Dicke Beine

Ob das Laufen jetzt endlich hilft? Der seit gestern malade Kopf will nicht so recht – klassischer, leider sehr hartnäckiger Spannungskopfschmerz. Dafür wollen die Beine etwas, nämlich schnell laufen. Klar, ich übertreibe! Und ich werde vermutlich mit müden, schweren Haxen bezahlen müssen dafür. Kann nur hoffen, dass die Wade es nicht übel nimmt. Aber ich brauch das jetzt, das Austoben!

Lockeres Eintraben an den Weihern vorbei und entlang der Bahn, den Feierabendverkehr im Ohr, den Blütenduft in der Nase. Leider ist der Himmel so dicht mit Wolken bedeckt, dass keine rechte Frühlingsatmosphäre aufkommen mag.

An der Staustufe, nach km 3, wird Gas gegeben. 3 x 1000 Meter habe ich mir vorgenommen, ein wenig gehen oder traben zwischendurch. Ein Kilometer flussaufwärts, Kehrtwende, ein Kilometer flussabwärts … wie jetzt, eine Absperrung?

Was die rotweißen Schranken zu bedeuten haben, die den Moselleinpfad blockieren, vermag ich nicht zu erkennen! Bauarbeiten? Was auch immer der Grund ist, einen schnellen Kilometer muss ich grummelnd auf dem maroden Rad- und Fußweg direkt neben der Hauptstraße herunterreißen. Löcherig, uneben, zerfurcht durch Baumwurzeln – und das nicht erst seit diesem harten Winter. Eine echte Zumutung! Für einige Meter muss ich sogar noch auf das Gras ausweichen, weil auch hier ein Stück mit Schranken eingezäunt ist.

Der letzte Kilometer kostet mich so (fast) den letzten Nerv und ist richtig, richtig hart. Immerhin: 4:53-4:56-4:55 – dreimal unter 5 Minuten! Schnauf!!! Erst nach einer Gehpause kann ich langsam ein Stück auslaufen und vorsichtig dehnen. Dann wieder ein Stück entlang der Saarbrücker Straße gehen, denn das Kopfsteinpflaster mögen die Waden laufend gar nicht mehr ertragen! Schließlich kann ich mich aber doch noch im Zuckeltrab bergauf schleppen und friedlich und mit nicht mehr ganz so schmerzendem Kopf – aber dafür mit „dicken Beinen“ – den Kühlschrank entern. Insgesamt ergibt das 8.800 m in 55:41 Minuten.

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8 Gedanken zu “Dicke Beine

  1. Unter 5 Minuten? Boah, das klingt anstrengend! Auf solche „Quälereien“ habe ich momentan so gar keine Lust.

    Ich hoffe es war dann wenigstens was nettes drin – im Kühlschrank.

    LG Sabine

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  2. “ klassischer, leider sehr hartnäckiger Spannungskopfschmerz “

    und damit gehst du Tempo-Laufen, das kann doch nicht besser werden – oder ?

    Dennoch – du hast es getan – und bist unter 5 Minuten geblieben, hast dein Ziel erreicht, und der Schmerz ist nicht mehr ganz so intensiv !

    Nee, das könnte ich nicht, da würde mein Kopf wahrscheinlich explodieren !

    Und danach ?
    Wie war es dann ?
    Schmerz zurück ?
    Gleichmäßig !
    ganz wech ?

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  3. @Sabine: War wirklich anstrengend! Aber auch irgendwie gut! 8) Und ja, es war was Nettes drin: Chilibutter, mittelalter Gouda und Brombeerjoghurt, um genau zu sein! 😉

    @Margitta: Der Schmerz wurde tatsächlich besser! Er ist heute früh nicht ganz weg, aber beeinträchtigt mich sehr viel weniger. Ich habe momentan extreme Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, und die scheinen sich ganz gut lösen zu lassen, indem ich beim Laufen bewusst die Arme mitnehme und beim Ein- und Auslaufen darauf achte, die Schultern nicht hochzuziehen. Naja, vorsichtige Gymnastik muss ich natürlich auch machen. Nur Tabletten nehme ich natürlich keine! 8)

    LG,
    Anne

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  4. Na, Hauptsache es wurde nicht schlimmer! Das letzte, was ich mit Kopfschmerzen zusammenkriegen würde, wäre sicher ein Tempolauf – du bist ECHT hart drauf derzeit 🙂 Gute Wünsche an Kopf und Bein, Giegi

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  5. Wow, was machst Du denn da für IV die sind ja super.(Ich bin gerade in einer Art Vorhalbmarathondepression) Viel Glück am WE beim 10er, das wird bestimmt eine neue PB.

    Überprüf mal Deine Haltung vorm Computer. Mein Nacken und Schulterschmerz kommt immer wenn ich den Kopf zu weit vorstrecke und die Schultern nicht hängen lasse. Typisch Fehlhaltung vorm Bildschirm. Sieht von der Seite aus wie eine Schildkröte die den Kopf nach vorne reckt und das tut dem Nacken und den Schultern nicht gut. Laufen und Arme aktiv mitnehmen hilft mir da auch am besten.

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  6. Mit dickem Kopf drei Mal unter 5 Minuten geblieben. Respekt! Muß ich mir jetzt Gedanken machen, ob ich meinen Nick nicht besser in Schnecke ändere 😉 ?
    Gut, daß die Aktion letztendlich doch etwas Erleichterung für deinen Kopf brachte.
    Im Kommentar von Lilly lese ich gerade was von einem WK – habe ich da etwas überlesen? Wenn du wettkämpfst wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg! Mühlheim etwa?
    lG
    Ralph

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  7. @Giegi: Naja, Tempolaufen hat einen Vorteil: Wenn die Beine und die Lunge soo angestrengt sind, spürt man den Kopfschmerz nicht mehr, das lenkt ab! 8) Dankeschön für die Wünsche … ich bin stolz und froh, dass ich heute relativ unbeeinträchtigt die Treppen rauf und runter komme.

    @lilly: „Vorhalbmarathon-Depression“, das kenne ich doch irgendwoher. Tritt bei mir gepaart mit der „VWK-SK“ (Vorwettkampf-Sinnkrise) auf! 🙂 Kopf hoch, du wirst das ganz toll machen! Ich tippe auf eine 2:05!
    Was die Haltung am PC als Schmerzursache angeht, hast du recht! Ich hocke auch wie eine Schildkröte am Bildschirm. Noch dazu habe ich seit 1/2 Jahr chronische Schmerzen im rechten Arm und der Schulter – die verkrampfte Maushand. 😦 Irgendwie muss ich dringend meine Arbeitsplätze (Büro und Heim) neu gestalten.

    @Ralph: Ach, lieber Ralph, über die Nick-Änderung reden wir, wenn ich dich jemals einholen sollte. Du kannst dich also sicher fühlen! 😉
    Der WK ist in Saarbrücken. Du hattest ihn garantiert nie auf dem Schirm, es ist ein reiner Frauenlauf! 8) Dankeschön für die guten Wünsche!

    LG,
    Anne

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  8. Und das alles zusammen? (Kühlschrank) 😉

    Ach so, Joghurt… Ich dachte erst an Brombermarmelade.
    Mein Cousin isst ja immer Käsebrot mit Marmelade drauf. Also warum nicht auch noch Chilibutter drunter…!?

    Nach einem Lauf habe ich erst mal keinen Hunger. Erst später. Und ohne Frühstück laufen macht mir auch nichts aus. Nur einen Espresso, den mache ich mir vorher und bilde mir ein, dass etwas Warmes im Bauch einfach nur gut sein kann. 😉

    LG Sabine

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