So geht Samstag!

Bisschen länger schlafen.

So bis halb sieben ungefähr.

Kaffee.

Viel Kaffee.

Sehr viel Kaffee.

Laufsachen an.

2015-08-29_Samstag06Raus in die frische Spätsommerluft.

Rauf auf die Höhe.

Stadtpanorama gucken.

Trotz Nebel.

2015-08-29_Samstag02Sich freuen, dass es dieses schöne Fleckchen Erde gibt.

2015-08-29_Samstag04Hoffen, dass es nicht wie geplant zugebaut wird.

2015-08-29_Samstag05Runter ins Tal.

Wieder ein bisschen rauf.

Und wieder runter.

Schön langsam und vorsichtig.

Sich freuen, dass das Fahrwerk hält.

Richtig gut sogar.

Ab in den Garten.

Erfrischung ernten – vom Strauch in den Mund.

Heim.

Trinken.

Duschen.

Computer.

Arbeiten. :roll: Aber nicht zu viel.

2015-08-29_Samstag01

~ 1990 – 1992 ~

Anja hat’s angeregt – und viele BloggerInnen haben’s getan. Dann tu ich’s auch mal: Ein Foto aus dem Jahr 1991 raussuchen und erzählen, was da so los war im Leben. Gesucht hab ich fleißig – aber leider nix gefunden aus 1991. Warum auch immer. Gibt nur 1990 und 1992. Müsst ihr also irgendwie interpolieren, wenn ihr wissen wollt, wie ich zwischendurch aussah. ;-)

Was war los 1991? Mitten im Studium steckte ich, hab viel (oft zu viel) gearbeitet, liebte Guinness und hasste Sport, rauchte alles, was ich bekommen konnte (außer Zigarren), wurde zum ersten Mal Tante und begann mich alt zu fühlen, fand das Zweier-WG-Leben passend für mich und fing so langsam zu ahnen an, wo die berufliche Reise hingehen sollte. Aber irgendwie … nö, es gibt Lebensabschnitte, in die wünsche ich mich nicht zurück. Und manchmal bin ich dann fast erschrocken, dass ich mich in einigen Dingen gegenüber dem “Damals” nur so wenig verändert habe … :roll:

Zehn

Zehn.

In arabischen Zahlen: 10.

In römischen Zahlen: X.

Auf Latein: Decem.

Eingedeutscht: Detzem.

2015-08-23_Detzem02 2015-08-23_Detzem03Ein Weinörtchen an der Mosel. Zehn keltische Meilen von der altem Römerstadt Trier entfernt. Das Dorf schau ich mir ein andermal an. Am Sonntag reicht die Zeit nur für eine kleine Radrunde mit Wendepunkt an der Moselstaustufe. Kaffeepause in Kenn auf dem Rückweg inklusive. ;-)

2015-08-23_Detzem01 Ergänze: Kleine windige Radrunde. Rückenwind. Seitenwind. Gegenwind. Die Mosel mit ihren vielen Schleifen hat Vorteile – langweilig wird’s nie! Bei den vielen schönen Anblicken sowieso nicht. Da ich aber beim Radfahren nicht gern ständig anhalte, hab ich die Bilder wieder mal nur im Kopf. Vielleicht sollte ich gelegentlich dort laufen?! Dabei machen mir kurze Fotopausen nämlich nicht so viel aus.

2015-08-23_Detzem04

Zurechtflicken

Fahrrad müsste man sein: Wenn der Antrieb Verschleißerscheinungen zeigt, wird man in die Werkstatt gebracht, bekommt ein, zwei Tage Vollpension, wird zurechtgeflickt – und rollt hinterher auf Anhieb wieder wie neu!

2015-08-22_Zewen05OK, man muss sich leider auch ständig treten lassen. Aber in dieser Hinsicht sind wir Menschen bekanntermaßen oft auch nicht besser dran – obwohl es bei uns ohne Getreten-Werden viel runder liefe.

In punkto „Zurechtflicken“ geht es uns sogar deutlich schlechter als unseren Fahrrädern: An Vollpension ist gar nicht zu denken – und bis wir hinterher wieder rollen, laufen oder uns anderweitig fortbewegen können, braucht es viel Kraft und Geduld.

2015-08-22_Zewen04So langsam gewöhne ich mich an den Gedanken, dass das eben so sein wird. Bis dahin versuche ich zu genießen, was geht. Und das ist ja gar nicht so wenig. Mit dem Bus nach Zewen zu fahren, um das zurechtgeflickte Rad abzuholen, würde länger dauern als hinzulaufen. Also wird gelaufen … ist zwar eigentlich ein bisschen weit, aber das wird schon gut gehen.

2015-08-22_Zewen02Nun ja, die Mutter aller schönen Strecken ist das nicht … vorsichtig ausgedrückt. Rainer hat die zweifelhaften Freuden der Mosel-Leinpfad-Läufe ja erst gestern beschrieben. Die Ausläufer des Zewener Industriegebiets sind auch nicht idyllischer. Und die Strecke wird keinesfalls als schöner empfunden, wenn man sie langsam absolviert, eher im Gegenteil, man nimmt das graubraune Elend um so intensiver wahr.

2015-08-22_Zewen01So werden die Beine fast automatisch schneller als sie sollten. Aber nur, bis die Feldränder erreicht sind und damit das, was die Natur um diese Jahreszeit so zu bieten hat. Für ein kleines zweites Frühstück perfekt, auch wenn die größten und süßesten Früchte natürlich wieder mal unerreichbar bleiben. Erwähnte ich es schon – ich mag den Spätsommer?2015-08-22_Zewen03

Brrrrrr!

Kurz und knapp: „Brrrrr!“ – so fühlt sich die Luft heute früh im ersten Moment an. 10-11 Grad, leichter Nebel über der Mosel – man ist nichts so Frisches und Gutes mehr gewohnt nach den heißen Sommertagen und lauen Nächsten. Erste zaghafte Vorboten des Herbstes zeigen sich. Da läuft es sich gleich viel munterer. Bestens. Wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich ewig … na ja, wenigstens kann ich überhaupt, also kein Grund für Wehmut oder Rumgenörgel. Nicht der Geringste! 8-)

DSC02083

Läuft doch

Höchste Zeit mal wieder über’s Laufen zu bloggen – das war schließlich immer ein Laufblog hier und soll auch wieder einer werden, überwiegend wenigstens.

Kurzgefasst: Doch, läuft. Auf niedrigem Niveau: 35 lockere Minuten hier, 40 langsame Minuten da, vielleicht mal ein eingestreuter zügiger Kilometer, damit die Beine das Tempo nicht ganz verlernen. All das geht weitgehend beschwerdefrei und ohne böse Folgen am nächsten und übernächsten Tag. Und das ist eine ganze Menge! Reicht drei- bis fünfmal pro Woche für meine „Hausrunde“ im Tiergarten. Nicht für „Wettkämpfe“. Auf die hab ich aber gerade eh keine Lust.2015-08-14_Tiergarten2Mehr geht einfach nicht. Nach 40, 45 Minuten scheint die Muskulatur so weit ermüdet zu sein, dass sich wahlweise Knie oder Achillessehne zu melden beginnen. Vielleicht wird sich das durch gezielte Gymnastik und Kräftigungsübungen mit Stabipad und Theraband noch ein wenig bessern. Wenn ich dieses Niveau deutlich heben und darüber hinaus ohne Ziehen im gebeugten Knie solche Aktivitäten wie Radfahren, Treppensteigen, Gartenarbeiten in der Hocke vollbringen will, werde ich aber über kurz oder lang nicht ohne OP auskommen. Nur ist die vor Dezember, evtl. sogar Januar zeitlich und organisatorisch nicht drin. Also muss ich auch vor Ende September, Anfang Oktober noch keine definitive Entscheidung für einen Termin treffen.2015-08-14_Tiergarten1Und nun? Erstmal weiter rumjoggen. „Rumturnen“. Hoffen, dass es nicht schlimmer wird. Vorsichtig ausprobieren, ob die Belastbarkeit noch ein bisschen zunimmt. So lässt sich die Zeit bis zum Herbst gut überbrücken. Und dann sehe ich weiter.

Landsknechte, Schädel und Urban Art – Urlaub doheem

Tatsächlich scheint mir eine zweite Urlaubswoche vergönnt. Doheem. Und sieht man einmal vom Erledigen liegen gebliebener Dinge ab, gibt’s auch doheem genug Interessantes zu sehen und zu unternehmen. Eine sehr gut und anschaulich gestaltete Sonderausstellung über den 30-jährigen Krieg und das Leben der Landsknechte zum Beispiel, zu sehen im Rheinischen Landesmuseum Trier. Am Sonntag war ich fast zwei Stunden dort.

Oder Kunst und Kultur im Weltkulturerbe Völklinger Hütte, das eh immer wieder einen Besuch wert ist. Das Industriedenkmal habe ich sicher schon vier oder fünf Mal durchschlendert, bin trotz Höhenangst auf die Aussichtsplattform an den Hochöfen gekraxelt und bin über die Gichtbühne gelaufen.

Heute locken mich die Ausstellungen. Zuerst die „Urban Art Biennale“ mit zig Werken namhafter internationaler Street Art-Künstler – nicht dass ich mich auskennen würde, die Werbetexte klangen aber sehr überzeugend. Faszinierend ist die Kombination aus moderner (Graffiti-)Kunst und Industriegelände allemal, ein perfekter Ort für solch eine Präsentation, wie ich finde! Hier nur zwei kleine Kostproben – für mehr Eindrücke: Selbst hinfahren! Dienstags ist übrigens ab 15 Uhr der Eintritt frei! ;-)

Danach das morbide Programm: „Schädel“. Eine leicht gruselige Mischung aus Anatomiekurs und kulturhistorischer Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Kopfes. Musikinstrumente, Trinkgefäße, Schrumpfköpfe, wunderbar konservierte Maori-Gesichter mit ihren Tattoos – der menschliche Schädel ist vielseitig verwertbar! Und für mich als Psychologin gab’s auch gleich noch einen kleinen Crashkurs in Phrenologie kostenlos dazu. ;-)

2015-08-11_Mettlach11Insgesamt ein bisschen viel „Memento mori“ vielleicht. Aber locker eingerahmt durch mehr oder minder zeitgenössische Plattencover mit Totenschädeln (Heino!) und den Helm von Darth Vader verliert das Ganze seine Düsternis.

Ach ja, und falls jetzt jemand denkt: „Kaum kann se nicht mehr Sport treiben, macht se auf Kulturtouristin!“: Kann man so jetzt auch nicht sagen. Hier das Aktivprogramm von heute: Morgens 6 km Lauf, mittags und nachmittags 65 km Rad. Letztere allerdings unterbrochen durch a) gemütliches Pasta-Essen und ein bisschen Bummeln durch die Outlet-Center in Mettlach, b) Zugfahrt nach Völklingen und Ausstellungsbesuche und c) Stippvisite in Saarlouis beim Decathlon und im schwedischen Café mit angeschlossener Möbelabteilung. Ich sag nur: Mit dem Rennrad zu IKEA – der beste Weg, um den Haushalt von überflüssigem Plunder freizuhalten! :lol:2015-08-11_Mettlach16