So ein Krampf!

Wie ein Käfer auf dem Rücken liege ich auf dem schmuddelig-feuchten Boden einer belebten Frauen-Umkleidekabine im Centre Sportif zu Remich. Das linke Bein ist gen Decke gestreckt, eine mir Unbekannte schiebt meine Zehenspitzen Richtung Schienbein. Ich wusste schon im Moment der Handlung, dass es keine wirklich gute Idee ist, sich den fest sitzenden rechten Laufschuh mit dem linken Fuß abstreifen zu wollen. Aber mein Hirn ist gar gekocht und nicht in der Lage, den Handlungsimpuls zu unterbrechen. Kräftigen Druck auf die Fersenkante des Schuhs auszuüben und sich mit einem heftigen Wadenkrampf eine Etage tiefer zu begeben sind nahezu eins.

Eigentlich ist Luxemburg sehr schön! Das gilt auch und gerade für die Weinberge an der Obermosel. Davon können Thestral, Foxi und ich uns überzeugen, als wir dank Thestrals Ortskenntnis und gelotst durch sein Navi auf verwinkelten Schleichwegen hügelauf und hügelab sausen, alle Straßensperrungen umfahrend. Weil der direkte Weg zum „Route du Vin Semi Marathon“ durch Baumaßnahmen auf Brücken und Bahnstrecken blockiert ist, wird schon die Anreise zum Wettkampf zu einem kleinen Abenteuer.

Während im Hintergrund zur Einstimmung ein FrauSchmitt’scher Podcast-Klassiker läuft, frage ich mich wohl zum hundertsten Mal, ob es vernünftig ist, mir diesen Lauf anzutun. Ich laufe ihn, das ist nicht die Frage! Er hat für mich jenseits aller Zeitambitionen große gefühlsmäßige Bedeutung. Nur werden Halbmarathons leider nicht mit großen Gefühlen gelaufen, sondern vor allem mit den Beinen. Und denen habe ich in den letzten Wochen eindeutig zu viel zugemutet. Nach dem schlecht vorbereiteten Saarschleife-Halbmarathon habe ich zu wenig regeneriert und zu schnell wieder harte Trainingseinheiten absolviert. Als ich die Überlastung bemerkt habe, habe ich zwar das Training fast auf Null heruntergefahren und nur noch sehr lockere kurze Läufchen gemacht. Aber für eine vollständige Erholung war es zu spät. Schwere Beine, dazu Schlafmangel. Und die gestrige ausgiebige Stadtbesichtigung mit Foxi, verbunden mit stundenlanger Latscherei auf Asphalt, war sicher für uns beide auch nicht das Optimale. Außerdem strahlt die Sonne vom Himmel und beweist, dass sie auch Ende September noch genug Kraft besitzt, um Läufern schon beim Gedanken an den Wettkampf die Kraft zu rauben. Nein, vernünftig ist es nicht, heute zu laufen! Und trotzdem: Ich laufe diesen Halbmarathon! Egal, wie lange ich brauche!

Die Vorbereitungsprozeduren laufen wie üblich, unterstützt durch die gute Organisation vor Ort: Im Centre Sportif ohne lange Warterei die Startnummer abholen, als Zugabe eine Flasche Cremant aus einer lokalen Kellerei und ein Schuhbeutel mit dem Aufdruck der „Route du Vin“. Umziehen, Rucksack an der Garderobe in der Turnhalle abgeben, hinab den Berg und hinein in das Getümmel des kleinen Ortes. Zwischen 1600 und 1800 Läuferinnen und Läufer, zahlreiche Zuschauer, die Spätsommer-Moseltouristen auf der Promenade, in den Straßencafés und auf der Minigolf-Anlage, die wir beim Warmmachen passieren. Am Anleger die Princess Marie Astrid, ein Passagierschiff, das Kreuzfahrten auf Saar und Mosel unternimmt. Doch lieber Schiffchen fahren als laufen?

Nach einer Stippvisite auf dem erstaunlich sauberen „good ol‘ Dixie“ trennen sich unsere Wege. Thestral reiht sich mit seiner Zielzeit von 1:40 vorn beim 1:30er Schild ein, Foxi und ich irgendwo zwischen 1:50 und 2:00, passend zu meiner Wunschzeit von knapp 2:10. Startschuss, ein paar Sekunden Stillstand, dann setzt sich auch das hintere Feld zäh in Bewegung. Moselabwärts auf der gesperrten Bundesstraße führt die Strecke zuerst schnurgerade, später in geschwungenem Bogen entlang der Mosel. Rechts der Fluss, gesäumt von herbstlich leuchtenden Bäumen, belebt durch die Personenfähre von Nennig nach Remich und durch etliche Sportbootfahrer, die mit lautem Getöse ihre Runden drehen. Rechts die Weinberge, steil aufragend, noch reich mit Trauben behangen. In den kleinen Ortschaften, die wir passieren, werden die Früchte der Region angeboten: Säcke mit Äpfeln und Kartoffeln, Flaschen mit Obstbränden, Viezfässchen, Batterien von Marmeladen- und Geleegläsern sind auf Klapptischen entlang der Straße aufgereiht. Allerdings ist wohl keiner von uns in rechter Einkaufsstimmung! Wir sind schließlich zum Laufen hier!

Obwohl: Einkaufen wäre eine prima Alternative! An den Ständen stöbern, ein Gläschen Viez probieren, vielleicht an einem Mirabellen- oder Zwetschgenschnaps nippen. Man könnte auch gemütlich am Ufer entlang spazieren. Oder mit dem Boot fahren. Alles wäre schöner, als mit schweren Beinen zwischen vielen hundert quietschbunt gekleideten Menschen auf einer Bundesstraße entlang zu wetzen und zu schwitzen wie bekloppt. Erst Kilometer 2 – und ich habe schon jetzt keine Lust mehr! Etwa einen lockeren Kilometer bin ich mit Foxi gelaufen, seither macht jeder „sein Ding“, so die Absprache. Und „sein Ding“ ist schneller als meines.

Trotz Lustlosigkeit: Die Kilometerzeiten sind für meine Verhältnisse wirklich gut und gleichmäßig: 6:01 – 6:05 – 6:00 – 6:00 – 6:04 – 6:05. Mir ist klar, dass das eigentlich zu schnell für meine Form und die heutigen Bedingungen ist. Aber der Autopilot landet immer wieder bei diesem Tempo. Zwischen km 4 und km 5 der erste Getränkestand; wie am zweiten Stand ca. 5 km weiter wird es lediglich Wasser in Halbliter-Plastikflaschen geben. Die Flaschen haben den großen Vorteil, dass man aus ihnen (als Ungeübte wie ich) besser trinken kann als aus Bechern. Normalerweise. Aber die Plörre am ersten Stand ist so warm, dass ich mir angeekelt nur zwei-, dreimal den Mund ausspüle und mir den Rest des Flascheninhalts über Kopf und Rücken gieße. Alles zu warm! Zwar gibt es ganz kurze Passagen, auf denen man unter Bäumen ein wenig Schatten erhaschen kann. Hin und wieder kühlt eine ganz zarte Brise. Aber im Großen und Ganzen ist es – so empfinde ich es wenigstens – einfach nur abartig heiß.

Ab km 7 regelt der Autopilot die Geschwindigkeit ein wenig herunter: 6:10, 6:15. Ein rotes Singlet nur wenige Meter vor mir. Foxi! Er sieht schlecht aus. Neue Schuhe, Schmerzen an der Achillessehne, Probleme mit der Hitze, genauso wie ich mit Trainingsrückstand. Also hat er Tempo rausgenommen, damit ich auf ihn auflaufen und wir den Lauf gemeinsam durchstehen können. Wir berichten uns gegenseitig ein wenig darüber, wie es uns bisher ergangen ist, bewundern den Stil der kenianischen Führungsläufer, die uns entgegenfliegen, und registrieren mit einer Mischung aus Schmunzeln und Staunen, wie schnell so mancher ungelenk und eigentümlich verrenkt wirkende Starter die Distanz abspult. 6:09, 6:06 für Kilometer 9 und 10, das ergibt eine Zwischenzeit von 1:00:56. Aber noch sind 11,1 Kilometer zu absolvieren. Und diese Kilometer werden wehtun, das beginne ich schon jetzt zu ahnen.

Dass die Ahnung nicht täuscht, zeigt sich rückblickend auch daran, dass die Erinnerung an die zweite Streckenhälfte nur fragmentarisch ist. Ebenso fragmentarisch sind die Daten von Garminchen, der ich vergessen hatte mitzuteilen, sie möge doch bitte bei Stehpausen die Uhr weiterlaufen lassen. Stehpausen? Oh ja! Von hier an hätte der Bericht auch mit „Die Leiden der nicht mehr ganz jungen W.“ überschrieben werden können. „Die Leiden des Herrn F.“ hätte ebenso gut gepasst. Kurz und schlecht: „Das Ding“ tut jetzt richtig weh!

Kilometer 11 in 6:19 deutet schon an, dass die Geschichte keinen guten Fortgang nehmen wird. Wenn wir bewusst langsamer gemacht hätten, um Körner zu sparen, tja, aber das war es nicht! 6:28 – 6:22 – 6:35 – 6:28. Foxi geht es nicht besser als mir, eher im Gegenteil. Auch wenn er nicht viel sagt, sein angespanntes Gesicht und das laute Schnaufen sprechen Bände. Trotzdem versuchen wir uns gegenseitig aufzumuntern: „Kilometer 14, zwei Drittel geschafft, nur noch 7 Kilometer, das ist doch die Distanz für einen lockeren Trainingslauf!“.

Irgendwo zwischen Kilometer 15 und 16 habe ich die Nase voll! Die Beine wollen nicht mehr, die Oberschenkelmuskulatur spannt, mir ist speiübel. An jeder Wasserstelle getrunken, den Rest aus der Flasche über Kopf und Trikot gegossen, jede – leider nur müde tröpfelnde – Dusche am Straßenrand mitgenommen, trotzdem ist mir viel zu warm, der Akku ist leer, es geht mir ganz einfach richtig dreckig!

Aus dem Laufschritt falle ich zuerst in ein zügiges Gehen, dann auf Foxis Tipp hin in eine langsamere Gangart mit kleinen Schritten. Kurze Pause an der Leitplanke, um die Muskulatur etwas zu dehnen, wieder vorsichtig anzulaufen und auf ein Tempo zu beschleunigen, das sich rhythmisch anfühlt, aber – wie sich zeigen wird – für meinen momentanen Zustand zu schnell ist. 7:30 für km 16 zeigt die Uhr ohne die Dehnpause, es dürften aber so 8:10, 8:15 gewesen sein. 6:52 für km 17, 7:15 für km 18 und 7:31 für km 19, die letzten beiden wieder mit zwei Gehpausen. Die erste wäre länger ausgefallen, wären wir nicht an einer aufmunternden Zuschauergruppe vorbeigekommen. Ich weiß nicht mehr, was uns zugerufen wird, nur noch, dass ich mir ein gequältes Lächeln und ein „Na gut, ich versuch’s noch mal“ abringe und wieder anlaufe. Die zweite folgt am Getränkestand – endlich Cola zum Aufputschen und ein kleines Stück Banane!

Diese Extra-Verpflegung scheint uns beiden noch einmal einen „Kick“ zu geben. Allerdings verschwimmt die Erinnerung im Nebel der Erschöpfung. Kilometer 20 laut Garminchen in 6:45. „Letzter Kilometer, wir schaffen das!“ Kinder, die sich abklatschen lassen, Anfeuerungen des dichter werdenden Zuschauerspaliers. In der Ferne hinter der Brücke leuchtet das Blau des Torbogens, der das Ziel markiert. Kilometer 21 sollen wir in 6:18 gelaufen sein, behauptet Frau G. Cola ist doch Doping! Da ist der blaue Bogen. Kein Gedanke an einen Zielspurt, kein Gedanke an die Endzeit (2:16:28 netto). Nur eines: ES LANGT!

Entnervt und kaputt trudeln wir mehr über die Ziellinie als wir laufen – direkt in Thestrals Arme, der inzwischen schon wieder gut erholt am Rand der Verpflegungszone steht. Er hat sich Sorgen gemacht, weil wir deutlich hinter unserem Zeitziel zurück liegen und das Jaulen der vielen Ambulanzen nichts Gutes verheißt. Die medizinische Versorgung scheint auf jeden Fall umfassend und zuverlässig. So wird das Feld von (mindestens) einem radelnden Sanitäter begleitet, der das Geschehen beobachtet und Läufer, die ihm auffallen, auf ihr Befinden anspricht. Zum Glück brauchen wir weder ihn noch seine Kollegen in Anspruch zu nehmen.

Die Verpflegungszone bietet ein reichhaltiges Angebot mit Wasser, Rivella, Bananen, Orangen und Rosinen. Kurz auftanken, dann durch den idyllischen Ort zum Centre Sportif. Nach der eingangs erwähnten unerfreulichen Episode im Umkleideraum schleppen wir uns bergauf zum Auto, so schnell die Beine tragen – also im Schneckentempo. Thestrals Auto ist dafür – auch dank des sicheren Fahrers – umso flotter, sodass wir wider Erwarten in letzter Sekunde den Bahnhof Konz erreichen und dank eines kleinen Spurts die eben einfahrende Regionalbahn gen Trier erwischen. Der Abschied ist entsprechend hastig, daher hier noch einmal: Vielen, vielen Dank, lieber Ralph, für deine „Chauffeurdienste“!

Was bleibt mir von diesem Lauf? Die Zielverpflegung auf jeden Fall nicht – die landet sofort nach dem Verlassen der Regionalbahn im Gras hinter dem Trierer Südbahnhof. War’s ein Zuviel an Sonne, die Erschöpfung, die meinem Magen bislang unbekannte Rivella? Übelkeit und Kopfschmerzen lassen mich daheim auf dem Sofa ins Halbkoma sinken, Foxi mit einem Eisbeutel auf der schmerzenden Achillessehne komplettiert das Lazarett. Was bleibt, ist – wenigstens bis heute – ein Wadenmuskel, der zwar ein halbwegs flüssiges Gehen zulässt, aber bei jeder noch so vorsichtigen Berührung ein heftiges Protestzwicken von sich gibt. „So ein Krampf!“ – mehr ist nicht geblieben. Und ein paar Erinnerungen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind …

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11 Gedanken zu “So ein Krampf!

  1. Oh je! Armer Kobold, armer Foxi, das volle Programm habt ihr da mitgenommen. Mit beidem kann ich voll mitleiden. Einpacken, wegstecken, abheften, AD ACTA, was anderes geht da gar nicht!
    Da kann ich nur gute Besserung wünschen.
    Haltet die Öhrchen steif! Das wird wieder!

    LG Moni

    Hmm, da war doch was? Gab es da nicht mal so eine Episode mit Frau Fuchs, Sumowalker und Eddi in Bad Harzburg? Da habe ich aber noch nicht gebloggt. *ätsch*

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  2. Hallo Kobold, Hallo Foxi,

    Euer Lauf erinnert mich fatal an meinen letzten M, nicht von der Wärme aber vom persönlichen Zustand auf den letzten km .
    Wie schon gesagt, abhaken, ausgiebig regenerieren und dann neu planen. Es kommen bessere Zeiten.

    Alles Gute
    Norbert

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  3. Das erinnert mich doch ein bisschen an meinen Berlinmarathon, auch wenn es mich nicht so schlimm erwischt hat wie dich. Da hatte ich Glück. Es war bestimmt die Hitze und die mangelnde Regeneration. Beiedes hat wohl zu diesem fiesen Ende geführt. Wobei ich mit fies nicht die Zeit meine sondern die Laufumstände für dich. Was bleibt dir nun zu tun? Ausruhen! Relaxen! Erholen! Und dann wieder weiter laufen, aber natürlich langsam! Dann klappt das auch wieder und deine Wade freut sich ihres Läuferlebens!

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  4. Du hast einen kleineren und einen ganz entscheidenden Fehler begangen:

    der kleine: viel zu schnell zwei HMs hintereinander für deine Laufumfänge

    der entscheidende: du hattest nicht das babyblaue Jäckchen mit den rosa Paspeln an. Zumindest les‘ ich davon nix. Damit wäre das sicher nicht passiert! 😀

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  5. Auauauau, da kann ich nur sagen, nicht gut gelaufen, Frau Fix und Herr Foxi. Mir tats vom blossen Mitlesen schon nur weh, und die wie immer genaue Schilderung des Eingehens tun mir in der Seele weh.
    Schade, dass du so einen tollen HM nicht mehr geniessen konntest. Aber den gibts sicher nächstes Jahr auch wieder. Vielleicht ist ja die Strecke Babyjogger-tauglich?
    Wenn ich so Sachen lese wie „Säcke mit Äpfeln und Kartoffeln, Flaschen mit Obstbränden, Viezfässchen, Batterien von Marmeladen- und Geleegläsern“, ja, da würd ich mich auch gut aufgehoben fühlen. Und unten im Jogger hats ein schönes grosses Netz, das ich füllen kann.

    Erhol dich gut, liebes Koboldchen. Selbiges auch an die charmante Laufbegleitung.

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  6. Aua – das Ende habe ich nicht mehr mitbekommen! Ganz liebe Genesungswünsche von mir! Ihr habt euch toll geschlagen. So unterschiedlich und doch wieder ähnlich fallen die Erlebnisse vom gleichen Lauf aus. Ich fand, ihr sah bei eurem Kilometer 9 richtig gut aus – während ich schon kämpfte. Wenn es im nachhinein ein Trost ist: auch in meiner Umgebung waren ab Kilometer 15 viele Läufer nur noch verzweifelt am Dehnen, viele andere verfielen in den Gehschritt (ich schließlich auch 😦 !) Die Bedingungen waren schlicht nicht für Läufer mit Hitzeintoleranz. Kopf hoch – es kommen andere Läufe!
    Jetzt erhole Dich erst einmal gründlich, dann geht alles wieder besser!
    Es war schön, dich mal wieder getroffen zu haben 🙂 !
    lG
    Ralph

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  7. “ Nur werden Halbmarathons leider nicht mit großen Gefühlen gelaufen, sondern vor allem mit den Beinen “

    Eigentlich ist dem gar nichts mehr hinzuzufügen, du hast alles in einem einzigen Satz sehr gut und vor allem treffend zum Ausdruck gebracht.

    Nein, ich erhebe nicht mahnend meinen Zeigefinger, nein, bleib‘ ja unten, immer davon ausgehend, dass FrauWeinbergschnecke im allgemeinen mit sehr viel Verstand durchs Lebens schreitet, aber in diesem Falle wohl dem Anschein nach weniger davon Gebrauch gemacht hat, denn auch hier gilt die Devise: Ohne Fleiß kein Preis, da hilft auch die schönste Umgebung und die charmanteste Begleitung und große Gefühle nichts, wenn schon bei Kilometer 15 die Beine versagen.

    Ach ja, und es es scheint auch noch andere Exemplare deiner Gattung zu geben, die in ähnlicher Mission wie du unterwegs waren und denen ebenso die erwünschte Bewältigung dieser Strecke versagt geblieben ist – geteiltes Leid ist halbes Leid !

    Da sich dieser Lauf sicherlich nachhaltig in deinem Gedächtnis festsetzen wird, bin ich fast sicher, dass eine Wiederholung mit ähnlich schwacher Vorbereitung nicht mehr zu erwarten ist.

    Wie auch immer, Ihr habt durchgehalten bis zum bitteren Ende, Euch gegenseitig Trost und Eisbeutel gespendet.

    Ihr habt mein Mitgefühl, aber mein dummer Zeigefinger (du sollst unten bleiben!)…………………..

    Erhole dich gut !
    ……………………………………………………………………………………………………………………………………

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  8. Ich war ja schon gespannt, liebe Anne, wie Du diesen eigenartigen und unerquicklichen Lauf zu Papier bzw. zu Tastatur bringst. Und wie immer ist es ein fesselnder und emotionaler Bericht geworden, bei dem die Stationen des (nicht immer Wohl-) Ergehens hautnah zu spüren sind. Und nun eben auch die Leiden der zwei, die als „Racing Team Schnecke-Fuchs“ an den Start gingen und wenigstens mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu überzeugen wussten.;-)

    Danke für die phantasievolle Aufarbeitung und gute Besserung für die vermalefizte Wade! Bald schon wirst Du wieder fröhlich durch die Weinberge hüpfen und Dich Deiner laufenden Fortbewegung freuen. Und ich? Ich werde die Lektion verinnerlichen, dass man/frau nicht nach einem halben Jahr Trainingsrückstand einen Sprinttriathlon volle Pulle fahren kann und eine Woche später allen Ernstes erwarten kann, einen Hitze-HM locker-flockig abspulen zu können.

    Aber wie so oft hat Margitta natürlich (auch ohne ihren Zeigefinger) Recht. „Geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Und in diesem Fall sogar doppelte Freude! 🙂 🙂

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  9. @Moni: Dankeschön! Genau, zu den Akten legen, die Muskeln und den Rest des Körpers regenerieren lassen, dann wird das wieder!

    @Norbert: Willkommen in meinem Blog! Ja, deinen Bericht hatte ich auch gelesen. Manchmal sind das eben so Tage, an denen buchstäblich nichts läuft. Und es kommen bessere! Danke, Norbert

    @Martin: Du hast recht, nun ist erst einmal Erholung angesagt. Und alles andere sehen wir danach! Dankeschön!

    @Lizzy: Genau, die babyblaue Jacke mit den rosa Paspeln fehlte. Darin hätte ich zwar noch mehr geschwitzt, aber das muss es gewesen sein! 8)

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  10. @Marianne: Die Strecke taugt perfekt für den Babyjogger, ich bin die ersten 5 Kilometer neben einem gelaufen. Glatter Asphalt, topfeben … und da du schneller bist als ich, könnten wir ja eigentlich gemeinsam laufen. Du gehst zwischendrin immer mal wieder einkaufen und holst mich dann wieder ein! 😉 Dankeschön für die guten Wünsche!

    @Ralph: Ja, bei km 9 ging es uns auch noch gut. Aber es war wohl hinterher bei fast allen Not und Elend angesagt; so viele gehende Läufer habe ich bei noch keinem meiner bislang 7 HMs gesehen. Irgendwie tröstlich, dass selbst deine Zeitregionen nicht verschon blieben! Und es war wirklich schön, dass wir uns mal wieder getroffen haben. Mitte November wieder in Langsur?!

    @Margitta: Keine Sorge, auch ohne deinen mahnenden Zeigefinger begreift Frau Weinbergschnecke, dass sie so etwas besser NIE wieder macht. Egal ob geteiltes Leid halbes Leid ist – das halbe Leid war immer noch zu viel. Und in Anbetracht von Foxis Beichte seiner Fehler sollte man möglicherweise eher sagen: Geteilte Dummheit ist doppelte Dummheit! 8) Aber da es im Leben mehr als „nur“ das Laufen gibt, wollen wir darüber einfach mal hinweg sehen. Und manche Fehler machen Schnecken nur einmal! 😉

    @Bärbel: Auch dir ein Dankeschön. Genau, jetzt erst einmal gaaanz langsam machen!

    @Foxi: Die geschlossene Mannschaftsleistung hätten wir uns wohl beide auf höherem Niveau gewünscht … aber gut, man/frau kann nicht alles gleichzeitig haben! Und die doppelte Freude war ja trotzdem da. 🙂 Nur: So wie mein Haxen sich anfühlt, wird es mit dem Hüpfen durch die Weinberge noch etliche Tage dauern. 😦

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