Ein Hauch von Lila

So, nun hab ich mich doch noch aufgerappelt und was geschrieben. Der Lauf war einfach zu nett, um ihn ohne Bericht „abzuhaken“.

„Hauptsach gudd gess!“ – so lautet ein altes saarländisches Lebensmotto. Also darf der Stand mit Schwenker und Grillwürstchen nicht fehlen an diesem wunderbaren Frühlingsnachmittag in den Saarwiesen unterhalb des Saarbrücker Staatstheaters. Die Dame, die in der Toilettenschlange vor mir steht, interpretiert das Motto allerdings etwas eigenwillig: In der Rückentasche ihres Trinkgurts stecken nicht nur eine 3/4 –Liter-Flasche Iso-Drink, sondern auch zwei Squeezys und ein oder zwei Powerbars. Die Farbe ihrer Startnummer weist sie als Walkerin auf der 4,5 km-Strecke aus.

Nicht nur das Aroma von Grillgut, sondern auch ein Hauch von Lila liegt in der Luft. Heute ist Frauenlauf. Keiner von den kommerziell wirkenden Läufen in Zartrosa, wie sie von einer bekannten Kosmetikfirma unter dem englischen Etikett „Women’s Run“ organisiert werden. Sondern ein sozusagen politisch korrekter, gemeinsam organisiert vom Saarbrücker Frauenbüro und Pro Familia zusammen mit dem TV Rußhütte, in diesem Jahr bereits zum 9. Mal. Wie in jedem Jahr wird auch 2010 für einen guten Zweck gelaufen, die Erlöse der Veranstaltung gehen an die Saarbrücker Tafel.

Das traumhafte Wetter hat zu Rekord-Anmeldezahlen geführt. Jeweils etwa 220 Frauen und Mädchen legen die 10 km- und 4,5 km-Laufstrecken zurück. Weitere 125 Teilnehmerinnen absolvieren die 4,5 Kilometer walkend oder „stockentelnd“ als Nordic Walkerinnen. Die Atmosphäre ist nichtsdestotrotz sehr familiär und die Organisation klappt prima. Ein etwas größeres Partyzelt beherbergt die Startnummernausgabe und den T-Shirt-Verkauf, in ein paar kleineren Pavillions finden sich Infostände, ein Bus dient als Kleiderabgabe und Umkleidemöglichkeit zugleich und ein mobiler (und sauberer!) Toilettenwagen ersetzt die üblichen blauen Dixies. Kein Gedränge, keine endlosen Warteschlangen, keine Hektik – welch ein wohltuender Kontrast zu der Massenveranstaltung „Freiburg-Marathon“ drei Wochen zuvor!

Mit Zug und Fahrrad habe ich den Weg von Trier bis hierher hinter mich gebracht. Unterwegs wieder einmal die überfüllten Züge verflucht. Aber nun ist die Welt wieder in Ordnung. Auf dem Spielplatz nebenan toben die Kinder, aus den Lautsprechern klingt Musik der späten 70er von Racey: „Some girls …“, ich liege wie viele andere Menschen faul auf dem Rasen in der Sonne – zum ersten Mal in diesem Jahr! – und wippe im Takt mit den Füßen. Der Gedanke schießt mir durch den Kopf, dass ich jetzt wunderbar hier bleiben könnte, entspannen, mich wärmen lassen und einfach das Dasein genießen.

Aber gut, ich wollte laufen. Und die Waden- und Oberschenkelprobleme von gestern sind überraschend Geschichte, so dass auch sie es nicht rechtfertigen, untätig auf dem Rasen abzuhängen. Also schäle ich mich aus Jeans und Jacke, stopfe die Füße in meine Mizunos und versuche mich warmzulaufen. Ein schwieriges Unterfangen auf dem schmalen Leinpfad am Saarufer, der dicht bevölkert von Radfahrern und Spaziergängern ist. Als ich zum vierten Male eine kleine Böschung hinauf auf die Wiese ausweichen muss, frage ich mich langsam doch, wie die Veranstalterinnen es schaffen wollen, hier in einer halben Stunde freie Bahn für Läuferinnen zu haben. Dass ihnen das hervorragend gelungen ist, sei vorweggenommen. Mir bleibt jedenfalls nur der Wechsel auf das andere Saarufer. Hier kann ich locker laufen und auch ein paar Steigerungen einbauen – allerdings eingezwängt zwischen Ufer und Stadtautobahn. Alles andere als eine Freude!

Kurz vor 17 Uhr hinein in die Startaufstellung. „Bitte achten Sie darauf, dass jetzt nur die Frauen mit roter Startnummer an der Reihe sind. Schauen Sie bitte auch auf Ihre Nachbarinnen. Nur die Frauen mit roter Startnummer.“ Die Eindringlichkeit, mit der die Sprecherin für Ordnung im Teilnehmerinnenfeld sorgt und es zur LaOla überredet, lässt darauf schließen, dass sie in ihrem „zivilen“ Leben Erzieherin oder Grundschullehrerin sein muss. Nichtsdestotrotz hat sie viel Interessantes zu erzählen, über Katherine Switzer zum Beispiel, die 1967 als erste Frau offiziell mit Startnummer an einem Marathon teilgenommen hat. In Boston ist sie damals heimlich an den Start gegangen, angemeldet mit den Initialen ihres Vornamens als „K. V. Switzer“, weil Frauen damals ein Start noch verboten war. Erstaunlich, wie spät der leistungsorientierte Laufsport sich für uns geöffnet hat!

Hier und heute machen jedenfalls nur Frauen mit! Im vergangenen Jahr hat sich ein Kerl ins Feld zu schmuggeln versucht, weiß die Sprecherin zu berichten. Mit einem Busen, der aus einem BH vollgestopft mit nassen Socken bestand. Leider erwähnt sie nicht, ob er diesen unterwegs aufgedeckten Täuschungsversuch unbeschadet an Leib und Seele überstanden hat.

Heute sind die einzigen „Zipfelchenträger“, die am Lauf beteiligt sind, die zwei Herren, die das rotweiße Flatterband an der Startlinie festhalten dürfen. Na ja, einige männliche Streckenposten und Polizisten sind auch dabei und schaffen es, uns einerseits auf dem richtigen Pfad und andererseits die unzähligen Passanten vom Leib zu halten – ein dickes Dankeschön!

Ansonsten finden sich ringsum nur Frauen. Und sie sehen so angenehm „normal“ aus. Finden sich bei sonstigen Volksläufen zahlreiche gazellenhafte Wesen, die in bauchfreien Tops und mit coolen Sonnenbrillen in die erste Startreihe drängen, ist bei dieser Veranstaltung auch die „BMI 25 plus-Fraktion“ reichlich vertreten. Und das nicht nur auf der kurzen Strecke, sondern auch beim 10er. Wie wohltuend, sich einmal beim Rundumschauen nicht dick, schwerfällig und deplatziert vorzukommen!

Weil ich mir aufgrund der letztjährigen Ergebnisliste einen Platz im vorderen Drittel des Feldes ausrechne, versuche ich, am Start relativ weit vorn zu sein. Ein 5:15er bis 5:20er Schnitt ist die Zielvorstellung, mit der ich nach dem Schuss loslaufe. Aber hier wird es nun doch etwas eng auf dem schmalen Pfad. Freundinnen joggen zu dritt nebeneinander, eine MP3-Autistin blockiert den Weg, kein Durchkommen. Nach 350 m zeigt die Uhr einen 6er-Schnitt. Genervt motze ich innerlich vor mich hin, ziehe immer dann, wenn ich mal eine Lücke sehe, das Tempo kräftig an, um mich freizulaufen. Ungefähr nach 800 m ist das auch geschafft. Aber vermutlich um den Preis des Überziehens, denn nach dem verbummelten Anfang ergibt sich doch noch ein Schnitt von 5:16 für den ersten Kilometer.

Nun gilt es einen Rhythmus zu finden. Nicht ganz einfach, denn die Pendelstrecke ist zwar flach, aber wegen der vier Brückenquerungen lässt sich kein gleichmäßiges Tempo laufen. Immerhin führt der Weg am schöneren und ruhigeren Teil des Saarufers entlang, also nicht wie der Westspangenlauf teilweise neben der Autobahn. Sogar ein Stück Naturpfad in den Daarler Wiesen wird uns geboten – auf diesen Abschnitt freue ich mich besonders!

Kilometer 2 in 5:18, der dritte in 5:15. Ich habe mir eine „Vor-Läuferin“ im roten Trikot ausgesucht und versuche, gleichmäßig mein Tempo zu laufen. Aber mir schwant, dass ich diese Geschwindigkeit heute nicht über die kompletten 10 Kilometer drauf habe. Der vierte Kilometer tut mit der zweiten Brückenquerung schon weh, ist allerdings mit 5:28 deutlich zu langsam. Also versuche ich wieder etwas das Tempo anzuziehen und lasse das rote Trikot hinter mir.

Auf Kilometer 5 geht es durch lockeren Baum- und Strauchbestand auf einem festen Feldweg. Das Führungsfahrrad kommt uns entgegen, die erste Frau dahinter in gebührendem Abstand zu den Verfolgerinnen. Die Siegerinnenzeit wird am Ende knapp unter 40 Minuten liegen. Am Wendepunkt gibt es Wasser, eine dringend nötige Erfrischung, denn es ist doch recht warm geworden.

Meine Zwischenzeit für den fünften Kilometer ist mit 5:22 wieder etwas besser. Also nicht nachlassen, zurück durch die Wiesen und über die „Geisterbrücke“. Die heißt übrigens im Volksmund so, weil sie ohne eine Straßenanbindung einfach so in der Gegend herumsteht, wie von Geisterhand dort hingesetzt. Eine vollkommene Fehlplanung und gigantische Steuergeldverschwendung! Am Brückenaufgang zwei Streckenposten, ihre Anerkennung und Anfeuerung tut gut! Trotzdem ist km 6 mit 5:27 nicht flott genug.

Bis zur nächsten Brücke geht es ein Stück flach an der Saar entlang. Das Feld ist weit auseinander gezogen, ich laufe allein, bis ich hinter mir ein Nähmaschinenstakkato, begleitet von rhythmischem Schnaufen höre. Die kleine, muskulöse W50erin in einem saarländischen Vereinstrikot zieht an mir vorbei. Ich überlege kurz, sie als Lokomotive zu nutzen. Aber das ist nicht drin. Wesentlich schneller als ich ist sie nicht. Aber eben zu schnell. Ich muss mein Tempo laufen. Kilometer 7 in 5:25.

Kilometer 8 fühlt sich eklig an. Über die letzte Brücke zu laufen wird zur Schinderei. Trotzdem: 5:38 – das muss nicht sein und ich ärgere mich etwas. Das ist einer von diesen Läufen, bei denen ich mich gerade so überreden kann, nicht einfach Gehpause zu machen. Mir fehlt der letzte Biss, um wie in Freiburg noch eine Schippe draufzulegen, wenn ich eigentlich schon kaputt bin. Muss ich hier aber auch nicht. Eine echte Bestzeit hätte eh nicht rauskommen können, denn die Strecke ist nicht amtlich vermessen und wird – das zeigt Garminchen jetzt schon – ein ganzes Stück kürzer als 10 km sein.

Kilometer 9 in 5:29. Hier entsteht wieder ein wenig Gedrängel, weil die letzten Walkerinnen und Nordic Walkerinnen noch auf der Strecke sind. Plaudernd zu zwei nebeneinander. Und mit Stöcken, die im 45 Grad-Winkel abgespreizt als Stolperfallen in den Weg gehalten werden. Aber auch diese Frauen versuchen sich fit zu halten! Und es gibt nur wenige Veranstaltungen, bei denen sie mal „ganz offiziell“ mit Startnummer unterwegs sein dürfen. Also nehme ich die kleine Behinderung locker, mache einen Schlenker um sie herum und beschleunige noch einmal etwas – hier sind schließlich Zuschauer, die sollen auch etwas geboten kriegen.

Eine Frau in Blau zieht trotz der Tempoerhöhung an mir vorbei, vielleicht 60, 70 Meter vor dem Zielbogen. Nein, da hat mein kleines läuferisches Ego was dagegen! Und das Publikum hat ein wenig Show verdient. Also Zielsprint! Knapp 20 Meter vor dem Zielkanal habe ich sie, sie kontert nicht, es geht schließlich nur um die goldene Ananas! Immerhin hat mir diese kleine Einlage noch mal einen 5:11er Schnitt auf dem letzten Kilometer und Platz 11 (statt 12) in der Altersklassenwertung eingebracht, wie ich später aus der Ergebnisliste ablesen kann. Dort steht auch die offizielle Endzeit: 52:16. Wäre persönliche Bestzeit, wenn es denn ein Zehner gewesen wäre. Es waren aber nur 9.700 Meter. Behauptet wenigstens Garminchen, dem ich angesichts der nicht amtlich vermessenen Strecke eher traue als der offiziellen Distanzangabe. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

Im Ziel gibt es Wasser, muntere Gespräche, Sommerfeeling pur unter der alten Saarbrücke. Aber ich will mich sputen, um den nächsten Zug noch zu erwischen und nicht eine Stunde warten zu müssen. Also schnell in den Kleiderbus, ein trockenes T-Shirt übergeworfen, noch ein paar Mädels überredet, ein Foto von mir zu machen und dann nichts wie weg. Auf dem großen Platz vor dem Stadttheater findet eine Werbeveranstaltung für den Nordseetourismus statt. „Heute hier, morgen dort“, intoniert eine Live-Band, eines meiner Lieblingslieder von Hannes Wader. „Heute hier, morgen dort“, heute in Saarbrücken, morgen in Trier, übermorgen (nein, in drei Wochen) in Echternach, in sechs Wochen in Saarlouis – gelaufen wird weiter! Und irgendwann auch noch ein bisschen schneller …

P.S.: Hansmartin Schweitzer, der regelmäßig tolle Bilder von Laufveranstaltungen im Saarland schießt, hat auch mich unterwegs „eingefangen“. Hmmm, ich glaube, ich drehe die Schultern immer noch zu sehr einwärts …

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14 Gedanken zu “Ein Hauch von Lila

  1. Ich möchte Dir herzlich zu Deiner Leistung gratulieren 52:16 Minuten auf etwa 10 km, Respekt! Hauptsache es hat Spaß gemacht.

    Was die Messung von Garmin betrifft, ich habe auf dem Rad festgestellt das der Garmin im Vergleich zum ziemlich genauen Radcomputer stets zu wenig anzeigt. Die 9700 Meter die Dein Garmin angezeigt hat, können durchaus 10000 gewesen sein. Meine mit dem Rad ausgemessene Laufstrecke von 10 km, ist für Garmin nur 9,6 km lang. Das liegt so wie ich gehört habe daran, das GPS nur auf wirklich geraden Strecken richtig genau ist. Sobald es auf der Strecke irgendwo Kurven gibt, werden die vom GPS nicht richtig erfasst und schon wird zu wenig angezeigt.

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  2. Wenn man an recht vielen WK teilnimmt, wird man nicht überall sehr gut laufen können, sondern es gibt immer mal Läufe, wo es nicht passt. Das ist übrigens nicht nur in deiner Liga so, sondern auch bei den deutlich schnelleren Läufern. Gerade heute haben wir unseren Sonntagmorgenluaf nach 14 km abgebrochen, weil es einfach nicht lief. Und da waren Leute dabei, die alles unter 15 km und über einem 5er Schnitt gar nicht in Ihrer Wochenstatistik berücksichtigen.

    Du hast versucht das beste daraus zu machen, das Wetter war perfekt, der Lauf offensichtlich gut organisiert und die Stimmung war auch gut. Beim nächsten Mal läuft es wieder besser. Mein FR zeigt im WK auch immer eine etwas zu geringe Strecke an aber im Grunde ist es ja auch egal, ob es jetzt 9,7 oder 9,8543 km waren. Ich rate zu guter Erholung und ein paar entspannten Läufen ganz ohne Uhr und dann läufst du beim nächsten Mal eine neue Bestzeit.

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  3. Heute hier, morgen dort … seufz … So ein schönes Lied 😉 Hatte ich leider nur auf (total abgenudelter) Schallplatte. Eine von extrem wenigen eigenen und beim Umzug ebenfalls auf’m Flohmarkt verscherbelt. Ob ich nostalgisch werde und mir ’ne CD von Hannes Waader kaufe?

    Dass ich dein Tempo absolut gigantisch finde – auch, wenn’s nur knapp 10 km waren (was ja noch gar nicht bewiesen ist, gell 😉 das muss ich wohl kaum hinschreiben, oder? Versteht sich hoffentlich von selbst.

    Die 5 km-Walkerin mit zwei Engergy-Gels im Gürtel, die finde ich total lustig ;-))) Wenn ich sowas sehe, dann komm‘ ich grundsätzlich ins Grübeln, ob das jetzt wirklich „ernst gemeint“ ist oder ob ein Mensch mit ziemlich schrägem Humor vor mir steht, der genau auf so blöde Gesichter spekuliert und sich heimlich daran freut, die Mitwelt zu erheitern.

    Sollte ich mir merken und vielleicht doch irgendwann Gels kaufen und sichtbar in den Gürtel stecken.

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  4. @Bernd: Danke, lieber Bernd! Jetzt bringst du mich doch ins Grübeln mit der Streckenlänge – aber letztlich ist das ja auch gar nicht so wichtig! Spaß habe ich gehabt an dem kleinen Ausflug, das ist die Hauptsache, wie du auch schreibst!

    @Ralf: Auch dir ein Dankeschön für die guten Ratschläge, lieber Ralf. Ja, es läuft nicht jeden Tag gleich gut, schon gar nicht rekordverdächtig – und abgesehen davon: die Zeit war gar nicht schlecht für mich! 8) Erholen werde ich mich jetzt, heute und wohl auchmorgen (wenigstens bis abends) wird ausgeruht und danach ein paar Tage langsam bis locker ohne jeden Druck gelaufen. Mitte Mai gibt es einen 10er an der deutsch-luxemburgischen Grenze, da will ich nochmal sehen, was möglich ist.

    @Lizzy: Ich hab mich kürzlich dazu durchgerungen, mir eine CD von Wader zu kaufen, (fast) nur wegen dieses Liedes! 7,99 € oder so, da werd‘ ich nicht verhungern deshalb und mein CD-Regal läuft auch noch nicht über! 😉
    Ja, die Walkerin war lustig … ich glaube aber, es war ihr bitterernst mit den Gels – zumindest wirkte ihr Gesichtsausdruck nicht lässig-entspannt, sondern wildentschlossen auf mich. 😉

    LG,
    Anne

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  5. Öhm, als Stockente hatte ich auch schon Marschverpflegung bei mir, allerdings nur für 6h- Walks; wer weiß, vielleicht wollte die Dame auch gern sechs Stunden unterwegs sein und da könnte frau schon mal einen Hungerast bekommen, allein schon der Grundumsatz eines 100Kilo- Tiers ist ja schon gewaltig! 😉 Zu schön! Ich liebe solche Anblicke und Geschichten!

    Aber Deine Zeiten finde ich ja schon gewaltig! Siehst Du die große Neidwolke, die aus Richtung Osten auf Dich zukommt! 😀
    Nein, ich freue mich mit Dir, erst recht, weil sich die Zipperlein wieder verflüchtigt haben!

    LG Moni

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  6. So, ich habe diesen Bericht hier bewußt vor dem „wortkargen“ gelesen. Zuerst: herzlichen Glückwunsch! Zu deiner Zeit, aber auch dazu, daß du dich zu solch einer Veranstaltung überhaupt angemeldet hast. Die Stockente mit den Energieriegeln bestätigt alle meine (männlichen) Vorurteile.
    Zu der Messung von Garminchen sage ich jetzt mal nichts 😉 …
    lG
    Ralph

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  7. @Moni: Soo robust war die Dame gar nicht … 8) Ich war schwer in Versuchung sie zu fragen, wer ihr den Unsinn mit den Gels aufgeschwatzt hat, aber habe ihr und mir solche Vorträge doch lieber erspart.

    @Ralph: Tja, lieber Ralph, Gelegenheit zur Bestätigung von Vorurteilen über reine Frauenläufe gab es tatsächlich zuhauf. Aber auch ernsthaften Sport auf gutem Niveau. Und wenn man mal ins RW-Forum schaut: Es gibt ja auch Läufer, die zum Halbmarathon ein Gel-Picknick in den Trinkgurt oder die Hosentaschen stopfen und sich drei bis vier Squeezys reinwürgen, obwohl sie mit einer Zeit unter 1:40 ins Ziel kommen. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, denk ich da – und wenn Menschen so etwas Ekelhaftes freiwillig in den Mund stopfen, will ich ihrem Masochismus nicht im Weg stehen! 😉

    LG,
    Anne

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  8. Liebe Anne, was für ein langer Bericht, der ist wohl länger als der Lauf war ! (kl.Scherz).

    Auch ich bin kein Freund von reinen Frauen-Läufen, bin auch nie an solchen gestartet, ich liebe es bunt gemischt, nicht nur bei Läufen !

    Vor allem Männer zu überholen, wenn sie aus dem letzten Loch pfeifend vergeblich versuchen, sich an mich heran zu hängen, aber das nur nebenbei.

    Bin froh, dass du alles gut überstanden hast, habe zur Kenntnis genommen, dass du wieder mit deiner Zeit ein wenig haderst, vielleicht wirst du nie zufrieden sein, auch wenn du noch ein paar Minuten zulegen wirst. Ich kann es nicht ganz nachvollziehen, zumal du von einem wunderschönen Lauf sprichst.

    Was die Dame angeht, die voll bepackt auf die Reise geht, das sieht man immer wieder, die haben alle Angst zu verhungern und/oder zu verdursten. Auch bei Marathons sieht man sie immer wieder, wo doch die Versorgung überall gewährleistet ist.

    Wenn du noch schneller werden willst, rein in die Socken und feste trainieren, bin gespannt, wann du mit dir zufrieden sein wirst ! 😉

    Verzeih meine Offenheit, so bin ich nun mal !

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  9. @Margitta: Sorry wegen der Länge, liebe Margitta – irgendwann werde ich mal länger laufen als ich schreibe, da soll jedenfalls der Weg hingehen! 😉

    Ja, das mit dem Schnellerwerden ist so eine Sache, ich bin da momentan noch uneins mit mir. Entschieden habe ich auf jeden Fall, dass ich meine Ambitionen in Richtung Marathon frühestens im Frühjahr 2011 realisieren will. Die „Wehwehchen“ nach dem Freiburg-HM haben mir gezeigt, dass mein Bewegungsapparat sich noch nicht so gut an hohe Trainingsumfänge und stärkere Belastungen angepasst habt wie mir sinnvoll scheint. Langsam Ausdauer aufbauen ist also ein wichtiges Ziel.

    Aber eine gewisse Grundschnelligkeit möchte ich eben auch haben, um nicht beim M über 4:30 Stunden unterwegs zu sein (kann natürlich jeder machen, wie er will, mir persönlich wäre das zu lang – mag aber durchaus sein, dass ich von diesem Gedanken irgendwann mal abrücke).

    Jetzt hab ich mir überlegt, dass ich bis Ende Mai mal etwas tempo-orientierter (und auch nach Plan) trainiere, gucke, was ich dadurch erreichen kann im 10er und HM und ob mir das wirklich Spaß macht. Danach werde ich dann voraussichtlich auf längeres, ruhigeres Laufen umschalten und gelegentlich mal nach Lust und Laune ein paar schnellere Läufe einbauen – deine Erfahrung ist ja, dass die Schnelligkeit über die höhere Ausdauer gekommen ist.

    Zufrieden sein? Ich? Schwierig!!! 8)

    Und sei sehr gern offen zu mir, liebe Margitta, mir sind solche Menschen die liebsten!

    LG,
    Anne

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  10. @ultraistgut,
    Du schreibst dass die Versorgung überall gewährleistet wäre. Das war am Samstag aber nicht bei jedem Lauf der Fall. Wenn die Frauen auch nur 4,5 km gelaufen sind, so hätten sie sich auch gerne nach der Hälfte des Laufes den Hals nass gemacht.
    Die Sonne knallte ja auch ganz gut auf den Asphalt!
    Leider gibt es das nur bei dem 10 km Lauf. Das könnte man für den nächsten Frauenlauf mal anregen.
    Marschverpflegung muss aber trotzdem nicht sein, da hast Du volkommen recht.
    Ich selbst war die 4,5 km gelaufen, hatte nichts dabei und hätte auch gerne unterwegs etwas getrunken.

    LG
    Norma

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  11. Hallo Norma,

    willkommen hier im Blog! Ja, es wurde recht warm am Samstag (vor 3 Jahren war es sogar noch schlimmer), so dass ich mir gut vorstellen kann, dass auch ihr 4,5 km-Läuferinnen gern unterwegs getrunken oder sich wenigstens mal den Mund ausgespült hättet. Schreib doch einfach eine Mail an die Veranstalterinnen, die freuen sich über Feedback und konstruktive Anregungen.

    LG,
    Anne

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  12. Hallo Anne,

    ich werde es mal vorbringen. Der TV Russhütte ist ja auch Mitausrichter des Frauenlaufs und ich gehöre dem Verein an. Habe da auch schon einen Ansprechpartner. Letztes Jahr kam das Wasser ja von oben *lach*, nur war da der Durst nicht so gross *g*
    Wünsche Dir eine schöne Zeit und viel Erfolg für die nächsten Läufe.

    LG
    Norma

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    • Aaah, dann kannst du ja sozusagen den kurzen Dienstweg nehmen! 😉 Ich glaube, die Veranstalterinnen sind wettermäßig schon hart geprüft – vor einigen Jahren hat’s ja mal heftig gestürmt. Und ich glaube mich bei deinem Kommentar zu erinnern, dass ich letztes Jahr auch gemeldet hatte und wegen des Wetters nicht gekommen bin – Weichei eben! 😉 Auch dir alles Gute und viel Erfolg bei deinen sportlichen und sonstigen Plänen!

      LG,
      Anne

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  13. Huhu!

    Ja, mein Mann meldet sich immer als Streckenposten und da wollte ich ihn nicht alleine im Regen stehen lassen *lach*
    Es war schon ganz schön heftig, aber hatte trotzdem Spaß gemacht. 😉 Nicht jeder mag es halt so nass!!!

    Ich krebse halt immer so im 3. Platz rum. In meiner Altersklasse hat man nicht mehr so eine große Konkurrenz.
    Liege halt immer so in der Mitte.
    Viel Erfolg wünsche ich Dir auch!!!

    Liebe Grüße
    Norma

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