  Von der zuppelnden Stimmung mal gar nicht zu reden – auch wenn die natürlich nicht ausschlaggebend sein darf, wenn der Körper eine ernstzunehmende Grenze setzt!

Die Antwort heißt „Laufen“! Da ich gestern den Eindruck hatte, dass meine körperliche Grenze momentan nicht bei „0 km“, sondern irgendwo jenseits davon liegt, habe ich am Spätnachmittag die Schuhe geschnürt. Wenn 35 Minuten wie beim letzten Laufversuch am Sonntag zu viel sind, gehen vielleicht 20-25 Minuten. Und wenn lockeres Laufen nicht geht, geht vielleicht ultraschneckiges.

Dabei kann ich außerdem das angenehm Schneckige mit dem Nützlichen verbinden, denn ich brauche Nachschub für den Garten.  Also die etwa 1,7 km zur Gärtnerei gejoggelt, 6 Salatpflanzen gekauft, mit dem Tütchen in der Hand wieder zurück gejoggelt. Macht 3.530 m. Das hat was von angewandter Homöopathie! Für solche Distanzen zieht unsereins normalerweise nicht einmal die Schuhe an. Aber wenn’s nun einmal nur auf diese Weise gut tut – bitte sehr! Knapp 25 Minuten beschwerdefrei – was will ich mehr?

Und auch heute früh ist alles ok! Also gleich ein kleines Ründchen in der Morgenfrische drangehängt. Gegen halb 8 liegt noch etwas Tau auf den Grashalmen und nebliger Dunst über dem Wingert, der langsam grün wird. Die Gärtnersfrau verabschiedet sich gerade von ihrer Laufpartnerin, die beiden waren heute deutlich früher dran als ich. Schön gemächlich und mit ganz kleinen Schritten trabe ich vor mich hin. Ich glaube, diese Form des Laufens belastet den Oberschenkel weniger als zügiges Gehen, so fühlt es sich wenigstens an. Genauer gesagt: Ich fühle im Bein nichts Störendes, und das ist ja doch ein gutes Zeichen! Nur Puls verhält sich so, als sei ich blutige Anfängerin und noch nie gelaufen. Egal! Nur nicht auf das Display sehen!

Die knapp 4 km lange „kleine Talrunde“ auf dem Bild schnecke ich in rund 28 Minuten. Und auch diese erneut homöopathische Dosis scheine ich gut vertragen zu haben. Zeichen der Hoffnung!

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5 Gedanken zu “Homöopathie

  1. Das klingt doch prima: so lange du keine Beschwerden spürst. Aber falls doch: lieber vorsichtig sein. Ich drück auf jeden Fall die Daumen, dass in deinem Fall die Homöopathie hilft.

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  2. Äh, liebe Anne, trotzdem schön aufpassen, gell ? Ich freue mich mit dir, dass die ersten Schritte getan sind, wenngleich ich meine, deine Ungeduld hat dich wieder eingeholt – gell ?

    Ich halte dir alle Daumen – versprochen !

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  3. @Lizzy: Doch, es scheint zu helfen! 8)

    @Silke: Dankeschön für’s Daumendrücken! Ich bin auf jeden Fall vorsichtig – wenn ich wirklich Beschwerden bekomme, wird nicht weitergelaufen! 🙂

    @Hase: 🙂

    @Margitta: Diesmal war es wirklich nicht Ungeduld, sondern ein bewusst vorsichtiger Versuch. Die Beine wurden immer verkrampfter und ich hatte den Eindruck, dass ihnen Bewegung gut tut und dass die kurzen Schritte beim langsamen Laufen ihnen besser tun als größere Schritte beim Gehen. Hat sich bewahrheitet! Vorsichtig bleibe ich trotzdem!!! Auch dir ein dickes Dankeschön für’s Daumendrücken!

    LG,
    Anne.

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