Fast Food

Meine 100 m-Bestzeit aus dem Schulsport liegt bei achtzehnKommanochwas Sekunden. Vorwurfsvoller O-Ton meines Sportlehrers, als ich – natürlich als Allerletzte – schwer keuchend, mit hochroter Omme und superfrustriert ins Ziel gewalzt kam: „Also Anne, du solltest dich aber wirklich mal anstrengen!“.

Nach dieser denkwürdigen Sportstunde in der 10. Klasse war das Kapitel „Schnecke und Sprinten“ abgeschlossen. Hoffte Frau Weinbergschnecke. Vergebens. Denn Frau Weinbergschnecke will im zarten Alter von 43 Lenzen nicht nur ausdauernder, sondern auch schneller laufen lernen. Dazu sollte der Körper immer wieder einmal mit neuen Trainingsreizen gefüttert werden.

Und deshalb gibt’s heute Fast Food: Ein entspanntes Dauerläufchen mit eingestreuten schnellen Passagen von 100-200 m Länge, dabei beschleunigen vom lockeren Trab auf Sprintgeschwindigkeit (oder knapp darunter), Tempo ein paar Sekunden halten, langsam austrudeln in den Trab. Fünf, sechs Mal das Ganze. Fünf, sechs Mal den Puls kurz in die Nähe des Maximalwerts bringen. Fünf, sechs Mal innerlich fluchen, weil das natürlich anstrengt. Fünf, sechs Mal das Lockerwerden beim Austrudeln genießen.

Sprinten bedeutet immer noch Schneckentempo. Es ist immer noch Iiiih-Bäääh-Pfui-Igittigitt! Aber es ist auch … irgendwie … richtig klasse!

Für die Wochenbilanz notiere ich 7.420 m in 46:00 Minuten.

Zu vermieten: 1 ZK (B/WC außerhalb), nur von März bis Oktober

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11 Gedanken zu “Fast Food

  1. Schulsport – rückblickend immer wieder ein Quell abschreckender Erinnerungen *graus* . Meine 100-m-Bestzeit aus der Schule dürfte auch irgendwo in dem Bereich gelegen haben.
    Und ehrlich: 100er mag ich auch heute noch nicht, mache sie aber. Und stimme dir zu: irgendwie fühlt man sich danach auch richtig gut.
    lG
    Ralph

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  2. Ach liebe FrauWeinbergschnecke, wenn es denn Spaß macht und die erwünschten Erfolge bringen wird – es sei dir von Herzen gegönnt, 100 m Sprints, das ist für mich so fast das aller-, aller-, allerletzte, was mir gefällt, gleich danach kommen die 800 m.

    Was kostet die Miete, das Rot gefällt mir sehr und die Lage auch, vor allem aber der Himmel, wo gibt es den ? Dazu ? 😉

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  3. @Margitta: Die 800er lauf ich in der kommenden Woche – dann kann ich dir sagen, was für mich das Allerletzte ist! 8) Diese komischen Tempo-Geschichten sind sozusagen mein Laufexperiment des ersten Halbjahres, das unter dem Motto „Schneller!“ steht. Für das zweite Halbjahr traue ich mich inzwischen, andere Ziele anzupeilen. Dann kommt das Motto „Weiter!“ ins Spiel! 😉

    Ich hab mir ja alle Mühe gegeben, euch was von dem Himmel rüberzuschicken … ich schaff es nicht, tut mir sehr leid! 😦 Musst du dich wohl doch in dem roten Appartment einmieten, 1 Regenwurm pro Tag, ok? 😉

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  4. Ab sofort, herzlich willkommen! Ich vergaß allerdings zu erwähnen, dass dein neues Domizil nicht beheizt ist. Macht doch hoffentlich nichts, oder? 🙂

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  5. Ja, so eine kleine Datscha in rot würde mir auch gefallen 🙂

    Habe letzte Woche das erste Mal sowas wie Tempotraining in kleinen Dosen probiert: ich war erstaunt, was für ein anderes Laufen das war … irgendwie cool. Schade, dass meine Ausdauer dafür noch so gering ist.

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  6. Oh, ich fürchte, in dieser Saison kommst du zu spät, liebe Silke! 😉

    Das mit der Ausdauer klappt schneller als du erwartest, du bist doch richtig gut am Ball! Und ab und an kannst du auch jetzt schon mal ein paar kurze, schnelle Passagen in deine Läufe einbauen, einfach weil’s Spaß macht! 🙂

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