3 Stunden pro Quadratmeter

Etwa drei Stunden pro Quadratmeter dauert es, den Dielenfußboden aus Weichholz von hartnäckigen PVC-Kleberresten zu befreien, ohne das Holz übermäßig zu beschädigen. Das ergab zumindest eine Hochrechnung auf Grundlage der Ergebnisse auf einer vermessenen Testfläche von 25 x 25 cm.

Inzwischen liegen umfassende Erfahrungen mit dem Gebrauch verschiedener Werkzeuge vor: Ein Elektroschaber funktioniert dort, wo der Kleber sehr dick aufgetragen und zugleich bröselig ist, man schabt allerdings sehr leicht Furchen ins Holz. Ein breiter Handschaber mit Stiel eignet sich zum Abkratzen der textilen Deckschicht und zum Ablösen bröseliger Flächen. Aber auch er sorgt dafür, dass manchmal grobe Späne fliegen. Also muss der größte Teil der Reste mit einem robusten Malerspachtel entfernt werden – teils lösen sich kleinere Plättchen, teils nur Krümel, teils lassen sich sogar nur Staubpartikel abkratzt. Auch wenn mir gestern und vorgestern liebe Menschen geholfen haben: ES REICHT!

Aber es sind zum Glück auch nur noch ca. zwei Quadratmeter. Und der Garten bietet dann so manche Schleckerei für zwischendurch und hinterher! Drei Wochen noch, dann muss alles einzugsbereit sein.

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5 Gedanken zu “3 Stunden pro Quadratmeter

  1. Mir fällt wirklich wenig ein. Ich beneide dich nicht um deine Arbeit. Hoffentlich ist der Boden darunter auch wirklich die Mühe wert.
    Mit was wurde denn der Teppichboden verklebt. Atomwaffensicherer Kleber, wahrscheinlich, oder? Hättest du den Teppich dringelassen, hätten bestimmt die Urzeitforscher in Dreimilliarden Jahren sich erstaunt gezeigt, welch techn. Entwicklung es im Jahre um 2000 n. Chr.schon gab.
    Ich wünsch dir weiterhin viel Kraft!

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  2. Hihihi, ich stell mir gerade vor, wie die künftigen Urzeitforscher von dem 50er-/60er Jahre-Genossenschaftswohnblock (man beachte den subtilen Hinweis auf die Qualität der Bauausführung 😉 ) keine anderen Überreste mehr finden als ein 15 Quadratmeter großes Stück PVC-Kleber! Keine Ahnung, was das für ein Teufelszeug ist! Da der Vorbesitzer seine 3 mm dicken Schaumtapeten mit Fußbodenkleber (!!!) an der Wand befestigt hatte, damit sie auch ja nicht abfallen, hat er vermutlich für den PVC-Boden irgendetwas Nanotechnologisches aus den Geheimlabors von CIA oder KGB verwendet … und ich muss das ausbaden!

    Der Boden ist’s aber wert, sonst würde ich mir das nicht antun und auch keine Freundschaften dadurch strapazieren: Wunderbar helle Dielen, vermutlich aus Tannenholz, und gleichmäßige, nicht zu tiefe Fugen, nur ein paar Schrunden und Druckstellen, aber überwiegend an Stellen, an denen sowieso Regale bzw. Schreibtisch stehen werden. Abgeschliffen (passiert am kommenden Freitag) und versiegelt wird das genial aussehen.

    Vielen Dank für die lieben Wünsche!
    LG,
    Anne

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  3. @Martin: Ufffz, 3 Menschen, 3 Meinungen! Einer rät dies, einer empfiehlt das (z.B. ein Kollege das Versiegeln mit Bootslack) – und ich steh da und hab keine Ahnung! Was spricht denn nach deiner Kenntnis/Erfahrung für’s Ölen?

    Herzliche Grüße
    Anne

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  4. Ich glaube, wenn du ihn ölst, ist er offenporig. Das hat verschiedene Vorteile.
    Das Holz kann „arbeiten“. Das heißt Schrammen und Druckstellen lösen sich wieder. Rotweinflecken „arbeiten“ sich selber wieder raus.(Selbsterprobt!) Und es ist, wenn du biologisches Öl nimmst auch umwelttechnisch pickobello.
    Hast du den Drang deinen Boden jede Woche feucht rauszuwischen und willst du nicht immer wieder nachölen fährst du besser mit einer Versiegelung.
    Hast du eine EG Wohnung würde ich von einer Versiegelung abraten, da du mit Gartenschuhen und „Strassendreck“ die Versiegelung langsam aber sicher abschleifst und der Boden keinen Schutz mehr hat.
    Das ist meine nicht ganz fachmännische Antwort auf deine Frage……..
    Weiterhin viel Kraft und auch von mir einen dicken Blumenstrauss!

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