Puuuuuuuuh, …

… die Laufpause macht sich doch recht eindeutig bemerkbar! Stelle ich resümierend fest, als ich vor Schweiß tropfend in meine Küche wanke und die Apfelschorle direkt aus der Flasche in mich hineinschütte. Schnell laufen ging schon leichter, eindeutig. Und schnell laufen ging natürlich auch schon viel schneller!

Freitag, 5:45 Uhr morgens, ohne Kaffee für die Kreislauf und ein paar ansonsten nutzlos herumliegende Weintrauben für den Blutzuckerspiegel geht es nicht. Aber dann! Der Regen hat aufgehört. Doch die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch, von allen Büschen und Bäumen tropft es, dazu ist die Luft grau und vernebelt.

Der Lauf von vorgestern abend steckt mir in den Beinen, das zeichnete sich gestern bereits ab. So sind die ersten Schritte schwer und unrund. Zum Glück habe ich mich für den Weg bergab an der Straße entlang entschieden, dann durch die Gärten, die Treppenstufen hinauf zum Herrenbrünnchen. Nach 2 Kilometern lockeren Einlaufens soll es nun für 3, 4 Kilometer etwas schneller werden, ein gepflegter 6er-Schnitt ist das Ziel. Und der fällt nicht gerade leicht heute, selbst wenn er gelingt. Zu schwere Beine, zu müde, zu … keine Ahnung. Ein wenig zu viel Kampf und Krampf für meinen Geschmack.

Leider auch nichts wirklich Erfreuliches am regenfeuchten und nebelgrauen Wegesrand, was meine Aufmerksamkeit binden könnte. Keine Hunde, keine Läufer, keine Walker, niemand! Nur: Nacktschnecken, Nacktschnecken, Nacktschnecken. Gelegentlich eine weinbergschneckige Verwandte, auf die ich natürlich besonders Acht gebe. Bei der nackten Verwandtschaft bin ich weniger skrupulös. Ich kann mir hier keine übermäßige Rücksichtnahme leisten, denn angesichts der hohen Zahl, in der die Viecher heute angerückt sind, ist es stellenweise praktisch unmöglich ihnen auszuweichen. Nicht gut für’s Karma, dieser Lauf!

Drei zügige Kilometer reichen mir für heute, und der letzte tat schon weh. Lieber Kräfte schonen, um am Sonntag genug Schwung für einen längeren Lauf zu haben. Also folgen ein gepflegtes Auslaufen – oder besser: Auskriechen – im Tal, einige zügige Gehschritte den Pfad bergauf und abschließend ein sehr lockeres und die etwas zwickende Muskulatur entspannendes Kilometerchen auf dem schmalen Weg oberhalb des Weinbergs. Ein kurzer Endspurt vom Lädchen bis zur Haustür, dann langt’s mir nach 8.360 m in 56:20 Minuten.

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7 Gedanken zu “Puuuuuuuuh, …

  1. Da sind wir ja heute in der Frühe noch einige Minuten gemeinsam unterwegs gewesen 🙂 . Irgendwas hat uns heute wohl gebremst – lag es an der Herbststimmung? Keine Ahnung. Wobei: Du bist durch die Laufpause ja entschuldigt 😉 . Viel Spaß beim „Langen“ am Sonntag!
    lG
    Ralph

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  2. Naja, so lang war die Laufpause auch nicht! Ich glaube, es war eher die Restschwüle, bei mir wenigstens, den hohe Luftfeuchtigkeit ist eine der effektivsten Spaß- und Tempobremsen, die ich mir vorstellen kann. Hoffentlich ist das am Sonntagmorgen besser, denn mehr Spaß beim „Langen“ hätte ich schon gern – dankeschön, lieber Ralph!

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  3. Danke für den feinen, ungeschönten Laufbericht! Auch ohne die sonst bunten Eindrücke am Wegesrand, die sonst für Abwechslung sorgen, war er schön zu lesen. Schließlich war es allzu früh, allzu neblig und Du allzu müde, da geht einfach nicht mehr. Aber gerade ist es so unmittelbar zu spüren, wie sehr Du Dir jeden Kilometer „aus den Rippen geschwitzt“ hast.

    Die Einteilung mit drei flotten Km zwischendrin ist vielversprechend; macht die Beine wieder stark und allmählich auch wieder schnell. Du wirst sehen: All das wird Dir am Sonntag zugute kommen. Viel Vergnügen, Lust und einen langen Atem bei Deinem LaLaLa!

    Notabene: Ein paar entfernte Vertreter Deiner Verwandschaft habe auch ich heute getroffen. Auf dem Weg durch den Wald zum Arbeitsplatz kreuzten einige Nacktschnecken und zwei mit (neuem 😉 ) Haus die Spur meines Rades. Sie grüßten mich aus Trier und berichteten von der dortigen Schwüle; dort sei es einfach kaum zum Aushalten gewesen… 😉

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  4. Ach, FrauWeinbergschnecke, ist es nicht schön, Gleichartiges immer wieder auf dem Weg zu finden, wenngleich sie auch komplett nackisch ihr Unwesen auch bei Euch treiben, wie unmoralisch aber auch !

    Was die Kondition angeht, derer hast du genug bewiesen, als du dein neues Heim unermüdlich solange gestaltet hattest, bis du auf dem Boden darnieder lagst, nimm es leicht, freue dich über das, was gerade möglich ist, und wenn du dann wieder normal viel Zeit haben wirst,dann soll sich die vermeintliche Konkurrenz jetzt schon warm anziehen, gell ? 😉

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  5. @Foxi: Soso, Trierer Schnecken in der weiten Welt! Recht haben sie mir ihren Berichten über die Schwüle. Angesichts der Wettervorhersagen soll deshalb auch der Lalala am frühen Sonntagmorgen stattfinden. 🙂

    @Margitta: Geradezu obzön, diese Invasion von Nackten! Immerhin sind es bei uns nur die Schnecken, an der Ostsee hingegen – wenn ich mich recht entsinne – die Menschen! 8)

    Und was das Laufen angeht: Ja, das nehme ich leicht und ich mache mir keinen größeren Druck. Ist ja normal, dass ich nach einer Pause ein paar Läufchen brauche, um wieder in Schwung zu kommen – und selbst dann wird ab und an mal eines dabei sein, bei dem es nicht so rund läuft, das gehört einfach dazu! Es ist sooo schön, wieder häufiger unterwegs sein zu können!

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  6. Ach, das aktuelle Wetter macht doch niemandem beim Laufen so richtig Spaß. Und besonders fit fühlen wir uns doch auch nicht. Ich denke mal, es dauert noch so ein paar Wochen. Dann kommt der Herbst, der Wind, der Regen und die ganze Schwüle ist Geschichte 🙂

    Bis dahin zählen halt nur die gelaufenen Kilometer 😉

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  7. Du hast schon recht – der Herbst wird richtig großartig und entschädigt für alle Hitzeläufe! Bis dahin gilt es einfach tapfer zu bleiben und trotzdem Kilometer zu schrubben. 😉

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