Nur 13 Stunden …

… liegen zwischen dem gestrigen Lauf und dem Start einer Sonntagsrunde. Die Luft ist halbwegs frisch gegen 9:45 Uhr, allerdings lassen der strahlendblaue Himmel und das milde Spätsommer-Sonnenlicht schon ahnen, dass es noch einmal recht warm werden kann. Eigentlich wäre ein Lalala an der Reihe heute, um noch genug Kilometer zu sammeln für meine September-Laufpläne. Aber die Beine wollen erst einmal ein bisschen flotter, und ich lasse sie gewähren!

Richtung Südbahnhof, über die Saarstraße und entlang der Uferstraße führt mein Weg über die Adenauer-Brücke. Hier merke ich, dass das mit einem richtig langen Lauf wohl nichts wird. Zu sehr stecken mir noch die Kilometerchen vom Vortag in den Beinen, dazu fiel das Frühstück zu knapp aus und ich habe schlicht Kohldampf! Mit knurrendem Magen läuft es sicht nicht gut. Trotzdem will ich wenigstens ein paar Kilometer herunterreißen. Richtung Kaiser-Wilhelm-Brücke trabe ich an der Mosel entlang, unspektakulär, ohne besondere Vorkommnisse, nur unzählige Touris auf Rädern und zu Fuß, die immer wieder mal den Weg blockieren.

An der Brücke laufe ich zügig die Steigung hinauf – Stadtlaufteilnehmern ist sie nur allzu gut vertraut! Am anderen Ende wähle ich zum ersten Mal seit langem wieder den Weg flussabwärts, vorbei nicht nur an Zurlauben, sondern weiter am Bootshaus und der Jugendherberge vorbei, am Nordbad und bis zum etwas abgelegenen Stadtstrand, der heute letztmalig geöffnet ist. Dort wende ich, kurz bevor auch der Weg endet, und nehme die gleiche Strecke zurück bis zur Brücke, bleibe dort allerdings auf dem stadtseitigen Ufer bis zum Abzweig Richtung Finanzamt. Die letzten Meter bis zum Bäcker zu laufen bedarf einiger Überredungskunst, die Beine mögen einfach nicht mehr, der „Treibstoff“ ist offenbar komplett alle. Mit einem Rosinenstuten und einer Sonntagszeitung in der Hand schlappe ich das letzte Kilometerchen bergauf. 12.110 m in 1:20:05 – das muss reichen für heute.

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3 Gedanken zu “Nur 13 Stunden …

  1. Hoppla! Nach nur 13 Stunden wieder auf der Piste – meine Hochachtung! Und das dann noch fast komplett in der Stadt. Die Adenauer-Brücke nahm ich ja am Samstag erstmals unter die Füße, weiter in die Stadt hinein kann ich mir seither schlecht vorstellen.
    Du weißt schon, daß man eine Woche vor einem Wettkampf nicht in vollem Umfang trainiert? Du hast ja Deine Kräfte dann doch geschont. Nächsten Sonntag dann wirklich Lalala in Merzig. Ich drücke Dir schon jetzt die Daumen dafür!
    lG
    Ralph

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  2. Die Menge geraffter Berichte (3 Stück auf einmal !) ist kaum leserisch zu bewältigen, dann läufst du mir fast davon.

    Schön, dass du am Wochenende Zeit gefunden hast, dich aktiv zu entspannen, wenngleich die letzten Meter auch ein wenig beschwerlich werden, aber das macht uns Läuferinnen aus -wir sind stark, gell ? 😉

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  3. @Ralph: Zum Glück waren es in der Stadt selbst nur etwa 3,5 km, das reichte aber auch. Werde sicher in nächster Zeit öfter mal das Rad bis an die Mosel nehmen, denn durch die Stadt laufen ist wirklich nicht so prickelnd, selbst wenn ich die Schleichwege nehme.
    Genau, ein wenig Schonung war gut. Diese Woche gibt’s nur 2, 3 kürzere Einheiten (davon eine etwas schnellere), dann ist LaLaLa in Merzig dran. Dankeschön für’s Daumendrücken, lieber Ralph!

    @Margitta: So geht es, wenn der DSL-Anbieter einen im Stich lässt und man die Berichte erst nach dem Wochenende hochladen kann. Dann gibt es alles auf einmal, wohl wissend, dass das das Zeitbudget der LeserInnen arg strapaziert. Aber man kann sich das Lesen ja auf mehrere Tage verteilen! 😉
    Genau, wir Läuferinnen sind stark, da wird nicht über ein paar harte Meterchen gejammert! 8) Und Laufen als aktive Entspannungsmethode tut sooo gut!

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